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Asus EAX600XT (PCIe) im Test - 1/5
17.02.2005 by doelf
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Anfang Januar haben wir damit begonnen, unseren 3D-Performance-Guide um PCI-Express-Modelle zu erweitern. Dank des Albatron PX915G4PRO ist es uns möglich, einen ähnlich performenden Chipsatz mit der bisher verwendeten CPU und den auch zuvor schon eingesetzten Speicherriegeln zu betreiben, so daß einem Performancevergleich von PEG und AGP nichts mehr im Wege steht. Nach der Veröffentlichung der Benchmarks haben wir uns Ende Januar zwei PCI-Express-Grafikkarten im Details angesehen; es handelte sich hierbei um die Albatron GeForce PCX 5750 und die MSI PCX5750-TD128, zwei Karten, die preislich in der unteren Mittelklasse anzusiedeln sind. Heute wollen wir an der Performanceschraube drehen und mit der Asus EAX600XT ein etwas schnelleres Modell untersuchen. In Kürze folgenden dann ATis Radeon X700Pro und NVIDIAs GeForce 6600GT und 6800 in den PEG-Varianten - deren Benchmarks wurden im Rahmen des 3D-Performance-Guide bereits veröffentlicht.
Lieferumfang und technische Daten
Wir haben uns die Variante EAX600XT-HDTV angesehen, welche auf einen normalen VGA-Ausgang verzichtet und dafür neben DVI auch eine ViVo-Kabelpeitsche (S-Video und Composite) und einen separaten HDTV-Ausgang (YPbPr) bietet. Der Chiptakt liegt bei 503 MHz, der Speichertakt bei 368 MHz (DDR736), die 128 MB Grafikspeicher sind über ein 128 Bit breites Speicherinterface angebunden und erreichen eine maximale Bandbreite von knapp 12 GByte pro Sekunde. Auch wenn wir einen sehr hohen GPU-Takt sehen, ist die Architektur von ATis X600XT mit einer 128 Bit breiten Speicheranbindung und nur 4 Pixelpipelines im Vergleich zu den aktuellen 3D-Boliden deutlich eingeschränkter, sie entspricht - mit Ausnahme des um 68 MHz angehobenen Speichertaktes - der einer Radeon 9600XT GPU.
Betrachten wir nun den Lieferumfang der Karte:
Wer mit zwei Monitoren arbeiten will, greift zum Schwestermodell Asus EAX600XT-TD, verzichtet damit aber auch auf die ViVo-Funktionen. Natürlich hätten wir gerne eine "eierlegende Wollmilchsau" mit zwei Monitor-Anschlüssen, ViVo und HDTV gesehen, doch auch ohne zweiten Monitorausgang ist die Asus EAX600XT-HDTV eine Multimediagrafikkarte mit überzeugender Ausstattung.
Testsystem
Die Asus EAX600XT-HDTV wurde auf folgendem Setup getestet:
Asus EAX600XT (PCIe) im Test - 2/5
17.02.2005 by doelf
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Layout und Kühlerdesign
Die ATi Radeon X600XT GPU zählt nicht zu den Hitzemonstern, weshalb Asus mit einem kleinen Lüfter und ohne zusätzliche Stromanschlüsse auskommt. Der Kühlkörper überdeckt nicht nur den Grafikchip, sondern auch die Speicherchips auf der Oberseite der Grafikkarte.
Auch auf der Unterseite der Asus EAX600XT-HDTV finden wir Speicherchips, diese werden allerdings nicht gekühlt. Wenn nun die Kühlung der Speicherchips nicht das primäre Ziel der Auskragungen des oberseitigen Kühlkörpers ist, dann soll die große Fläche doch sicherlich bei der Kühlung des Grafikchips mithelfen? Dann wäre es allerdings sinnvoll gewesen, die Abluft des Lüfters durch alle Kühlrippen zu pressen.
Das geschieht jedoch nicht: Der Lüfter saug die Luft an und preßt sie durch einen durchsichtigen Kunststoffkanal in Richtung Mainboard, wo sie vor dem PEG-Steckplatz spürbar austritt.
Ist die Kühlerkonstruktion folglich einfach nur sinnlos? Nein, auch das kann man so nicht sagen. Ein Problem vieler Grafikkarten besteht darin, daß sich oberhalb der GPU zwar ein Lüfter, aber keine Kühlrippen befinden. Somit bläst der Lüfter auf eine plane Metallplatte, welche ihn von der GPU trennt, und erst danach wird die Luft mehr oder weniger erfolgreich durch Kühlrippen geleitet, wo dann tatsächlich die Wärmeabgabe an die Luft stattfindet. Asus setzt bei der EAX600XT-HDTV die Kühlrippen dort hin, wo sie auch sein sollten: Über den Grafikprozessor. Der Lüfter muß folglich die Luft von der Seite her hineinpressen, dies läßt sich am Einfachsten oberhalb flacher Bauteile - wie z.B. den Speicherbausteinen - verwirklichen. Somit blieb Asus die Wahl, die Luft von rechts nach links oder von oben nach unten zu führen. Während Variante 1 die Grafikkarte erwärmt, heizt Variante 2 das Mainboard auf. Sicher hätte man hier eine bessere Lösung finden können, aber in Anbetracht der zu kühlenden GPU kann man auch mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Das störende ist somit nicht die Kühlerkonstruktion, sondern deren Laufgeräusch, denn der kleine, blau leuchtende Lüfter dreht mit 5000 Umdrehungen pro Minute recht schnell und ist vor allem durch sein helles Laufgeräusch nicht zu überhören. Wer Windows einsetzt kann aufatmen, nachdem er den Asus SmartDoc installiert hat. Bei automatischen Einstellungen geht die Drehzahl auf ertägliche 4400 U/Min zurück, aktiviert man SmartCooling geht es mit 2500 U/Min im 2D-Betrieb sogar richtig leise zu. Werden 3D-Anwendungen gestartet, dreht der Lüfter allerdings schnell wieder auf über 4000 U/Min hoch.
Abgesehen vom Kühler müssen wir auch noch ATis Rage Theater erwähnen, den wir links neben der GPU finden. Dieser Chip ist für die ViVo-Funktionalität verantwortlich und liefert eine brauchbare Qualität für analoge Videosignale, die sich mit der aktueller DVB-Karten jedoch nicht vergleichen läßt.
Asus EAX600XT (PCIe) im Test - 3/5
17.02.2005 by doelf
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Overclocking
Es bereitete uns keinerlei Mühe, die Asus EAX600XT mit dem RivaTuner zu übertakten. Optimistisch wie wir sind, hoben wir den Takt von 503/368 MHz (GPU/RAM) auf 525/425 MHz an. Das ergab bei 3DMark2003 mit 4xAA und 8xAF eine ordentliche Steigerung von 2013 auf 2191 Punkte, doch weder Aquamark03 noch Unreal Tournament 2004 mochten mit dieser Taktung stabil laufen. Wie sich in weiteren Versuchen zeigte, war der Speicher der limitierende Faktor. Dies ist überraschend, denn die von Asus verwendeten Speicherbausteine HY5DU283222AF-2 von Hynix sind bis 500 MHz freigegeben und sollten eigentlich viel Spielraum bieten. Alternativ probierten wir das Übertakten via Hyperdrive, welches "nur" den GPU-Takt auf 540 MHz anhebt.
| 3DMark2003: 4xAA + 8xAF | ||
| Asus X600XT @ 540/368 MHz | 2090 | |
| Asus X600XT 128MB; Catalyst 4.11 | 2013 | |
| MSI PCX5750 128MB; Forceware 66.93 | 1687 | |
| Aquamark03: 4xAA + 8xAF | ||
| Asus X600XT @ 540/368 MHz | 25622 | |
| Asus X600XT 128MB; Catalyst 4.11 | 24410 | |
| MSI PCX5750 128MB; Forceware 66.93 | 14991 | |
| UT2004, AS-Convoy, 12 Bots, 1600x1200, 4xAA + 8xAF | ||
| MSI PCX5750 128MB; Forceware 66.93 | 16.35 | |
| Asus X600XT @ 540/368 MHz | 16.19 | |
| Asus X600XT 128MB; Catalyst 4.11 | 15.65 | |
Die Zugewinne durch Hyperdrive halten sich in Grenzen, obwohl der Takt des Grafikchips und beinahe 40 MHz angehoben wurde! Ein höherer Speichertakt würde sicherlich weiterhelfen, doch leider blieben unsere Versuche in diese Richtung erfolglos. Diese Beispiele zeigen auch, was sich später in den Benchmarks bestätigen wird: Die Radeon X600XT bietet meist mehr Leistung als die GeForce FX5750 und hat gerade bei aufwendigen Benchmarks mehr Reserven.
Asus EAX600XT (PCIe) im Test - 4/5
17.02.2005 by doelf
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Alltagsbetrieb
Die Bildqualität der Asus EAX600XT hat uns sehr gut gefallen, sowohl der DVI-Ausgang als auch die TV-Ausgänge lieferten ein gutes Bild. Auch die Video-Eingänge arbeiteten in dem Qualitätsbereich, den wir von ATis Rage Theater gewohnt sind. Die HDTV-Qualität konnten wir aus Mangel an der passenden HDTV-Hardware leider nicht testen.
Der Lüfter war uns - wie gesagt - mit seinem hellen Rauschen einfach zu laut, erst die Aktivierung des SmartCooling im Asus SmartDoc senkte den Geräuschpegel im 2D-Betrieb auf ein sehr angenehmes Niveau. Wer allerdings nicht auf Windows setzt, hat keinen SmartDoc und somit die maximale Drehzahl von 5000 U/Min!
Benchmarks
54 Benchmarks der Asus EAX600XT im Vergleich mit 35 weiteren Grafikkarten finden sich in unserem 3D-Performance-Guide Q4/2004:
Asus EAX600XT (PCIe) im Test - 5/5
17.02.2005 by doelf
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Fazit
Die Asus EAX600XT-HDTV ist eine gute Multimedia-Grafikkarte, die neben ViVo-Funktionen auch HDTV bietet. Allerdings spart sich Asus dafür den zweiten Bildschirmanschluß ein. Wer eine Konfiguration mit zwei Bildschirmen braucht, greift folglich zum preiswerteren Schwestermodell, welches allerdings kein ViVo bietet. Das Ausstattungspaket kann sich sehen lassen, gerade die Softwarebeigaben sind reichlich.
Da ATi der Radeon X600XT einen höheren Speichertakt als ihrer AGP-Schwester Radeon 9600XT gönnt, ist die PCI-Express-GPU überlegen. Leistungswunder darf man von der Asus EAX600XT-HDTV zwar nicht erwarten, doch Doom III kann man mit "high quality" und einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten noch gut spielen. Der Preis von ca. 150 Euro erscheint uns angemessen, besonders im Vergleich zu Modellen mit Radeon X600Pro und 256 MB Grafikspeicher, die um die 200 Euro liegen und langsamer sind. Für 25 Euro Aufpreis bekommt man allerdings schon eine Radeon X700 Pro mit 128 MB, und diese wäre mit Sicherheit eine Alternative für ambitioniertere Spieler. Knapp unter 200 Euro findet man mittlerweile auch Karten mit GeForce 6600GT und damit eines der besten Preis-/Leistungsverhältnisse für Gaming-Karten.
Als spieletaugliche Multimedia-Grafikkarte hat uns die Asus EAX600XT-HDTV überzeugt, lediglich die Kühlung ließe sich in Hinblick auf die Lautstärke - insbesondere beim Einsatz unter nicht-Windows Betriebssystemen - noch optimieren. Die Wertung lautet "GUT":
Unser Dank gilt Asus für die Teststellung der EAX600XT-HDTV.
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