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MSI KT3 Ultra2 Premium Edition - 2/6
18.08.2002 by holger
Der komplette Artikel als Druckversion

Die Ausstattung
Die Beigaben fallen wie immer bei MSI äußerst reichhaltig aus, sodass der Karton kaum zu schließen ist. Das gute (englische) und ausführliche Handbuch, eine CD mit Bluetooth-Treibern, -Software und -Handbuch sowie eine Treiber-CD für die übrigen Komponenten und MSI’s DVD-Player mit 5.1-Unterstützung runden das pralle Ausstattungspaket ab.

  MSI KT3 Ultra2 Premium Edition
DDR-RAM 3 (3GB: PC1600, PC2100 oder PC2700)
AGP-Pro, PCI, ISA, ACR 1 (4x), 5, 0, 0
COM, LPT, USB 2, 1, 6 (ein Adapter beigelegt)
USB 2.0 6 (in der SB integriert)
Bluetooth Adapter beigelegt
ATA133/Raid 2 / 2 (Promise ATA133 Lite)
Sound ja, 6 Kanal (mit digital out)
Hardwaremonitor ja
Lüfteranschluß 3

Die Ausstattung der roten Platine kann als annähernd komplett bezeichnet werden. Aufgrund der Tatsache, dass MSI ein USB 2.0-Bracket nicht in den Karton packt, können lediglich 4 USB-Ports genutzt werden. Ansonsten bietet das Board fast alles, was man sich an Features nur vorstellen kann, sogar Bluetooth wurde in Form eines Transceiving Moduls sowie eines Transceiving Keys implementiert. Das Modul besteht aus einem kleine Kärtchen, das per internem USB-Port angeschlossen wird. Daher kann evtl. MSI’s Entschluss begründet werden, das vermisste USB-Bracket nicht in den schön designten Karton zu packen: Würden zwei weitere Ports angeschlossen und außerdem das Bluetooth-Modul, so würde sich ein USB-Port sharen – es könnten also nur 5 der 6 Ports genutzt werden! Nicht ganz geglückt ist indessen die Platzierung des speziellen (er kann nur für das Bluetooth-Modul genutzt werden) USB 2.0-Anschlusses, den MSI für das Bluetooth-Modul vorsieht: Wird das Kärtchen an der Stelle des nutzlosen CNR-Slots eingesetzt, so kollidiert der Anschlusspin auf der Bluetooth-Karte mit dem so genannten „JBT2“-Anschluss. Dabei hätte MSI diesmal den elenden CNR-Slot sinnvoll nutzen können, da über diesen ebenfalls die USB-Signale zugänglich sind!


links: die Northbridgekühlung; rechts: Bluetooth Komplettset

Die Empfangsseite oder Gegenstelle zum Transceiving Modul wird durch den beigelegten USB-Dongle (Transceiving Key) realisiert – eine sinnvolle und elegante Lösung wie wir finden. Der Aufbau eines adhoc-Netzwerkes gelang sofort, es war überhaupt kein Problem, mit dem Sony Ericsson T68i Verbindung aufzunehmen. Wer die Anschaffung von Bluetooth-Komponenten plant oder bereits über solche verfügt, der sollte sich die getestete Premium-Variante genauer ansehen, bekommt der User zum Aufpreis von ca. 20 Euro ein sinnvolles und lohnendes Ausstattungsfeature, das separat für ca. 80 Euro in der getesteten Qualität erworben werden muss! Mehr Infos zu Bluetooth findet ihr unter der gleichnamigen URL: www.bluetooth.com

Das S-Bracket kennen wir bereits vom Vorgänger, dem KT3 Ultra. MSI bietet lediglich jeweils einen optischen sowie coaxialen Digitalausgang, optische Eingänge sucht man vergeblich. Entschädigen können zwei weitere analoge Ausgänge auf dem S-Bracket, denn so lassen sich die 5.1 Ausgänge und die beiden Eingänge parallel und ohne Umstöpseln nutzen. Klanglich konnte die Realtek AC97-Lösung durchaus überzeugen, Bässen fehlte zwar der letzte Tiefgang und das entscheidende Quäntchen Schwärze, dennoch kann man mit dem Gebotenen zufrieden sein. Auch die Mähr, dass AC97-Lösungen generell Performance-Killer seien, konnten wir nicht reproduzieren, vielmehr wurden Benchmarks durch unsere Creative SBLive5.1 genauso beeinflusst wie dies der AC97-Sound tat. Hinzu kommt der bereits oben thematisierte Vorteil, dass der AC97-Sound auf eine interne INT-Leitung zurückgreifen kann.

Eine zusätzliche INT-Leitung steht dem Promise-Light-Controller jedoch nicht zur Verfügung, er muss sich die INT D mit dem vierten PCI-Slot teilen. Wie (fast) alle light-Varianten, unterstützt dieser Vertreter die Raid-Modi 0 und 1. Optische Laufwerke werden generell nicht akzeptiert, einzelne Festplatten können nur über einen Trick angeschlossen werden: Der User muss im light-Bios das entsprechende Laufwerk als einzelnes Raid-0 definieren – umständlich, aber immerhin.


links: Promise ATA133 RAID (light); Mitte: die VT8235 Southbridge; rechts: guter onboard-Sound von Realtek

Um das Ausstattungskapitel abzuhaken, bleibt uns nur noch der integrierte USB 2.0-Support. Wie zumeist bei noch sehr jungen Produkten, finden sich häufig Kinderkrankheiten. Davor macht auch unser Testkandidat nicht halt: Um den gebotenen USB 2.0-Support zu testen, wurde eiligst eine entsprechende externe Festplatte angeschlossen. Die Freude währte nur kurz, denn das Board wollte einfach nicht Booten, einmal blieb das Kerlchen beim Test des „Real Time Clock“ hängen, ein anderes Mal muckste es sich gar nicht mehr. Um einen Defekt auszuschließen, wurde die Platte erst unter Windows XP angeschlossen und siehe da, das Drive wurde einwandfrei erkannt!

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Weiter: 3. Resourcen und PCI Performance

1. VIA KT333 mit VT8235 Southbridge
2. Ausstattung
3. Resourcen und PCI Performance
4. Layout und Stabilität
5. Benchmarks
6. Fazit

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