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MSI K7D Master-L, Dual Power mit AMD 760MPX Chipsatz - 4/7
15.07.2002 by holger
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Das Setup

Testkomponenten:

  • MSI GeForce3 Ti500
  • Asus GeForce4 Ti4600
  • Soundblaster Live 5.1
  • Promise TX2 (externe PCI-Karte)
  • Highpoint 370a (externe PCI-Karte)
  • Intel Netzwerkkarte Pro 100S
  • 3Com Netzwerkkarte 3C905TX-M

OS und Treiber:
  • Windows XP Pro
  • Detonator 28.32
  • AMD AGP Treiber 5.33
  • AMD IDE-Treiber 1.43s
  • Highpoint v2.31
  • Übrige Treiber in Windows XP enthalten
Wie ihr bereits weiter oben lesen konntet, erfordert der Aufbau eines Dual-Systems ein außerordentlich sorgfältiges Vorgehen. Dies fängt bei den CPUs (XP oder MP) an und hört bei den richtigen Gehäuselüftern auf. Lasst mich an dieser Stelle kurz auf den geeigneten Aufbau eingehen.

Als Gehäuse präferieren wir das Chieftech AX01, das eng mit dem CS601 verwandt ist, jedoch aus Aluminium gefertigt ist – dieses Material verfügt über bessere thermische Eigenschaften im Vergleich zu einem konventionellen Stahlblechgehäuse. Bei dem Aufbau des Systems legten wir vor allem Wert auf einen praktikablen Kompromiss zwischen einer annehmbaren Betriebstemperatur und einem möglichst leisen System. Das AX01 bietet ideale Vorraussetzungen, da es über vier 80 mm-Aufnahmekäfige verfügt. Diese wurden sogleich mit temperaturgeregelten Y.S.-Tech Lüftern bestückt, die ein Gesamtfördervolumen von min. 154 Kubikmeter pro Stunde und max. 253 Kubikmeter pro Stunde leisten. Gleichzeitig erreicht man mit dieser Lösung ein angenehm leises Laufverhalten, da die Lüfter immer nur so laut drehen, wie dies unbedingt erforderlich ist.


Chieftech AX01, gerundete Airflow Kabel und be quite!-Dämmmatten von Listan

Um eine ungehinderte Belüftung des Gehäuses zu erreichen, wurden gerundete, silberne Airflowkabel eingesetzt. Gerade die Leistungsfähigkeit des 80 mm-Lüfters, der unmittelbar vor den Festplatten montiert ist, wird durch den Einsatz der Airflowkabel gesteigert.
Der Geräuschpegel des Gesamtsystems lag zu diesem Konfigurationszeitpunkt auf noch erträglichem Niveau, das allerdings auf Dauer (für mich) zu hoch war. Deshalb wurde das Chieftech mit den maßgeschneiderten Dämmmatten „be quiet!“ von Listan bestückt. Die Montage gestaltete sich aufgrund der sehr gut bebilderten Anleitung relativ leicht. Jedoch sollte man sorgfältig beim Anbringen der Matten vorgehen, da ein Ablösen derselben unmöglich ist – wenn die Dinger kleben, dann kleben sie. Einige User werden sicher den Kopf schütteln: Da redet der Autor von guter Belüftung und annehmbaren Innentemperaturen und dann klebt er Dämmmatten in das Gehäuse, die die Temperaturen wieder ansteigen lassen. Recht habt ihr, daher wurde die Seitentür mit einem zusätzlichen temperaturgeregelten Papst-Lüfter bestückt, der zum einen den Gesamtgeräuschpegel nicht ansteigen lässt und zum anderen der Grafikkarte, die den Promise in Slot 1 erdulden muss, die nötige Frischluft zuführt. Unter dem Strich kann man sagen, dass sich der Einsatz sämtlicher Komponenten absolut lohnt, da der Geräuschpegel merklich gesunken, die Innentemperatur jedoch nicht angestiegen ist.
Als Netzteil kam das Enermax 433 Watt der „no more noise“-Serie zum Einsatz, um im Bedarfsfall den äußeren Fan manuell regeln zu können. Auch an dieser Stelle warne ich ausdrücklich davor, ein unterdimensioniertes Netzteil einzusetzen, vor allem wenn weitere stromhungrige Komponenten wie eine GeForce4 und zahlreiche Festplatten zum Einsatz kommen.

Wenn wir schon bei dem Thema Temperaturentwicklung sind, dann schauen wir uns gleich die Werte der beiden MP2000+ an. Da das Board die interne Diode der CPUs auslesen kann, gingen wir zunächst von einer verlässlichen Messmethode aus. Im Betrieb mussten wir allerdings feststellen, dass die zweite CPU systematisch wärmer wurde, als die erste. Die Differenz betrug manchmal nur 1 bis 2 C°, ein anderes Mal jedoch bis zu 10 C°. Einen Montagefehler können wir vollkommen ausschließen – wie oft habe ich den Kühler demontiert…Außerdem sitzt die zweite CPU im Vergleich zur ersten an einer sehr guten Stelle, da der untere Y.S.-Tech-Lüfter des Gehäuses die erhitzte Luft sofort absaugen kann. Die Schwankungen traten sowohl im Bios als auch unter Verwendung des Tools PC Alert III (Server-Version) auf. Auch wenn sich Windows im IDLE-Mode befand, traten von einer Sekunde auf die andere sprunghafte Temperatursprünge auf. Wir konnten leider nicht klären, ob es sich um tatsächlich existente Änderungen handelt oder lediglich um Auslesefehler. Ein Messen mit externen Fühlern erscheint nicht zielführend, da solch schnelle Sprünge keinesfalls mit dieser Methode aufgespürt werden können. Uns erscheint jedoch ein Messfehler logisch, da während des Torture-Tests als auch im Alltagsbetrieb kein einziger Absturz zu verzeichnen war, vorausgesetzt, die Konfiguration der Erweiterungskarten wurde sorgfältig vorgenommen (siehe oben). Noch ein Wort zu den diversen Monitoring-Tools: Es sollte unbedingt das MSI-eigene Tool PC Alert III in der Server-Version eingesetzt werden, da sämtliche andere Tools die 2,5 V-DDR-Spannung als VCore2 identifizieren!

Eine weitere Merkwürdigkeit viel uns während unseres Test auf. Sobald ein Parameter der DIMM-Settings im Bios manuell verändert wurde, wachte das Mainboard aus dem ansonsten fehlerfrei funktionierenden S3-Modus mit einem Blue-Screen auf. Wurden die Parameter per SPD ausgelesen, traten keinerlei Aufwach-Probleme auf! Dass unsere Module selbst schärfste Timings vertragen, steht außer Frage.

Weiter: 5. Stabilität, Kompatibilität und BIOS

1. Einleitung und AMD 760MPX
2. Das MSI K7D Master-L: Resourcen und PCI
3. Das MSI K7D Master-L: Layout
4. Testsetup
5. Stabilität, Kompatibilität und BIOS
6. Benchmarks
7. Fazit

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