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Review: Asus A7N8X Deluxe (AMD Socket A, nForce 2) - 1/11
26.04.2003 by holger
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Lange hat es gedauert, bis endlich ein nForce2-Artikel auf Au-Ja! das Licht der Welt erblicken sollte. Das hat verschiedene Gründe und lag keineswegs daran, dass wir kein Board „abbekommen“ hätten. Nein, ein solches lagerte schon seit geraumer Zeit in unserem voll gestopften Keller.

Wir wollten jedoch nicht ausschließlich unseren alten XP1800+ zum Test heranziehen, sondern einen FSB166-Prozessor zum Test einsetzen. Mit einer FSB133-CPU erzielt man als User absolut befriedigende Ergebnisse, doch die Kluft zwischen AMD und Intel bei unseren zurückliegenden Mainboard/CPU-Tests war mittlerweile so beträchtlich, dass kein fairer Vergleich möglich ist. Vor ein paar Tagen traf endlich ein XP2700+ mit FSB166 bei uns ein, den uns AMD zur Verfügung stellen konnte. Mit diesem Prozessor sollte es möglich sein, den nForce2 aus der Reserve zu locken. Außerdem wurde unsere bisher auf dem Sockel A eingesetzte Grafikkarte durch eine Ti4600, die Asus 4600 Ultra Deluxe, ersetzt, da wir diese ebenfalls bei sämtlichen P4-Tests einsetzten. Lediglich aus Vergleichbarkeitsgründen zu älteren Testergebnissen wurde bei Sockel A-Tests die alte MSI Ti500 zur Rate gezogen. Doch mit dieser elenden „Zwei Klassen-Gesellschaft“ sollte es nun ein Ende haben: Zukünftige Vergleichstest werden mit einem AMD XP2700+ und einer Ti4600 durchgeführt!

Der nForce2 wurde bereits von zahlreichen Magazinen unter die Lupe genommen und in den höchsten Tönen in den Himmel gehoben. Doch in letzter Zeit bröckelte der Putz an der Fassade – teilweise zu Unrecht wie sich herausstellte! Unsere Platine mit der Revisionskennung 1.04 hat bereits eine recht erhebliche Reifezeit auf dem Buckel und kam bereits beim Review der MSI NV25 zum Einsatz.

Schon zu diesem Zeitpunkt konnten wir dem Mutterplatinchen einen hohen Stabilitätsgrad bescheinigen. Mittlerweile sind ein paar Tage ins Land gegangen, mithin auch ein paar Bios-Versionen, die offensichtlich keine größeren Bugs fixten, jedoch die Über-Performance des Dual-Channel-DDR-RAM-Boards ein wenig zügelten. Im Performancekapitel wird sich zeigen, wie es mit der Leistung im Vergleich zu unserer bisherigen Sockel A-Referenz bestellt ist.

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26.04.2003 by holger
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Der Kandidat im Detail:

  Asus A7N8X Deluxe
DDR-RAM 3 (3GB: PC1600,PC2100, PC2700, PC3200)
AGP-Pro, PCI, ISA, ACR 1 (4x, 8x), 5, 0, 0
COM, LPT, USB 2, 1, 6 (Adapterbeigelegt)
USB 2.0 6 (in der SB integriert)
IEEE1394 2 (in der SB integriert)
NIC 10/100 MBit 2 (3Com- und nVidia-NIC in der SB integriert)
ATA133/SATA-Raid 2 / 2 (Silicon Image, SATALink)
Sound ja, SounStorm (DSP in der SB integriert)
Hardwaremonitor ja
Lüfteranschluss 3

Der Prüfling glänzt mit allem, was man sich als User nur wünschen kann - ein solch pralles Ausstattungspaket sieht man selten! Trotzdem hat es Asus nicht versäumt, beim Layout ergonomisch vorzugehen: Alle Anschlüsse der nVidia SoundStorm-Einheit (Audio Processor-Unit, APU) werden über das Back-Panel zugänglich gemacht.

Schade nur, dass lediglich ein koaxialer S/PDIF Out vorhanden ist. Per optionalem Audio-Bracket kann ein weiterer S/PDIF In/Out in koaxialer Ausführung genutzt werden, jedoch mit der Einschränkung, dass entweder der S/PDIF Out des Back-Panels oder der des Brakets belegt werden kann. Optische Anschlüsse sucht man jedoch vergeblich; schade, da diese offensichtlich auf dem Platinchen bereits vorgesehen waren, jedoch nicht bestückt wurden.

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Auch die softwareseitige Implementierung in Form des nForce Control Panel kann als mustergültig bezeichnet werden: Neben dem Equalizer können sämtliche Kanäle getrennt ausgesteuert werden, das Speaker Setup erfolgte nie einfacher, die Sourround Stettings wurden nie übersichtlicher dargestellt, es ist sogar möglich, die Trennfrequenz für den Subwoofer stufenlos einzustellen.

Auch die klanglichen Fähigkeiten verwöhnen den Anwender: Hier haben wir es wirklich mit einem SoundStorm zu tun, wer nach einer noch höherwertigen Lösung sucht, muss erstens lange suchen und zudem einen nicht unerheblichen Betrag investieren. Zudem verfügt die MCP-T über einen Digitalen Signal Prozessor (DSP), der beispielsweise Mehrkanaldaten in das Dolby Digital encodet, ohne die CPU mit diesem Rechenaufwand zu belasten. Über dieses Featur verfügt die abgespeckte MCP übrigens nicht, außerdem kann sie nur mit zwei Kanälen hantieren – die MCP-T kann bis zu 6 Kanäle ansteuern.

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26.04.2003 by holger
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Asus hat es sich bei seiner Deluxe-Version des Boards nicht nehmen lassen und hat beide in der MCP-T (T steht für Turbo, hat jedoch nichts mit einem Geschwindigkeitsgewinn zu tun) implementierten LAN-Controller herausgeführt. Dabei übernimmt der Realtek 8201BL PHY den nVidia-, der BoadCIM AC101L PHY den 3Com-Netzwerkadapter. In Zeiten von DSL darf sich beispielsweise ein LAN-Controller um das Modem kümmern, der andere darf mit einem zweiten Rechner Kontakt aufnehmen – eine schöne und sinnvolle Idee, spart man sich doch die Anschaffung einer zweiten Netzwerkkarte oder eines Hubs/Switchs.

Den ebenfalls in der MCP-T integrierten Firewire-Controller wird durch den Realtek 8801B PHY herausgeführt. Um die Serial-ATA-Anschlüsse kümmert sich der Silicon Image-Controller Sil 3112ACT144, der auch die Raid-Modi 0/1 implementiert. Mangels SATA-Platte konnten wir diesem Vertreter nicht auf den Zahn fühlen. Schade, denn im übervollen Karton fanden sich zwei feuerrote Anschlusskabel, die aufgrund ihrer sehr dünnen Bauform die Luftzirkulation im Gehäuseinneren, im Gegensatz zu den breiten parallel ATA-Kabeln, positiv beeinflussen dürften. Die Platzierung der Anschlüsse erfolgte am unteren Platinenrand in unmittelbarer Nähe zum Kontroller, um die Leitungswege so kurz wie möglich zu halten.

Auch das übrige Layout glänzt durch ein vorzügliches Design. Der Autor würde sich sogar zu der Aussage versteigen, dass wir es mit dem schönsten Asus-Design zu tun haben. Nicht nur, dass die Speicherbänke perfekt zugänglich sind, nein, es lassen sich sogar sämtliche Speicherriegel bei einer verbauten Ti4600 problemlos austauschen. Vorbildlich ist ebenfalls die Platzierung der Laufwerksanschlüsse sowie des ATX Power-Connectors gelöst – am linken Platinenrand stört kein Kabel die Luftzirkulation im Inneren des Gehäuses.

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Perfekt wurde das Keepout-Area eingehalten, hier darf der User ohne Bedenken zu riesigen, ja, selbst verschraubbaren Kühlern greifen.

Uns hat im übrigen der um 90° gedrehte CPU-Sockel gefallen; in diesem Fall stört beim Montieren mit einem Schraubenzieher kein Speicherriegel. Dicht neben dem Sockel befindet sich ein winziger Chip von Winbond, der W83L78 5TS-S, der bei allzu hohen Temperatur-Gipfeln den Prozessor vor dem Überhitzen schützt. Seid dem Release des beliebten Monitoring-Tools 5.2.2.8 kann sogar die interne Diode der CPU überwacht werden. Innerhalb von wenigen Sekunden wirken sich Lastwechsel auf Temperatur-Schwankungen aus, sodass kein Zweifel besteht, dass der Winbond-Chip die interne Diode der CPU auslesen kann.

Ein Augenschmaus stellt der wuchtige Kühlkörper dar, der die SPP North Bridge zuverlässig kühlt – mehr als 40°C wurden selbst unter widrigsten (Overclocking-)Bedingungen nicht erreicht.

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26.04.2003 by holger
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Der Bios-Baustein steckt am rechten Platinenrand in einem Sockel, so kann er schnell und unkompliziert getauscht werden, sollte ein Flash-Vorgang einmal daneben gegangen sein. Noch schöner wäre ein Dual-Bios, wie wir es von Aopen oder Albatron kennen, das im Fall eines Fauxpas ein Wechsel auf den arbeitsfähigen Flash-Baustein erlaubt.

Am rechten Platinenrand, zwischen dem zweiten und dritten PCI-Slot findet man die Anschlüsse für das Firewire-Bracket. Angesichts der Tatsache, dass beim Herausführen der Anschlüsse sowieso ein PCI-Slot wegfällt, eine vertretbare Lösung. Will man das Bracket nicht einsetzen, blockieren die Anschlüsse, aufgrund der niedrigen Bauform keine anderen Erweiterungskarten.

Was gibt es sonst noch zum Thema Layout zu sagen? Richtig, Jumper, das leidige Kapitel, auf das wir beim Asus A7V8X stießen. Da nervte es uns ziemlich, dass der User nicht selbst entscheiden kann, was man an- bzw. nicht abzuschalten hat! Wie sieht das beim A7N8X aus? Wieder gepatzt? Keineswegs, die Asus-Ingenieure nerven den Anwender mit fehlenden, noch mit einem Zuviel an Steckbrücken. Es wurde weder ein Clear-CMOS, noch ein Jumper zum deaktivieren des SATA-Controllers vergessen. Unsere Hochachtung, endlich hat man den Anwender wieder im Blickfeld: Sämtliche Anschlüsse sind sauber beschriftet, da macht sich das Handbuch schnell überflüssig.

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26.04.2003 by holger
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Ressourcen-Verteilung und PCI-Performance
Wer sich an unsere Ausführungen zur VIA-Southridge VT8235 erinnert, fühlt sich an diese unweigerlich zurückversetzt: Der nForce2 bietet die INT A-D für den PCI/AGP-Bus, die zusätzlichen INT E-H werden für die Zusatz-Features des Chipsatzes reserviert. Schade, dass sich Asus nicht dazu durchringen konnte, die vollständige Tabelle abzudrucken, sondern nur die INT A-D zu dokumentieren. Macht nix, dann müssen wir das eben nachstellen.

  Int A Int B Int C Int D Int E Int F Int G Int H
PCI 1 Shared - - - - - - -
PCI 2 - - - Shared - - - -
PCI 3 - - Shared - - - - -
PCI 4 - Shared - - - - -
PCI 5 Shared - - - - - - -
AGP - - - Shared - - - -
NIC nVidia - - - - - - Shared -
NIC 3Com - - - - - - Shared -
Soundstorm - - - - Shared Shared - -
USB 2.0 - - - - Shared Shared
(E-Host
Controller)
Shared -
IDE           Shared    
SATA Silicon Image     Shared          
Firewire           Shared    

Alles richtig gemacht – hätten wir gerne gesagt. Wir wären jedoch glücklicher gewesen, wenn sich nicht PCI2 mit dem AGP-Port geshared hätte, sondern PCI1. Dieser bleibt meist ohnehin frei, da die heutigen, hitzigen Grafikkarten noch ein wenig Atmungsspielraum verlangen.

Beim Thema PCI-Performance müssen wir ein wenig ausholen. Unsere Kollegen von Hard Tecs4U hatten in ihrem letzten nForce2-Roundup von diversen Problemen mit dem nVidia-IDE-Treiber berichtet. Dieser soll, in Verbindung mit dem USB2.0-Treiber dafür verantwortlich sein, dass beim Brennen von CDs lediglich Datenmüll produziert wird. Auch wir hatten nach dem Aufspielen des SP1 für Windows XP während unserer Testarbeiten zum EPoX 8K5A2+ eine überdurchschnittlich hohe CPU-Auslastung beim IDE-Zugriff festgestellt: Satte 54% Prozessorauslastung bescheinigte uns HDTach damals. Da wir jedoch keinerlei Probleme beim Arbeiten mit dem Board feststellen konnten – auch das Brennen von CDs war kein Problem – runzelten wir verwundert die Stirn und ließen die Resultate auf sich beruhen.

Doch genau diese hohe Prozessorauslasten, so die Vermutung, könnte Ursache für die „verbrannten“ Rohlinge sein. Doch wie konnten wir dies überprüfen? Just in diesem Moment stellte Microsoft ein Hotfix für dieses Problem bereit. Der Patch beschreibt ein „Memory Allocation Problem“ und hört auf die Bezeichnung Q815411. Seltsam klingt hingegen die Fehlerbeschreibung von Microsoft.

Symptoms:
After you install Windows XP Service Pack 1 (SP1), your programs may take as much as ten times as long to start.

Cause:
This problem may occur if the programs you run frequently allocate and deallocate large blocks of memory. Changes in Windows XP SP1 in the memory management system have caused this operation to take significantly longer than with pre-SP1 Windows XP.
Um sicher zu gehen, dass tatsächlich das oben beschriebene Problem mit dem Patch gefixt wird, führten wir zunächst auf dem EPoX 8K5A2+ einen Nachtest durch. Das Ergebnis: Nach dem Aufspielen des Patchs konnten wir in Verbindung mit der WD 1200JB eine CPU-Auslastung von lediglich 9,8% messen. Laut nVidia soll dieses Problem jedoch nicht bei der amerikanischen Version von Windows XP auftauchen; soll heißen, dass User auf der nForce-Plattform überhaupt kein Probleme mit dem Brennen sowie mit einer hohen CPU-Auslastung haben sollen. Gerade deshalb sei der Bug so schwer zu lokalisieren gewesen – verständlich, falls die Behauptung stimmt.

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Um dies zu überprüfen und um sicher zu gehen, dass es sich lediglich um einen Bug im deutschen SP1/der deutschen Windows XP-Version handelt, ließen wir es uns nicht nehmen und installierten ein frisches amerikanisches Windows XP mit zugehörigem Service Pack. Das Ergebnis war äußerst positiv: Weder kaputte Dateien beim Brennvorgang, noch eine erhöhte CPU-Auslastung bei IDE-Zugriffen war die Folge. Demnach scheint sich die ganze Aufregung tatsächlich um einen Fehler im deutschen Service Pack/WinXP gehandelt zu haben.


onboard IDE-Controller


Promise PCI-Controller-Karte

USB2.0 Performance

SiSoft
Sandra 8.59
Punktzahl Sequential Read Sequential Write
Asus A7N8X Deluxe 15226 20 MB/s 27 MB/s
SOYO SY-KT400 10799 16 MB/s 16 MB/s
MSI KT3 Ultra2 8007 11 MB/s 18 MB/s
ASUS A7V8X 9216 13 MB/s 14 MB/s

Gegenüber den anderen Testkandidaten zeigt der nForce der etablierten Konkurrenz wie Performance buchstabiert wird. Zitat Michael: „Ok, in Zukunft Video-Caputren wir unkomprimiert mit USB2.0 und nForce2 in Echtzeit!“. Zeigten sämtliche VT8235-Boards Probleme, wenn ein USB2.0-Gerät beim Start des Rechners aktiv war, verursachte dies beim nForce2 keine –so sollte es auch sein!

Test-Setup
Hardware:

OS und Treiber:

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Stabilitätstest

Erstmals kam der von Corsair paarweise selektierte und mit scharf programmiertem SPD (2-2-2-6-T1) zum Einsatz. Tatsächlich arbeitete das Asus problemlos mit dem Luxus-Speicher zusammen – kein Wunder, validiert Corsaird doch auf dem getesteten A7N8X. Die Benchmarks wurden hingegen mit dem JEDEC-konformen SPD nach PC333 von Corsair (XMS3502v1.1) durchgeführt. Aufgrund der aggressiveren Timings verwundert es kaum, dass die Benchmarks in dem Maße zulegten, als wenn der konventionelle Corsair-Speicher auf Anschlag eingestellt wurde.

Der S3-Mode wurde einwandfrei implementiert und konnte das Board nicht ins Schleudern bringen. Auch der APIC-Mode funktionierte einwandfrei – so soll es sein! Alleine beim Update der Chipsatz-Treiber von Version 1.16 auf 2.03 kam das komplette System derart ins Straucheln, dass nur noch eine Neuinstallation nötig wurde – ärgerlich, hier muss nVidia in Zukunft bessere Arbeit abliefern.

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26.04.2003 by holger
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Benchmarks
Zum Vergleich dienen uns die Messwerte unseres Referenzboards, dem EPoX 8K3A+, die Timings wurden per SPD ermittelt. Es sei trotzdem darauf hingewiesen, dass ein Test mit schärfsten Timings das Mainboard nicht aus dem Tritt brachte.

  A7N8X
XP1800+
RAM133 MHz
Dual Channel
A7N8X
XP2700+
RAM166 MHZ
Dual Channel
EPoX 8K3A+
XP1800+
RAM133 MHz
EPoX 8K3A+
XP1800+
RAM166 MHz
CPUMark 99 144 196 140 142
FPU WinMark 99 8370 11800 8280 8370
Sandra Dhrystone 4224 5980 4245 4238
Sandra Whetstone 2120 2995 2122 2122
Sandra INT/SSE 8409 11878 8318 8319
Sandra FPU/SSE 9779 13743 9731 9732
Sandra Mem/INT 2058 2485 1994 2048
Sandra Mem/FPU 1952 2392 1872 1935
PCMark2002/CPU 4702 6558 4553 4566
PCMark2002/MEM 3906 4886 2942 3155
Codecreatures Pro 2357 2482 2369 2388
AMD nBench 2 2091 2830 2103 2117
3DMark2000 11428 14493 11795 12015
3DMark2001SE 11166 13274 9930 10108

Rügen müssen wir das Verhalten nVidias, die mit Dokumentationen allzu knauserig umgeht. Bisher konnten wir nicht klären, welche Timings/Parameter durch die „Aggressive“-Optionen beim CPU- bzw. Memory-Interface wie beeinflusst werden.

Mittlerweile dürfte es kein Geheimnis sein, dass eine nForce2-Plattform am performantesten arbeitet, wenn CPU- und Speicherinterface synchron zueinander arbeiten. Wir haben es uns daher gespart, die Benchmark-Ergebnisse bei einem Speichertakt von 166MHz bei einem FSB von 133MHz zu veröffentlichen. Wer einen FSB133-Prozessor einsetzt und erst in naher Zukunft den Umstieg auf einen FSB166-Prozessor plant, der kann sich die Anschaffung von neuem Speicher sparen, vorausgesetzt, der User hat noch „älteren“ PC2100-Riegel in der Schublade liegen – mit PC2700 arbeitet man auf nForce2 asynchron langsamer!

Was soll man nun von den Ergebnissen halten? Schlecht sind die Messwerte des nForce2 nicht, aber einen überdeutlichen Sieg gegenüber dem EPoX 8K3A+ stellen sie gewiss nicht dar. Aber überlegen wir mal, der KT333 braucht mindestens 166MHz Speichertakt, um halbwegs mit dem nForce2 mithalten zu können – jedoch bei 133MHz Speichertakt im Dual-Channel-Betrieb.

Das Herz des nForce2 schlägt mit steigendem synchronen FSB/Speichertakt. Diese Werte sollen in Zukunft als Vergleichsbasis für zukünftige Sockel A-Tests dienen. Wie bereits eingangs erwähnt, läuft das Asus A7N8X bereits seit ein paar Wochen auf unserer Teststation. Dabei konnten wir von Bios-Release zu Bios-Release einen geringen, aber stetigen Performance-Rückgang verzeichnen. Wir wollen den nForce2 jedoch nicht schlecht reden, denn das ist er wirklich nicht, er ist ungemein schnell und stabil! Im Übrigen dürften nForce2-Boards anderer Hersteller keine nennenswerten Performance-Unterschiede aufweisen, schließlich behält nVidia selbst bei der Bios-Programmierung das Heft in der Hand.

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Review: Asus A7N8X Deluxe (AMD Socket A, nForce 2) - 11/11
26.04.2003 by holger
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Fazit und Empfehlung
Der nForce2 tritt mit zahlreichen und innovativen Features an, die die (bisher) etablierte Chipsatz-Gemeide aufmischt und weiter aufmischen wird – dafür sorgen schon alleine die kommenden nForce2-Derivate. Nach einer Reihe von Sockel A-Mainboards, die sich bei uns zum Test stellten, tritt mit dem A7N8X ein Produkt an, das in allen Punkten überzeugen kann. Diesmal gibt es kein „Wenn und Aber“ und kein „Haar in der Suppe“: Da existieren keine PCI- oder sonstigen Stabilitätsprobleme, PC3200 kann man, vorausgesetzt der User will nicht overclocken, bei den jetzigen FSB166-Prozessoren vergessen, und USB2.0-Kinderkrankheiten existieren ebenfalls nicht. Mit dem A7N8X Deluxe stellt Asus die perfekte Plattform für den Sockel A vor. Dieses Board kann alles und hat (fast) alles, dem Autor fehlen lediglich die optischen Ein- und Ausgänge am optionalen Sound-Bracket. Angesichts der prallen Ausstattung und einem Preis von gerade einmal 151,99 Euro wird das A7N8X zu einem unverschämt günstigen Schnäppchen!

Was sollen wir in Anbetracht der gebotenen Leistung und Stabilität groß Worte machen: Editor’s Choice und Referenz für den Sockel A:

Checkliste Asus A7N8X:

Unser Dank gilt Asus Deutschland für die Bereitstellung des Asus A7N8X sowie Corsair für die Bereitstellung des TWINX- und PC3500-Speicher.

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