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Neu von MSI

OpenMediaVault - NAS im Eigenbau

Autor: doelf - veröffentlicht am 14.10.2014 - UPDATE: 27.02.2015
s.2/7

OpenMediaVault installieren

Jetzt, da die Entscheidung für Hard- und Software gefallen ist, machen wir uns daran, OpenMediaVault zu installieren. Zunächst müssen wir auf der Homepage des Projekts die neueste Version in Form eines ISO-Abbildes herunterladen. Für PCs stehen eine 32- und eine 64-Bit-Variante zur Auswahl, aktuell ist für diese Plattformen OpenMediaVault 1.0.20 erhältlich. Eine weitere ISO-Datei richtet sich an den Raspberry Pi, hier makiert OpenMediaVault 1.0.23 den Stand der Entwicklung. Mit Hilfe des ISO-Image erstellen wir einen bootbaren USB-Stick, hierzu empfiehlt sich das Programm UNetbootin.
Weiter geht es mit dem Computer, der uns als NAS dienen soll. Für die Installation benötigen wir zumindest:
  • einen kabelgebundenen Netzwerkanschluss
  • eine leere Festplatte oder SSD
  • einen freien USB-2.0-Anschluss
  • eine Tastatur
Vorab noch ein wichtiger Hinweis, denn es gibt leider einen Fehler im Bootloader Grub, der zu zwei Problemen führen kann:
  1. Bei der Installation über einen USB-Stick wird Grub auf dem Stick und nicht auf der Zielfestplatte installiert.
  2. Bei der Installation über CD/DVD meldet Grub, dass seine Installation nicht möglich sei.
Tatsächlich handelt es sich um zwei Varianten des selben Fehlers und der Auslöser ist die im BIOS gewählte Bootreihenfolge. Auf einigen Systemen versucht die Installationsroutine grundsätzlich, sich auf dem ersten Gerät in der Bootreihenfolge zu installieren. Ändert man die Reihenfolge und setzt die Zielfestplatte an die erste Stelle, läuft die Installation normal durch - unabhängig vom gewählten Installationsmedium. Volker Theile hatte diesen Fehler schon am 8. Januar 2011 bei Debian gemeldet, behoben wurde das Problem jedoch nicht.
Wir werden OpenMediaVault auf das Solid-State-Laufwerk Intel X25-V 40 GB installieren, welches bei dieser Aktion vollständig gelöscht wird. Da das System nebst Auslagerungsdatei kaum mehr als 1 GB belegt, reichen auch kleinere SSDs mit 8 bis 32 GB Speicherplatz völlig aus. Theoretisch kann man OpenMediaVault auch von einem USB-Stick betreiben, doch aufgrund der häufigen Schreibzugriffe droht hier ein schneller Verschleiß. Um Konfigurationsfehler auszuschließen, klemmen wir die übrigen Festplatten, auf denen wir später unsere Daten ablegen wollen, für die Installation ab. Den USB-2.0-Anschluss benötigen wir für unseren Boot-Stick, die Tastatur für die Erstkonfiguration und den Netzwerkanschluss für die neuesten Updates. Der Boot-Stick wird in eine freie USB-2.0-Buchse unseres NAS-Computers gesteckt, danach schalten wir den Rechner an und gehen ins BIOS. Hier wählen wir den Stick als Boot-Laufwerk, aktivieren AHCI als SATA-Modus sowie - falls gewünscht - "Wake on LAN" bzw. "Wake on PCIe". Wir speichern die Änderungen ab und starten den PC neu. Nun begrüßt uns folgendes Auswahlmenü:
Mit "Install" starten wir die weitgehend selbsterklärende Installation. Zunächst legen wir unsere Sprache, den Standort und das Tastaturlayout fest. Nach der Hardware-Erkennung fragt uns OpenMediaVault dann nach einem Rechner- und einem Domain-Namen. Letzteren kann man daheim auf "local" belassen, doch den Rechnernamen sollte man gut wählen. Schließlich werden wir diesen später regelmäßig verwenden, um über den Internetbrowser auf unser NAS zuzugreifen. In unserem Beispiel heißt das NAS "EIKLAUT".
Nun benötigt OpenMediaVault ein Passwort für das Root-Konto. Hierbei handelt es sich um ein Konto mit umfassenden Zugriffsrechten, das nur selten benötigt wird. Daher empfiehlt sich ein sehr komplexes Passwort, dass man notiert und an sicherer Stelle aufbewahrt. Wir bestätigen das Root-Passwort und weiter geht es mit dem Installationslaufwerk. OpenMediaVault muss das Installationslaufwerk vollständig löschen und warnt uns eindringlich, wenn auch nur in englischer Sprache.
Wir legen das Installationslaufwerk fest - wer dieser Anleitung folgt, hat die anderen Datenträger noch nicht angeschlossen - und suchen uns einen Spiegelserver für Debian aus, indem wir Land und Anbieter festlegen. Man kann auch einen HTTP-Proxy vorgeben, doch wir verzichten darauf und lassen das entsprechende Feld leer. Zur Erinnerung: OpenMediaVault basiert auf Debian und nutzt den Spiegelserver, um schon während der Installation frische Updates herunterzuladen.
Wenige Augenblicke später ist OpenMediaVault fertig installiert und erinnert uns - abermals in englischer Sprache - daran, vor dem Neustart den Installations-Stick zu ziehen bzw. die CD zu entfernen. Zunächst starten wir unser NAS aber nicht neu, sondern schalten es aus und trennen es vom Strom - schließlich müssen wir die Datenfestplatten noch anschließen.
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