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Premiere: HiQ Mini PC auf Basis eines CFI Mini Barebone Systems CF-S868 - 8/10
08.07.2002 by doelf
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Die Temperaturen
Wie wir schon erwartet hatten, entpuppte sich der Intel Celeron 1.7 GHz als echter Heizer. Solange die onboard Grafik genutzt wurde, blieben die Temperaturen allerdings im Rahmen.
Nach unserer Kritik baute HiQ Computer den Mini-PC um: ein Intel Pentium 4 Northwood mit 1.8 GHz ist nun das Herz des Systems, was die Temperaturen von CPU und Chipsatz im Betrieb mit der onboard Grafik um etwa 8°C senkte. Das gibt wieder etwas Spielraum, um eine Grafikkarte einzubauen. Die GeForce 3 Ti200 und die GeForce 4 MX440 sind meiner Meinung nach passende Begleiter für den Mini-PC:

  Zimmer Gehäuse CPU Chipsatz
onboard VGA
Celeron 1.7
25,0°C 39,7°C 50,0°C 49,0°C
GF4 Ti4200
Celeron 1.7
25,0°C 46,3°C 57,0°C 57,0°C
onboard VGA
Pentium 4 1.8
25,0°C 35,5°C 42,0°C 41,0°C
GF3 Ti200
Pentium 4 1.8
25,0°C 40,5°C 48,5°C 47,5°C
GF4 MX440
Pentium 4 1.8
25,0°C 39,4°C 47,5°C 46,5°C


Die Temperaturen waren beim Einsatz einer GeForce 4 Ti4200 eindeutig zu hoch. Der Mini-PC lief zwar absolut stabil, doch auf Dauer schaden solch hohe Innentemperaturen jedoch den Komponenten. Die Gehäusetemperatur bezieht sich auf einen von uns außen auf der Rückseite (gleich neben dem CE-Zeichen) angebrachten Temperatursensor.

Was bedeutet dies für den HiQ Mini-PC - ist der AGP-Steckplatz überhaupt nutzbar?
Nutzbar ist er schon, aber aufgrund der Größe und der mäßigen Durchlüftung des Gehäuses sollte man Komponenten auswählen, die wenig Abwärme erzeugen. Eine GeForce 4 Ti ist mit Sicherheit nicht die beste Wahl! Aber rechnen wir doch einfach mal durch:

In unserem HiQ Mini-PC fand sich ein Intel Celeron 1,7 GHz mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 63,5 Watt. Wird stattdessen ein Intel Pentium 4 Northwood mit 2 GHz eingesetzt, fällt der Verbrauch auf 52,4 Watt - das sind 11,1 Watt weniger, beim Einsatz eines Northwood Prozessors mit 1,6 oder 1,8 GHz fällt die Ersparnis sogar noch höher aus.

GeForce 4 Ti4400 und Ti4600 gönnen sich zwischen 25 und 40 Watt,
die GeForce 4 Ti4200 liegt mit 18 bis 31 Watt etwas niedriger
und eine GeForce 4 MX440 mit 8 bis 21 Watt nocheinmal deutlich darunter.
ATi's Radeon 8500LE braucht 14 bis 27 Watt,
die höher getaktete 8500er 16 bis 29 Watt
(siehe auch: tecchannel.de)

Eine GeForce 2Ti oder eine GeForce 4 MX440 wären also eine gute Wahl für den Mini-PC. Wer eine schwächere CPU oder weniger Speicher einsetzt, kann dafür eine stärkere Grafikkarte einsetzen.
Wir haben den Mini-PC auch mit einer GeForce 4 Ti4600 von MSI getestet, allerdings hatten wir hierbei die Seitenteile nicht montiert. Während der Einsatz einer solchen Karte rein bautechnisch möglich ist, macht er leider absolut keinen Sinn, da die Hitze im CFI Mini Barebone System nicht gut genug abgeführt wird.

Auch in die verbesserte Version mit dem 1.8 GHz Intel Pentium 4 Northwood würde ich keine GeForce 4 Ti4200 einsetzen, das thermische Konzept ist hierfür zu unausgewogen. Mit der GeForce 3 Ti200 und der GeForce 4 MX440 sehen ich allerdings keine Probleme.

Weiter: 9. Benchmarks

1. Einleitung, erster Blick
2. Von Außen: das Gehäuse
3. Im Inneren: die Ausstattung
4. CPU und Speicher
5. Grafik, Sound, LAN
6. Netzteil und Mainboard
7. Stabilität, Kompatibilität
8. Wärmekonzept
9. Benchmarks
10. Fazit und Bewertung

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