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Firefox OS 2.0, 2.1 und 2.2 - Was macht der Fuchs?

Autor: doelf - veröffentlicht am 17.11.2014 - UPDATE: 03.03.2015
s.1/7
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Im Juli 2013 hatten wir mit dem Geeksphone Peak, das erste Smartphone mit Firefox OS getestet. Damals war die Version 1.0.1 von Mozillas mobilem Betriebssystem vorinstalliert und die konnte nur bedingt überzeugen. Mittlerweile ist die Entwicklung von Firefox OS 2.0 weitgehend abgeschlossen und auch die Version 2.1 steht schon in den Startlöchern. Höchste Zeit, nochmals einen Blick auf den Fuchs zu werfen!
Dank Alcatel und ZTE hat sich die Marktsituation etwas gebessert und es finden sich inzwischen mehrere Smartphones mit Firefox OS im Handel, doch die Auswahl ist weiterhin gering und die Preise liegen meist über denen gleich ausgestatteter Android-Modelle. Zudem hat nun auch Microsoft die Einstiegsklasse ins Visier genommen und platziert dort beispielsweise sein Lumia 530, welches man schon für unter 80 Euro findet. Kein Wunder, dass es dem Fuchs schwer fällt, eine Nische zu finden.

17 Monate mit dem Geeksphone Peak

Als uns das Geeksphone Peak Anfang Juni 2013 erreichte, war die Begeisterung groß: Endlich ein unabhängiges Betriebssystem für Smartphones, dessen Quellcode zudem gänzlich offen liegt. Auch das Peak selbst machte einen ordentlichen Eindruck, obwohl die Hardware schon damals nur in der Mittelklasse angesiedelt war. Da das Peak jedoch in erster Linie auf Entwickler abzielte, hatten wir einen unsanften Ritt erwartet und wurden in dieser Hinsicht auch nicht enttäuscht: Firefox OS konnte in der Version 1.0.1 (Gecko 18) leider noch nicht als alltagstauglich bezeichnet werden.

Foto: Das Geeksphone Peak
Das Betriebssystem lief zwar überraschend stabil, doch sein Funktionsumfang lag noch deutlich hinter dem von Android und iOS zurück. Beispielsweise fehlte dem E-Mail-Client die Unterstützung für STARTTLS, so dass der Zugriff auf Anbieter wie Alfahosting, Hosteurope und T-Mobile scheiterte. Bluetooth entpuppte sich als Großbaustelle mit Abstürzen und fehlenden Funktionen: Unsere Tastatur blieb funktionslos und die Kontakte aus dem Adressbuch konnten nicht auf die Freisprechanlage kopiert werden. Weiterhin war die Kamera-App mit den 8 Megapixeln des Peak überfordert und schoss lustige Nostalgiefotos:

Zunächst sahen die Fotos aus wie ein Heimatfilm aus den 50er Jahren...
Da es sich um ein Entwicklertelefon handelt, stellt Geeksphone fast täglich neue Firmware-Updates aller aktuellen Entwicklungsschienen bereit. An sich ein toller Service, doch es gibt weder Tests noch Anpassungen für die Hardware des Peak und so sind Instabilitäten an der Tagesordnung. Anfang Juni 2013 versagte zunächst der Stromsparmodus, in der zweiten Julihälfte kam dann Firefox OS 1.1 (Gecko 18+) und stolperte über die "hohe" Auflösung von 960 x 540 Bildpunkten. Als direkte Folge war der Webbrowser bis in den August hinein unbrauchbar und der schwarze Bildschirm beim Scrollen verschwand sogar erst Anfang September. Zwischendurch war WLAN ohne Funktion, dann gab es wieder Probleme mit dem Stromverbrauch und Mitte Oktober 2013 legte eine neue Kamera-App die Fotofunktion des Peak komplett lahm.
Am 19. November 2013 veröffentlichte Geeksphone dann eine stabile Version 1.1.1, mit der die Kamera erstmals ihre volle Auflösung von 8 Megapixel nutzen konnte. Doch bei dieser Version handelte es sich nicht um Firefox OS, sondern um B2G (Boot to Gecko): Da Geeksphone eigenhändig Anpassungen für das Peak vorgenommen hatte, blieb der offizielle Segen seitens Mozilla nebst Logos und Markennamen verwehrt. Dessen ungeachtet läuft B2G 1.1.1 sauber und brachte neben dem Kamera-Upgrade auch die vermisste Unterstützung für STARTTLS sowie eine Rechtschreibkorrektur mit Wortvorschlägen. Leider handelt es sich bei B2G 1.1.1 nach wie vor um die letzte stabile Version, die für das Geeksphone Peak angeboten wird.
Mit Firefox OS 1.2 (Gecko 26) wurde die Bluetooth-Unterstützung ausgeweitet, aber bei uns lief diese Version nie zuverlässig und am Ende wurde sie auch von keinem Hersteller adaptiert. Besser erging es der Version 1.3 (Gecko 28), die auch auf dem Peak ganz ordentlich läuft - einmal abgesehen vom funktionslosen GPS und der fehlerhaften Erkennung von SIM-Karten. Sollte keine SIM-Karte gefunden werden, muss man den Flugzeugmodus aktivieren und wieder verlassen. Firefox OS 1.3 unterstützt NFC und WebGL und brachte auch einen deutlichen Leistungsschub. Seit dem 9. Juni 2014 ist der Code von Firefox OS 1.4 (Gecko 30) komplett. Dieses Update bringt neue Optionen für die Kamera App und ermöglicht die Nutzung von LTE, CDMA und IPv6.
Auf dem Peak läuft Firefox OS 1.4 aber nicht ganz rund, so dass man auch gleich den Schritt zur Version 2.0 (Gecko 32) machen kann. Der Code von Firefox OS 2.0 wurde am 1. September 2014 fertiggestellt und ist mittlerweile recht stabil. Die zweite Generation bringt ein neues Design, welches das Aussehen und die Bedienung des Betriebssystem weitreichend umkrempelt. Wenn man Firefox OS 2.0 mit einem Firefox-Konto verknüpft, wird dieses automatisch für den Marktplatz und die Funktion "WheresMyFox" verwendet. Über diese lässt sich das Telefon aus der Ferne aufspüren, sperren oder löschen. Und schon am 21. November 2014 soll dann auch der Code von Firefox OS 2.1 (Gecko 34) komplett vorliegen.
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