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Neu von MSI

NesteQ E2CS X-Strike XS-1000 - Go for Gold!

Autor: doelf - veröffentlicht am 22.03.2010
s.1/14
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Kraftvoll und sparsam soll ein modernes Netzteil sein. NesteQ verspricht bei seinem Modell E2CS X-Strike XS-1000 eine Leistung von 1.000 Watt und eine typische Energieeffizienz von knapp 91 Prozent. Die Zertifizierung "80Plus Gold", derzeit die höchste Wertung von 80Plus, hat das Gerät bereits erhalten. Nun tritt es bei Au-Ja zum Test an, um sich unseren Editor's Choice zu sichern.


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Lange Zeit waren Computer wahre Stromschleudern, da die Hersteller bei den Netzteilen nur auf den Preis geachtet hatten. Durch die mieserable Energieeffizienz der Netzteile wurde ein großer Teil des Stroms ungenutzt als Abwärme in die Umgebung abgegeben. Da die entstandene Hitze abgeführt werden musste, drehten die Lüfter der Netzteile entsprechend schnell und erzeugten dabei einen hohen Lärmpegel. Energieeffiziente Hardware brachte in solchen Systemen kaum Vorteile, denn insbesondere bei geringer Last war der Wirkungsgrad der Netzteile sehr schlecht.

Leistungsfaktorkorrekturfilter (PFC)
Ausgerechnet als Prozessoren und Grafikkarten immer stromhungriger wurden, trat eine Wende ein. Nichtlineare Verbraucher wie Schaltnetzteile erzeugen unerwünschte Oberschwingungen und somit Abweichungen von der Sinuskurve, da sie den Strom in Form von kurzen, hohen Stromimpulsen ziehen. Diese höherfrequenten Abweichungen sind in zweierlei Hinsicht problematisch: Einerseits kännen sie zu Störungen bei anderen elektrischen Geräten führen, andererseits verursachen die Blindströme Verluste im Leitungsnetz und in den Transformatoren des Stromversorgers. Die Lösung für dieses Problem war der Leistungsfaktorkorrekturfilter (PFC), welcher in Europa seit dem 1. Januar 2001 für alle Netzteile, die mehr als 75 Watt aus dem Stromnetz ziehen, vorgeschrieben ist (DIN EN 61000-3-2).

Erstrebenswert ist ein Leistungsfaktor (Verhältnis zwischen Wirk- und Scheinleistung) von 1,0, doch ohne PFC erreichen Schaltnetzteile maximal einen Wert von 0,6. Durch die Verwendung eines passiven Filters, welcher aus Reihen einfacher Drosselspulen besteht, kann man den Leistungsfaktor auf 0,8 verbessern. Sinnvoll ist dies aus Kostengründen für Netzteile unter 200 Watt, denn aktive Filter sind aufwändiger und die hierfür notwendigen Bauteile teurer. Aktive Filter arbeiten mit Pulsbreitenmodulation, wobei die Transistoren selbst höherfrequente Störungen erzeugen, weshalb ein passiver Filter nachgeschaltet wird. Dessen Spulen sind jedoch deutlich geringer dimensioniert, so dass Netzteile mit aktiver PFC kleiner und leichter sind und zudem kühler arbeiten. Sie erreichen üblicherweise einen Leistungsfaktor von 0,99. Der aktive PFC darf als Grundlage für die Entwicklung sparsamer und leiser Netzteile betrachtet werden.

DC-DC-Technologie
Mit der Einführung der 80Plus-Zertifizierung wurde dann erstmals eine klare Messlatte für die Effizienz von Netzteilen gelegt, welche für den Kunden transparent und nachvollziehbar ist. Wenn das 80Plus-Logo auf einem Netzteilkarton zu finden ist, erreicht das Gerät in üblichen Lastzuständen eine Effizienz von mindestens 80 Prozent. Die Hersteller nahmen diese Zertifizierung schnell an, so dass bald weitere Effizienzklassen folgten. Die zweite Stufe "80Plus Bronze" ließ sich dabei noch mit gängigen Konstruktionen in Verbindung mit besseren Bauteilen erreichen, doch für Silber und Gold mussten die Hersteller tiefer in die Trickkiste greifen. Die Lösung nennt sich DC-DC-Technologie. Statt eines +12V/+5V-Transformators, bei dem eine Drossel +3,3V aus der +5V-Ebene erzeugt, kommt hier ein reiner +12V-Transformator zum Einsatz. Wie beim Spannungswandler des Mainboards übernehmen dann zwei VRMs (Voltage Regulator Module) die Erzeugung von +5V sowie +3,3V. Diese Bauweise spart nicht nur Platz, sondern ermöglicht auch eine Energieeffizienz von um die 90 Prozent.

Offizielle 80 Plus Resultate
Betrachten wir zunächst die unabhängigen Messergebnisse von 80 Plus. Die Messungen von 80 Plus werden mit 115 Volt vorgenommen, unsere Testsysteme werden aber mit 230 Volt betrieben. Daher kann es vorkommen, dass sich einzelne Netzteile abweichend verhalten. Zudem sind Qualitätsschwankungen in der Produktion möglich. Folgende Modelle werden wir heute zum Vergleich heranziehen:

  • be quiet! Dark Power Pro P8-900W (80Plus Silber)
  • be quiet! Dark Power Pro P7-750W (80Plus Bronze)
  • Cougar 1000 CM (80Plus Bronze)
  • FSP Everest 1010(80Plus Standard)
  • NesteQ E2CS X-Strike XS-1000 (80Plus Gold)
  • Nexus RX-8500 (ohne Zertifizierung)
  • XFactor REX-750AS (80Plus Bronze)

Wirkungsgrad laut 80 Plus:
Modell 20% 50% 100% Ø
be quiet! Pro P8-900W 87,83 89,37 85,96 87,72
be quiet! Pro P7-750W 82,80 85,59 82,68 83,69
Cougar 1000 CM 85,67 87,43 83,60 85,56
FSP Everest 1010 84,22 85,10 80,06 83,13
NesteQ XS-1000 88,23 90,93 89,20 89,46
XFactor REX-750AS 82,04 85,30 83,01 83,45

Für die "80Plus Standard"-Wertung muss das Netzteil in drei Lastzuständen mit einer Effizienz von mindestens 80 Prozent arbeiten. Die Anforderungen für "80Plus Bronze" liegen etwas höher, hier muss das Gerät bei 20- und 100-prozentiger Auslastung zumindest 82 Prozent und bei Halblast sogar 85 Prozent Effizienz erreichen. Wer nach "80Plus Silber" greift, muss bei 20- und 100-prozentiger Auslastung mit 85 Prozent Effizienz aufwarten und bei Halblast zumindest 88 Prozent erreichen. Die Königsklasse "80Plus Gold" verlang eine Effizienz von 87 Prozent bei 20- und 100-prozentiger Auslastung sowie eine 90-prozentige Effizienz bei Halblast.

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