Notebook-Akkus: Übersicht aktueller Rückrufaktionen
06.10.2006 by doelf; UPDATE: 20.12.2009
Update #2 für Dezember 2009
Auch das Jahr 2009 wird von einigen Rückrufaktionen überschattet: Es begann im Mai mit dem Hersteller HP (Überhitzungsgefahr bei 70.000 Akkus), im August folgte Lenovo (Akkus können nicht geladen werden) und im Oktober traf es ASUS (Überhitzungs- und Feuergefahr bei Akkus aus dem Jahr 2007). Zum Abschluss des Jahres tauschen nun auch Packard Bell und Fujitsu fehlerhafte Notebook-Batterien aus, welche ab dem Jahr 2007 gefertigt wurden.
Fujitsu
Kurz vor Jahresende hat sich auch Fujitsu zu einem kostenlosen Batterie-Austausch für einige Modelle der Baureihe "AMILO P" entschlossen. Abermals sind überhitzte Akkus und die damit verbundenen Brandrisiken Ursache für den freiwilligen Rückruf. Die betroffenen Akkus wurden zwischen April 2007 und Juni 2009 zusammen mit den betroffenen Notebooks verkauft. Fujitsu rät betroffenen Kunden, die Batterien nicht mehr zu verwenden und ihr Notebook ausschließlich über den Netzadapter zu betreiben.
Packard Bell
Packard Bell hat im Dezember 2009 einen Rückruf für Notebook-Akkus gestartet, die ab dem Jahr 2007 gefertigt wurden. Bei andauernder Belastung besteht die Gefahr einer Überhitzung und sogar die Brandentwicklung ist möglich. Der Hersteller hat ein freiwilliges Batterie-Austauschprogramm gestartet und rät von der weiteren Benutzung schadhafter Akkus ab.
ASUS
ASUS hat im Oktober 2009 einen Rückruf für Akkus gestartet. Grund ist eine Überhitzung der Batterien und damit verbunden eine potentielle Feuergefahr. Die betroffenen Notebooks der Modellreihen X51 und Pro52 wurden bereits im Jahr 2007 ausgeliefert. Betroffene Kunden erhalten kostenlos einen Ersatz-Akku, die defekte Batterie soll entfernt und nicht mehr verwendet werden.
Acer
Bei Acer sind es nicht die Akkus sondern ein fehlerhaftes Mikrofonkabel, welches eine Überhitzung auslösen kann. Durch wiederholten Druck auf die linke Handablagefläche kann es zu einer Beschädigung des Kabels, einer Überhizung, einer äusserlichen Deformierung sowie Fehlfunktionen kommen. Acer hat im Oktober 2009 ein freiwilliges Austauschprogramm für die betroffenen Notebooks gestartet.
Lenovo / IBM
Lenovo hat im August 2009 eine neue Rückrufaktion für Akkus seiner ThinkPad-Baureihe gestartet. Diesmal geht es jedoch nicht um eine potentielle Überhitzung mit Brandgefahr, sondern lediglich um defekte Batterien, die sich aufgrund defekter Zellen nicht laden lassen. Power Manager bzw. Message Center melden einen irreparablen Schaden oder dass die Batterie nicht aufgeladen werden kann. Alternativ kommt es aufgrund eines niedrigen Ladestandes zu sehr kurzen Akku-Laufzeiten.
HP
HP hat im Mai 2009 seine vierte Rückrufaktion gestartet, betroffen sind ca. 70.000 Lithium-Ionen-Batterien, welche zwischen August 2007 und Januar 2008 mit zahlreichen Laptops ausgeliefert wurden. Hier die Details:
Rückrufe des Jahres 2008
Im Herbst 2008 überraschten uns die drei Notebook-Hersteller Dell, HP und Toshiba mit einen weiteren Rückruf für Notebook-Akkus der Firma Sony.
Dell
Dell hat seiner Rückrufaktion für Notebook-Akkus vom Dezember 2005, welche im August 2006 zur größten Rückrufaktion der IT-Geschichte ausgeweitet wurde, im Oktober 2008 zwei weitere Akkus sowie neue betroffene und potentiell betroffene Notebook-Modelle hinzugefügt. Die folgende Liste enthält alle betroffenen Geräte:
HP
HP hat im Oktober 2008 seine dritte Rückrufaktion gestartet, die Daten zu den beiden vorausgegangenen Rückrufaktionen finden sich weiter unten. Hier die Details:
Toshiba
Auch Toshiba hat im Oktober 2008 eine dritte Rückrufaktion gestartet, die Daten zu den beiden vorausgegangenen Rückrufaktionen finden sich weiter unten. Der Hersteller hat eine Hotline unter der Telefonnummer 01805 96 90 10 (0,14€/Min aus dem Festnetz) geschaltet. Hier die Details:
Rückrufe der Jahre 2005 bis 2007
Seit Juni 2005 wurden mehr als 9.000.000 Notebook-Akkus von den Herstellern wegen Brandgefahr zurückgerufen. Wir haben auf dieser Seite alle uns bekannten Rückrufaktionen zusammengefasst und auf dem Stand vom 20. Juli 2007 dokumentiert. Es hat sich gezeigt, dass einige Hersteller die Listen der betroffenen Geräte nachträglich erweitert haben, ohne dies explizit anzukündigen. Es lohnt sich daher, die Daten ein weiteres Mal durchzusehen.
Wir werden diese Webseite erweitern, sobald weitere Rückrufe bekannt werden. Seit Sony selbst den Rückruf von Akkus aus eigener Produktion vorrantreibt, werden beinahe täglich neue Austauschprogramme angekündigt.
Acer
Wie die U.S. Consumer Product Safety Commission mitteilt, sind bei Acer rund 27.000 Akkus betroffen. Die entsprechenden Notebooks wurden zwischen Mai 2004 und November 2006 verkauft.
Eine weitere Rückrufaktion betrifft Notebook-Netzkabel, welche im Zeitraum von 1996 bis 1997 mit Notebooks ausgeliefert wurden. Diese tragen die Aufschrift "WS-027 WELLSHIN" und können zu Stromschlägen führen. Kunden, die noch ein Notebook aus dieser Zeit besitzen, sollen Acer über die Hotline 01805 005520 (14ct/min) kontaktieren.
Apple
Bei Apple sind 1,8 Millionen Akkus von der Rückrufaktion betroffen, die Liste scheint seit August unverändert.
BenQ
Auch BenQ hat Akkus von Sony bezogen und ruft diese nun zurück. Leider hat die Firma den Rückruf nicht angekündigt und nennt weder die betroffenen Notebook-Modelle, noch die Zahl der zurückgerufenen Akkus. BenQ teilt lediglich mit, dass die Akku-Serien S72.G02 und S72G.G13 ausgetauscht werden.
Fujitsu Siemens
Mitte Juni 2005 rief Fujitsu Siemens als erster Hersteller 250.000 Notebook-Akkus wegen Überhizungsgefahr zurück:
Update 13.10.2006: Auf der deutschen Webseite von Fujitsu-Siemens findet sich lediglich folgender Hinweis zum aktuellen Rückruf von Sony:
"Batterie-Austausch-Programm von Sony
München , 03 OKTOBER , 2006
Im Nachgang zu der Ankündigung von Sony vom 28. September 2006, ein Austauschprogramm für fehlerhafte Notebook-Batterien zu starten, arbeitet Fujitsu Siemens Computers eng mit Sony und Fujitsu zusammen, um zu eruieren, welche Fujitsu Siemens Computers Notebooks möglicherweise betroffen sein könnten.
Bis heute wurden Fujitsu Siemens Computers keine Vorfälle mit fehlerhaften Sony-Batterien in Fujitsu Siemens Computers Notebooks gemeldet.
Fujitsu Siemens Computers arbeitet eng mit Sony bezüglich des freiwilligen Batterie-Austausch-Programms zusammen, da die Zufriedenheit und Sicherheit seiner Kunden für Fujitsu Siemens Computers besonders wichtig sind. Sollten eigene Recherchen und notwendige Informationen von Sony ergeben, dass Notebooks von Fujitsu Siemens Computers betroffen sind, plant das Unternehmen, selbst ein freiwilliges Batterie-Austausch-Programm zu starten. Fujitsu Siemens Computers steht in engem Kontakt mit Sony und Fujitsu und wird über mögliche Aktionen informieren.
Für weitere Informationen lesen Sie bitte die englische Pressemeldung der Sony Corporation: Sony to Initiate Global Replacement Program for Notebook Computer Battery Packs"
Auf der internationalen Webseite von Fujitsu wird hingegen ein Rückruf von mittlerweile 338.000 Akkus angekündigt:
Hitachi
Auch Hitachi wird 16.000 Akkus zurückrufen, betroffen ist anscheinend aber nur der japanische Mark. Die Supportseite von Hitachi ist jedenfalls zur Zeit nicht erreichbar, so dass wir diese Daten leider nicht prüfen können.
HP
Die erste Rückrufwelle trat HP im Oktober 2005 los, weitere betroffene Geräte wurden dann im April 2006 genannt:
Lenovo / IBM
Bei Lenovo sind 526.000 Akkus betroffen. Auch der IBM-Nachfolger hat die Liste der betroffenen Notebooks erweitert und nun auch das Modell ThinkPad T60p eingeschlossen. Die betroffenen Notebooks wurden laut Hersteller zwischen Februar 2005 und September 2006 verkauft.
Update 03.03.2007: Lenovo startet eine weitere Rückrufaktion, betroffen sind diesmal rund 208.000 Lithiumionen-Akkus mit 9-Zellen, welche mit Notebooks der ThinkPad-Serie ausgeliefert wurden. Einige der Notebooks wurden alternativ auch mit 6-Zellen Akkus angeboten, welche nicht zurückgerufen werden. Laut Lenovo wurden die betroffenen Akkus zwischen November 2005 und Februar 2007 als Erstausstattung oder Zusatz-/Ersatzakku verkauft:
Maxdata
Der deutsche Hersteller Maxdata gehörte im Juni 2005 zu den ersten Herstellern, die Notebook-Akkus wegen Überhitzungsgefahr zurückriefen. Betroffen waren 10.000 Geräte:
Sharp
Update 13.10.2006: Auch Sharp ruft nun auf dem japanischen Markt 28.000 Akkus zurück:
Sony
Update 20.10.2006: Sony hat ein Austauschprogramm für seine VAIO Notebooks angekündigt, Details werden allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben:
"Hinweis an Sony VAIO Kunden bezüglich des Austauschprogramms für bestimmte wiederaufladbare Batterien (Akkus)
Sehr geehrter Sony Kunde,
Sony hat kürzlich angekündigt, ein weltweites Austauschprogramm für bestimmte Lithium-Ionen Notebookcomputer Batterien (Akkus), die von Sony hergestellte Batteriezellen enthalten, einzuführen, um auf die Besorgnis von Verbrauchern und Kunden wegen der kürzlich aufgetretenen Fälle von Überhitzung einzugehen.
Die Sony VAIO Gruppe wird an einem freiwilligen Batterieaustauschprogramm teilnehmen, welches zurzeit für VAIO Notebooks noch finalisiert wird. Sony wird Details zu diesem freiwilligen Austauschprogramm in naher Zukunft bekannt geben.
Wir bei Sony verstehen, dass viele Verbraucher wegen der kürzlich aufgetretenen Überhitzungsvorfälle besorgt sind. Wir sind stetig bemüht, unseren Kunden hochqualitative Produkte anzubieten und möchten uns aufrichtig für etwaig verursachte Unannehmlichkeiten entschuldigen."
Toshiba
Update 20.07.2007: Toshiba hat aufgrund mehrerer Bandvorfälle weitere 5.100 Akkus zurückgerufen. Eine Hotline wurde unter der Telefonnummer 01805 96 90 10 (0,14€/Min aus dem Festnetz) eingerichtet. Hier die Details:
29.09.2006: Toshiba hat seine Rückrufaktion klammheimlich um die Baureihen Equium 110, Satellite A110 und Satellite Pro A110 erweitert. Zudem will der Hersteller in Zusammenarbeit mit Sony weitere 830.000 Notebook-Akkus austauschen. Zusammen mit den bereits zurückgerufenen 340.000 Akkus sind bei Toshiba nun 1.170.000 Akkus betroffen.

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