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Neu von MSI

Micro-ATX mit HDMI: Biostar TA690G AM2 vs TF7050M2 - 1/20
09.07.2007 by doelf; UPDATE: 13.12.2007
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UPDATE 13.12.2007:
Wir haben das Biostar TF7050-M2 mit dem BIOS N68PMB12 nachgetestet. Dieses BIOS wird benötigt, wenn eine AMD K8 CPU im G2-Stepping oder eine NVIDIA GeForce 8800 GT basierende Grafikkarte zum Einsatz kommt. Insbesondere wollten wir untersuchen, ob Biostar die letzten Monate nutzen konnte, um die zahlreichen Probleme mit diesem Mainboard zu beheben. Hier die wenig erfreulichen Resultate:

  • Einschalten per Tastatur: Obwohl wir diese Option im BIOS aktiviert haben, reagiert das Mainboard nicht auf unsere Eingaben über die PS/2 Tastatur.
  • Suspend-To-Ram (S3): Wir können das Mainboard zwar in den Schlaf schicken und auch wieder aufwecken, doch nach dem Aufwachen funktioniert die Passworteingabe beim Windows Anmeldebildschirm nicht. Die Eingabe ist zwar möglich, scheint aber nicht viel mit unserem Passwort zu tun zu haben.
  • Neustart: Veranlassen wir im BIOS oder unter Windows einen Neustart, so schaltet das Mainboard in ca. zwanzig bis dreißig Prozent der Fälle den PC komplett aus.
  • AHCI: Der Versuch, die von Biostar angebotenen AHCI-Treiber zu installieren, schlägt fehl. Wir können Windows XP zwar mit der Treiberdiskette füttern und diese Treiber werden auch akzeptiert, beim ersten Zugriff auf die Festplatte sehen wir dann jedoch einen Bluescreen.
  • Lüfterregelung: Die Lüfterregelung entpuppte sich im ersten Test als Extrembaustelle. Biostar hat an dieser Stelle gearbeitet, doch leider blieben die Erfolge aus. Schließen wir einen 3-Pin Lüfter an, so bekommen wir keinerlei Optionen zur Drehzahlregelung. Verwenden wir einen 4-Pin Lüfter, so können wir sogar eine automatische Kalibrierung vornehmen. Während diese Kalibrierung gut funktioniert und die Drehzahlbereiche der Lüfter richtig erkennt, scheitert später dennoch die Regelung über das Mainboard. Während das BIOS immer die maximale Drehzahl anlegt, kann das Monitoring-Tool von Biostar unter Windows eine Regelung vornehmen. Dafür muss das Tool jedoch installiert sein und Linux-Nutzern bringt dies herzlich wenig.
Recht bescheiden finden wir zudem, dass NVIDIA keine internationalen Treiber für den GeForce 7050PV / nForce 630a Chipsatz anbietet. Wer auf NVIDIAs Webseite einen Download für diesen Chipsatz sucht, muss zunächst die gewünschte Sprache auf Englisch schalten, um fündig zu werden. Auch nicht gerade vorbildlich ist die Situation der Grafiktreiber: So nennt NVIDIA für seine WHQL-zertifizierte ForceWare 163.75 zwar die GeForce 7050PV als unterstütztes Gerät, doch bei der Installation mahnt Windows an, dass dieser Treiber für die verwendete Hardware nicht zertifiziert wurde.

UPDATE 23.07.2007:
Biostar hat uns für das TF7050M2 ein neues Beta-BIOS mit der Versionsnummer 716 zur Verfügung gestellt. Mit diesem BIOS wurden einige Probleme gelöst, welche im Zusammenspiel mit dem vorangegangenen Beta-BIOS aufgefallen waren. Wir haben die neuen Ergebnisse in die Kapitel BIOS und Bugs sowie Kompatibilität und Stabilität aufgenommen.

Im Rahmen unseres Testberichtes zum AMD Athlon 64 X2 3800+ EE SFF Prozessor konnten wir zudem abweichende Ergebnisse in Bezug auf den Speicherdurchsatz feststellen. Diese Erkenntnisse, welche sowohl für das Biostar TA690G AM2 als auch für das TF7050M2 gelten, haben wir im Kapitel Datendurchsatz von Speicher und Cache ergänzt. Neu hinzugekommen ist zudem ein kurzer Test der Videobeschleunigung der beiden IGP-Grafikkerne.




Es ist noch nicht lange her, dass integrierte Chipsätze mit Grafikeinheit lediglich minimale Bedürfnisse befriedigen konnten: Es gab einen analogen Monitorausgang, nicht erwähnenswerte 3D-Leistung, halbherzige Videobeschleunigung und dazu Netzwerk und Audio der Einstiegsklasse. Das Motto lautete: Grundausstattung auf niedrigem Niveau. Dies hat sich aufgrund höherer Anforderungen im Büroalltag und dem Wunsch nach stromsparenden Multimedialösungen in den letzten Jahren geändert. Kompakte Micro-ATX Mainboards mit integrieten Chipsätzen lassen kaum noch Wünsche offen und bieten sogar HDMI-Ausgänge für die digitale Wiedergabe hochauflösender Videos. Wir haben uns heute zwei solcher Mainboards des Herstellers Biostar auf Basis der aktuellen Chipsätze von AMD/ATi und NVIDIA angesehen.

Eigentlich sollte dieser Vergleich zum Launch des NVIDIA GeForce 7050 PV/nForce 630a Chipsatzes online gehen, doch Anfang Mai lag uns lediglich ein Beta-Treiberpaket (14.06) für NVIDIAs Chipsatz vor, dass im Test nicht wirklich überzeugen konnte. Als dann WHQL-zertifizierte Treiber zur Verfügung standen, verzögerten Ungereimtheiten in den BIOS Versionen der Mainboards die Veröffentlichung. Nachdem wir uns nun seit acht Wochen mit diesen beiden Mainboards beschäftigt haben, wollen wir an dieser Stelle den Test abschließen - auch wenn noch nicht alle Probleme geklärt werden konnten.

AMD 690G/SB600
Verschaffen wir uns zunächst einen Überblick hinsichtlich der beiden Chipsätze. Obwohl AMD die Chipsätze der im Jahr 2006 gekaufen kanadischen Grafikschmiede ATi bereits seit einiger Zeit unter dem eigenen Namen verkauft, stellt der 690G Chipsatz - zumindest teilweise - die erste Gemeinschaftsarbeit von AMD und ATi dar. Wir schreiben hier "teilweise", da es sich bei der Southbridge um ATis SB600 handelt, die bereits seit einem Jahr im Handel ist, und die Grafikeinheit von ATis Radeon X700 abstammt. Auch wenn AMD an diesem Chipsatzpaket mitgewirkt hat, stammen dessen Wurzeln in erster Linie aus ATis Vergangenheit.

Die Northbridge ist über eine 1 GHz schnelle HyperTransport Andbindung mit dem Prozessor verbunden. Sie beinhaltet einen ATi Radeon X1250 Grafikkern, der mit 400 MHz taktet und sich bis zu 1024 MByte Grafikspeicher vom Arbeitsspeicher abzacken kann. Diese Grafikeinheit enthält vier Pixelpipelines, aber keinen Vertexshader. Sie basiert auf ATis Radeon X700 Grafikchip und bietet DirectX 9.0 Unterstützung. Was AMD und ATi dabei gerne unterschlagen ist das unterstützte Shader Model, denn hierbei handelt es sich um die Version 2.0 und nicht etwa 3.0. Die Grafikeinheit unterstützt die AVIVO Technologie und beschleunigt somit die Wiedergabe sowie das Umwandeln von Videodaten, unterstützt werden die Formate MPEG-2, MPEG-4 (H.264) sowie WMV9 (VC-1).

Die maximal darstellbare Auflösung beträgt 2048 x 1536 Bildpunkte, die hardwarebeschleunigte Wiedergabe von Videos ist mit 720p (progressive scan) oder 1080i (interlaced) möglich. Es können zwei Anzeigegeräte unabhängig voneinander angesteuert werden, dabei ist auch die digitale Wiedergabe über zwei Ausgänge möglich. Die Signalausgabe erfolgt über eine VGA-Buchse, einen analogen TV-Ausgang, Dual-Link DVI oder HDMI 1.2 - der Pixeltakt beträgt 165 MHz pro Link. AMD hat den Kopierschutz Macrovision 7.1 integriert, der HDMI-Ausgang beherrscht den Kopierschutz HDCP in der Version 1.1. HDMI wird bei AMD nicht nur für die digitale Übertragung der Bilddaten genutzt, sondern kann auch ein 5.1 Audiosignal ausgeben. Für PCI-Express x16 Grafikkarten stehen 16 PCIe Lanes zur Verfügung, weitere vier Lanes können für PCIe x1 Geräte verwendet werden.

North- und Southbridge sind mit einer Anbindung namens "ALink II" verbunden, welche vier weitere PCI-Express Lanes verwendet und damit eine Bandbreite von 2 GB/s ermöglicht. Die SB600 Southbridge bietet zehn USB 2.0 und vier Serial-ATA 3 Gb/s Ports, RAID 0, 1 , 0+1 und Native Command Queuing (NCQ) werden unterstützt. Zudem gibt es einen Parallel-ATA Kanal für maximal zwei ATA133-Geräte, High-Definition Audio und maximal sechs 32-Bit PCI-Steckplätze. Das Trusted Platform Module (TPM) erfüllt die Spezifikationen 1.1 und 1.2. Einen Netzwerk-Controller gibt es bei AMD/ATi nach wie vor nicht.

  NVIDIA GF7050 AMD 690G
DirectX 9 ja ja
Shader Model 3.0 2.0
Dual Display ja ja
HDMI ja ja
HDCP ja ja
maximale Auflösung 1920x1440 2048x1536
Videowiedergabe 720p/1080i 720p/1080i
PEG 1x x16 1x x16
PCIe Lanes 19 24
SATA 3 Gb/s Laufwerke 4 4
ATA133 Laufwerke 2 2
RAID Modi 0,1,0+1,5 0,1,0+1
Gigabit-LAN 1 -
USB 2.0 Ports 12 10
PCI Slots 5 6
HD Audio ja ja

NVIDIA GeForce 7050 PV/nForce 630a
Wie seine Vorgänger GeForce 6150 und 6100 beherrscht auch die GeForce 7050 Grafikeinheit DirectX 9.0 inklusive Shader Model 3.0, ATi muss sich hingegen mit dem älteren Shader Model 2.0 begnügen. Auch der Takt der GPU liegt mit 425 MHz ein wenig höher. Dank PureVideo Technologie beschleunigt die GeForce 7050 Videodaten der Formate MPEG-2, MPEG-4 (H.264) sowie WMV9 (VC-1).

Die maximal darstellbare Auflösung beträgt 1920 x 1440 Bildpunkte bei 75 Hz und fällt damit niedriger aus als beim Mitbewerber. Die hardwarebeschleunigte Wiedergabe von Videos ist - wie bei AMD - mit 720p (progressive scan) oder 1080i (interlaced) möglich. Auch bei NVIDIA können zwei Anzeigegeräte unabhängig voneinander angesteuert werden, allerdings nur eines digital und das zweite analog. Der Hersteller muss sich daher entscheiden, ob er DVI oder HDMI integrieren möchte. In beiden Fällen handelt es sich um einen Single-Link Ausgang mit einem Pixeltakt von 162 MHz.

Im Gegensatz zu AMD kombiniert NVIDIA North- und Southbridge in einem einzigen Chip, wodurch Platz und Kosten gespart werden. PCI-Express Grafikkarten können auf sechzehen PCIe Lanes zurückgreifen, weitere drei Lanes stehen für PCI-Express x1 Geräte zur Verfügung. Die Southbridge bietet zwölf USB 2.0 Anschlüsse - zwei mehr als bei AMDs SB600 - und die vier Serial-ATA 3 Gb/s Ports unterstützen neben RAID 0, 1 , 0+1 und Native Command Queuing (NCQ) auch RAID 5. Wie bei der SB600 steht ein Parallel-ATA Kanal für maximal zwei ATA133-Geräte zur Verfügung. Auch NVIDIA bietet High-Definition Audio, kann im Gegensatz zu AMD allerdings auch mit Gigabit-LAN aufwarten.

Ausstattungsvergleich
AMD hat die Nase vorne, wenn es um die digitalen Anschlüsse geht: Der ATi Radeon X1250 Grafikkern kann zwei digitale Ausgabegeräte unabhängig voneinander ansteuern und bietet die höhere Auflösung. Bei der HDMI-Wiedergabe punktet AMD durch die integrierte Audioeinheit, dafür hat NVIDIA bei den 3D-Funktionen dank Shader Model 3.0 die Nase vorne. Allerdings eignen sich beide Grafikeinheiten nicht für aktuelle Spieletitel, daher erscheint uns AMDs Northbridge-Paket etwas runder. Anders sieht es in Bezug auf die Southbridge aus: Hier kann NVIDIA mit zwei weiteren USB 2.0 Anschlüssen, Gigabit-LAN und RAID 5 auftrumpfen. Hinzu kommt die Integration von North- und Southbridge in einem einzigen Chip, was auf dem Mainboard Platz und Kosten spart.

Weiter: 2. Timing Mode und Speichertakt

1. AMD 690G/SB600 vs NVIDIA GeForce 7050PV/nForce 630a
2. Timing Mode und Speichertakt
3. Biostar TA690G AM2
4. Biostar TF7050M2
5. BIOS und Bugs
6. Kompatibilität und Stabilität
7. Testumgebung, Audio, USB 2.0 und IDE
8. CPU-Leistung (synthetisch)
9. Multithreaded (synthetisch)
10. Datendurchsatz von Speicher und Cache
11. Primzahlen und Pi
12. Raytracing und Rendering
13. Kompression und mp3-Encoding
14. Video-Encoding
15. 3DMark06 und F.E.A.R.
16. Riddick und UT2004
17. IGP Videobeschleunigung und 1280x1024
18. IGP 640x480 und Stromverbrauch
19. Übertakten
20. Fazit

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