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MSI KT3 Ultra2 Premium Edition - 1/6
18.08.2002 by holger
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Im Grunde genommen könnten wir es uns einfach machen, wir müssten einfach den MSI KT3 Ultra-Test updaten. Der Konjunktiv muss allerdings deshalb gewählt werden, da die Platine lediglich auf den ersten Blick dem älteren Testkandidaten gleicht. Bei genauerem Betrachten fällt der Blick unweigerlich auf die nagelneue Southbridge mit der Bezeichnung VT8235. Dieses Kerlchen verhilft der roten Platine denn auch zu seiner erneuten Testberechtigung, denn VIA will mit dieser Bridge nichts anderes geschafft haben, als alle Kritiker in ihre Schranken zu verweisen: Schluss mit der elendigen Ressourcenknappheit und der miesen PCI-Performance!

MSI packt reichlich Extras dazu
Erinnern wir uns: Alle bisherigen VIA-Chipsätze können lediglich vier Interrupt-Leitungen verwalten, sodass es schon ein wenig Gerangel um die kostbaren INTs geben kann – vorausgesetzt man möchte zahlreiche Goodies wie TV-Karten, Raid-Controller und Co nutzen. Diese Biester glänzen durchaus mit der Eigenschaft, dass sie sich nicht an (uralte) PCI-Standards halten wollen, sondern nach ihrem Gusto nach einem exklusiven IRQ verlangen. Um es klar zu sagen: Würden sich alle Treiberhersteller dieser Welt an die Spezifikationen halten, könnten wir uns manchen Ärger ersparen (und müssten uns nicht über die neue SB freuen). Doch an dieser Stelle müssen wir sogleich all jene User enttäuschen, die sich mit den gebotenen 8 INT-Leitungen der neuen VT8235 auf der sicheren Seite wähnen! Die INT A-D werden weiterhin über den PCI-Bus geroutet, die (neuen) INT E-H können lediglich intern für (implementierte!) Southbridge-Features, wie LAN, Modem, Sound und USB2.0 verwendet werden. Mit anderen Worten: Sollen über den PCI-Bus weiterhin zahlreiche PCI-Karten eingesetzt werden, kann es dennoch zu Ressourcengerangel kommen. Im Übrigen zählen zu solchen PCI-Komponenten auch Raid-Controller, Netzwerk-Chips (Realtek) und diverse Soundchips (Cmedia). Wird jedoch stattdessen auf AC97-Sound und SB-interner Netzwerkcontroller zurückgegriffen, so werden die INT E-H genutzt.
Auch dem PCI-Bus will VIA Beine gemacht haben, glänzte bisher nur unsere Sockel A-Referenz, das EPoX 8K3A+ mit vernünftigen Performance-Werten, so soll dieser Kritikpunkt bei allen zukünftigen VIA-Chipsätzen der Vergangenheit angehören. Spötter mögen uns entgegenhalten, dass ein möglichst hoher Read-Burst keinen signifikanten Einfluss auf die Gesamtperformance des Systems haben wird – dem stimmen wir uneingeschränkt zu! Wir führen jedoch deshalb die Read-Burst-Messungen mit HD-Tach 2.61 in Verbindung mit unserer WD1200JB durch, um einen validen und reliablen Anhaltspunkt über die Leistungsfähigkeit des PCI-Busses zu erhalten. Gerade HD-Tach erzeugt robuste, d.h., zuverlässige, einfach messbare und reproduzierbare Werte (auf dem jeweiligen MB!), die zudem feine Abstufungen in der Performance erkennen lassen. Mit anderen Worten: Liegt der Read-Burst im kritischen Bereich, so kann nicht ausgeschlossen werden, dass es mit sensitiven PCI-Karten nicht zu Problemen im Bezug auf die Behandlung großer Datenmengen kommen kann. Soll heißen, dass Daten nicht rechtzeitig verfügbar sind. Doch dazu später mehr, Aufschluss wird unser HD-Tach-Bench geben.
Eine weitere Neuerung der VT8235 ist die integrierte USB 2.0-Unterstützung. Musste auf allen bisherigen Sockel-A-Platinen ein zusätzlicher USB 2.0-Chip aufgelötet werden, um das viel gehypte Feature zu implementieren, so kann man nun, wie schon bei Intels ICH4, die integrierte SB-Variante nutzen. Dieser Weg der USB 2.0-Implementierung macht mehr Sinn, musste z.B. ein NEC-Chip über den PCI-Bus angebunden werden, wodurch dieser arg strapaziert und ausgebremst wurde, so können nun die Daten per V-Link zur Northbridge geschickt werden. Ganz so schnell wie es sich MSI vorstellt, geschieht dies übrigens nicht: MSI bewirbt das neue Board mit der doppelten V-Link-Geschwindigkeit, nach uns vorliegenden VIA-Dokumentationen ist eine Verdopplung der Datenübertragungsrate in Verbindung mit der KT333-Northbridge gar nicht möglich – auf dieses Feature müssen wir bis zum KT400 warten, der jetzt gerade das Licht der Welt erblickt. Genug der Vorrede, schauen wir uns das Board im Detail an:
MSI KT3 Ultra2 Premium Edition - 2/6
18.08.2002 by holger
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Die Ausstattung
Die Beigaben fallen wie immer bei MSI äußerst reichhaltig aus, sodass der Karton kaum zu schließen ist. Das gute (englische)
und ausführliche Handbuch, eine CD mit Bluetooth-Treibern, -Software und -Handbuch sowie eine Treiber-CD für die übrigen Komponenten und MSI’s DVD-Player mit 5.1-Unterstützung runden das pralle Ausstattungspaket ab.
| MSI KT3 Ultra2 Premium Edition | |
| DDR-RAM | 3 (3GB: PC1600, PC2100 oder PC2700) |
| AGP-Pro, PCI, ISA, ACR | 1 (4x), 5, 0, 0 |
| COM, LPT, USB | 2, 1, 6 (ein Adapter beigelegt) |
| USB 2.0 | 6 (in der SB integriert) |
| Bluetooth | Adapter beigelegt |
| ATA133/Raid | 2 / 2 (Promise ATA133 Lite) |
| Sound | ja, 6 Kanal (mit digital out) |
| Hardwaremonitor | ja |
| Lüfteranschluß | 3 |
Die Ausstattung der roten Platine kann als annähernd komplett bezeichnet werden. Aufgrund der Tatsache, dass MSI ein USB 2.0-Bracket nicht in den Karton packt, können lediglich 4 USB-Ports genutzt werden. Ansonsten bietet das Board fast alles, was man sich an Features nur vorstellen kann, sogar Bluetooth wurde in Form eines Transceiving Moduls sowie eines Transceiving Keys implementiert. Das Modul besteht aus einem kleine Kärtchen, das per internem USB-Port angeschlossen wird. Daher kann evtl. MSI’s Entschluss begründet werden, das vermisste USB-Bracket nicht in den schön designten Karton zu packen: Würden zwei weitere Ports angeschlossen und außerdem das Bluetooth-Modul, so würde sich ein USB-Port sharen – es könnten also nur 5 der 6 Ports genutzt werden! Nicht ganz geglückt ist indessen die Platzierung des speziellen (er kann nur für das Bluetooth-Modul genutzt werden) USB 2.0-Anschlusses, den MSI für das Bluetooth-Modul vorsieht: Wird das Kärtchen an der Stelle des nutzlosen CNR-Slots eingesetzt, so kollidiert der Anschlusspin auf der Bluetooth-Karte mit dem so genannten „JBT2“-Anschluss. Dabei hätte MSI diesmal den elenden CNR-Slot sinnvoll nutzen können, da über diesen ebenfalls die USB-Signale zugänglich sind!

links: die Northbridgekühlung; rechts: Bluetooth Komplettset
Die Empfangsseite oder Gegenstelle zum Transceiving Modul wird durch den beigelegten USB-Dongle (Transceiving Key) realisiert – eine sinnvolle und elegante Lösung wie wir finden. Der Aufbau eines adhoc-Netzwerkes gelang sofort, es war überhaupt kein Problem, mit dem Sony Ericsson T68i Verbindung aufzunehmen. Wer die Anschaffung von Bluetooth-Komponenten plant oder bereits über solche verfügt, der sollte sich die getestete Premium-Variante genauer ansehen, bekommt der User zum Aufpreis von ca. 20 Euro ein sinnvolles und lohnendes Ausstattungsfeature, das separat für ca. 80 Euro in der getesteten Qualität erworben werden muss! Mehr Infos zu Bluetooth findet ihr unter der gleichnamigen URL: www.bluetooth.com
Das S-Bracket kennen wir bereits vom Vorgänger, dem KT3 Ultra. MSI bietet lediglich jeweils einen optischen sowie coaxialen Digitalausgang, optische Eingänge sucht man vergeblich. Entschädigen können zwei weitere analoge Ausgänge auf dem S-Bracket, denn so lassen sich die 5.1 Ausgänge und die beiden Eingänge parallel und ohne Umstöpseln nutzen. Klanglich konnte die Realtek AC97-Lösung durchaus überzeugen, Bässen fehlte zwar der letzte Tiefgang und das entscheidende Quäntchen Schwärze, dennoch kann man mit dem Gebotenen zufrieden sein. Auch die Mähr, dass AC97-Lösungen generell Performance-Killer seien, konnten wir nicht reproduzieren, vielmehr wurden Benchmarks durch unsere Creative SBLive5.1 genauso beeinflusst wie dies der AC97-Sound tat. Hinzu kommt der bereits oben thematisierte Vorteil, dass der AC97-Sound auf eine interne INT-Leitung zurückgreifen kann.
Eine zusätzliche INT-Leitung steht dem Promise-Light-Controller jedoch nicht zur Verfügung, er muss sich die INT D mit dem vierten PCI-Slot teilen. Wie (fast) alle light-Varianten, unterstützt dieser Vertreter die Raid-Modi 0 und 1. Optische Laufwerke werden generell nicht akzeptiert, einzelne Festplatten können nur über einen Trick angeschlossen werden: Der User muss im light-Bios das entsprechende Laufwerk als einzelnes Raid-0 definieren – umständlich, aber immerhin.

links: Promise ATA133 RAID (light); Mitte: die VT8235 Southbridge; rechts: guter onboard-Sound von Realtek
Um das Ausstattungskapitel abzuhaken, bleibt uns nur noch der integrierte USB 2.0-Support. Wie zumeist bei noch sehr jungen Produkten, finden sich häufig Kinderkrankheiten. Davor macht auch unser Testkandidat nicht halt: Um den gebotenen USB 2.0-Support zu testen, wurde eiligst eine entsprechende externe Festplatte angeschlossen. Die Freude währte nur kurz, denn das Board wollte einfach nicht Booten, einmal blieb das Kerlchen beim Test des „Real Time Clock“ hängen, ein anderes Mal muckste es sich gar nicht mehr. Um einen Defekt auszuschließen, wurde die Platte erst unter Windows XP angeschlossen und siehe da, das Drive wurde einwandfrei erkannt!
MSI KT3 Ultra2 Premium Edition - 3/6
18.08.2002 by holger
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Die Performance enttäuschte jedoch gründlich, vielmehr erreichten wir gerade den Level der langsamen USB 2.0-Lösung von NEC, von Intel
ICH4-Niveau konnte keine Rede sein.
| Punktzahl | Sequential Read | Sequential Write | |
| SiSoft Sandra 8.59 | 8007 | 11 MB/s | 18 MB/s |
Die Ressourcenverwaltung
Die Ressourcenverwaltung gestaltet sich aufgrund der neuen SB erfreulich unkompliziert:
| Order 1 | Order 2 | Order 3 | Order 4 | |
| PCI 1 | INT A# | INT B# | INT C# | INT D# |
| PCI 2 | INT B# | INT C# | INT D# | INT A# |
| PCI 3 | INT C# | INT D# | INT A# | INT B# |
| PCI 4 | INT D# | INT A# | INT B# | INT C# |
| PCI 5 | INT B# | INT C# | INT D# | INT A# |
| AGP | INT A# | INT B# | - | - |
| Promise RAID | INT D# | - | - | - |
Annähernd mustergültig kann der INT-Request-Table bezeichnet werden. „Fast“ deshalb, da die INT E-H nicht verzeichnet sind, da
diese vom User jedoch nicht selbst belegt werden können und auch keinerlei Konflikte auf diesen INTs auftreten können, kann es MSI zugestanden werden, auf deren Angabe zu verzichten.
Doch wie liest man die INT-Tabelle von MSI und was ist mit der „Order“ gemeint? Ganz einfach: Wird eine PCI-Karte z.B. in Slot 1 gesteckt, die
beispielsweise drei IRQs benötigt, so werden die INT A, B und C belegt. Wird eine weitere (evtl. kritische) Karte in Slot 3 gesteckt, die zunächst die INT C belegt, könnte es zu Konflikten kommen, da die PCI-Karte in Slot 1 ebenfalls (unter Order 3) die INT C belegt. So und nicht anders sollen und müssen INT-Request-Tabellen aussehen – da kann sich sogar Asus noch etwas abschauen ;-)
Wie der Screenshot zeigt, nimmt es MSI mit der Einstellung des System-Taktgebers von 133,34 MHz sehr genau:
Außerordentlich gespannt waren wir auf die Ergebnisse des HD-Tach-Tests. Wie ihr anhand des Screenshots sehen könnt, wurden wir nicht enttäuscht: Für absolut undenkbar gehaltene 88 MB/s hatte noch kein einziges Board aus unserer WD1200JB gequetscht (87 MB/s sollten eigentlich die theoretische Grenze für das ATA100-Protokoll sein), das Intel D850EMV2 lag mit 87,9 MB/s fast gleichauf. Im Bezug auf die PCI-Performance können wir VIA (und MSI) sehr gute Noten ausstellen, damit sollten knacksende Soundkarten endgültig der Vergangenheit angehören.
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Das Layout
Am KT3 Ultra2 gibt es wenig auszusetzen, alleine der Griff zu einer aktiven Northbridgekühlung verdient Kritik. Es ist nicht einzusehen,
warum eine zusätzliche Lärmquelle in den heutzutage sowieso schon lauten Rechnern für weitere Ungemach sorgen soll. Das Argument, dass aktive Kühlungen bessere Overclocking-Ergebnisse erzielen, konnte EPoX mit ihrem bescheidenen Northbridgekühler auf dem 8K3A+ ins Reich der Phantasien und Mythen verbannen – noch nie zuvor erreichte eine Platine derartige Overclocking-Resultate.

Das MSI KT3 Ultra2 Premium Edition
Die Platzierung des ATX-Anschlusses wurde ebenfalls nicht optimal gestaltet, da das ATX-Anschlusskabel den Luftstrom in unmittelbarer Prozessornähe
arg behindert.
Wie auch auf anderen Boards macht der Betrieb einer überlangen GeForce4 Probleme im Bezug auf die Platzierung der RAM-Banke. Um Speichermodule wechseln zu können, muss zuvor das Grafikmonster ausgebaut werden, da die meisten User nicht ständig die RAMs wechseln, ein vernachlässigbarer Umstand.

links: das BIOS ist gesockelt; Mitte: die Stromversorgung; rechts: AGP Steckplatz mit Arretierung
Auf dem älteren KT3 Ultra kam noch ein NEC 2.0-Chip zum Einsatz, beim Nachfolger konnte er wegrationalisiert werde – geblieben ist indessen der
Silksreen, der noch auf den NEC hindeutet. Unterm Strich lässt sich also sagen, dass der Einsatz der neuen SB den Herstellern wohl kaum Probleme oder Mühe bereitet hat, Designänderungen halten sich also in (nicht sichtbaren) Grenzen.
Lob verdient im Übrigen das weitgehende jumperlose Design, zum Glück wurde der Clear-CMOS nicht vergessen (der König der Jumper, Asus, vergisst gerade diesen gerne ;-)

IDE und Floppy Anschlüsse hat MSI ordentlich weggeräumt
Bemerkenswert ist die saubere Beschriftung der Anschlussleiste, ein Blick ins Handbuch erübrigt sich daher. In unmittelbarer Nähe befindet sich
der Piezo-Speaker, der dankbar zur Kenntnis genommen wird, da so manche Gehäusehersteller auf einen Mini-Speaker verzichten.
Auf Seite 1-15 beschreibt das Handbuch das Thermal Protection für Athlon XP-CPUs, indem das System beim Erreichen einer zu hohen Temperatur automatisch heruntergefahren wird. Wir vermuten, dass ein ähnliches Verfahren zum Einsatz kommt, das Asus unter der Bezeichnung C.O.P
bewirbt (siehe unseren Test). Die Effizienz des Überhitzungsschutzes wollten wir jedoch nicht testen…
Der interne Sensor des XPs wird unserer Meinung nach jedoch nicht zum Auslesen der Temperatur benutzt, zu träge reagieren die Messwerte auf
Belastungsänderungen.
Die Stabilität
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Stabilität und Alltagsbetrieb
Testkomponenten:
Benchmarks
Zum Vergleich dienen uns die Messwerte unseres Referenzboards, dem EPoX 8K3A+. Die Timings wurden per SPD ermittelt, schließlich kann nicht unmittelbar aus unserem Test gefolgert werden, ob sämtliche Speicherriegel schärfste Timings vertragen – wir bezweifeln dies
jedenfalls. Selbst unsere Corsair-Speicher wollten erst mit einer minimalen Spannungsanhebung auf 2,7V mit allerschärfsten Timings auf dem MSI laufen – ein noch unbedenkliches Niveau, das an den Spezifikationsgrenzen kratzt;-)
| MSI KT3 Ultra2 XP 1800+ RAM 133 MHz |
MSI KT3 Ultra2 XP 1800+ RAM 166 MHz |
EPoX 8K3A+ XP 1800+ RAM 133 MHz |
EPoX 8K3A+ XP 1800+ RAM 166 MHz |
|
| CPUMark 99 | 142 | 145 | 140 | 142 |
| FPU WinMark 99 | 8400 | 8420 | 8280 | 8370 |
| Sandra Dhrystone | 4247 | 4239 | 4245 | 4238 |
| Sandra Whetstone | 2123 | 2123 | 2122 | 2122 |
| Sandra INT/SSE | 8419 | 8419 | 8318 | 8319 |
| Sandra FPU/SSE | 9752 | 9747 | 9731 | 9732 |
| Sandra Mem/INT | 2027 | 2061 | 1994 | 2048 |
| Sandra Mem/FPU | 1925 | 1971 | 1872 | 1935 |
| PCMark2002/CPU | 4625 | 4650 | 4553 | 4566 |
| PCMark2002/MEM | 2954 | 3168 | 2942 | 3155 |
| Codecreatures Pro | 1139 | 1184 | 1171 | 1190 |
| AMD nBench 2 | 2056 | 2096 | 2074 | 2088 |
| 3DMark2000 | 10908 | 11105 | 10815 | 11035 |
| 3DMark2001SE | 8096 | 8277 | 7983 | 8161 |
Die Ergebnisse können in der Tat als eindrucksvoll bezeichnet werden, in nahezu jedem Benchmark kann das MSI das Referenzboard auf Distanz halten. Erstaunlicherweise kann MSI, trotz der mittlerweile gewonnenen Erfahrungswerte, keine signifikant höheren Steigerungsraten aus dem Einsatz von PC2700-Speicher ziehen. Es kristallisiert sich also immer deutlicher heraus, das ein asynchroner FSB-Speichertakt wenig Sinn macht, sondern erst ein synchroner Takt den erhofften Performanceschub bringen kann.
MSI KT3 Ultra2 Premium Edition - 6/6
18.08.2002 by holger
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Fazit und Bewertung
Unser Test hat deutlich gezeigt, dass die Erwartungen in die neue Southbridge VT8235 nur teilweise erfüllt werden konnten. Die herausragende Erkenntnis jedoch scheint die Tatsache zu sein, dass die schlechte PCI-Performance älterer VIA-Chipsätze der Vergangenheit angehört. Die Ressourcenknappheit wurde dank der zusätzlichen vier intern nutzbaren INT-Leitungen nur zum Teil entschärft. MSI nutzt im vorliegenden Fall lediglich deren 2, eine für den AC97-Sound und eine für den USB 2.0-Controller. Schade, dass MSI nicht den internen LAN-Adapter nutzt, der ebenfalls über eine interne INT angebunden wird. Die Möglichkeit ein Modem per SB zu realisieren, werden wir sich nur in OEM-Systemen finden. Für den User bedeutet dies, dass die MB-Hersteller lediglich bis zu 7 sinnvoll nutzbare INTs implementieren können.
Der integrierte USB 2.0-Controller hinterlässt (noch) einen zwiespältigen Eindruck: Einerseits wurde der PCI-Bus durch die Abschaffung
zusätzlicher Controller-Chips, die per PCI-Bus angebunden werden mussten, entlastet, andererseits bleibt der erhoffte Perfomance-Schub (noch) aus. Wir beurteilen die Ergebnisse an dieser Stelle bewusst vorsichtig, da noch ein taufrisches Bios sowie die entsprechenden Treiber zum Einsatz kamen. Ärgerlich war dennoch, dass das Board mit angeschlossenem USB 2.0-Case nicht booten wollte sowie die Tatsache, dass der S3-Mode nicht funktionierte. Dennoch sind wir zuversichtlich, dass MSI diese Probleme in zukünftigen Bios-Versionen fixen wird.
Insbesondere die herausragende Ausstattung, inklusive Bluetooth-Unterstützung, macht das Board zu einem attraktiven Gesamtpaket, das bereits die
alltäglichen Anwendungen von morgen heute zu einem überaus fairen Preis von ca. 180 Euro anbietet.
Die Wertung für das MSI KT3 Ultra2 wird aufgrund der sehr frühen Testphase zunächst mit „Silber“ bewertet; sollte MSI rasch Bios-Updates ausliefern, die die genannten Probleme beseitigen, hätten wir ohne Probleme eine sehr viel höhere Wertung vergeben – wir
werden das Board in diesem Fall einem Nachtest unterziehen.

Die Bewertung im Überblick:
| EPoX 8K3A+ KT333 |
MSI KT3 Ultra 2 VIA KT333 |
|
| Layout (max 5) | 4.5 | 4.0 |
| Ausstattung (max 5) | 4.5 | 5.0 |
| Installation (max 5) | 5.0 | 4.5 |
| Performance (max 25) | 21.5 | 22.0 |
| Stabilität(max 40) | 40.0 | 39.0 |
| Übertakten (max 5) | 5.0 | 4.0 |
| Preis (max 15) | 14.0 | 13.5 |
| Summe (max 100) | 94,5 | 92,0 |
Wir bedanken uns recht herzlich bei MSI Deutschland für die Bereitstellung des Mainboards!
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