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Asus A7V333, was bringt der VIA KT333? 1/8
07.04.2002 by doelf, APIC Exkurs by holger
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Mainboard, Speicher und CPUs sowie CPU Kühler stammen von HiQ Computer und können dort auch bezogen werden. Ich bedanke mich ganz herzlich beim HiQ Computer Team, für die gute Zusammenarbeit!
Der VIA KT333 Chipsatz
Es ist ein Jahr her, da stolperten wir über Datenverluste bei VIA's KT133A Chipsatz. Der VIA KT133A baute auf seinen Vorgängern KT133 und KX133 auf und erweiterte lediglich deren Ausstattung auf ATA100 und den 133/266 MHz Frontsidebus. Im Sommer 2001 erschien dann der KT266 und brachte uns neben DDR-RAM auch den V-Link, eine direkte Anbindung von North- und Southbridge, welche den Engpaß PCI-Bus umging. Die Performance konnte noch nicht ganz überzeugen und hier und da gab es auch schon mal Probleme mit einigen Speicherriegeln. Aber der VIA KT266 war ein Schritt in die richtige Richtung. Der Nachfolger KT266A kam bereits im Herbst 2001 und legte in der Leistung deutlich zu. Auch dieser Chipsatz erwies sich als sehr zuverlässig. Nun folgt der VIA KT333 und bringt drei Neuerungen: die VT8233A "lowcost" Southbridge VT8233A beherrscht ATA133, wobei hier kaum Vorteile gegenüber ATA100 zu erwarten sind, und bietet nur noch vier USB-Anschlüsse, die Northbridge bringt uns DDR333/PC2700 Speicher.
![]() Northbridge CE, Southbridge CD |
Da AMD seine Prozessoren mit einem Frontsidebus von 100/200 MHz (Duron) und 133/266 MHz (Athlon XP) ausliefert, stellt sich die Frage, was 166/333MHz Speichertakt hier eigentlich bringen können, denn der Speicher wird ja asynchron zum Frontsidebus angesteuert (mit 100/166 oder 133/166). Wünschenswert wäre ein synchroner Takt gewesen, aber bei AMD konnte man selbst auf der CeBit und in den Roadmaps für 2002 keine CPUs mit 166/333MHz Frontsidebus sichten. Ob sie jemals kommen werden - Ende 2002 wird ja mit AMD's "Hammer" die nächste CPU Generation erwartet - ist fraglich.
Zudem verunsicherten viele Meldungen über den VIA KT333 die potentiellen Käufer. Zunächst war von 166/333 MHz Speichertakt die Rede, 166/333 MHz Frontsidebus würden aber nicht unterstützt. Eigentlich nicht tragisch, würde man denken, passende CPUs von AMD sind ja auch noch nicht in Sicht. Aber man kann AMD's derzeitige CPUs durch Änderung des Multiplikators durchaus mit 166 MHz Frontsidebus laufen lassen, selbst ein Duron kann statt mit 200 MHz Frontsidebus mit 266 und gar 333 MHz betrieben werden. Wenn der VIA KT333 also einen 166/333 MHz Frontsidebus unterstützen würde, wäre das Potential des Chipsatzes ungleich höher. Und wenn AMD keine passenden CPUs anbietet, "bastelt" man sie sich eben selber. Gerüchte kamen auf, daß VIA auf den KT333 verzichten wollte und direkt den KT333A bringt, der neben 166/333 MHz Speichertakt auch den passenden Frontsidebus anbietet. Nun ist der Chipsatz da und heißt VIA KT333. Was bedeutet das nun für den Frontsidebus? Zumindest zwei Revisionen treiben sich auf dem Markt herum, sowohl Sourthbridge als auch Northbridge gibt es als CD und CE. Was hat das nun alles zu bedeuten? Nun, das werden wir herausfinden.
Mehr zum Chipsatz gibt es bei VIA...
![]() Auf Wunsch auch mit RAID und Firewire... |
Das Asus A7V333
Asus hat einen sehr guten Ruf und liefert immer wieder hochwertige und stabile Platinen. Die frühe Verfügbarkeit auf dem Markt bringt uns jedoch auch oft frühe Chipsatz-Revisionen und unreife BIOSse. Wöchendliche BIOS Updates sind kurz nach dem Launch eines neuen Asus Mainboards an der Tagesordnung. Steht das BIOS erst einmal, sind auch die Mainboards eine gute Plattform. Und da Asus selbst nach Jahren noch BIOS Updates liefert, ist die Firma eine sehr gute Wahl was die Produktpflege betrifft. Allerdings erlaubte sich Asus auch einige Ausrutscher, wie etwa die 1%-ige Übertaktung vom Werk aus, das verlötete BIOS des A7V266 oder den nie verwirklichten - aber sehr wohl beworbenen - S3 Modus des A7A266.
![]() gutes Layout aber etliche Jumper |
Das Asus A7V333 selbst kann seine Verwandschaft zum Vorgänger A7V266 nicht leugnen, denn das Layout ist sehr ählich. Allerdings hat Asus die Platine komplett überarbeitet, den ACR-Slot gestrichen und dafür viele sinnvolle Extras im Programm aufgenommen. Leider fehlt eine meiner Meinung nach sehr wichtige Option: das Mainboard auch mit onboard LAN ordern zu können. Dafür wird man dann mit USB 2.0 und Firewire sowie 6-Kanal Sound und einem ATA133 RAID Contoller entschädigt:
Die Ausstattung
| Asus A7V333 | |
| DDR-RAM | 3 (3GB: PC1600, PC2100 oder PC2700) |
| AGP-Pro, PCI, ISA, ACR | 1 (4x), 5, 0, 0 |
| COM, LPT, USB | 2, 1, 4 (kein Adapter beigelegt) |
| USB 2.0 | 4 (ein Adapter beigelegt) |
| IEEE-1394 | 2 (optional) |
| ATA133/Raid | 2 / 2 (optional, Promise ATA133 Lite) |
| Sound | ja, 6 Kanal C-Media (digital in/out optional |
| Hardwaremonitor | ja |
| Lüfteranschluß | 3 |
Wir haben sowohl die preiswerte Version ohne RAID und Firewire sowie die Komplettausstattung jeweils in der Version 1.01 getestet, bei den Benchmarks gab es keine Unterschiede. Beide Mainboards verwendeten die Northbrdige in der CE Version und die Southbridge in der CD Variante. Der RAID Version liegt ein Slotblech mit den Firewire Anschlüssen bei, ein Soltblech für die digitalen Audio-Anschlüsse fehlt leider. Im Gegensatz zum MSI's KT3 Ultra bietet Asus in allen Versionen USB 2.0 an.
![]() gut: die Grafikkarte behindert den Speicheraustausch nicht |
Das Asus A7V333 wirkt sehr aufgeräumt: die drei Speicherbänke können geöffnet werden, ohne daß die Grafikkarte ausgebaut werden muß, die IDE Anschlüsse liegen alle vier recht neben den Speicherbänken, wo sie die PCI Slots nicht blockieren und auf der Northbridge sitzt ein großer passiver Kühler. Die aktive Kühlung der Northbridge macht keinen Sinn, da diese Lüfter oft ausfallen oder laut werden und eine passive Kühlung selbst beim Übertakten voll und ganz ausreicht.
Der AGP-Pro Steckplatz ist bei Asus quasi Standard, er ist jedoch nur für weniger Benutzer von Interesse. DIP-Schalter und etliche Jumper erlauben umfangreiche Eingriffe, alle wichtigen Optionen findet man aber auch im BIOS. Neben der CMOS Batterie liegt etwas, das uns Asus viel zu lange vorenthalten hat: ein Jumper, um das CMOS zu löschen! Dazu reicht es, den Rechner komplett vom Strom zu trennen und einen Jumper für wenige Sekunden aufzustecken. Und schon hat das BIOS seine Default Einstellung zurück. Das BIOS ist im Gegensatz zu dem des A7V266 nicht verlötet sondern in einem Sockel zu finden. Und da gehört es auch hin! Sollte ein BIOS Update schief gehen, kann einfach der Chip ausgetauscht werden - ohne Lötarbeiten am Mainboard!
![]() gut: die ausreichend passiv gekühlte Northbridge |
Die 5 PCI Steckplätze sind in voller Länge nutzbar, ein sechster wäre nicht schlecht gewesen, aber da VIA immer noch nur 4 PCI-INTs anbietet und Asus der Platine eine solch umfangreiche Ausstattung bietet, soll uns das nicht weiter stören. Wie werden nun die Interrupts vergeben?
| INT-A | INT-B | INT-C | INT-D | |
| PCI 1 | - | - | - | X |
| PCI 2 | X | - | - | - |
| PCI 3 | - | X | - | - |
| PCI 4 | - | - | X | - |
| PCI 5 | - | - | - | X |
| AGP-Pro | X | - | - | - |
| OnBoard Audio | - | X | - | - |
| OnBoard USB 1.1 | - | - | - | X |
| OnBoard USB 2.0 | - | - | - | X |
| Promise RAID | - | - | - | X |
| IEEE 1394 | - | X | - | - |
Alles SMP und APIC?!
Allerdings wird Windows 2000 und XP Benutzer die Limitierung auf 4 PCI INTs kaum noch stören: das Asus A7V333 beherrscht APIC!
Wen das Thema Interrupts bereits bei der konventionellen Vergabe von IRQ's genervt hat, der hat nun die Möglichkeit zu verzweifeln oder aber durchzuatmen. An dieser Stelle kommen wir um ein wenig Theorie leider nicht herum. In einem Multi-Prozessor-System (SMP, Symmetric Mutliprocessing) lösen neben sämtlichen Komponenten auch die Prozessoren untereinander Interrupts aus. Ich weiß, an dieser Stelle haltet ihr uns für verrückt, da ja gar kein Multi-Prozessor-System betrachtet wird. Um aber Interrupts zwischen den CPU's auslösen zu können, wurde der Advanced PIC (programmierbarer Interrupt-Controller) eingeführt. Da der Mainboard-APIC sich um die Interrupt-Anforderungen der PCI- und Onboard-Komponenten kümmert, wird dieser auch IOAPIC (Input-Output-APIC) genannt. Aktuelle Intel-CPU's sowie AMD's ab dem Athlon 2 beherrschen APIC! Der gute alte BX verfügte über einen gesonderten Baustein (Intel S82093AA), sämtliche neuere Chipsätze integrieren IOAPIC in die Southbridge. Wird APIC vom Mainboard-Hersteller korrekt implementiert, so ist es am Betriebssystem, die Southbridge im PIC- oder APIC-Modus laufen zu lassen. Statt der bisher 16 Interrupts kann der APIC dem Prozessor jetzt 24 verschiedene Interrupts bereitstellen. Die IRQs 16-24 melden dann Aktivität auf der INT A# bis INT D#. Windows 2000, XP und Linux können mit APIC umgehen - Win9x, Me nicht! Anders ausgedrückt: Unter Win9x und Me wird der Chipsatz im PIC-Modus adressiert. Ihr seht, das Argument, dass Chipsätze für den Athlon lediglich über 4 INT's verfügen, greift mitlerweile zu kurz. Voraussetzung muss allerdings die korrekte Implementierung von APIC von Seiten der Mainboardhersteller sein. Womit wir beim Knackpunkt sind! So einfach scheint APIC nicht implementierbar zu sein, da sich unseres Wissens lediglich MSI, Asus und ECS auf dem K7S6A an APIC heranwagen. Die Anzahl der verfügbaren IRQ's lautet daher nicht zwangslaufig: 24 IRQ's. Beim MSI KT266Pro2-RU sind es 20, beim Asus A7V333 immerhin 22 IRQ's. Aus unserer Sicht wird dieses, zugegeben recht komplexe, Thema immer noch nicht ausreichend gewürdigt. Daher haben wir uns entschlossen, bei sämtlichen Mainboard-Tests die APIC-Fähigkeit und dessen qualitative Implementierung mit zum Beurteilungskriterium zu machen. Wer an dieser Stelle an überzogene Forderungen denkt, dem sei entgegengehalten, dass die meisten Probleme eines reibungslosen PC-Betriebs auf Konflikte in gerade diesem Bereich zurückzuführen sind. Es ist also eindeutig an den Mainboard-Herstellern, den Stand der Technik zu berücksichtigen, auch wenn die Umsetzung aufwendig und nicht gerade einfach zu sein scheint.
Doch zurück zum A7V333:
Wie bereits erwähnt standen auf dem Asus A7V333 unter Windows 2000 SP2 die IRQs 0 bis 21 zur Verfügung und geshared wurde nur mit den USB Contollern. Der APIC Modus kann im BIOS deaktiviert werden.
Der Floppy Anschluß liegt weit unten und keinesfalls optimal, ansonsten ist das A7V333 aber wirklich sauber und gelungen. Die ATX Anschlüsse wurden von Asus von der Norm abweichend gestaltet, man hat allerdings eine passende ATX-Blende beigelegt. Asus hat nämlich die USB 2.0 Anschlüsse statt des Gameport integriert, wer einen Gameport braucht findet diesen auf einem Slotblech, das auch zwei weitere USB 2.0 Anschlüsse zur Verfügung stellt.
Das Handbuch liegt auf gewohnt hohem Niveau und neben einem ATA100 Kabel liegen ein ATA33 Kabel, das Floppy Kabel, die Treiber CD und eine zweite Anleitung mit Hinweisen zum Einbau bei.
Asus A7V333, was bringt der VIA KT333? 2/8
07.04.2002 by doelf
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Der AMD Athlon XP und die Thermaldiode
Seit der Einführung des AMD Athlon XP gibt es eine CPU interne Diode, die die Temperatur des CPU Core überwacht und den Rechner bei Überhitzung abschalten kann. Wenn sie denn jemand - abgesehen von Siemens - nutzen würde. Traurig aber wahr: der AMD Athlon XP geht bald in Rente und immer noch wird dieses wichtige Feature vollkommen ignoriert! Das Asus A7V333 bietet nun die C.O.P. Funktion, die bei Verwendung eines AMD Athlon XP bei Überhitzung den Rechner rechtzeitig ausschalten soll. Allerdings zeigen das BIOS und PC Probe Werte an, die mit denen des Asus A7V266 weitgehend übereinstimmen und Asus erwähnt weder im Handbuch noch auf der Verpackung die interne Diode. Allerdings bietet Asus auf der eigenen Homepage alle wichtigen Informationen zum C.O.P. Feature an. Nicht der Monitoring Chip selber sondern ein weiterer Baustein recht neben den Speicherbänken überwacht die Temperatur der Athlon XP CPU in Echtzeit. Steigt diese auf den kritischen Wert von 95° Celsius an, wird die Stomversorgung der CPU gekappt. Der Monitoring Chip gibt zu diesem Zeitpunkt Werte um die 75° an PCProbe weiter. Bitte beachten: nur der AMD Athlon XP wird geschützt, alle anderen CPUs werden gnadenlos gegrillt. Asus bietet auch ein Video zu diesem Thema an:
Download (ca. 12MB).
Warum werden erst jetzt solche Funktionen integriert, mag man sich fragen. Vielleicht weil AMD ab dem 1. Juli 2002 nur noch Mainboards empfehlen wird, die dieses Feature haben!
Neben C.O.P. gibt es noch ein weiteres neues Feature: liegt wenig Last an, wird der CPU Lüfter heruntergeregelt. Ob das wirklich Sinn macht? Ein leiser CPU Kühler ist mir lieber.
Das BIOS
Bei Asus gibt es für das A7V333 bereits einige BIOS Updates, die letzte Version ist 1.005 und diese haben wir auch getestet. Asus bietet im BIOS fast alles, was man zum Übertakten und Speichertuning braucht und auch sonst ist das BIOS umfangreich und übersichtlich. Allerdings hatten wir nach BIOS Änderungen oft einen Hänger und das System fuhr nicht hoch. Dies geschah zumeist, wenn wir einen niedrigen Multiplikator und einen hohen FSB Takt eingestellt hatten und dann auf einen höheren Multiplikator mit einem niedrigeren FSB zurückgingen. Hier scheint es fast, als würde der Multiplikator initialisiert während der Frontsidebus noch nicht heruntergesetzt wurde. Auf jeden Fall mißlang das eine ums andere Mal der Start und das BIOS setzte die CPU zurück auf den Default-Multiplikator und den Frontsidebus auf 100/200 MHz. Aber es gab noch weitere Probleme mit dem Asus A7V333.
Verzweifelt gesucht! Suspend To RAM
Das Asus A7V333 konnte uns allerdings nicht in allen Punkten überzeugen. Aus Gründen, die mir persönlich völlig unverständlich sind, hat Asus immer noch Probleme mit dem S3 (Suspend To RAM) Modus. Dieser Standby Modus ist der einzige, der wirklich Sinn macht, denn hier werden alle Daten im Speicher gehalten und nur dieser wird auch weiterhin mit Strom versorgt. Das Netzteil sowie alle Lüfter werden ausgeschaltet! Leider existiert Suspend To RAM beim Asus A7V333 erst einmal nur im Handbuch, im BIOS fehlt die Option. Erst wenn man das Mainboard vom Jumper-Free-Mode (Jumper JEN) auf die Konfiguration per DIP-Schalter umstellt, erhält man auch den S3-Modus. Das hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: per DIP Schalter kann zwar der Frontsidebus des Systems einstellen, aber der Multiplikator bleibt dann unverändert. Wer vorhat, die CPU per Multiplikator zu übertakten oder den Frontsidebus auf 166 MHz anzuheben, der schaut beim S3-Modus in die Röhre. Schade.
Verzichtet man auf jegliche Übertaktung und stellt die DIP-Schalter per Hand ein, so funktioniert der S3-Modus ohne Probleme. Asus beschreibt diese umständliche Vorgehensweise - S3 gibt es ja nur jenseits der Default-Einstellungen - auf einem Update-Zettel zum Handbuch, der leider noch nicht in allen Packungen enthalten ist.
Noch ein Kuriosum: nachdem wir S3 aktiviert hatten und danach wieder in den jumperless Mode wechselten, wachte der Rechner aus dem normalen Suspend-Mode nicht mehr auf.
Mehr Spannung erwartet: Speicher und AGP
Dem CPU-Core kann man zwischen 1,675 und 1,85 Volt gönnen, das ist ausreichend aber nicht üppig. Ein Sicherheits-Jumper (VID)verhindert (in der Theorie) das irrtümliche Erhöhen der CPU Core-Spannung, damit der teure Prozessor nicht durch einen Unfall das zeitliche segnet. Zudem gibt es einen Jumper namens Overvoltage. In einigen Reviews ist davon die Rede, daß das Asus A7V333 eine frei wählbare CPU-Core-Voltage bieten würde. Dazu müßte lediglich der VID-Jumper auf 2-3 gesetzt werden. Wenn der VID Jumper auf 1-2 steht (Default), bietet das BIOS 1.75 bis 1.85 Volt an, ebenso, wenn der VID Jumper auf 2-3 steht oder zusätzlich noch der ominöse Overvoltage-Jumper aktiviert wurde. Seltsam. Noch seltsamer: wenn Overvoltage aktiviert wurde, werden aus 1,75 Volt mehr als 2 Volt! Schaut mal in den Hardware-Monitor. Dieses Feature hätte Asus lieber dokumentieren sollen! Wer unvorsichtig mit den Jumpern herumspielt, wiegt sich eventuell in Sicherheit (also auf 1,75 Volt) und röstet eine nicht-XP CPU (denn diese werden ja durch C.O.P. geschützt) mit 2 und mehr Volt.
Der Arbeitsspeicher bekommt 2,5 Volt und damit basta - oder doch nicht? Die Jumper JP1 und JP2 werden im Handbuch dezent verschwiegen. Was bewirken sie? Nun ja, per Default versorgen sie den Speicher auf dem A7V333 mit etwas mehr als den üblichen 2,5 Volt, soviel steht fest. Peter von Hardtecs4u hat nachgemessen und stellte folgende Werte fest: Default = 2,9 Volt! Andere Einstellungen liefern 2,7 bis 3,0 Volt, in die Details wird euch Hardtecs4u in Kürze einweihen.
Maximaler Speicherausbau = wenig Spielraum beim Optimieren
Wer die Speicherzugriffe optimieren will und daran denkt, den 1T-Command zu nutzen, der sollte nur ein oder zwei Speicherbausteine verwenden! Wir nutzen zum Test ein PC2700 CL2,5 Modul von Apacer mit Samsung 5ns Modulen, das auch 166/333 MHz mit CL2 schafft. Zudem kamen für den maximalen Speicherausbau zwei Crucial PC2100 CL2,5 Module zum Einsatz, die bei 133/266 MHz ebenfalls mit CL2 laufen. Waren alle Bänke belegt, so war allerdings nur noch CL2,5 bei 133/266 MHz möglich. Wurde das System mit 166/333 MHz hochgefahren oder der 1T-Command enabled, so wurde der Rechner sehr schnell instabil. Wurden die Speicherbausteine innerhalb ihrer Spezifikationen betrieben, so lief das Asus A7V333 auch mit 3 bestückten Speicherbänken stabil, nur auf den 1T Command muß man dann eben verzichten. Auch hier hatte ich mehr erwartet.
RAID Leid
Statt vier gleich acht IDE Geräte, wie schön. Jedoch ist Vorsicht geboten: die Lite-Version des Promise RAID Controllers auf dem A7V333 unterstützt nur Festplatten. Mit CD-ROM, Brenner oder DVD weiß der Controller nichts anzufangen. Zudem werden nur RAID 0 und RAID 1 unterstützt. Auch eine einzelne Festplatte, muß man somit zum RAID Array deklarieren.
Sowohl der onboard RAID Controller als auch eine Promise TX2 PCI-Karte zeigten mit dem VIA 4.38 Treiberpaket eine IDE Read-Burst-Rate von nur 60,6 MB/Sekunde. VIA's RAID Patch verbesserte die Situation ein wenig auf 70,4 MB/Sekunde. Die Burstrate auf dem Tyan Tiger MP liegt bei identischer Hardware über 80 MB/Sekunde und wird von HDTach nicht mehr angezeigt. Niedrige Burstraten kennen wir schon von VIA's KT266A, wir hatten gehofft, die Performance hätte sich in der Zwischenzeit ein wenig verbessert. Schade. RAID mit Handbremse wird nur wenige Nutzer freuen und da alle PCI-Karten betroffen sind, ist dies ein ernster Kritikpunkt am VIA KT333.
Firewire
Auf dem A7V333 wird Firewire über ein Slotblech ins Freie geleitet. Auf dem Blech befinden sich zwei Anschlüsse mit zwei Steckern, Asus liefert aber nur einen Kabel mit und bietet auf dem A7V333 auch nur einen Anschluß. Man muß sich also entscheiden, welchen Port man nutzen will! Hat ein Gerät den falschen Anschluß, dann muß man erstmal den Rechner ausschalten, aufschrauben und den Anschlußkabel umstecken - umständlicher geht es nicht.
Asus A7V333, was bringt der VIA KT333? 3/8
07.04.2002 by doelf
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Das Testsystem
Für die Kompatibilitätstests wurden zusätzliche PCI-Karten herangezogen.
Stabilität
Ich werde immer wieder gefragt, wie wir denn die Mainboards testen und auch auf die Testmethoden von den Kollegen bei Planet3dNow angesprochen. Tatsache ist, daß wir seit dem Frühjahr 2001 sehr ähnlich testen, da die Kollegen genau wie wir an der Analyse des "VIA 686B Bugs" beteiligt waren. Der IDE/USB/LPT Frust, der mit dem VIA KT133A einherging, hat diesen Testaufbau nötig gemacht. Zu den einzelnen Tests und Ergebnissen kommen wir gleich im Detail.
Wir testeten das System mit einem AMD Duron 1 GHz, der auf 166/333 MHz Frontsidebus mit dem Multiplikator 6x lief sowie einem AMD Athlon XP 1800+, der mit 133/266MHz FSB betrieben wurde. Das Asus A7V333 zeigte dabei keine Probleme und konnte mit dem Duron bis auf 197/394 MHz (39 MHz PCI/ 78 MHz AGP) übertaktet werden. Darüberliegende Werte sorgten für Probleme mit unserer Grafikkarte sowie Fehler auf dem IDE-Controller des Mainboards. Das Asus A7V333 leistete sich im Test keinen Ausrutscher in Bezug auf Stabilität und Kompatibilität:
Asus A7V333, was bringt der VIA KT333? 4/8
07.04.2002 by doelf
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Die Benchmarks
1. Frage: Wie effektiv ist der asynchrone BUS/SPEICHER-Takt auf dem Asus A7V333?
Um dies zu überprüfen, haben wir einen AMD Duron 1 GHz genommen und ihn ganz normal mit 10x 100 MHz getaktet. Der AMD Duron eignet sich für diese Testserie besonders gut, da er einfach zu entsperren ist und die verschiedene CPU/Speicher Taktungen und ihre Effizienz so sehr einfach zu messen sind. Der Speicher lief in diesem ersten Test auf 100 MHz (1:1), 133 MHz (4:3) bzw 166 MHz (5:3). Die Ergebnisse verglichen wir mit dem DH266A, einem NoName Mainboard auf VIA KT266A Basis.
Als Benchmarks kamen zum Einsatz:
| Asus A7V333 CPU 10x100MHz RAM 100MHz CL2 | Asus A7V333 CPU 10x100MHz RAM 133MHz CL2 | Asus A7V333 CPU 10x100MHz RAM 166MHz CL2 | DH266A CPU 10x100MHz RAM 133MHz CL2 | |
| CPUMark 99 | 82.7 | 83,7 | 84,9 | 82,3 |
| FPU WinMark 99 | 5540 | 5530 | 5530 | 5480 |
| Sandra Dhrystone | 2784 | 2789 | 2789 | 2758 |
| Sandra Whetstone | 1394 | 1394 | 1394 | 1381 |
| Sandra INT/SSE | 5533 | 5533 | 5533 | 5481 |
| Sandra FPU/SSE | 6429 | 6429 | 6429 | 6368 |
| Sandra Mem/INT | 1465 | 1526 | 1543 | 1533 |
| Sandra Mem/FPU | 1373 | 1421 | 1449 | 1429 |
| PCMark2002/CPU | 2952 | 2960 | 2978 | - |
| PCMark2002/MEM | 2148 | 2266 | 2362 | - |
| AMD nBench 2 | 1095 | 1092 | 1113 | 1100 |
| 3DMark2000 | 3272 | 3328 | 3360 | 3392 |
| 3DMark2001SE | 1855 | 1917 | 1964 | 1940 |
Wie wir sehen, sind die Unterschiede zwischen VIA KT266A und VIA KT333 recht gering. Und auch die Erhöhung des Speichertaktes bringt den VIA KT333 nicht so recht vorran. Lediglich bei den Speicherbenchmarks zeigen sich etwas größere Gewinne (5-10%), bei den Grafikbenchmarks (2,5-6%) fällt der Zuwachs schon geringer aus, etliche CPU Benchmarks ändern sich nicht oder nur minimal (1-2,5%). Immerhin verzeichnet der VIA KT333 im asynchronen Betrieb noch Gewinne, beim SiS 745 ist das ja ganz anders.
Asus A7V333, was bringt der VIA KT333? 5/8
07.04.2002 by doelf
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Damit kommen wir zu Frage 2: was passiert, wenn wir CPU und Speicher synchron Takten und beide auf 100, 133 bzw 166 MHz laufen? Wir entsperren den Duron 1 GHz und takten ihn mit 10x 100 MHz, 7.5x 133MHz sowie 6,0x 166 MHz. Zum Vergleich führen wir die "reguläre" Taktung von 100 MHz CPU/166 MHz RAM an:
| Asus A7V333 CPU 10x100MHz RAM 100MHz CL2 | Asus A7V333 CPU 7,5x133MHz RAM 133MHz CL2 | Asus A7V333 CPU 6x166MHz RAM 166MHz CL2 | Asus A7V333 CPU 10x100MHz RAM 166MHz CL2 | |
| CPUMark 99 | 82.7 | 88,2 | 90,3 | 84,9 |
| FPU WinMark 99 | 5540 | 5480 | 5460 | 5530 |
| Sandra Dhrystone | 2784 | 2756 | 2750 | 2789 |
| Sandra Whetstone | 1394 | 1380 | 1375 | 1394 |
| Sandra INT/SSE | 5533 | 5476 | 5456 | 5533 |
| Sandra FPU/SSE | 6429 | 6363 | 6341 | 6429 |
| Sandra Mem/INT | 1465 | 1922 | 2080 | 1543 |
| Sandra Mem/FPU | 1373 | 1720 | 1822 | 1449 |
| PCMark2002/CPU | 2952 | 3016 | 3032 | 2978 |
| PCMark2002/MEM | 2148 | 2526 | 2773 | 2362 |
| AMD nBench 2 | 1095 | 1132 | 1142 | 1113 |
| 3DMark2000 | 3272 | 3407 | 3469 | 3360 |
| 3DMark2001SE | 1855 | 2016 | 2081 | 1964 |
Von der synchronen Taktung profitieren die Grafikbenchmarks mit 2,5 bis 6% Zuwachs zwischen 100/166 und 166/166 Taktung. Die CPU Benchmarks brechen bei synchroner Taktung sogar leicht ein. Hauptgewinner sind ist der Speicherdurchsatz: 17 bis 35% Zuwachs sprechen für sich! Allerdings gebe ich zu Bedenken, daß solche Steigerungen bei einem AMD Athlon XP nicht zu erwarten sind, wir bringen hier ja einem Duron völlig neue FSB-Raten bei ;-)
Asus A7V333, was bringt der VIA KT333? 6/8
07.04.2002 by doelf
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Und der 166 MHz Frontsidebus ist auf dem VIA KT333 keine Overclocker-Spinnerei - er ist schlicht und einfach Realität. Der VIA KT333 Chipsatz wurde für den 166 MHz Frontsidebus entworfen und er funktioniert. Und nicht nur daß! Er hat auch noch Luft nach oben. Was uns zu Frage 3, dem Overclocking bringt:
| Asus A7V333 CPU 6x166MHz RAM 166MHz CL2 | Asus A7V333 CPU 5,5x182MHz RAM 182MHz CL2.5 | |
| CPUMark 99 | 90,3 | 91,5 |
| FPU WinMark 99 | 5460 | 5480 |
| Sandra Dhrystone | 2750 | 2765 |
| Sandra Whetstone | 1375 | 1382 |
| Sandra INT/SSE | 5456 | 5483 |
| Sandra FPU/SSE | 6341 | 6373 |
| Sandra Mem/INT | 2080 | 2184 |
| Sandra Mem/FPU | 1822 | 1905 |
| PCMark2002/CPU | 3032 | 3056 |
| PCMark2002/MEM | 2773 | 2908 |
| AMD nBench 2 | 1142 | 1152 |
| 3DMark2000 | 3469 | 3485 |
| 3DMark2001SE | 2081 | 2103 |
Und hier kommen wir zu einem weiteren Kritikpunkt am A7V333: oberhalb von 166 MHz steigt leider der Frontsidebus an und bei 200/400MHz Speichertakt liegt der PCI-Bus bei 40 und AGP bei 80 MHz und das ist zuviel. Unser Testrechner bootete zwar Windows, aber die Grafikkarte hielt dem hohen AGP-Takt nicht stand und der Rechner rebootete. Auch der onboard IDE-Controller zeigte hier die ersten Probleme. Bei 197/394 MHz (39 MHz PCI/ 78 MHz AGP) liefen die Benchmarks bis auch die Grafikbenchmarks alle stabil. Wie immer machte der PCI/AGP Bus also oberhalb von 38 MHz schlapp - Schade. Mainboard und Speicher hätten wohl noch mehr geschafft. Alle Tests wurden mit CL2 statt CL2.5 durchgeführt, einzige Ausnahme war die 182 MHz Testserie. Bei jedem Durchgang war der 1T-Command gesetzt.
Asus A7V333, was bringt der VIA KT333? 7/8
07.04.2002 by doelf
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Zum Abschluß betrachten wir das Asus A7V333 beim Einsatz eines AMD Athlon XP 1800+. Wir betreiben die CPU hierbei ohne Übertaktung und das Ergebnis ist, gelinde gesagt, enttäuschend:
| Asus A7V333 XP 1800+ RAM 133MHz CL2 | Asus A7V333 XP 1800+ RAM 166MHz CL2,5 | |
| CPUMark 99 | 141 | 144 |
| FPU WinMark 99 | 8410 | 8410 |
| Sandra Dhrystone | 4249 | 4249 |
| Sandra Whetstone | 2124 | 2124 |
| Sandra INT/SSE | 8428 | 8429 |
| Sandra FPU/SSE | 9797 | 9797 |
| Sandra Mem/INT | 1960 | 2025 |
| Sandra Mem/FPU | 1857 | 1930 |
| PCMark2002/CPU | 4616 | 4647 |
| PCMark2002/MEM | 2915 | 3120 |
| AMD nBench 2 | 1613 | 1624 |
| 3DMark2000 | 3713 | 3727 |
| 3DMark2001SE | 2325 | 2361 |
Was nehmen wir nun aus den Benchmarks mit?
Asus A7V333, was bringt der VIA KT333? 8/8
07.04.2002 by doelf
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Fazit
Der VIA KT266 reift weiter und nennt sich nun KT333. Was die Performance betrifft, so liegen KT266A und KT333 nicht weit auseinander und auch mit PC2700 DDR-RAM kann der KT333 nur im synchronen Betrieb wirkliche Gewinne erzielen. Der KT333 ist somit eine Plattform für Overclocker - jedenfalls bis AMD Prozessoren mit 166/333 MHz Frontsidebus ausliefert (und ob dies überhaupt geschehen wird, steht noch in den Sternen).
Overclocking ist sowieso ein Hauptthema dieses Mainboards: mehr als 2 Volt (Default 1,75) für die CPU VCore und mehr als 3 Volt (Default 2,5) für den Speicher sind heftig, aber leider nicht vollständig dokumentiert.
Das Asus A7V333 konnte uns in vielen Punkten überzeugen, allerdings kann es auch noch das eine oder andere BIOS-Update vertragen. Der versteckte S3-Modus ist ärgerlich, die Wahl zwischen S3 oder Overclocking nicht akzeptabel. Der APIC Modus sorgt unter Windows 2000/XP fü,r Entspannung bei zahlreichen PCI-Karten, Resourcenkonflikte sollten hiermit ein Ende haben. Der VIA USB 2.0 Controller, Promise RAID (Light) und Firewire sorgen für eine erstklassige Ausstattung, die schlechte PCI-Performance, die wir mit dem onboard Promise sowie mit einem PCI IDE-Controller feststellen konnten, frustriert. PCI-Probleme scheinen bei VIA zum Dauerbrenner zu werden.
Dennoch: das Asus A7V333 ist stabil und ich kann das Mainboard empfehlen. Aufgrund der neuen Erkenntnisse (S3, RAID, Overclocking) wurde die Bewertung überarbeitet:
Die Bewertung im Überblick:
| Asus A7V333 VIA KT333 | ECS K7S6A SiS 745 | DH266A VIA KT266A | |
| Layout (max 5) | 4.5 | 3.5 | 3.0 |
| Ausstattung (max 5) | 5.0 | 3.5 | 3.5 |
| Installation (max 5) | 5.0 | 4.0 | 5.0 |
| Performance (max 25) | 21.5 | 19.0 | 21.5 |
| Stabilität(max 40) | 39.0 | 27.5 | 39.0 |
| Übertakten (max 5) | 5.0 | 3.5 | 4.5 |
| Preis (max 15) | 11.0 | 14.0 | 14.0 |
| Summe (max 100) | 91.0 | 75.0 | 90.5 |
www.Au-Ja.de - http://www.au-ja.de/review-asusa7v333-print.phtml