Die inneren Werte #1
Entgegen unserer üblichen Vorgehensweise haben wir zunächst das rechte Seitenteil entfernt, denn dieses offenbart uns die drei wichtigsten Neuerungen des Lian Li Mini-Q PC-Q25. Zunächst stellen wir fest, dass die Senkkopfschrauben verschwunden sind. Beim Mini-Q PC-Q08 mussten wir noch auf jeder Seite acht winzige Schrauben entfernen, beim Mini-Q PC-Q25 gibt es hingegen keine einzige.
Doch wie halten die Seitenteile ohne Schrauben? Lian Li hat sie mit acht hervor stehenden Metallnasen versehen. Im Rahmen des Gehäuses finden sich entsprechende Aussparungen, die der Hersteller mit Gummi ausgekleidet hat. Die Nippel werden einfach in diese Öffnungen eingeführt und das Seitenteil sitzt sicher und hält perfekt.
Dieses werkzeuglose Befestigungskonzept ist Lian Li hervorragend gelungen und wir hoffen, dass der Hersteller es auf breiter Front für seine Gehäuse verwenden wird. Bei der zweiten Neuerung handelt es sich um den silberfarbenen Mainboard-Träger, denn bisher wurden die Hauptplatinen bei den Mini-Q-Modellen direkt am rechten Seitenteil verschraubt.
Wer später das rechte Seitenteil noch einmal abnehmen wollte, beispielsweise um das optische Laufwerk zu tauschen, musste zunächst die gegenüberliegende Seite öffnen und das Motherboard von allen Kabeln befreien. Hierzu musste natürlich auch das Netzteil entfernt werden. Der zusätzliche Mainboard-Träger ist folglich ein großer Schritt nach vorne.
Auf der Rückseite des Festplattenkäfigs befindet sich das eigentliche Highlight des Mini-Q PC-Q25: Lian Li hat dieses kompakte Gehäuse nämlich mit fünf Hotswap-Einschüben für SATA-Festplatten im 3,5-Zoll-Format ausgestattet. Drei Molex-Buchsen übernehmen die Stromversorgung der fünf Festplatten.
