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Review: NB-Fortron UltraSilent 350 Watt incl. H2O Steuerrelais - 1/5
24.08.2003 by holger
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Bereits der modifizierte Thermalright SLK900U mit Noiseblocker-Lüfter wusste aufgrund seines überaus leisen und dennoch leistungsstarken Auftretens zu glänzen. Diesmal schauen wir uns ein modifiziertes Fortron-Netzteil mit 350 Watt und integrierter Wasserpumpensteuerung an. Das von MR Computertechnik modifizierte, in der Basis baugleiche Netzteil schlug sich im damaligen Test hervorragend, sodass wir auf einen Vergleich mit dem Noiseblocker-Vertreter zum Preis von 125 Euro überaus gespannt waren.
Der Testkandidat im Detail
| Noiseblocker Fortron 350 Watt UltraSilent | |
| Leistung | 350 Watt |
| Pentium 4 tauglich | Ja |
| Lüfter | 120 mm-Lüfter temperaturgeregeltl |
| Lautstärke | Sehr leise |
| Extras | Kaltgeräteanschlusskabel, 4 Schrauben |
| Besonderheiten | Integrierte Wasserpumpensteuerung mit Nachlaufregelung von 8-10 Sekunden |
Das modifizierte Fortron kommt mit einem hauseigenen 120mm-Lüfter vom Typ NB-UltraSilentFan SX2Pro Blacksilence daher – MR Computertechnik setzte bei ihren Modifikationen auf den bewährten Papst 4412 F/2GL, dessen Drehzahl per Tachosignalkabel ausgelesen werden kann. Sowohl das original Fortron-Netzteil als auch der Noiseblocker-Vertreter verfügen nicht über diese Monitoring-Fähigkeit, obwohl man das Tachosignalkabel des Noiseblocker-Lüfters hätte abgreifen und nach außen führen können. Stattdessen kappt Noiseblocker das Signalkabel in unmittelbarer Nähe zum Lüftermotor.
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Der Noiseblocker-Lüfter wurde mittels Gummislicks vom Gehäuse entkoppelt, um die Vibrationen des Lüfters nicht auf das Netzteilgehäuse zu übertragen. Das Regelverhalten des Noiseblocker-Netzteils entspricht weitgehend dem des MR-Computertechnik-Pendants, sodass bei niedrigen Lastverhältnissen lediglich ein geringes Betriebsgeräusch vernehmbar war, das sich unter Last in äußerst moderaten Grenzen hielt.
Das thermischen Konzept der Fortron-Basis blieb dahingegen unangetastet: Der riesige 120 mm-Lüfer saugt wirkungsvoll die heiße Abwärme der CPU ab und transportiert sie über die Wabenstruktur der Rückwand nach außen. Die Rückwand wurde von Fortron bewusst verschlossen, um ein Zurückströmen der erwärmten Luft ins Gehäuse zu verhindern.
Der innere Aufbau gibt wenig Anlass zu Kritik, alleine die bescheidenen Ausmaße der Kühlrippen fallen im Vergleich zu anderen Silent-Vertretern ins Auge. Ansonsten wirkt das Netzteil geradezu aufgeräumt, insbesondere durch den beträchtlichen Platzbedarf des 120 mm-Lüfters wurde ein kompakterer Aufbau nötig, der letztendlich die geringen Abmessungen der Kühlrippen erklärt.
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Über zwei Einstellpotentiometer können Spannungskorrekturen vorgenommen werden, es sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ausschließlich Fachpersonal solche Eingriffe vornehmen sollte – wird das Gehäuse eigenmächtig geöffnet, erlischt die Garantie!
Dem Anwender stehen fünf 4-Pin- und zwei Floppy-Anschlüsse, der übliche 20-Pin ATX-Haupt-Anschluss sowie ein 6-Pin AUX-Mainboard- und der +12 V-Anschluss zur Verfügung. Die Kabellänge kann als ausreichend bezeichnet werden: ATX-, Auxiliary- sowie 12V-Anschlusskabel verfügen über eine Länge von jeweils 53 cm, die übrigen drei Kabelbäume, die die Geräte-Stecker ausführen, weisen jeweils eine Länge von insgesamt 78 cm auf.
Ein wenig in Grübeln gerieten wir bei der integrierten Wasserpumpensteuerung: Ein im Rechner vorhandener Stromabgriff für die Pumpe macht durchaus Sinn, ob aber eine Nachlaufsteuerung für diese von 8-10 Sekunden nötig ist, wagen wir zu bezweifeln. Sobald die CPU ausgeschaltet wird, wird keinerlei thermische Energie erzeugt, die bereits entstandenen Abwärme fällt jedoch schlagartig ab; auch das im Radiator vorhandene Wasser bedarf keiner weiterer Abkühlungsmaßnahmen, da keinerlei Energie über die CPU nachgeführt wird.
Um unsere Meinung zu verifizieren, kontaktierten wir die Spezialisten von Icebear-Systems, deren professionelle Wasserkühlungen vorwiegend im Workstation und Servermarkt Anwendung finden, und auch dort war man der Meinung, dass man sich den Aufwand und die (zwar geringen) Kosten für die Nachlaufsteuerung hätte sparen können. Letztendlich wird die Lebensdauer der CPU – davon geht Noiseblocker bei ihrer Argumentation aus – keineswegs durch nachträgliche Kühlen verlängert. Sei es drum, Schaden kann die Nachlaufregelung nicht, für uns war lediglich eine Bewertung von Kosten und Nutzen wichtig.
Ärgerlicher erscheint jedoch die Tatsache, dass nicht jeder Pumpentyp an den internen Stromabgriff angeschlossen werden kann. Noiseblocker entschied sich für den schmalen Euronorm-Stecker, sodass Pumpen des beliebten Herstellers Eheim keinerlei Anschluss finden, da diese die breiten Schutzkontaktstecker verwenden.
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Die Leistungsverteilung des Noiseblocker/Fortron-Netzteils
| Leistung in Ampere | |
| +5 V | 25,5 A |
| +12 V | 16 A |
| -5 V | 0,3 A |
| -12 V | 0,8 A |
| +3.3 V | 28 A |
| + 5 VSB | 2 A |
| Total Output +5 V u. +3.3 V | 220 W |
Der Testkandidat wurde mit nachfolgendem Testsystem konfrontiert, mit dem das Fortron in der Praxis zusammentreffen könnte: Asus P4C800, Pentium 4 3.20 GHz, GeForce4 Ti4600, WD800JB, Toshiba SD-M1612, SBLive 5.1, Promise TX2 100 sowie 512 MB DDR-RAM.
Das System wurde mit unserem legendären Torture-Test, der wie üblich aus 100 Runden 3DMark2001 SE, SiSoft Sandra „burn-in“ und Prime95 besteht, ausgelastet.
| Schwankungen in % | 0-3% | 3-5% | 5-10% | +10% |
| Pentium 4 3.00 GHz | Ja | Nein | Nein | Nein |
Mustergültig verhielt sich das Fortron in Verbindung mit dem Pentium 4 3.00 GHz, dabei trat es kaum hörbar in Aktion – auch nach stundenlanger Beanspruchung war kaum etwas von dem Kraftspender zu hören. Bei extremen Belastungen und hoher Hitzeentwicklung im Inneren des Netzteils, wie sie während unseres Torture-Tests verursacht werden, erzeugt das Netzteil laut Hersteller eine Lärmemission von ca. 20 dB/A, bei geringen Auslastungen des Netzteils werden Werte von 11-15 dB/A, bei höherer Beanspruchungen ca. 19 dB/A erreicht.
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24.08.2003 by holger
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Fazit und Empfehlung
Das von Noiseblocker modifizierte Fortron-Netzteil weiß durch sein äußerst leises Betriebsgeräusch sowie durch sein stabiles und zuverlässiges Betriebsverhalten zu gefallen. Selbst die passive PFC-Regelung verursachte keinerlei Brumm- und Störgeräusche – bei billigeren Kraftspendern ist dies jedoch keinesfalls selbstverständlich.
Weniger durchdacht erscheint der Euronorm-Anschluss der internen Pumpensteuerung, hier sollte Noiseblocker nachbessern und auf Schutzkontaktanschlüsse umrüsten. Wer ohnehin keine Wasserkühlung einsetzt, der kann zum 10 Euro günstigeren Modell greifen, wodurch 115 Euro fällig werden.
Das NB-Fortron UltraSilent 350 Watt incl. H2O Steuerrelais kann bei Noiseblocker zum Preis von 125 Euro bestellt werden!
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