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Durchgespielt: Californium 1 bis 4 - Artes Hommage an Philip K. Dick

Autor: doelf - veröffentlicht am 26.02.2016 - UPDATE: 08.04.2016
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UPDATE vom 08.04.2016: Unser Test umfasst nun alle vier Teile des Spiels "Californium".
Philip K. Dick (1928-82) gehört zu meinen absoluten Lieblingsautoren. Der US-Amerikaner hat mit Büchern wie "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?" (verfilmt als "Blade Runner") das Science-Fiction-Genre geprägt. Oft reichten schon Kurzgeschichten von Dick für einen abendfüllenden Kinofilm: "Erinnerungen en gros" (verfilmt als "Total Recall"), "Variante Zwei" (verfilmt als "Screamers") oder "Minority Report". Aktuell läuft die dystopische TV-Serie "The Man in the High Castle", welche auf dem Roman "Das Orakel vom Berge" basiert, bei Amazon. Mit "Californium" wurde dem Meister nun ein Computerspiel gewidmet und Arte hat dieses kostenlos veröffentlicht. Ein Fest für Dick-Fans?
Ein wiederkehrendes Thema bei Philip K. Dick ist das Infragestellen einer vordergründigen Realität und die Erkenntnis, dass wir unseren Sinnen und unserem Geist nicht trauen dürfen. In "Total Recall" sind es manipulierte Erinnerungen, welche den Helden in falscher Sicherheit wiegen, bis er die Wahrheit erkennt - oder in den Wahnsinn abgleitet, denn die Realität liegt letztendlich im Auge des Betrachters. In "Blade Runner" entwickeln die Androiden ein Bewusstsein, die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verwischen und am Ende weiß man gar nicht mehr so genau, ob man wirklich aus Fleisch und Blut besteht und sich an seine eigene Vergangenheit erinnert. Im Roman "VALIS" jagt Horselover Fat, ein Pseudonym für Dick selbst, seinen Visionen nach, die sich im Buch auch in einem fiktiven Film widerspiegeln. Da fragt man sich schon, welche Drogen Dick seinerzeit genommen hatte, und die Antwortet lautet: So einige!

Californium: Unterschiede zur Kaufversion

Diese Stimmung soll nun das Videospiel "Californium" aufgreifen, welche der Fernsehsender Arte als "Liebeserklärung an Philip K. Dick" entwickeln ließ. "Californium" wird auf diversen Plattformen zum Kauf angeboten, doch Arte hat das Spiel für Windows und Mac OS X auch kostenlos veröffentlicht. Dies geschah häppchenweise zwischen Ende Februar und dem 15. März 2016.
Im Gegensatz zur Kaufversion fehlt den vier Häppchen die Möglichkeit zum Speichern, zudem wurde der Soundtrack reduziert. Die musikalische Monotonie hat aber auch ihren Reiz, sie passt perfekt zur drogengeschwängerten Grundstimmung des Spiels. Zu Beginn müssen wir die Sprache von Französisch auf Deutsch umstellen und die Tastaturbelegung anpassen. Und dann geht es schon los.

Die Handlung

Wir sitzen vor unserer Schreibmaschine und der Kopf ist leer. Auf dem Papier zeichnen sich Buchstaben ab, die wir tippen, ohne dass sie einen großen Sinn ergeben würden. Wer sind wir und was machen wir eigentlich? Es klopft. Wir tippen den Satz fertig, erheben uns und befinden uns im Spiel. Überall liegen unbezahlte Rechnungen, Flaschen und Dosen.
Vor der Wohnungstür ein Brief von unserer Frau Thea: Sie hat uns verlassen. Auf dem Anrufbeantworter unser genervter Agent Don: Wir heißen Elvin Green, sind Schriftsteller und bekommen rein gar nichts zu Papier! Green ist ein typischer Dick-Protagonist. Eine gescheiterte Existenz, die an sich selber verzweifelt. Und die zu viele Drogen nimmt.
Der Schriftsteller lebt zur Zeit des Vietnamkriegs im kalifornischen Berkeley und wankt zuweilen recht unkontrolliert durch seine Wohnung. Die ist in den Kontrastfarben Rot und Grün gehalten. Gesteuert wird Green per Tastatur und Maus und zu Anfang ist der Spieler genauso ziellos wie Greens Existenz. Wir reagieren nur: Es klopft, wir gehen zur Tür. Das Telefon klingelt, wir gehen zum Anrufbeantworter. Und dann?
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