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Neu von MSI

Asus C.O.P. im Test
27.05.2002 by doelf

UPDATE 28.05.2002 - Reaktion von Asus

Der AMD Athlon XP hat eine interne Diode mit der aktuelle Mainboards die Core-Temperatur auslesen und bei Bedarf - also Überhitzung - die Stromzufuhr unterbrechen. Bei Asus heißt diese Funktion C.O.P. und wir hatten sie beim Test des Asus A7V333 mit einem AMD Athlon XP 1800+ getestet und für gut befunden. Ein paar Wochen später traf bei unserem Partner HiQ-Computer ein defekter Rechner ein: auf einem Asus A7V333 war ein AMD Athlon XP 1800+ durchgebrannt! Wie konnte das passieren? Zusammen mit HiQ-Computer haben wir einen Test gestartet.


Diesen Anblick sollte euch Asus C.O.P. eigentlich ersparen!

Versuch 1: der Lüfter fällt aus
Lüfter sind immer Verschleißteile, der Lüfterausfall gehört mit Sicherheit zu den häufigsten Überhitzungsursachen neben Montagefehlern. Dieser Versuch gleicht dem, den wir selber durchgeführt hatten. Im laufenden Betrieb (hier im BIOS, Hardwaremonitor) wird der Lüfter ausgezogen. Der Kühlkörper ist eine Coolermaster Heatpipe und kann einige Hitze kompensieren. Es dauert 4:30 Minuten, dann wird der Bildschirm bei ca. 75° Celsius Coretemperatur schwarz. Nachdem sich die CPU wieder abgekühlt hat, läßt sich der Rechner wieder starten - C.O.P. hat bestens gearbeitet! Asus hat die Abschalttemperatur, die sich nicht im BIOS festlegen läßt, seit den ersten BIOS Versionen des Asus A7V333 deutlich gesenkt.
DOWNLOAD: VIDEO 1 (2486 kb)

Versuch 2: der ganze Kühler löst sich
Ein seltenes Katastrophenszenario, aber durchaus denkbar. Gerade bei schweren Kühlern, die mit ihren Halteklammern nur an einem Punkt befestigt werden, kann Materialermüdung zum Abbrechen der Sockelnase und somit zum Ablösen des kompletten Kühlers führen. Wir starten den Rechner und lösen den Kühler, sofort geht der Rechner aus. Wir setzen den Kühler wieder auf und C.O.P. hat wieder sein Bestes gegeben: die CPU funktioniert, der Rechner bootet ins BIOS.
DOWNLOAD: VIDEO 2 (1510 kb)

Versuch 3: Systemstart ohne Kühler
Kaum jemand wird versuchen, den Rechner zu starten ohne zuvor einen CPU Kühler montiert zu haben. Aber sehr oft werden Kühler falsch montiert, verkantet auf den Sockel gesetzt und dann startet der Benutzer den Rechner ohne zu wissen, daß gar keine Wärmeübertragung zwischen CPU und Kühler stattfindet. Dies war auch der Fall bei dem defekten Rechner, der bei HiQ-Computer abgegeben wurde. Sollte Asus C.O.P. nicht sofort beim Einschalten greifen, würde bei einem verkantet aufgesetzten Kühler der ganze Hitzeschutz nur wenig helfen und die CPU verbrennen. Wir starten den Rechner ohne einen Kühler montiert zu haben und der Bildschirm bleibt schwarz - die CPU wird jedoch mit Strom versorgt! Nach einer halben Minute bemerken wir einen beißenden Geruch, dann platzt ein Stück Core ab und Rauchfahnen steigen auf. Nach einer Minute brechen wir den Test ab - noch immer fließt Strom in den CPU Sockel. Bei diesem Test hat C.O.P. versagt.
DOWNLOAD: VIDEO 3 (2392 kb)

Fazit
Wenn der Rechner erst einmal läuft, ist Asus C.O.P. ein wirksamer Überhitzungsschutz. Sogar wenn der Kühler abfällt, reagiert die Notabschaltung schnell genug.
Wer aber einen Rechner zusammenbaut, muß weiterhin äußerste Sorgfalt walten lassen, denn Asus C.O.P. scheint erst zu greifen, wenn das BIOS initialisiert wurde! CPU Kühler sollten nur auf einem ausgebauten Mainboard montiert werden und nach der Montage sollte man immer kontrollieren, ob der Kühler richtig sitzt. Ansonsten lebt eure CPU sehr, sehr gefährlich!

Reaktionen:

"Ich möchte diese Gelegenheit einmal nutzen, um einen erläuternden Kommentar zu Fall 3 Eures sehr praxisnahen und auch guten C.O.P Tests abzugeben.
Fakt ist, dass es einen 100% Schutz nur geben kann, wenn eine Thermal Protection in die CPU selbst implementiert ist (Intel P4). ASUS C.O.P kann keinen 100% Schutz für einen Athlon XP ohne jegliche Kühlung während des CPU Initialisierungs-Phase garantieren, jedoch ist es dem sehr nahe. Sofern eine Athlon XP CPU in der Lage ist, wenige Bruchteile einer Sekunde ohne jegliche Kühlung zur Initialierung der ersten rudimentären Teile des BIOSes ohne interne Beschädigung aushalten, so greift C.O.P und schützt die CPU vor Beschädigung.
Eine Einstellmöglichkeit der C.O.P Temperatur Intervalles ist in vielen aktuellen BIOSen der A7V266, A7V333 und A7N266 Serien schon implementiert, sofern das Mainboard den C.O.P Überhitzungsschutz hardware-seitig unterstützt."
 
- Holger Schmidt, ASUS Germany, Technical Marketing Multimedia -

Nochmals ein ganz großes Dankeschön an HiQ-Computer für die Durchführung dieses Tests. Und KIDS: DONT'T TRY THIS AT HOME!!!

DOWNLOAD: DivX Videocodec (wird benötigt, um die Videos abzuspielen)

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