UPDATES:
ASUS hatte mit seinem ersten 7-Zoll Eee PC Ende 2007 Pionierarbeit geleistet und eine neue Geräteklasse etabliert. Inzwischen sind Netbooks mit 7-Zoll-Display nur noch eine Randerscheinung, denn die meisten Kunden greifen zu Geräten mit 9 oder 10 Zoll Bilddiagonale. Um ein solches Netbook handelt es sich beim ASUS Eee PC 1000HE, welchen wir in unserem heutigen Test vorstellen werden. Das Modell 1000HE verwendet bereits Intels Atom N280 Prozessor und soll beachtliche 9,5 Stunden Akku-Laufzeit erreichen.
Atom 1.01
Die Netbooks haben seit dem ersten Eee PC auf Basis eines veralteten Celeron Prozessors in Kombination mit einem winzigen 7-Zoll-Display und mageren 4 GB Speicherplatz eine beachtliche Entwicklung vollzogen. Im Sommer 2008 hatte Intel mit seiner Atom-Architektur eine ideale Basis für kleine und stromsparende Netbooks auf den Markt gebracht, wie uns das Medion akoya mini damals beweisen konnte. Lediglich die Grafikeinheit des Chipsatzes war bereits vor einem Jahr schon etwas angestaubt. Doch dann schien die Entwicklung zu verharren. Im Frühjahr 2009 folgte zwar ein geringfügiges Update, doch bisher hat Intel den Atom N280 Prozessor noch nicht einmal auf seiner Webseite eingepflegt.
Lediglich per sSpec-Nummer kann man den "neuen" Prozessor finden, der technisch seinem Vorgänger N270 entspricht und ebenfalls auf dem Stepping C0 basiert. Der Takt wurde minimal von 1,60 auf 1,67 GHz angehoben, zugleich beschleunigt der Frontsidebus von 4x 133,33 MHz (FSB533) auf 4x 166,66 MHz (FSB666). Während der Atom N270 mit 12 x 133,33 MHz arbeitet, sind es beim N280 folglich 10 x 166,66 MHz. Die Größe des L2-Caches bleibt bei 512 KByte, hinzu kommen 32 KByte für Instruktionen und 24 KByte für Daten.
Wie der N270 produziert auch der N280 maximal 2,5 Watt Abwärme und unterstützt die Energiespartechnologie EIST. Durch die Reduzierung des Multiplikators auf 6 wird der Takt der CPU hierbei auf 1.000 MHz abgesenkt. Auch Hyper-Threading und das Execute Disable Bit kennt der Atom N280, 64 Bit wird hingegen nach wie vor nicht geboten und die Multimedia-Erweiterungen des Befehlssatzes reichen nur bis SSE3.
Nach wie vor kommt ein Intel 945GSE Express Chipsatz, eine leicht abgespeckte Variante des 945GME Express, zum Einsatz. Dessen Intel GMA 950 Grafikeinheit taktet mit maximal 166 MHz, während Intel in anderen Chipsätzen bis zu 400 MHz erlaubt. Die IGP unterstützt DirectX 9, Open GL 1.4 und kann zwei Bildschirme unabhängig voneinander ansteuern. Im Bereich Videobeschleunigung ist die GMA 950 auf MPEG2 beschränkt, bei VC-1 und MPEG4 muss folglich der Prozessor die ganze Arbeit leisten - natürlich zu Lasten der Akku-Laufzeit.

generated on
17.05.2012 08:27:46
by Jikji CMS 0.7.5