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Albatron GeForce4 Ti4800SE und Ti4800-V Medusa - 1/6
29.06.2003 by doelf
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GeForce 4Ti Revival
Vergleicht man die "alte" GeForce 4Ti Serie mit den aktuellen Modellen auf dem Grafikkartenmarkt (wie z.B. in unserem VGA Benchmark Roundup), so erweisen sich die "Alten" als sehr starke Herausforderer. Bleiben Anti-Aliasing und anisotrophe Filterung außen vor, dann sehen vor allem die Grafikkarten mit GeForce 4Ti 4800SE und 4800 recht gut aus und lassen GeForce 5600FX sowie ATi Radeon 9600Pro hinter sich. ATis Radeon 9500Pro zeigt sich zwar zumeist überlegen, doch Karten mit diesem Chip verschwinden bereits vom Markt.
Sobald man Anti-Aliasing und anisotrophe Filterung nutzt, brechen sowohl die GeForce 4Ti- als auch die GeForce FX-Karten stark ein. Dennoch können sich GeForce FX5600 wie auch ATi 9600Pro zumeist vor die 4Ti-Serie setzen. Nur in wenigen Benchmarks - wie etwa bei CodeCreatures, VulpineGL oder CineBench2003 - können Ti4800SE und Ti4800 wieder punkten. Allerdings ist der Abstand immer recht gering.
Deutlich übertroffen werden die GeForce 4Ti-Karten jedoch von ATis Radeon 9700Pro, 9800Pro und dem nVidia GeForce FX5800 Ultra, nur spielen Karten mit diesen Chips auch in einer anderen Preisklasse. Solange also der Preis stimmt, gehört die GeForce 4Ti-Generation noch lange nicht zum alten Eisen sondern in die Mittelklasse.

Albatron hat uns zwei Grafikkarten zum Test geschickt, eine GeForce4 Ti4800SE Medusa und eine GeForce4 Ti4800-V Medusa - das "V" steht hierbei für die Video-Eingänge. Natürlich gibt es auch eine "V"-Version der GeForce4 Ti4800SE Medusa und eine GeForce4 Ti4800 Medusa ohne Video-Eingänge.

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Betrachten wir zuerst die Albatron GeForce4 Ti4800SE Medusa:
Der GeForce4 Ti4800SE ist ein um AGP 8x erweiterter GeForce4 Ti4400-Chip, er hat auch die gleiche Core-Taktung von 275 MHz. Auch die Speichertaktung ist identisch: 275 MHz (550 MHz DDR). Somit ist die Namensgebung sehr verwirrend - mit einer GeForce4 Ti4600 basierenden Grafikkarte kann der Ti4800SE nämlich fast nie mithalten!

Die Ausstattung der Albatron GeForce4 Ti4800SE Medusa ist gut, einen DVI-VGA-Adapter vermissen wir jedoch und mit der gewaltigen Beigaben-Flut von MSI kann Albatron ebenfalls nicht mithalten:

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Abgesehen vom Chip hat sich auch das Layout der Karten leicht geändert. So hat man die Stromversorgung im hinteren Bereich der Karte deutlich überarbeitet, der letzte Zentimeter der Platine trägt nun keine Bauteile mehr.

Die Kühlerkonstruktion hat Albatron von der GeForce4 Ti4200 P turbo Medusa übernommen, die auf obigem Foto zum Vergleich herangezogen wurde. Der Kühler besteht aus Kupfer und ist mit einem relativ leisen Lüfter versehen. Auf den Speicherchips hat Albatron Kühlkörper verklebt, die im Luftstrom des Lüfters liegen.

Die Verarbeitung ist sehr gut, im Test stellte die Karte ihre Problemlosigkeit unter Beweis und lieferte ein gutes Bild an VGA, DVI und Video-Ausgang (Philips Chip). Die Benutzung zweier Monitore war problemlos möglich.

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Kommen wir nun zur Albatron GeForce4 Ti4800-V Medusa:
Handelt es sich bei dem GeForce4 Ti4800SE eigentlich um einen Ti4400, so ist der Ti4800 nichts anderes als ein Ti4600 mit AGP 8x. So entsprechen sich auch hier GPU- (300 MHz) und Speichertakt (325 MHz, 650 MHz DDR) der beiden Chips.

Die Ausstattung der Albatron GeForce4 Ti4800-V Medusa wurde um die Video-Peitsche und Power Director 2.5 ME ergänzt. Den DVI-VGA-Adapter suchen wir bei dieser Karte leider auch vergebens.

Das Layout der Albatron GeForce4 Ti4800-V gleicht dem der 4800SE-Variante. Der Philips TV-out-Chip wurde lediglich gegen den SAA7108E mit Video-Eingängen getauscht.

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Auch der Kühler entspricht dem der Schwesterkarte und arbeitet nur marginal lauter. Nimmt man den Kühler ab, findet man ausreichend viel Wärmeleitpaste auf der GPU.

Der Betrieb der Karte bereitete keine Schwierigkeiten, alle Anschlüsse lieferten ein gutes Bild, der Dual-Monitor-Betrieb funktionierte einwandfrei und auch das Video-Capturing lief ohne Probleme.

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Benchmarks
Wie sich die beiden Karten im Vergleich mit 24 anderen Grafikkarten schlagen, steht in unserem VGA Benchmark Roundup!

Fazit: Albatron GeForce4 Ti4800SE Medusa
Mit der GeForce4 Ti4800SE Medusa liefert Albatron eine attraktive Grafikkarte, die derzeit ab 140 Euro zu bekommen ist. Die ViVo-Variante kostet ca. 50 Euro mehr. Damit ist die Karte preiswerter als eine GeForce FX5600, bietet aber eine ähnliche Leistung. Die ATi Radeon 9600Pro ist teurer, bietet aber auch nicht mehr Leistung. Eine Radeon 9600 ohne Pro ist zwar unter 150 Euro zu bekommen, kommt aber nicht mit der Albatron GeForce4 Ti4800SE Medusa mit. Derzeit ist die Karte immer noch ein sehr gutes Angebot, denn die fehlende DirectX 9 Unterstützung kann man heute noch locker verschmerzen. Die Wertung lautet: "Sehr Gut".


Fazit: Albatron GeForce4 Ti4800-V Medusa
Die Albatron GeForce4 Ti4800-V Medusa kostet 225 Euro, damit ist sie 35 Euro teurer als die ViVo-Variante der Ti4800SE. Dafür erhält man eine flotte Grafikkarte mit attraktivem Aussehen und sehr guter Verarbeitung. Die Karte kann durchaus mit einer ATi Radeon 9600Pro mithalten, die ebenfalls über 200 Euro liegt, jedoch keine ViVo-Funktionen bietet. Auch die GeForce FX5600-Sippe liegt auf diesem Leistungsniveau, diese Karten beginnen bei ca. 160 Euro - mit ViVo Option kosten sie jedoch immer noch über 220 Euro. So hat man die Qual der Wahl: Wer ohne Filter spielt, sollte sich für die Albatron GeForce4 Ti4800-V Medusa entscheiden. Wer die Darstellungqualität erhöhen will, sollte zu einer FX5600 greifen. Wer das Glück hat, noch eine ATi Radeon 9500Pro aufzutreiben (und keine Video-Ambitionen hat), sollte sich diese Karte sichern. Für den Editor's Choice fehlt der Albatron GeForce4 Ti4800-V Medusa ein wenig Ausstattung, ein "Sehr Gut" hat sie sich allerdings redlich erkämpft.


Unser Dank gilt Albatron für die Teststellung der beiden Grafikkarten.

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