Besonderheiten des Asus P4B533-E
Auf ATA133 muß man auf dem Asus P4B533-E dennoch nicht verzichten, denn es gibt eine RAID Variante. Der Promise PDC20276 Light Controller Chip unterstützt nur Festplatten und keine ATAPI Geräte wie CD-ROM, DVD-ROM oder Brenner. Per Default arbeiten die Festplatten als einzelne Datenträger und nicht als RAID-Array. Wird RAID genutzt, so ist dies nur für die beiden Master möglich. Folgende Konfigurationen sind möglich:
- kein RAID: unterschiedliche oder identische Festplatten als einzelne Laufwerke
- RAID 0: zwei identische Festplatten als Primary-RAID-Master und Secondary-RAID-Master, volle Kapazität, erhöhte Datenübertragung
- RAID 1: zwei identische Festplatten als Primary-RAID-Master und Secondary-RAID-Master, halbe Kapazität, erhöhte Datensicherheit
Die Nutzbarkeit des Promise Controller ist also ziemlich eingeschränkt. Wer Festplatten mit mehr als 137 GB Datenkapazität einsetzen will, sollte dieser allerdings immer am Promise anschließen, um die volle Kapazität ausschöpfen zu können. Der RAID Controller kann im BIOS oder per Jumper auf dem Mainboard deaktiviert werden. Leider legt Asus kein Promise Light Handbuch bei, wie MSI es beispielsweise tut. Die wichtigsten Punkte wurden allerdings auf 5 Seiten im Handbuch des P4B533-E zusammengefaßt.
Der Firewire IEEE1394 Controller (optional) stammt von NEC und bietet zwei Anschlüsse. Asus legt das Slotblech mit den Anschlüssen sowie zwei interne Anschlußkabel für das Slotblech bei. Auch Firewire kann im BIOS sowie per Jumper deaktiviert werden.
Auf einem dritten Slotblech finden sich der Gameport und zwei USB Anschlüsse. Der Gameport befindet sich auf dem P4B533-E nämlich nicht bei den ATX Anschlüssen, denn dort hat Asus zwei weitere USB-Ports untergebracht. Eine passende ATX-Blende liegt bei. Damit bietet Asus auf dem P4B533-E gleich 6 USB 2.0 Anchlüsse!
Während das Asus P4S533 einen AGP Slot hatte, bietet das Asus P4B533-E AGP-Pro. Beide Mainboards unterstützen lediglich reine AGP 4x Grafikkarten mit 1,5V Stromkonsum, ältere 3,3V AGP-Karten können das Mainboard beschädigen weshalb Asus die Mainboards gegen dieses Problem abgesichert hat - das hatte man auch auf dem
Asus P4B266 schon so gemacht.
Wie beim Asus P4S533 und
Asus P4B266 so finden wir auch auf dem P4B533-E das Asus EZ Plug Feature: ein Netzteil ohne den zusätzlichen ATX 4-Pin 12 Volt Anschluß kann auf dem Mainboard benutzt werden. Hier gilt das zuvor schon gesagte: Asus hat einen normalen Stromanschluß, wie er auch bei Festplatten oder CD-Laufwerken verwendet wird, auf das Mainboard gesetzt, der die zusätzliche 12 Volt Versorgung übernehmen kann. Somit spart man sich den Neukauf eines Netzteiles. Jedoch haben nicht alle älteren ATX-Netzteile genug Power für den Intel Pentium 4, sollten Probleme auftreten, ist ein nicht-P4 konformes Netzteil ein guter Startpunkt für die Fehlersuche.
Auch der Asus Post Reporter ist wieder an Board und spricht den Systemstatus beim Bootup in englischer Sprache über den onboard Sound. Das sollte die Fehlersuche vereinfachen, solange man brauchbare Lautsprecher zur Hand hat (dieses Feature kann deaktiviert werden).
Mit der Q-Fan Funktion steuert Asus den CPU Lüfter. Bei wenig Last läuft die CPU kühler und der Lüfter des CPU Kühlers kann langsamer und leiser drehen. Das ist praktisch - vor allem bei Arbeitsrechnern, die nie leise genug sein können. Natürlich finden sich auch auf dem Asus P4B533-E Anschlüsse für Smart Card Reader und das hauseigene I-Panel. Bleibt noch Asus MyLogo zu erwähnen, mit dem der Benutzer eigene Startbilder ins BIOS einbinden kann.
Auf dem Mainboard finden wir 3 Fan-Anschlüsse und auch der Suspend-To-RAM Modus funktionierte beim Asus P4B533-E einwandfrei.
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Dipl.-Ing. Michael Doering
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