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Neu von MSI

Alte Soft- und Hardware im Post-XP-Zeitalter weiterverwenden

Autor: doelf - veröffentlicht am 08.04.2014 - Letztes Update: 24.04.2014
s.1/3
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UPDATES:
Wir hatten es schon lange gewusst und können uns wirklich nicht überrascht geben. Dennoch setzt der heute auslaufende Support für Windows XP sogar jene Zeitgenossen in Panik, die schon aus Prinzip nie ein Sicherheits-Update eingespielt hatten und seit 2001 ohne Service Pack unterwegs sind (weil der ja nur alles ausbremst). Diesen Menschen können wir aus voller Überzeugung mitteilen, dass sie sich überhaupt keine Sorgen machen müssen. All diese virenverseuchten Kisten sind auch morgen und übermorgen noch genauso unsicher, wie sie es schon seit Jahren waren.
Wer hingegen sein Windows XP seit 2001 gehegt und gepflegt hat, steht vor einem Problem. Am heutigen Abend spielen wir feierlich die letzten beiden Patches ein und dann heißt es Abschied nehmen oder die Verbindung zum Internet trennen. Doch nicht nur Windows XP wird heute zum Sicherheitsrisiko, auch bei Office 2003 wird Microsoft keine Schwachstellen mehr beseitigen und gerade Bürosoftware ist ein sehr beliebtes Angriffsziel für Internetkriminelle. Und dann sind da noch der alte Drucker, der Scanner, die Soundkarte und die TV-Karte, für die es keine aktuellen Treiber mehr gibt. Alles ein Fall für den Elektronikschrott?
Mitnichten! Im folgenden beschreiben wir mehrere Szenarien für den Umgang mit alter Software und Hardware im Post-XP-Zeitalter.

Szenario #1: Es gibt schon einen neuen Rechner

Dies ist sozusagen der Idealfall, denn die alte Maschine kann nach dem Aufspielen der letzten Updates vom Netz genommen werden. Als reines Offline-System ist Windows XP sicher, denn Schädlinge kommen nur noch über Datenträger auf das System - und diese Gefahr können wir mit einem aktuellen Virenschutz auf dem Online-Rechner gering halten. Alle alten Geräte und Programme werden weiterhin mit Windows XP genutzt und wir können uns entspannt zurücklehnen.

Szenario #2: PC, Peripherie und Software sind nicht allzu alt

Wenn der eigene Computer noch keinen Staub angesetzt hat, bietet sich der Umstieg auf Windows 7, 8.0 oder 8.1 an. Während die Benutzeroberfläche von Windows 7 stark an XP erinnert und man sich kaum umgewöhnen muss, stellen Windows 8.0 und 8.1 durchaus eine Herausforderung dar - auch für etliche Programme und Spiele. Der Support für Windows 7 soll am 14. Januar 2020 auslaufen, für Windows 8.1 nennt Microsoft derzeit den 11. Juli 2023. Für Windows 8.0 verlangt Microsoft den Umstieg auf Windows 8.1 bis zum 13. November 2015. Dieser ist zwar kostenlos, funktioniert aber nicht mit allen Computern - dazu gleich mehr.
Die Anforderungen an die Hardware sind bei allen drei Windows-Versionen sehr ähnlich: Die 32-Bit-Fassungen benötigen einen Prozessor mit einem Kern und einer Taktrate von 1 GHz, 1 GByte Arbeitsspeicher sowie 16 GB freien Festplattenspeicher. Für die 64-Bit-Versionen müssen es 2 GByte RAM sowie 20 GB freier Festplattenspeicher sein. Bezüglich der Grafikkarte wird mindestens DirectX 9 gefordert. Allerdings gibt es in Bezug auf Windows 8.0 und 8.1 ein paar Besonderheiten zu beachten:
  • Für Windows 8.0 muss der Prozessor zwingend PAE, NX/XD sowie SSE2 unterstützen.
  • Windows 8.1 64-Bit verlangt darüber hinaus CMPXCHG16b, PrefetchW und LAHF/SAHF.
Wenn man Windows 8.0 64-Bit installiert hat und die CPU eine der drei genannten Erweiterungen nicht unterstützt, scheitert das Upgrade auf Windows 8.1. Und dies bedeutet leider, dass man ab dem 13. November 2015 keine Sicherheits-Updates mehr bekommen wird! Als Ausweg bieten sich Windows 7 oder die 32-Bit-Variante von Windows 8.1 an.
AMD hat seine Prozessoren der Baureihen Athlon 64, Opteron und Turion 64 im März 2005 mit CMPXCHG16b, PrefetchW und LAHF/SAHF ausgestattet, benötigt wird die Revision D oder neuer. Intel folgte im Dezember 2005 mit dem G1-Stepping des Pentium 4. Es kann allerdings auch vorkommen, dass die CPU alle Anforderungen erfüllt, aber der Chipsatz bzw. das BIOS des Mainboards diese ignoriert. Hiervon sind leider viele Systeme auf Basis von Intels Core 2 betroffen.
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