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Club3D 8600GTS 256 MByte: DirectX 10 für die Mittelklasse - 1/12
04.04.2007 by doelf; UPDATE: 17.04.2007
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Vorgeschichte: Eine Grafikkarte wird zum Streitobjekt
Bereits am 4. April erschien unser Testbericht über die Club3D 8600GTS 256 MByte und somit 13 Tage zu früh. So sah es zumindest NVIDIA und reagierte recht verwirrt auf unseren Schnellschuss. Auch wir hatten am Tag vor der Veröffentlichung nicht schlecht gestaunt, als wir eine Club3D 8600GTS 256 MByte im Einzelhandel fanden und käuflich erwarben. Rein rechtlich gab es an unserem Artikel nicht viel auszusetzen, schließlich konnten wir einen Kaufbeleg für unsere Grafikkarte vorweisen. Das sah auch NVIDIA so, allerdings wertete der Grafikchiphersteller die Veröffentlichung des Artikels - obwohl uns kein NDA vorlag - als Vertrauensbruch und kündigte uns die zukünftige Zusammenarbeit auf. Kritik gab es zudem an dem von uns verwendeten Beta-Treiber, welcher aus dem Lieferumfang der Grafikkarte stammte. Für den Launch sollte nämlich ein deutlich performanterer WHQL-Treiber zur Verfügung stehen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Weitaus mehr Ärger als uns drohte anscheinend Club3D, denn der Hersteller ließ uns von seinem Anwalt mitteilen, dass wir mit unserem Artikel Club3D wissentlich einen wirtschaftlichen Schaden zufügen würden und drohte gar mit Schadensersatzforderungen. Die ganze Situation war etwas absurd, denn schließlich hatten wir unsere Karte indirekt über den Distributor und den Einzelhändler von Club3D gekauft. Noch nie hatte sich ein Hersteller über einen Testbericht derart erregt, in dem sein Produkt mit "Gut" bewertet wurde. Wir sahen uns gezwungen, einen eigenen Anwalt hinzuzuziehen und uns rechtlich beraten zu lassen. Aufgrund der Osterfeiertage nahm dies ein wenig Zeit in Anspruch und so blieb der Testbericht bis Ostersonntag online.


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Zwischenzeitlich war ein WHQL-Treiberpaket von einer dritten Partei bei uns eingetroffen und es zeigte sich, dass die Club3D 8600GTS 256 MByte im Zusammenspiel mit diesen Treibern deutlich abweichende Ergebnisse produzierte. Da uns eine weitere Eskalation unnötig erschien, nahmen wir den Testbericht vorerst aus dem Netz und besorgten uns eine GeForce 8800 GTS 320 MByte als weitere Vergleichskarte. Schließlich wollten wir die zehntägige Wartezeit nicht untätig verstreichen lassen. Ein klärendes Gespräch mit Luciano Alibrandi (Director of Product PR, NVIDIA Ltd) glättete die Wogen und brachte uns die noch fehlenden technischen Details. Allerdings hatte NVIDIA zwischenzeitlich neue Treiber verteilt, welche uns bisher nicht vorliegen, so dass wir unseren Test mit einem abweichenden Treiberpaket veröffentlichen müssen.

Technische Daten
Genug der Vorrede, kommen wir nun zu den neuen Grafikchips, welche NVIDIA heute vorstellt. Es handelt sich um drei GPUs der Mittelklasse, welche DirectX 10 inklusive Shader Model 4.0 unterstützen. NVIDIA plant mit der GeForce 8600 GTS (G84) die Modelle GeForce 7950 GT und 7900 GS abzulösen, welche in den letzten Tagen im Handel bereits recht dünn gesäht waren. Darunter siedelt der Chiphersteller die GeForce 8600 GT (G84) an, welche als Nachfolger der GeForce 7600 GT dient. Die leistungsschwächere GeForce 8500 GT (G86) sieht NVIDIA oberhalb der GeForce 7600 GS, welche vorerst noch im Angebot bleibt.


Die GeForce 8500 GT

Sowohl der G84 als auch der G86 werden mit einer Strukturgröße von 80 nm gefertigt. Grafikkarten mit einer GeForce 8600 GTS oder 8600 GT GPU verfügen über 256 MByte GDDR3-Grafikspeicher, die GeForce 8500 GT wird es sowohl mit 256 als auch mit 512 MByte DDR2-Grafikspeicher geben. Bei allen drei Modellen wird der Speicher über ein 128-Bit breites Speicherinterface angebunden, welches keine Höchstleistungen erwarten lässt. In Bezug auf die Speicheranbindung hat sich in der neuen Mittelklasse also nicht viel getan.

  Takt in MHz Anzahl
Core Shader Stream Prozessoren
GeForce 8800 GTX 575 1350 128
GeForce 8800 GTS 500 1200 96
GeForce 8600 GTS 675 1450 32
GeForce 8600 GT 540 1180 32
GeForce 8500 GT 450 900 16

  Takt Größe Interface Bandbreite
GeForce 8800 GTX 900 MHz 768 MB 384 Bit 86,4 GB/s
GeForce 8800 GTS 800 MHz 640 MB
320 MB
320 Bit 64,0 GB/s
GeForce 8600 GTS 1 GHz 256 MB 128 Bit 32,0 GB/s
GeForce 8600 GT 700 MHz 256 MB 128 Bit 22,4 GB/s
GeForce 8500 GT 400 MHz 256 MB
512 MB
128 Bit 12,8 GB/s

Wenn in den letzten Wochen über die Architektur der GeForce 8600 GTS spekuliert wurde, war zumeist von 64 Stream Prozessoren und einem Chiptakt von 700 MHz die Rede. Aus NVIDIAs Papieren geht nun jedoch hervor, dass sowohl die GeForce 8600 GTS als auch die 8600 GT GPU über lediglich 32 Stream Prozessoren verfügen. Dies ist ein deutlicher Unterschied zur GeForce 8800 GTX (128 Stream Prozessoren) und 8800 GTS (96 Stream Prozessoren). Zusammen mit der 128-Bit schmalen Speicheranbindung sollte hieraus ein deutlicher Leistungsrückstand auf die GeForce 8800 Modelle resultieren.

Die Preise der GeForce 8600 GTS sollen zwischen 199 und 219 Euro liegen, GeForce 8600 GT basierende Grafikkarten werden laut NVIDIA zwischen 149 und 159 Euro kosten und die GeForce 8500 GT soll ab 99 Euro im Handel erhältlich sein. Doch kommen wir nun zurück zu unserem Testmuster, der Club3D 8600GTS 256 MByte.

Weiter: 2. Lieferumfang und Grafikkarte

1. Einleitung
2. Lieferumfang und Grafikkarte
3. Treiber, Übertakten und Testsystem
4. Benchmarks: 3DMark2006
5. Benchmarks: F.E.A.R.
6. Benchmarks: Riddick
7. Benchmarks: Doom 3
8. Benchmarks: UT2004
9. Benchmarks: Gothic 3
10. Benchmarks: S.T.A.L.K.E.R.
11. Schallpegel und Stromverbrauch
12. Fazit

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