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OpenMediaVault - NAS im Eigenbau

Autor: doelf - veröffentlicht am 14.10.2014 - UPDATE: 27.02.2015
s.1/7
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UPDATE:
In der heutigen Zeit stehen in beinahe jedem Haushalt mehrere netzwerkfähige Geräte, weshalb sich ein zentrales Datenlager anbietet. Ein NAS, also ein mit dem Netzwerk verbundener Datenspeicher, ist angesagt. Solche Geräte gibt es fertig zu kaufen, doch die vergangenen Monate haben uns gelehrt, dass man lieber selbst Hand anlegen sollte. Und mit unserer Anleitung gelingt das sogar kinderleicht.
Nun wird sich so mancher fragen: Wenn man NAS-Systeme fertig kaufen kann, warum soll ich dann eins bauen? Hierfür gibt es im Wesentlichen drei Gründe: Sicherheit, Zuverlässigkeit und Erweiterbarkeit. In den vergangenen Monaten sind etliche NAS-Systeme über haarsträubende Pannen und Sicherheitslücken gestolpert, die von den betroffenen Herstellern nicht immer zeitnah und zuweilen auch nicht zufriedenstellend gelöst wurden. So brach bei Western Digital Ende März 2014 der Cloud-Zugriff für die "My Cloud"- und "My Book Live"-Serien zusammen und es dauerte über zwei Wochen, bis der Hersteller diese Probleme wieder im Griff hatte. Noch schlimmer erging es den Benutzern von NAS-Systemen des Herstellers Synology, deren Daten Anfang August 2014 von einem Erpressungstrojaner verschlüsselt wurden. Sie sollen den Kriminellen rund 260 Euro in Bitcoins zahlen, um ein Passwort für die Wiederherstellung ihrer Daten zu bekommen. Zugegeben, Synology hatte die verwendete Schwachstelle schon längst geschlossen, doch die wenigsten Benutzer suchen regelmäßig nach solchen Updates und die Hersteller geben sich zu wenig Mühe, sie ihren Kunden unübersehbar vor die Nase zu halten. Zudem erfolgen die Aktualisierungen recht selten und bergen häufig auch Inkompatibilitäten und andere Tücken.

Doch was ist die Alternative?

Ganz einfach: Man nimmt ganz normale PC-Technik und Minimalisten können sogar zum Raspberry Pi greifen. Die Anforderungen an die Hardware sind nicht hoch, so dass auch alte oder preiswerte Hardware zum Einsatz kommen kann. Die Rechenkraft eines Celeron reicht völlig aus und selbst günstige Hauptplatinen bieten heutzutage schon sechs SATA-Ports. Bei unserem Projekt setzen wir auf günstige und zugleich energieeffiziente Hardware. Wir haben uns für ein kompaktes Mini-ITX-System entschieden und dieses wie folgt bestückt:
Beim Betriebssystem sind die Basteltage glücklicherweise längst vorbei. Es gibt inzwischen einige Varianten von Linux und BSD, die speziell für den NAS-Einsatz optimiert sind und die sich ganz ohne Spezialkenntnisse einrichten lassen. Die drei bekanntesten sind OpenMediaVault, welches auf der Linux-Distribution Debian basiert, sowie FreeNAS und NAS4Free, die beide auf FreeBSD aufbauen. Alle drei Betriebssysteme sind empfehlenswert, wobei OpenMediaVault deutlich bescheidenere Ansprüche an die Hardware stellt und sogar auf dem Raspberry Pi läuft. FreeNAS erreicht bei Nutzung des empfohlenen ZFS-Dateisystems erst ab 8 GByte Arbeitsspeicher eine brauchbare Geschwindigkeit. NAS4Free, welches eine Weiterentwicklung des ursprünglichen FreeNAS-Codes darstellt, liegt irgendwo dazwischen, ist aber die beste Alternative, wenn das Betriebssystem von einem USB-Stick oder einer CF-Karte starten soll. Für den Heimeinsatz und kleinere Büros erscheint uns OpenMediaVault als beste Wahl. Will man möglichst viele SATA-Ports nutzen, bietet sich NAS4Free an. Nur wer hohe Anforderungen stellt und bereit ist, in leistungsstarke Hardware zu investieren, sollte zu FreeNAS greifen.
Bei unserem NAS kommt OpenMediaVault zum Einsatz und diese Entscheidung hat direkte Auswirkungen auf die gewählte Hardware. Theoretisch hätten wir nämlich einen USB-Stick als Startlaufwerk nehmen können, doch OpenMediaVault schreibt recht viel auf die Systemplatte und die meisten Sticks halten dann nur ein paar Monate. Auch Solid-State-Laufwerke mögen keine dauerhaften Schreibzugriffe, sind aber wesentlich widerstandsfähiger als Sticks. Da SSDs wenig Strom verbrauchen und den Systemstart beschleunigen, erscheinen sie uns als bester Kompromiss. Übrigens: Es dürfen durchaus weniger als 40 GB sein, denn OpenMediaVault belegt nur etwas mehr als 1 GB und für Daten bleibt die Systemplatte gesperrt.
Als Datenplatte(n) nimmt man idealerweise spezielle NAS-Modelle, die für den Dauerbetrieb ausgelegt sind. Die von uns genutzte Western Digital Green 2 TB fällt nicht in diese Kategorie, doch diese Festplatte war gerade griffbereit und leer, zudem arbeitet sie leise und unauffällig. Bleibt noch das Netzteil, das mit 300 Watt völlig überdimensioniert ist. Es stellt einen Kompromiss aus Preis, Stromverbrauch und Laufruhe dar. Zudem sollen später noch vier weitere Festplatten nachgerüstet werden, wodurch der Verbrauch spürbar ansteigen wird. Auch das Gehäuse wurde in Hinblick auf den späteren Ausbau gewählt: Das Lian Li Mini-Q PC-Q25 ist nämlich mit fünf Hotswap-Einschüben für SATA-Festplatten im 3,5-Zoll-Format ausgestattet.
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