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BOINC und Grafikkarten   [Startseite] [Distributed Computing BOINC: @ Au-Ja]

Neben dem Hauptprozessor können auch etliche Grafikprozessoren von BOINC mit in die Berechnung einbezogen werden. Dies funktioniert beispielsweise bei Projekten wie Collatz, Einstein, MilkyWay und SETI. Allerdings kann sich die GPGPU-Nutzung auf die Bedienbarkeit des Computers auswirken.

Was wird benötigt
Um eine Grafikkarte zum Rechenknecht machen zu können, benögt man:

  • Einen kompatiblen Grafikprozessor: Hierzu muss man wissen, dass es vom Projekt abhängig ist, welche GPUs unter welchem Betriebssystem unterstützt werden. Bei BOINC findet sich eine Übersicht der GPGPU-fähigen Projekte. Grundsätzlich geeignet sind AMDs ATi Radeon HD ab der Version 2xxx sowie NVIDIAs GeForce ab der Version 8xxx mit mindestens 256 MByte Grafikspeicher.

  • Einen aktuellen Grafiktreiber: Die GPGPU-Unterstützung wurde bei AMD und NVIDIA in den letzten Monaten stark weiterentwickelt, daher sollte man grundsätzlich die neuesten Treiber benutzen. Zudem empfiehlt es sich, eine aktuelle Version von DirectX zu verwenden. Die entsprechenden Downloads finden sich auf unserem Server:
  • Ein aktuelles BOINC: Seit der Version 6.6.20 unterstützt BOINC die Grafikprozessoren des Herstellers NVIDIA, die GPUs von AMD können hingegen erst seit der Version 6.10.17 genutzt werden. Man sollte regelmäßig die neueste Version von BOINC herunterladen, wobei man für 64-Bit Betriebssysteme natürlich auch zur 64-Bit Version von BOINC greifen sollte. Beta-Versionen laufen normalerweise auch stabil, sind aber mit etwas mehr Vorsicht zu genießen.

Die Nebenwirkung
Kommen wir nun zu den möglichen Nebenwirkungen der GPU-Nutzung:

  • Es wird wärmer: Grafikkarten verbrauchen heutzutage oftmals mehr Strom und erzeugen mehr Abwärme als die Prozessoren. Daher sollte man auf jeden Fall für eine ausreichende Kühlung sorgen und an besonders heißen Tagen auf die GPGPU-Nutzung verzichten. Insbesondere Computer mit mehreren Grafikkarten können die Stromrechnung empfindlich erhöhen.

  • Langsamer Bildaufbau: Ein ganz anderes Problem werden die Benutzer vergleichsweise schwachbrüstiger Grafikkarten bemerken. Abhängig von der BOINC-Version wird die Grafikkarte auch dann genutzt, wenn am Rechner gearbeitet wird. Dies führt mitunter zu einer spürbaren Verzögerung beim Bildaufbau. Aber keine Sorge, dieses Problem können wir leicht beseitigen.

Langsamen Bildaufbau beheben
Für Abhilfe kann man zum Glück selbst sorgen. Hierzu öffnet man den BOINC Manager (Advanced View) und sucht unter dem Menüpunkt "Extras" den Eintrag "Einstellungen". Es öffnet sich ein neues Fenster in dem man festlegen kann, ob die GPU auch dann mitrechnen soll, wenn der Computer benutzt wird:

Wird der Haken entfernt, setzt BOINC die GPGPU-Berechnungen aus. Erst wenn der Benutzer für eine festgelegte Zeitspanne keine Eingaben vornimmt, wird der Grafikprozessor zugeschaltet. Auf diese Weise kann man seine BOINC-Statistik verbessern und dennoch ohne Einschränkungen mit seinem PC arbeiten. In den neuesten Versionen von BOINC ist diese Option übrigens schon standardmäßig deaktiviert.

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