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Dual Xeon 2.4 GHz auf Basis des MSI 860D Pro - 1/10
15.11.2002 by holger
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Zu Beginn unseres Dual-Tests wollen wir mit einigen Vorurteilen bzw. Missverständnissen aufräumen, die den Themenkreis Dual-Xeon betreffen:
| 2 x Xeon 2400 | 2 x 430 € = 860 € |
| 1 GB RDRAM 4 x 256 MB RDRAM |
4 x 130 € = 530 € |
| MSI 860D Pro | 780 € |
| NMB 430 Watt WTX-Netzteil | Ca. 250 € |
| Gesamt | 2420 € |
1. Was Sie schon immer über die Xeon Plattform wissen sollten
2. Der Intel i860 Chipsatz und das MSI 860D Pro
3. Das MSI 860D Pro im Detail
4. Das MSI 860D Pro, Installation und Alltagstauglichkeit
5. Das Aopen H800a Gehäuse
6. Das NMB-Minebea WTX-Netzteil und die MR 8cm Lüfter
7. Resourcen und PCI Performance
8. Stabilität
9. Benchmarks
10. Fazit
Dual Xeon 2.4 GHz auf Basis des MSI 860D Pro - 2/10
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Der Chipsatz

Der i860 wird von Intel ausdrücklich für den Workstation-Markt spezifiziert, für entsprechende Server steht beispielsweise Intels E7500 zur Verfügung. Der Memory Controller Hub i82860 unterstützt ausschließlich RAMBUS-Speicher auf Basis des RD800-Standards. Sollte teurer RD1066-Speicher eingesetzt werden, wird dieser lediglich mit 400 MHz synchron zum Systembus getaktet. Über die ICH2 (i82801) wird der konventionelle 32-bit Bus angebunden sowie der I/O APIC, ein AC 97 2.1-Interface und zwei USB Controller. Den 64-bit Bus realisiert Intel durch den i82806AA PCI Controller Hub (P64H). Die angebundenen PCI-Slots können entweder mit 33 oder 66 MHz betrieben werden. Auf der beigelegten Memory Extension Card, auf der der RDRAM verbaut wird, befinden sich zwei i82803 Memory Repeater Hubs (MRH-R). Jeder dieser MRH-Rs konvertiert einen Memory-Kanal in zwei Kanäle und verdoppelt damit die Speicherkapazität. Durch diese äußerst aufwendige konstruktive Maßnahme können bis zu 8 RAMBUS-Module eingesetzt werden, wodurch sich ein äußerst flexibler Speicherausbau realisieren lässt.
Der Testkandidat
Schon das MSI K7D Master-L konnte bei uns mit sehr guter Stabilität und Performance überzeugen. Umso gespannter waren wir auf Das MSI 860D Pro,
schließlich kann man in Anbetracht des Preises einiges erwarten.

Die Ausstattung:
| MSI 860D Pro | |
| RDRAM | 8 (RD800) |
| AGP-Pro, PC | 1 (4x), 3 x PCI 32 Bit/33 MHz, 2 x PCI 64 Bit/66 MHz |
| COM, LPT, USB | 2, 1, 2 |
| UDMA100/Raid | 2 / Adaptec SCSI Ultra-160 |
| Sound | Analog Device AD1885 |
| LAN | Intel 82550 |
| Hardwaremonitor | Ja |
| Lüfteranschluß | 5 |
| Besonderheiten | Xeon-Kühlkörper von AVC beigelegt |

Das MSI ist ein wahres Monster von Mainboard, bereits seine schiere Größe von 33,00 x 33,04 cm weiß zu beeindrucken. Erstaunlich für uns war auch die Tatsache, dass ein Board, das bereits eine relativ lange Life-Time hinter sich hat, in der immer noch aktuellen Revision 1.0 produziert wird – bereits dieser Hinweis kann auf ein äußerst sorgfältiges Design hindeuten.
Weiter: 3. Das MSI 860D Pro im Detail
1. Was Sie schon immer über die Xeon Plattform wissen sollten
2. Der Intel i860 Chipsatz und das MSI 860D Pro
3. Das MSI 860D Pro im Detail
4. Das MSI 860D Pro, Installation und Alltagstauglichkeit
5. Das Aopen H800a Gehäuse
6. Das NMB-Minebea WTX-Netzteil und die MR 8cm Lüfter
7. Resourcen und PCI Performance
8. Stabilität
9. Benchmarks
10. Fazit
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Bereits beim ersten Anblick der verbauten Bauteile sowie der beeindruckenden Verarbeitungsqualität gerät der Tester unwillkürlich ins Schwärmen – wann hat man so etwas das letzte Mal gesehen? Wenn überhaupt, dann auf dem Intel 850EMV2. Da werden feinste, vor Auslauf geschützte low-profile Kondensatoren eingesetzt, Lötkontakte zur Schau gestellt, die von einem wahren Ästheten fabriziert sein müssen, und Spulen verbaut, die exakt an Ort und Stelle fixiert sind und nicht windschief auf die Platine gelötet wurden. Das PCB besteht gleich aus 8 Layern – daraus würde so mancher Hersteller gleich mehrere Mainboards fertigen. MSI folgt mit der Umsetzung einer 8 Layer-Platine exakt den Vorgaben der Intel-Design-Spezifikation. Dies geschieht zum einen deshalb, um EMV-Problemen den Garaus zu machen und zum anderen, um sämtliche Signale unbeschädigt über die riesige Platine zu führen. Schade, dass solche edlen Produkte kaum ein User zu Gesicht bekommt, denn erst dann wird er über so manches Mainboard und dessen gebotene Qualität ins Grübeln geraten. Nun gut, wir müssen sicher berücksichtigen, dass ein Hersteller bei dem gegebenen Preisrahmen ganz anders kalkulieren kann; dass er es auch tut, ist umso erfreulicher!

Beim Design des Mainboards ist man zunächst geneigt, die Nase zu rümpfen, sitzen doch die IDE-Anschlüsse sowie der Floppy-Connector in der Nähe des Back-Panels. Des Rätsels Lösung ist jedoch schnell gefunden, schließlich sind wir auf keinen Fall darauf erpicht, einen Kandidaten vorschnell auf die Plätze zu verweisen. Der Grund ist simpel und einleuchtend: Die zuständige ICH2 sitzt in unmittelbarer Nähe der entsprechenden Anschlüsse, d.h., dass die Leitungslänge über das riesige Board einfach zu lang geworden wäre, hätte man die Anschlüsse an den rechten Rand verfrachtet – schließlich darf gleichzeitig die Leitungslänge zu den 32-bit Slots nicht übermäßig strapaziert werden.

An eine andere Stelle hätte man die ICH2 ebenso schlecht verorten können, da bereits in unmittelbarer Nähe der 64-bit Slots die P64H sitzt. Vergleicht man das Design des MSI 860D Pro mit dem des Intel-Referenz-Designs, so ist man versucht, von Siamesischen Zwillingen zu sprechen; anders formuliert: MSI scheint en detail den Referenz-Vorgaben gefolgt zu sein. Dementsprechend können wir, da aus technischer Sicht begründet, keine Punktabzüge für das Board-Design vornehmen, obwohl es uns letztendlich nicht ganz gefallen hat. Im Übrigen sollte damit auch die Frage geklärt sein, warum der Mitbewerb seine i860-Boards ähnlich abstrus gestaltet.
1. Was Sie schon immer über die Xeon Plattform wissen sollten
2. Der Intel i860 Chipsatz und das MSI 860D Pro
3. Das MSI 860D Pro im Detail
4. Das MSI 860D Pro, Installation und Alltagstauglichkeit
5. Das Aopen H800a Gehäuse
6. Das NMB-Minebea WTX-Netzteil und die MR 8cm Lüfter
7. Resourcen und PCI Performance
8. Stabilität
9. Benchmarks
10. Fazit
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Beifall gibt es indessen für das restliche Layout: Die Stromversorgung und deren Anschlüsse wurden günstig platziert. Ein schöner Blickfang bildet der Aluminiumkühlkörper, der die Leistungstransistoren vor Überhitzung schützt. Ebenfalls gefallen hat uns die Verortung des SCSI-Controllers, der seine beiden Kanäle nach außen führt. Der teure Adaptec AIC-7899W sitzt in unmittelbarer Nachbarschaft der P64H, über die der SCSI Ultra-160 angebunden wird. Als Zwischenbilanz müssen wir demnach MSI hervorragende Arbeit bescheinigen, auch wenn dies zunächst nicht den Anschein hat. Also: Alles richtig gemacht!

Überhaupt scheint MSI an alles gedacht zu haben: Die Case-Anschlüsse sind vorbildlich beschriftet (der Plus-Pol mit einem „Plus“ und nicht wie sonst mit einem kryptischen Zeichen), einen onboard Speaker (man kann sogar per Jumper bestimmen, ob das Gepiepse per onboard Speaker oder extern ausgegeben werden soll) sowie den vielleicht wichtigsten aller Jumper, den Clear-CMOS, hat man nicht vergessen.
Installation und Alltagstauglichkeit
Wie bereits oben angedeutet, haben wir die fehlenden Push-Pins zur Montage des Retention-Moduls vermisst. Wir hoffen, dass sich MSI ein Herz nimmt und diesen Pfennig-…Verzeihung, Cent-Artikel mit in den riesigen Karton packt. Ansonsten erfreut sich das Herz des stolzen Besitzers über einen prallen Karton. Das englische Handbuch kann als sehr gut bezeichnet werden, es hilft zuverlässig bei der Konfiguration des Systems. Über mangelnden Treiber-Support kann sich der MSI-Käufer ebenfalls nicht beschweren: Treiber-Disketten für den Adaptec-Controller gibt es in Hülle und Fülle – offenbar hat man verstanden, dass Treiber-CDs einem bei der Installation nicht weiterhelfen. Auch an reichlich Anschlusskabel hat MSI gedacht: ein Floppy-, zwei Ultra 100- sowie ein ewig langes SCSI-Kabel mitsamt Terminator befinden sich im Karton. Hat man das Monster im ebenfalls monströsen Gehäuse untergebracht, geht es an die Installation der Memory-Extension-Card, die ebenfalls gigantische
Dimensionen erreicht.

Bevor jedoch das Gesamtkunstwerk in Betrieb genommen werden kann, muss das Spannungsmodul eingesetzt werden, das die benötigten 2.5 V Spannung aufbereitet.

Bevor wir zur Leistungsfähigkeit des PCI-Busses kommen, wollen wir uns dem verwendeten Gehäuse sowie den übrigen Komponenten widmen.
Weiter: 5. Das Aopen H800a Gehäuse
1. Was Sie schon immer über die Xeon Plattform wissen sollten
2. Der Intel i860 Chipsatz und das MSI 860D Pro
3. Das MSI 860D Pro im Detail
4. Das MSI 860D Pro, Installation und Alltagstauglichkeit
5. Das Aopen H800a Gehäuse
6. Das NMB-Minebea WTX-Netzteil und die MR 8cm Lüfter
7. Resourcen und PCI Performance
8. Stabilität
9. Benchmarks
10. Fazit
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Das Aopen H800a
Mit diesem Gehäuse kann annähernd jeder Dual-Besitzer glücklich gemacht werden. Durch die harmonische Front-Tür eignet es sich insbesondere für Workstations, die in unmittelbarer Arbeitsplatznähe platziert werden müssen. Gleichzeitig dient die Tür zur Aufnahme des problemlos austauschbaren Luftfilters, der das Innere wirkungsvoll vor dem Verdrecken schützt. Im Übrigen kann die Tür bei Wartungsarbeiten ausgehängt werden, was an schlecht zugänglichen Plätzen durchaus von Vorteil ist - oftmals sollen Server in dunkle Räume verbannt werden, weil sie ein wenig durch ihre Lautstärke auffallen.

Besondere Sorgfalt haben die Entwickler auf die leider allzu oft vernachlässigte EMV-Abschirmung gelegt. So können die einzelnen Einschubschächte mit einer EMV-Blende versehen werden, falls die entsprechenden Slots frei bleiben sollen. Diese Blenden werden keinesfalls aus dem Gehäuse heraus gebrochen, wie dies sicher mancher User kennt, sondern mit einer Schraube fixiert – eine tolle Detaillösung.

Sämtliche Laufwerke lassen sich einfach und problemlos mittels Schienen in den Schächten verstauen – ähnlich denen der beliebten Chieftech-Gehäuse. Bei dem Schienensystem hat man jedoch auch an die Diebstahlsicherung der kostbaren Laufwerke gedacht, indem diese im Gehäuseinneren durch eine Schraube fixiert werden können.

Festplatten bringt man am besten im unteren Laufwerkskäfig unter, der leicht von der Front zugänglich ist. Dieser Käfig fasst drei Festplatten und sorgt gleichzeitig durch einen bereits installierten 80 mm-Lüfter für die nötige Kühlung. Falls mehr Festplatten installiert werden sollen, kann der User auf die übrigen sieben 5 ¼-Zoll-Schächte zurückgreifen.

Das Kühlkonzept wird durch zwei weitere 80 mm-Sunon-Lüfter an der Gehäuserückseite komplettiert, die mit der Hitzeentwicklung leichtes Spiel haben. Um keinen Laufwerksschacht für ein Diskettenlaufwerk zu verschenken, hat sich Aopen wirklich Gedanken gemacht: Man stattet das Gehäuse kurzerhand serienmäßig mit einem Laufwerk aus, dass man vertikal an der rechten Gehäuseseite einlässt – bravo! Bei der Netzteilauswahl hat der User leichtes Spiel: Das Gehäuse nimmt bereitwillig alle Arten von Netzteilen auf, auch redundante Kraftspender verschmäht es nicht.
1. Was Sie schon immer über die Xeon Plattform wissen sollten
2. Der Intel i860 Chipsatz und das MSI 860D Pro
3. Das MSI 860D Pro im Detail
4. Das MSI 860D Pro, Installation und Alltagstauglichkeit
5. Das Aopen H800a Gehäuse
6. Das NMB-Minebea WTX-Netzteil und die MR 8cm Lüfter
7. Resourcen und PCI Performance
8. Stabilität
9. Benchmarks
10. Fazit
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Das NMB-Minebea
Im Folgenden betrachten wir das verbaute NMB-Netzteil, das sich streng an die WTX-Norm hält. Dies ist keineswegs selbstverständlich! Man muss sich einmal den Spaß machen und nach einem WTX-Netzteil fragen. „Meinen sie diese Tyan-Netzteile? Die haben wir nicht!“ oder „WTX?! Was ist das denn??!“ oder „Probieren sie dieses mal, das müsste reichen.“ oder „Die Zippy sind gut, mal nachsehen….äh, da gibt es ja drei WTX-Netzteile aus einer Serie. Welches ist denn das richtige?“ Machen wir es kurz: mit WTX-Netzteilen kennen sich wirklich nur Spezialisten aus. Gerade aus diesem Grund hat sich die Firma NMB-Minebea dem Vertrieb der Kraftspender selbst angenommen.


Positiv gefallen hat uns die überaus hohe Stabilität des Netzteils, das nie unter die 3%-Tolleranzgrenze abfiel. Warum man bei NMB allerdings den Netzschalter vergessen hat, können wir uns nicht erklären: Bei Wartungsarbeiten im Inneren des Rechners muss daher generell der Netzstecker abgezogen werden, um Beschädigungen zu vermeiden. Interessenten finden entsprechende Informationen unter folgender URL:
http://www.nmb-minebea.de/produkte/content_stromversorgungen.htm
Bevor wir es vergessen, unser Netzteil hört auf den Namen: IT002A430WSW.
Die Gehäuse- und CPU-Lüfter
Ohne Zweifel erfüllen die Sunon-Gehäuselüfter, die mit dem Aopen H800a geliefert werden, hervorragende Dienste. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um ein gestandenes Server-Case handelt, wollte man bei Aopen jedoch auf Nummer Sicher gehen und verwendete Lüfter mit hohem Volumenstrom und langer Lebensdauer. Wir finden jedoch, dass eine Workstation, die in unmittelbarer Nähe des Arbeitsplatzes aufgestellt ist, etwas ruhiger zu Werke gehen sollte. Viele kennen mit Sicherheit die MR Computertechnik GmbH, die uns mit ihren hervorragenden modifizierten, leisen Enermax-Netzteilen überzeugen konnte. Herr Ruoff von MR wusste sofort Abhilfe in Form von eigens konstruierten 80 mm-Gehäuselüfter, die mit kaum 16 dB(A) zu Werke gehen und dabei eine Leistung von 38 Kubikmetern pro Stunde entwickeln! Dieser hervorragende und wirklich ausgesprochen leise Lüfter glänzt mit einer sehr guten Verarbeitungsqualität. Um keinen 4-Pin-Anschluss am Netzteil opfern zu müssen, kann dieser mit dem vorhandenen Adapterstecker durchgeschliffen werden.

Auch die lauten AVC-Kühler mitsamt Propeller wusste Herr Ruoff zu bändigen: Man ersetze die nervigen AVC-Lüfter einfach durch 26 dB(A) leise 70 mm Lüfter von Papst (712 N/2L). Wer glaubt, dass all diese Silent-Maßnahmen zu Lasten einer ansteigenden Hitzeentwicklung gegangen wären, der irrt. Das Gegenteil war der Fall: Die 70 mm-Lüfter drückten die CPU-Temperatur der Xeons um sage und schreibe 4-6 °C (je nach Last)!
Auch den MR-Lüftern muss ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt werden, denn sie wussten mit der Abwärme unserer acht RDRAM hervorragend umzugehen. Gegenüber den kräftigen Sunon-Lüftern konnte kein signifikanter Temperaturanstieg beobachtet werden. Soll heißen: es war zwar kein Unterschied bei der Temperatur-, jedoch sehr wohl in der Geräuschentwicklung wahrnehmbar. Wer jedoch meint, dass dieser Wunderlüfter mit einem saftigen Preis zu Buche schlägt, der irrt ebenfalls: Sage und schreibe schlappe 5,90 Euro soll der Wunderpropeller kosten – gleich vorweg: das gibt den Editor’s Coice.
Weiter: 7. Resourcen und PCI Performance
1. Was Sie schon immer über die Xeon Plattform wissen sollten
2. Der Intel i860 Chipsatz und das MSI 860D Pro
3. Das MSI 860D Pro im Detail
4. Das MSI 860D Pro, Installation und Alltagstauglichkeit
5. Das Aopen H800a Gehäuse
6. Das NMB-Minebea WTX-Netzteil und die MR 8cm Lüfter
7. Resourcen und PCI Performance
8. Stabilität
9. Benchmarks
10. Fazit
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Ressourcenverteilung und PCI-Performance
Der Systembus wurde mit 99,14 MHz recht konservativ eingestellt, sodass unsere Xeons nur mit 2379,33 MHz liefen.

Das Ressourcen-Kapitel bereitete uns diesmal ein paar Probleme, die darin begründet waren, dass die abgedruckte Interrupt Request Routing-Tabelle nicht dem tatsächlichen Rounting entspricht. Im Folgenden seht ihr die INTIN Pin-Belegung, dabei gilt es zu beachten, dass MSI nicht die interne Lan-Lösung, sondern vielmehr einen Lan-Controller per PCI-Bus realisiert hat. Außerdem muss darauf hingewiesen werden, dass die abgedruckte Ressourcen-Verteilung nur auf die ICH2 bezogen werden darf! Der 64-bit Bus wird dahingegen separat über den P64H realisiert und bleibt vom Routing der ICH2 unberührt! Das physikalische Routing des P64H findet ihr in Tabelle 2 „PCI Interrupt Request Routing“.
Tabelle 1: IOAPIC Interrupt Inputs 16 bis 23
| No | IOAPIC INTIN Pin | Function in ICH2 using the PCI IRQ in IOAPIC |
| 1 | IOAPIC INTIN Pin 16 (PIRQA) | |
| 2 | IOAPIC INTIN Pin 17 (PIRQB) | AC’97, Modem |
| 3 | IOAPIC INTIN Pin 18 (PIRQC) | |
| 4 | IOAPIC INTIN Pin 19 (PIRQD) | USB Controller #1 |
| 5 | IOAPIC INTIN Pin 20 (PIRQE) | Internal LAN Device (nichtausgeführt!) |
| 6 | IOAPIC INTIN Pin 21 (PIRQF) | |
| 7 | IOAPIC INTIN Pin 22 (PIRQG) | |
| 8 | IOAPIC INTIN Pin 23 (PIRQH) | USB Controller #2 |
Tabelle 2: PCI Interrupt Request Routing
| INT A | INT B | INT C | INT D | |
| PCI-32 Slot 1 | PIRQ#F | PIRQ#E | PIRQ#G | PIRQ#H |
| PCI-32 Slot 2 | PIRQ#C | PIRQ#D | PIRQ#A | PIRQ#B |
| PCI-32 Slot 3 | PIRQ#B | PIRQ#A | PIRQ#C | PIRQ#D |
| AGP | PIRQ#G | |||
| USB Controller #1 | PIRQ#D | |||
| USB Controller #2 | PIRQ#H | |||
| LAN | PIRQ#A | |||
| PCI-64 Slot 1 | P64IRQ4 | P64IRQ5 | P64IRQ6 | P64IRQ7 |
| PCI-64 Slot 2 | P64IRQ8 | P64IRQ9 | P64IRQ10 | P64IRQ11 |
| SCSI | P64IRQ12 | P64IRQ13 |
Tabelle 3: PCI IRQ Routing des MSI 860D Pro

Anschließend widmen wir uns der PCI-Performance des 32-bit- sowie des 64-bit-Busses. Gerade auf Sockel-A-Plattformen konnte der 32-bit-Bus kaum überzeugen, dahingegen konnte der User mit der Leistungsfähigkeit des 64-bit-Busses zufrieden sein.
Anhand der nachfolgenden Screenshots seht ihr, dass die Performance beider Bus-Systeme als außerordentlich leistungsfähig bezeichnet werden kann: Die gemessenen 86,2 MB/s am 32-bit-Bus liegen nahe am theoretischen Grenzwert von 87 MB/s. Mit ebenfalls hervorragenden 84,1 MB/s liegt der 64-bit-Bus nur wenig unter dem Messwert des 32-bit-Busses.


Ebenfalls bemerkenswert erscheint die CPU-Auslastung, die mit gerade einmal 2,4% sowie 3,2% ein äußerst niedriges Niveau erreicht. Auf der Dual-Sockel-A Plattform wurde die CPU mit immerhin 7,0% sowie 6,3% ausgelastet.
Weiter: 8. Stabilität
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Stabilität und Kompatibilität
Derzeit haben wir wohl den extremsten Lasttest aller Hardware-Sites im Programm. Die Hürden sind hoch, schauen wir doch einmal, wie sich das MSI 860D Pro benimmt. Die Stabilitätstests wurden mit zwei Xeon 2.4 GHz und 1 GB RDRAM durchgeführt.
Weiter: 9. Benchmarks
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Benchmarks
| EPoX 8K3A+ AMD XP1800+ RAM 133 MHz |
MSI K7D Master-L 2xMP2000+ |
ASUS A7M266-D 2xMP2000+ |
|
| Cinebench 4D XL Raytracing SingelCPU |
20,50 CB | 22,94 CB | 22,89 |
| Cinebench 4D XL Raytracing Dual CPU |
- | 37,50 CB (MP-Factor: 1,63) | 38,24 (MP-Factor: 1,67) |
| TMPGEnc Single | 25,907 fps | 26,502 fps | 26,998 fps |
| TMPGEnc Dual | - | 45,045 fps | 46,729 fps |
| Mainconcept | - | - | 1995 Sec. |
| CPUMark 99 | 140 | 140 | 140 |
| FPU WinMark 99 | 8280 | 9120 | 9060 |
| Sandra Dhrystone | 4245 | 9218 | 9206 |
| Sandra Whetstone | 2122 | 4596 | 4596 |
| Sandra INT/SSE | 8318 | 18.077 | 18.067 |
| Sandra FPU/SSE | 9731 | 21.207 | 21.200 |
| Sandra Mem/INT | 1994 | 1591 | 1526 |
| Sandra Mem/FPU | 1872 | 1450 | 1503 |
| PCMark2002/CPU | 4553 | 4763 | 4716 |
| Codecreatures Pro | 1171 | 1054 | 1098 (siehe Erläuterung!) |
| 3DMark2001SE | 7983 | 7584 | 7545 |
| MSI 860D Pro 2xXeon 2400 ohne HyperThreading |
MSI 860D Pro 2xXeon 2400 mit HyperThreading |
|
| Cinebench 4D XL Raytracing Singel CPU |
23,96 CB | 24,02 |
| Cinebench 4D XL Raytracing Dual CPU |
40,13 CB (MP-Factor: 1,67) | 46,21 (MP-Factor: 1,92) |
| TMPGEnc Single | 27,778 fps | 27,473 |
| TMPGEnc Dual | 44,379 fps | 42,472 |
| Mainconcept | 1943 Sec. | 2195 Sec. |
| CPUMark 99 | 142 | 143 |
| FPU WinMark 99 | 8280 | 8380 |
| Sandra Dhrystone | 8901 | 10.704 |
| Sandra Whetstone/iSSE2 | 2513/5734 | 3830/9120 |
| Sandra INT/SSE | 18.923 | 22.660 |
| Sandra FPU/SSE | 23.064 | 33.382 |
| Sandra Mem/INT | 2210 | 1790 |
| Sandra Mem/FPU | 2204 | 1797 |
| PCMark2002/CPU | 5654 | 5663 |
| Codecreatures Pro | 1254 | 1258 |
| 3DMark2001SE | 8087 | 8055 |
Weiter: 10. Fazit
1. Was Sie schon immer über die Xeon Plattform wissen sollten
2. Der Intel i860 Chipsatz und das MSI 860D Pro
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Fazit: MSI 860D Pro und INTEL Xeon 2.4 GHz
All jenen, die meinen, dass eine Dual-Plattform nichts bringt, sei gesagt, dass diese Aussage nicht zutreffend ist. Es stimmt, dass Single-Threaded-Applikationen nicht unmittelbar von der Power der zwei Herzen profitieren, werden jedoch eine Reihe von Single-Threaded-Applikationen per Multitasking ausgeführt, so profitiert der User unmittelbar von einer Dual-Workstation. Insbesondere durch HyperThreading hatten wir das Gefühl, dass das System selbst bei komplexen Berechnungen ständig unterfordert war: Selbst wenn Photoshop und eine DivX-Konvertierung gleichzeitig abliefen, war es problemlos möglich, die elektronische Post zu beantworten oder in den Weiten des Webs zu surfen. Zeigt mir bitte einen Rechner, der das alles quasi
gleichzeitig kann.
Selbstverständlich profitiert der User gerade von optimierten Multi-Threaded-Applikationen, die eigenständig die Rechenlast auf die verfügbaren (virtuellen) CPUs verteilen können. Aus unserer Sicht wird sich der Trend hin zu Multi-Threaded-Applikationen deutlich verstärken. Dies ist insbesondere auf Intels kommende HyperThreading-Initiative im Desktop-Bereich zurückzuführen. Erst dann, wenn HyperThreading optimierte Systeme in der Masse eingesetzt werden, lohnt es sich, für die Software-Industrie ihre Applikationen speziell für Multi- und HyperThreading-Systeme anzupassen.
Wer also heute an die Anschaffung einer Dual-Plattform denkt, der sollte diese Faktoren bei seiner Kaufentscheidung berücksichtigen. Dass HyperThreading einen deutlichen Leistungsvorteil zur Folge haben kann, konnte das Benchmark-Kapitel nur im Ansatz belegen. Insbesondere die SiSandra-Werte können als atemberaubend bezeichnet werden, nicht auszudenken, wenn die Software-Industrie sämtliche Applikationen (eher mittelfristig bis langfristig) entsprechend optimiert. Unserer Einschätzung nach wird die Leistungsfähigkeit von HyperThreading unter quantitativen Gesichtspunkten (Benchmarks) außerordentlich schwer zu beurteilen sein, unter qualitativen Aspekten (Lastverteilung, Over-all-Performance…) sieht die Welt ganz anders aus, hier kann bereits heute HyperThreading als sinnvolle und richtige Investition verstanden werden.
Als ideale Plattform für ein Dual-Xeon-System erwies sich in unserem Test das MSI 860D Pro, dass mit hervorragender Stabilität und Performance glänzen konnte. Berücksichtigt man die satte Ausstattung des Testkandidaten, so kommt man nicht umhin, dem Board eine positive Preis-/Leistungsbilanz zu attestieren. Es ist schon erstaunlich, wie einfach und unkompliziert der Betrieb einer Dual-Plattform sein kann – vorausgesetzt man verfügt über die entsprechende Infrastruktur wie Netzteil und Gehäuse. Bei diesem Test mussten wir uns um die Kühlung, Ressourcen-Konflikte oder die PCI-Performance überhaupt keine Gedanken machen. Mit diesem Test sollte dem User die gesamte Infrastruktur eines Xeon-Systems vorgestellt werden, sodass eine einfache und unkomplizierte Umsetzung möglich sein sollte.
Für das MSI 860D Pro und die INTEL Xeon 2.4 GHz lautet, aufgrund der hohen Performance bei gleichzeitig kaum zu übertreffender Validität und
Reliabilität in Verbindung mit zukunftsweisender Technologie, die Wertung:
Außerdem gratulieren wir zur Ernennung zur uneingeschränkten Referenz in der Kategorie Dual-Systeme!
Die Bewertung im Überblick:
| MSI 860D Pro (Intel i860) | |
| Ausstattung/Lieferumfang | SEHR GUT |
| Stablität/Kompatibilität | SEHR GUT |
| Leistung/Performance | SEHR GUT |
| Layout | GUT |
| Übertaktbarkeit | nicht anwendbar |
| Preis/Leistung | GUT |
| Wertung: | Editor's Choice |
Fazit: Aopen H800a Gehäuse
Für das Aopen H800a lautet die Wertung aufgrund der hervorragenden Verarbeitungsqualität und des außerordentlich funktionalen Designs:
Fazit: MR-Lüfter
Für die von MR Computertechnik GmbH zur Verfügung gestellten „MR-Lüfter“ aufgrund des niedrigen Preises von 5,90 Euro pro Lüfter, des flüsterleisen Betriebs und der gleichzeitig enormen Förderleistung von 38 Kubikmeter pro Stunde:
Fazit: NMB-Minebea WTX-Netzteil
Für das von NMB-Minebea zur Verfügung gestellte WTX-Netzteil aufgrund der überragenden Stabilität:
Wir bedanken uns rechts herzlich bei:
1. Was Sie schon immer über die Xeon Plattform wissen sollten
2. Der Intel i860 Chipsatz und das MSI 860D Pro
3. Das MSI 860D Pro im Detail
4. Das MSI 860D Pro, Installation und Alltagstauglichkeit
5. Das Aopen H800a Gehäuse
6. Das NMB-Minebea WTX-Netzteil und die MR 8cm Lüfter
7. Resourcen und PCI Performance
8. Stabilität
9. Benchmarks
10. Fazit
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