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Keja Digital to Analog Audio Converter im Test

Autor: doelf - veröffentlicht am 28.11.2014
s.2/3

Kompatibilitätstest

Der "Keja Digital to Analog Audio Converter" ist ausschließlich für die 2-Kanal-Wiedergabe unkomprimierter Audiodaten gedacht, als Decoder für komprimierten Surround-Sound wie Dolby Digital oder DTS kann er nicht genutzt werden. Das doppelseitig in englischer Sprache bedruckte Blatt, welches als Anleitung dient, bescheinigt dem Gerät nur Abtastraten von bis zu 96 kHz, während der Importeur den Wandler mit 192 kHz bewirbt. Zunächst müssen wir daher herausfinden, welche Formate der Wandler tatsächlich unterstützt:
  • Stereo, 16 Bit, 44,1 KHz (CD-Qualität): bestanden
  • Stereo, 16 Bit, 48,0 KHz (DVD/DAT-Qualität): bestanden
  • Stereo, 16 Bit, 96,0 KHz (Studio-Qualität): bestanden
  • Stereo, 16 Bit, 192,0 KHz (Studio-Qualität): bestanden
  • Stereo, 24 Bit, 44,1 KHz (CD-Qualität): bestanden
  • Stereo, 24 Bit, 48,0 KHz (DVD/DAT-Qualität): bestanden
  • Stereo, 24 Bit, 96,0 KHz (Studio-Qualität): bestanden
  • Stereo, 24 Bit, 192,0 KHz (Studio-Qualität): bestanden
Den ersten Teil des Tests hat der "Keja Digital to Analog Audio Converter" bereits bestanden. Dabei zeigte sich, dass der Wandler bei zwei digitalen Quellen den optischen Eingang priorisiert. Auf diese Eigenart weist auch das Beiblatt hin.

Test der Audioqualität

Für den ersten Höreindruck hatten wir Testdateien des High-End-Herstellers Linn verwendet. Diese klangen vordergründig ganz passabel, doch irgendetwas stimmte nicht. Wir vermuteten klangliche Verzerrungen aufgrund ungeeigneter Bauteile oder eine unzureichend entkoppelten Stromversorgung. Ein Qualitätstest des analogen Tonausgangs sollte uns die Antwort liefern.
Dabei verwenden wir einen PC als Signalquelle und Empfänger, die Messungen werden mit der Software RightMark Audio Analyser (RMAA) 6.4.0 vorgenommen. Eine hochwertige Soundkarte brauchen wir hierbei nicht, eine ordentliche Umsetzung des HD-Audio-Codecs Realtek ALC889 reicht vollkommen aus. Zunächst deaktivieren wir alle Effekte und tonverbessernden Maßnahmen in der Audiokonfiguration des PC. Dann wird der analoge Audioeingang auf seine maximale Qualitätsstufe (16 Bit / 192 KHz) eingestellt. Im Anschluss geben wir das Audiosignal mit unterschiedlichen Einstellungen über den Toslink-Ausgang (RMAA: Direct Sound) unseres Mainboards aus, leiten es in den "Keja Digital to Analog Audio Converter" und führen das analoge Signal von dort zurück zum analogen Audioeingang (RMAA: MME) der Hauptplatine. Vergleichswerte liefern uns der DA-Wandler des DAT-Rekorders Sony DTC-ZE700 und der analoge Audioausgang unseres PC.
Der analoge Ausgangspegel des "Keja Digital to Analog Audio Converters" ist recht niedrig, so dass wir den Regler unseres analogen Audioeingangs auf 28 anheben mussten. Zum Vergleich: Für die Schleife zwischen dem analogen Aus- und Eingang des Realtek ALC889 reichte ein Pegel von 21 aus und beim DAT-Rekorder genügte sogar die Stellung 16.
Audioqualität: RMAA 6.4.0 @ 16-Bit / 44,1 kHz
  Keja
DA-Wandler
Realtek
ALC889
Sony
DTC-ZE700
Frequenzgang
40 Hz bis 15 KHz
(geringer=besser)
+0,11 dB
-0,69 dB
+0,13 dB
-0,13 dB
+0,13 dB
-0,09 dB
Eigenrauschpegel
(niedriger=besser)
-89,1 dBA -92,1 dBA -92,8 dBA
Dynamikbereich
(größer=besser)
89,3 dBA 92,1 dBA 92,8 dBA
Klirrfaktor
(niedriger=besser)
11,597 % 0,0075 % 0,011 %
Intermodulation
(niedriger=besser)
8,397 % 0,0099 % 0,014 %
Übersprechen
(niedriger=besser)
-88,4 dB -86,5 dB -92,2 dB
Da haben wir den Übeltäter: Klirrfaktor und Intermodulation sollten idealerweise gegen Null gehen, doch diese Werte sind beim "Keja Digital to Analog Audio Converter" einfach nur unterirdisch. Das ist sehr schade, denn Eigenrauschpegel, Dynamikbereich und das Übersprechen der Kanäle können sich wirklich sehen lassen.
Audioqualität: RMAA 6.4.0 @ 16-Bit / 48,0 kHz
  Keja
DA-Wandler
Realtek
ALC889
Sony
DTC-ZE700
Frequenzgang
40 Hz bis 15 KHz
(geringer=besser)
+0,09 dB
-0,72 dB
+0,01 dB
-0,20 dB
+0,12 dB
-0,11 dB
Eigenrauschpegel
(niedriger=besser)
-89,4 dBA -92,5 dBA -93,0 dBA
Dynamikbereich
(größer=besser)
89,4 dBA 92,5 dBA 93,0 dBA
Klirrfaktor
(niedriger=besser)
11,611 % 0,0072 % 0,010 %
Intermodulation
(niedriger=besser)
8,385 % 0,0091 % 0,013 %
Übersprechen
(niedriger=besser)
-87,2 dB -86,1 dB -91,8 dB
Diese Klangverzerrung deutet auf minderwertige Bauteile hin, welche für den Audioeinsatz ungeeignet sind. Aber auch das Netzteil nimmt Einfluss auf den Klang, denn bei Verwendung des USB-Kabels als Stromquelle sank der Klirrfaktor im 48-kHz-Messlauf auf 10,073 Prozent und die Intermodulation auf 6,905 Prozent. Diese Werte stellen zwar eine Verbesserung dar, sind aber immer noch jenseits von Gut und Böse.
Audioqualität: RMAA 6.4.0 @ 16-Bit / 96,0 kHz
  Keja
DA-Wandler
Realtek
ALC889
Sony
DTC-ZE700
Frequenzgang
40 Hz bis 15 KHz
(geringer=besser)
+0,11 dB
-0,78 dB
+0,00 dB
-0,20 dB
-
Eigenrauschpegel
(niedriger=besser)
-89,6 dBA -94,9 dBA -
Dynamikbereich
(größer=besser)
90,0 dBA 94,8 dBA -
Klirrfaktor
(niedriger=besser)
11,819 % 0,0073 % -
Intermodulation
(niedriger=besser)
8,485 % 0,0082 % -
Übersprechen
(niedriger=besser)
-83,9 dB -85,8 dB -
Abtastraten von 96,0 und 192,0 kHz beherrscht unser DAT-Rekorder nicht und muss in den beiden abschließenden Messläufen passen. Auf Tests mit einer Auflösung von 24 Bit haben wir verzichtet, da der analoge Eingang der verwendeten Audiolösung auf 16 Bit limitiert ist.
Audioqualität: RMAA 6.4.0 @ 16-Bit / 192,0 kHz
  Keja
DA-Wandler
Realtek
ALC889
Sony
DTC-ZE700
Frequenzgang
40 Hz bis 15 KHz
(geringer=besser)
+0,08 dB
-0,81 dB
-0,03 dB
-0,14 dB
-
Eigenrauschpegel
(niedriger=besser)
-90,1 dBA -96,8 dBA -
Dynamikbereich
(größer=besser)
90,5 dBA 96,8 dBA -
Klirrfaktor
(niedriger=besser)
11,857 % 0,0074 % -
Intermodulation
(niedriger=besser)
8,584 % 0,0092 % -
Übersprechen
(niedriger=besser)
-82,0 dB -85,9 dB -
An dieser Stelle müssen wir betonen, dass wir keine High-End-Ansprüche an ein Gerät für 25 Euro stellen. Allerdings sollte ein externer DA-Wandler halbwegs mit einem durchschnittlichen HD-Audio-Codec mithalten können. Davon ist der "Keja Digital to Analog Audio Converter" leider meilenweit entfernt.
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