Neben dem Hauptprozessor können auch die Grafikprozessoren mit in die Berechnung einbezogen werden, dies funktioniert bereits bei einigen Projekten wie zum Beispiel SETI. Allerdings kann sich CUDA auf die Bedienbarkeit des Computers auswirken.
BOINC und CUDA: Was wird benötigt
Um BONIC mit CUDA zu beschleunigen, benötigt man eine aktuelle Version von BOINC (z.B. 6.6.20 oder neuer), mindestens einen unterstützten Grafikprozessor - aktuell sind das die Baureihen GeForce 8, 9 und 200 - sowie einen aktuellen Grafiktreiber von NVIDIA (z.B. 185.85 oder neuer). Bisher unterstützen nur wenige Projekt CUDA, hierzu gehört allerdings die beliebte Suche nach intelligentem Leben im Weltall namens SETI. Kommen ein kompatibles Projekt, der passende BOINC-Manager und ein aktueller Grafiktreiber zusammen, wird CUDA automatisch aktiviert und die Grafikkarten der Rechengruppe hinzugefügt.
BOINC und CUDA: Nebenwirkung
Wer eine schwachbrüstige Grafikkarte verwendet, wird eine massive Verzögerung beim Bildaufbau feststellen. Im Falle einer GeForce 8500 GT war das normale Arbeiten unter Windows XP 64-Bit nicht mehr möglich, obwohl dieser PC mit einem 3,2 GHz schnellen Core 2 Vierkern-Prozessor und 8 GByte DDR2-800 ausgestattet war. Auch bei der performanteren GeForce 8600 GTS bemerkten wir einen verzögerten Bildaufbau, der zwar viel weniger ausgeprägt war, aber dennoch als sehr störend empfunden wurde.
BOINC und CUDA: Abhilfe
Für Abhilfe kann man im BOINC Manager sorgen: Unter dem Menüpunkt "Extras" findet sich der Reiter "Nutzung des Prozessors". Hier kann man festlegen, ob die GPU auch dann mitrechnen soll, wenn der Computer benutzt wird:
Wird der Haken entfernt, kann man wieder normal arbeiten. Erst wenn der Rechner für eine vom Benutzer festgelegte Zeit ruht, steigt auch der Grafikprozessor wieder mit ein und verbessert die BONIC-Statistik.

generated on 19.03.2010 13:28:31
by Jikji CMS 0.3.2