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GeForce 4 Ti Roundup Juni 2002 - 3/13
01.09.2002 by holger und staedler
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Asus V8420
Dieser Teil unseres Roundups beschäftigt sich mit einer vergleichsweise günstigen GeForce4-Lösung: Der Ti4200 in Form der Asus V8420. Insbesondere der Preis dürfte ein triftiges Kaufargument für diese Version der relativ teuren GeForce4 sein. Wer jedoch meint, mit der Asus ein Schnäppchen zu machen, der irrt: Ein Preis von 300-320 Euro ist nicht von Pappe. Doch wir können Entwarnung geben: Solltet ihr die Karte für diesen Preis bei einem Händler sehen, dann lasst sie in den Regalen. Asus empfiehlt einen Preis von 250 Euro und der geht auch in Ordnung. Wie ihr aus unserer Spezifikationsübersicht entnehmen könnt, existieren zwei verschiedene 4200-Versionen, eine mit 64 MB- eine mit 128 MB-DDR-RAM. Dabei weisen beide einen GPU-Takt von 250 MHz auf, der RAM-Takt ist jedoch unterschiedlich: Sind es satte 250 MHz bei der 64 MB-Karte, so wird die 128 MB-Version lediglich mit 222 MHz getaktet. Dies schlägt sich in der resultierenden Speicherbandbreite von 8,0 GB/s bzw. 7,1 GB/s nieder.


Die Ausstattung: etwas dünn ist das Handbuch

Der Lieferumfang:

  • Ein sehr dünnes Handbuch (englisch)
  • TV-Out-Adapter: S-VHS und Composite
  • DVI-Adapter auf 19 Pin-VGA und DVI-I
  • Spiele: Aquanox, Midnight GT Rage Rally und eine CD mit Trial- und Demoversionen
  • Asus DVD2000 (V 183)
  • Treiber- und Utilities-CD
Zu kritisieren ist das dünne Handbuch, das als Universalhandbuch für sämtliche Asus-GeForce4-Karten ausgelegt ist und sich „Quick Start Manual“ nennt. Lob dahingegen verdient der vollständige Lieferumfang – sogar ein hochwertiges Adapterkabel von DVI auf 19-Pin-VGA/DVI ist vorhanden. Wurde das besagte Kabel verwendet, so konnte keine Qualitätsverschlechterung festgestellt werden.

Zum Layout der Asus V8420
Die Karte lag uns in der Revision 1.01 vor. Das Platinenmaterial hebt sich nicht, wie dies die Mitbewerber tun, mit einer knalligen Platinenfarbe hervor. Auffälliger zeigt sich da der goldige Kühlkörper, der mit einem durchsichtigen Lüfterchen ausgestattet ist. Leider ist ein Monitoring des Propellers nicht möglich, da lediglich ein 2-Pin-Anschluss verwendet wird. Über den Sinn oder Unsinn der seitlichen Kühlerlammelen kann man sich streiten, bedenkt man, dass die Bodenplatte hauchdünn ausfällt: Wie soll da ein effektiver Wärmeaustausch möglich sein? Überzeugender sind die akustischen Eigenschaften, da sich das Kerlchen vornehm zurückhält.


Die Asus V8420 von oben...

Die V8420 ist mit 128 MB in TSOP-Ausführung (Thin Small Outline Package) bestückt. Der verwendete Speicher stammt von Samsung und ist mit 4 ns spezifiziert, eine passive Speicherkühlung wird diesem leider verwehrt. Angesichts der enormen Hitzeentwicklung bei einer Taktrate von 222 MHz (DDR!) wären passive Kühler sicher gerne gesehen. Für den Alltagsbetrieb sind diese jedoch keinesfalls notwendig, lediglich bei Overclocking-Projekten haben sie ihre Existenzberechtigung.


... und die Asus V8420 von unten

Den TV-Out realisiert Asus mittels des Philips SAA7104E, ein Derivat des großen 7108E, der um seine Video-In-Funktionen beraubt wurde. Die gebotene TV-Qualität ist akzeptabel, der bei älteren GeForce-Karten unvermeidbare schwarze Trauerrand gehört der Vergangenheit an. Die Auflösung am TV erreicht eine Auflösung von 800x600, werden höhere Auflösungen am CRT eingestellt, so kann der entsprechende Bildschirmausschnitt am Fernseher angescrollt werden – eine überaus nützliche Funktion. Soll beispielsweise ein Film mit dicken schwarzen Rändern betrachtet werden, wählt man einfach eine höhere Auflösung (z.B. 1024x768) und visiert den zu betrachtenden Ausschnitt an! Auch die Ausgabequalität am Monitor bzw. TFT kann überzeugen, selbst bei einer Auflösung von 1600x1200 und 100Hz am Eizo T965 waren keine matschigen Schriften erkennbar. Der DVI-Port wird durch einen Silicon Image-Chip realisiert, der auch auf anderen Ti-Karten seinen Dienst verrichtet. Auf Spielereien wie eine Shutterbrillen-Ansteuerung hat Asus verzichtet – sicher kein großes Manko.


links oben: Samsung Speicher mit 4ns; darunter: der Kühler; rechts: TV-out per Philips Chip

Schauen wir uns noch die Karte im Alltagsbetrieb an:
Wer kennt sie nicht, die Einbau-Probleme mit den überlangen GeForce4-Biestern: Einmal geht einem Platz im Gehäuse aus, ein anderes Mal pocht ein Kondensator auf seine Berechtigung in unmittelbarer Nähe des AGP-Slots. Erfreulicherweise hält sich die V8420 in Sachen Platzbedarf zurück. Die Karte ist tatsächlich kürzer als manche Geforce3 Ti500, somit dürften keine Kompatibilitätsprobleme auftreten. Sogar unser EPoX 8K3A+ freundete sich gerne mit der Asus an, es waren sogar alle drei RAM-Bänke zugänglich.

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Weiter: 4. Leadtek Winfast 250TD im Detail

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