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AMD stellt erste SoCs der Carrizo-Familie vor

Autor: doelf - veröffentlicht am 03.06.2015
s.1/2
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AMD hat die ersten SoCs der Carrizo-Familie für Notebooks vorgestellt, welche auf den neuen Excavator-Modulen basieren und erstmals AMDs "Heterogeneous System Architecture" (HSA) im vollen Umfang unterstützen. Der Hersteller spricht von Prozessoren der sechsten Generation, wobei diese Zählweise höchst inkonsequent ist. Dennoch ist der neue Chip durchaus interessant.

Die sechste Generation?!

Betrachtet man Carrizo als APU, so handelt es sich um den Nachfolger des Kaveri. Mit Llano (2011, K10-Architektur), Trinity (2012, Piledriver-Architektur), Richland (2013, Piledriver-Architektur) und Kaveri (2014, Steamroller-Architektur) gab es bisher vier direkte Vorfahren und das macht Carrizo zu Generation Nummer Fünf. Allerdings sind sich Trinity und Richland so ähnlich, dass man streng genommen von der vierten Generation sprechen muss. In seinen Folien führt AMD daher noch die beiden Mobil-Plattformen Tigris (2009) und Danube (2010) auf, deren Prozessoren allerdings die Codenamen Caspian und Geneva hatten. Demnach landen wir bei der siebten Generation.
Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, ist der Carrizo AMDs erstes System-on-a-Chip (SoC) für die gehobene Leistungsklasse. Während eine APU die Rechen- und Grafikkerne sowie die Northbridge des Chipsatzes in einem einzelnen Chip vereint, kommt beim SoC auch noch die Southbridge dazu. Die Hersteller der Notebooks müssen somit nur noch einen Chip verbauen, was Platz und Kosten spart. Mit Kabini und Temash (2013, Jaguar-Architektur) sowie Beema und Mullins (2014, Puma-Architektur) kann AMD zwar schon zwei SoC-Generationen vorweisen, doch diese Chips waren auf einen möglichst geringen Verbrauch ausgerichtet und daher keine Überflieger. Carrizo soll hingegen ein SoC ohne Kompromisse sein.
Aus Sicht von AMDs Marketing ist das einzige, was wir aus obiger Geschichtsstunde festhalten müssen, die sechste Generation, denn Intels aktuelle CPU-Baureihe Broadwell ist nur die fünfte Core-i-Generation. Und Sechs ist mehr als Fünf, basta! Tatsächlich weist AMDs Carrizo zwei Vorteile auf: Zum einen unterstützt der Carrizo AMDs "Heterogeneous System Architecture" (HSA) und zum anderen bietet er leistungsstarke Grafiklösungen auf Basis der dritten GCN-Generation (Graphics Core Next). AMD betrachtet HSA als Schlüsseltechnik, um Grafikkerne in vollwertige Rechenkerne zu verwandeln. In Hinblick auf die reine Rechenleistung hinkt AMD seinem Mitbewerber aber weiterhin hinterher.

Heterogeneous System Architecture 1.0

Bereits bei der Markteinführung des Kaveri hatte AMD den Startschuss für HSA verkündet. Doch während der Kaveri zwar einen gemeinsamen Adressraum für den gesamten Speicher von den Caches über den Arbeitsspeicher bis hin zur Auslagerungsdatei (hUMA) bietet, unterstützt erst Carrizo die Version 1.0 der HSA-Spezifikation vollständig.
Der neue Chip kann nämlich zwischen verschiedenen Aufgaben umschalten, wobei der vorherige Zustand der Grafikeinheit zunächst gesichert und danach wiederhergestellt wird. Genau diese Fähigkeit fehlt dem Kaveri. Darüber hinaus stellt "Heterogeneous Queuing" (hQ) die Rechen- und Grafikkerne beim Dispatcher gleichberechtigt auf die selbe Stufe.

Die integrierte GPU und UVD6

Die verbesserte Grafikeinheit unterstützt DirectX 12, Vulkan sowie AMDs eigene Mantle-Technologie. In ihrer maximalen Ausbaustufe mit 8 Kernen - der Kaveri bringt es nur auf 6 Kerne - und 512 KByte GFX-L2-Cache soll sie doppelt so schnell arbeiten wie Intels Grafiklösungen und im Vergleich zu seinem Vorgänger Kaveri soll die doppelte Batterielaufzeit möglich sein. Carrizo kann drei Bildschirme zeitgleich ansteuern und beherrscht TrueAudio.
Auch der "Unified Video Decoder" wurde überarbeitet und dekodiert HEVC-Inhalte (High Efficiency Video Coding) jetzt in der Hardware. Hierdurch sinken CPU-Auslastung und Stromverbrauch beim Abspielen hochauflösender Videos deutlich. Damit die Grafikkerne nicht aufgrund von Bandbreitenmangel verhungern, wird Arbeitsspeicher bis DDR3-2133 unterstützt.
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