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Im Test: 4 Mainboards und 4 Chipsätze für Intels Pentium 4 mit DDR400/FSB800 - 1/24
19.12.2003 by doelf
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Update 30.10.2004:

Der Chipsatz-Markt für Intels Pentium 4 wird immer voller: Neben Intel selbst finden wir SiS, ALi, VIA und ATi mit diversen Angeboten, und jeder Hersteller bietet neben DDR400 auch Hyper-Threading und FSB800 für die aktuelle Prozessorgeneration an. Auch für die CPUs mit Prescott-Core, welche uns 2004 erwarten, wollen die Hersteller schon vorgesorgt haben. Ob dies der Fall ist, werden wir aber erst nach dem Erscheinen dieser neuen Pentium 4-Generation mit Sicherheit sagen können. In den letzten Wochen hatten wir uns einige Mainboards mit diversen Pentium 4-Chipsätzen ansehen, wobei wir auch die Frage untersuchten, ob sich ein einkanaliger Speichercontroller noch lohnt oder es auf jeden Fall ein Dual-Channel-Interface sein sollte.
Als Referenz für diesen Test dient uns das EPoX 4PCA3+ mit Intels i875P (Canterwood) Chipsatz, welches derzeit zu den schnellsten Mainboards für diese Plattform zählt. An dieser Platine müssen sich die folgenden Kandidaten messen lassen:

Besonders auf die Performance der beiden "Exoten" von VIA und ALi sind wir gespannt!

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Im Test: 4 Mainboards und 4 Chipsätze für Intels Pentium 4 mit DDR400/FSB800 - 2/24
19.12.2003 by doelf
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Mit Intels i865-Familie hatten wir uns seit dem Artikel Intel D865GBF - Intel Springdale (i865PE/G/P) Premiere des Öfteren beschäftigt. Im Gegensatz zum i875P (Canterwood) beherrscht der Springdale offiziell kein PAT (Performance Accelerating Technology) und unstützt keinen REG/ECC-Speicher. Für den Heimgebrauch ist einzig PAT von Interesse, und das haben findige BIOS-Ingenieure dem Springdale nachträglich vergönnt - erstmals übrigens auf dem Asus P4P800! Von den Herausforderern im heutigen Test hebt sich der i865PE durch seinen Dual-Channel-Speichercontroller ab, der einen deutlichen Speicherbandbreiten- und somit auch Leistungsvorteil bieten sollte.

Das Asus P4P800 Deluxe lag uns in der Revision 2.00A vor. Asus hat sich bemüht, möglichst viele Funktionen ins I/O-Shield zu integrieren und somit zusätzliche Slotblenden einzusparen:

Verzichten müssen wir - trotz der Deluxe-Variante - auf COM 2, 4 weitere USB 2.0 Anschlüsse, weitere Firewire-Ports und weitere Audio-Ausgänge. Auf dem Mainboard selber finden wir die benötigten Header, somit können alle fehlenden Anschlüsse mit Zubehör nachgerüstet werden. So löblich wir es finden, möglichst viele Funktionen im I/O-Panel zu integrieren, so sehr stellen wir die Bezeichnung "Deluxe" für das Gebotene in Frage. Wer ein 5.1-Lautsprecherset einsetzt, der muß auf die Audio-Eingänge verzichten, digitale Audio-Eingänge vermissen wir gänzlich, ein zweiter Firewire-Port wäre willkommen und die Ausführung aller USB-Anschlüsse ebenfalls.

Doch es gibt noch weitere Einschränkungen: Der Platz des ersten PCI-Steckplatzes bleibt leider leer, dabei hätte das Layout einen sechsten PCI-Slot problemlos erlaubt. Nun mag so mancher argumentieren, daß bei der Benutzung aktiv gekühlter Grafikkarten der erste PCI-Steckplatz sowieso nicht benutzt wird, doch was hält den Besitzer einer solchen Grafikkarte davon ab, einen vorhandenen Steckplatz einfach ungenutzt zu belassen? Richtig: Nichts! Somit würden wir lieber sechs PCI-Steckplätze sehen und es dem Benutzer überlassen, ob er sie nun nutzt oder nicht.

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19.12.2003 by doelf
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Links von PCI #1 finden wir einen 3Com Marvell 940-MV00 Gigabit-LAN PCI-Controller, auf die Anbindung eines Intel Gigabit-LAN Chips per CSA hat Asus verzichtet (wie war das noch mal mit Deluxe?). Gleich darunter befinden sich die Audio-Anschlüsse und links neben dem dritten PCI Slot sitzt der AC97 Audio-Codec AD1980 von Analog Devices. Dieser Chip stellt - wenn man ihn richtig einsetzt - eine hochwertige Soundlösung dar.

Links unten sitzt ein VIA VT6307, welcher den IEEE 1394 Firewire-Anschluß versorgt. Dieser liegt recht weit vom Anschluß im I/O-Shield und auch vom zweiten Header in der Mitte des unteren Platinenrandes entfernt. Dazwischen finden wir den WiFi-Steckplatz und die Power-LED, die uns anzeigt, ob die Platine derzeit Strom bekommt oder nicht. Das Slotblech für die weiteren Firewire-Anschlüsse sowie das WiFi-Modul gehöhrten nicht zum Lieferumfang unseres Mainboards.

Weiter rechts am unteren Platinenrand finden wir einen Anschluß für die zweite serielle Schnittstelle, die im I/O-Shield ja dem digitalen Audio-Ausgang weichen mußte. Das passende Slotblech ist im Lieferumfang allerdings nicht enthalten.

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Im Test: 4 Mainboards und 4 Chipsätze für Intels Pentium 4 mit DDR400/FSB800 - 4/24
19.12.2003 by doelf
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Rechts des vierten PCI-Slots finden wir einen VIA VT6410 P-ATA RAID-Controller. Dessen Anschlüsse platziert Asus rechts neben der BIOS Batterie sowie am rechten Rand des Mainboards. Letzteren führt der Hersteller um 90° gedreht aus, wodurch er langen PCI-Karten in den Steckplätzen 1 bis 3 nicht mehr im Wege ist. Allerdings befinden sich dort die Southbridge ICH5-R mit ihren beiden S-ATA Anschlüssen sowie zwei weitere USB 2.0-Header für die USB-Anschlüsse 5 bis 8 - leider packt Asus auch für diese Header keine Slotbleche bei! Bleibt noch das BIOS zu erwähnen, welches erfreulicher Weise gesockelt ausgeführt wird.

Da das Mainboard eigentlich ein Design für 6 PCI-Steckplätze ist, rückt der Speicher langen Grafikkarten dicht auf die Pelle. Unsere Asus V9950 Ultra kann problemlos eingesetzt werden, es wird allerdings sehr eng. Die Karten anderer Hersteller könnten hier zu einem Problem werden. Gut platziert wurden die IDE-Anschlüsse sowie der ATX-Stromanschluß, die wir hinter den DIMM-Slots finden.

Die Northbridge kühlt Asus erfreulicherweise passiv, durch die Montage des Kühlkörpers parallel zum AGP-Steckplatz gewinnt Asus wichtige Millimeter für Grafikkarten mit aufwendigen Kühlern.

Die Stromversorgung stammt von Analog Devices und wird durch einen ADP3180 sowie drei ADP3418 realisiert. Sie sollte auch mit extremen Pentium 4 Prozessoren oder übertaktungswütigen Benutzern gut zurecht kommen. Womit wir beim nächsten Thema wären:

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19.12.2003 by doelf
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Resourcen
Asus gelingt etwas Erstaunliches: Obwohl 8 PCI INTs zur Verfügung stehen, gibt es nicht einen einzigen PCI-Steckplatz, der seine Resourcen nicht mit einem anderen Steckplatz oder Gerät teilen muß!

  INT A INT B INT C INT D INT E INT F INT G INT H
AGP X - - - - - - -
PCI#1 - - - - - X - -
PCI#2 - - - - - - X -
PCI#3 - - - - - - - X
PCI#4 - - - - X - - -
PCI#5 - - - - - X - -
USB 2.0 H1 X - - - - - - -
USB 2.0 H2 X - - - - - - -
USB 2.0 H3 - - X - - - - -
USB 2.0 H4 - - - X - - - -
USB 2.0 - - - - - - - X
LAN - - - - - - X -
Audio - X - - - - - -
RAID - - - - - - - X
Firewire - - - - X - - -

Stabilität
Wie jedes Mainboard, das wir testen, mußte auch das Asus P4P800 Deluxe einen dreistufigen Stabilitätstest über sich ergehen lassen.

  1. Zunächst wurde Windows 2000 installiert und mit SP4 sowie DX9 versehen: keine Probleme
  2. Im zweiten Schritt folgten die Benchmarks bei FSB800 mit zwei DDR400 Riegeln im Dual-Channel-Betrieb: keine Probleme
  3. Zuletzt sorgten 3DMark2001SE, SiSoft Sandra und Prime95 für einen Tag Dauerlast: keine Probleme
Hierbei wurde der DDR400 Speicher mit 2,5-8-3-3 Timings betrieben. Hinsichtlich der Kompatibilität zum Arbeitsspeicher gibt es Folgendes zu berichten: Alle Stabiliätstest wurden mit aktiviertem Memory Acceleration Mode durchgeführt, das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ohne Probleme rennt das Asus P4P800 Deluxe durch unseren Stabilitätstest und läßt keinen Grund zum Tadel. Es gelang uns nur einmal, das Mainboard ins Wackeln zu bringen, und dabei mußten wir während des Auslesens einer Audio-CD mit Exact Audio Copy (EAC) ein Firewire-Gerät an das Asus P4P800 Deluxe anschließen. Dies wurde mit dem sofortigen Absturz quittiert, sollte in der Praxis aber kaum vorkommen ;-)

BIOS und Overclocking
Im BIOS 1010 bietet Asus folgende Optionen zum System-Tuning und Overclocking:

Das Mainboard bietet somit alles, was wir für ein erfolgreiches Overclocking benötigen. Wie auch schon in vorherigen Tests, benutzen wir einen 3,0 GHz Pentium 4 Prozessor, der im Bereich von 2,4 bis 3,0 GHz unlocked ist. Wir stellen unsere CPU auf 2,4 GHz (12 x 200 MHz) und erhöhen den FSB von 4 x 200 auf 4 x 250 MHz. Damit erreichen wir mit unserem Prozessor wieder dessen spezifizierte 3 GHz (12 x 250 MHz), zumindest wenn Mainboard und Chipsatz dies mitmachen. Leider verweigerte das Asus P4P800 bei 1000 MHz FSB einen stabilen Betrieb und verabschiedete sich recht schnell mit Freezes und Reboots. Schade, das haben wir schon einige Male besser gesehen. Bereits knapp über 240 MHz fing unser Exemplar an zu wackeln, dabei betrieben wir den Speicher unterhalb von 200 MHz (DDR400)!

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19.12.2003 by doelf
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Intels i848P Chipsatz ist kein aufgebohrter i845PE, sondern ein abgespeckter i865PE, dem ein Speichercontroller fehlt. Somit gibt es statt Dual-Channel-DDR400 nur Single-Channel-Kost, die anderen Funktionen des Chipsatzes gleichen denen des großen Bruders: Intels Communication Streaming Architecture (CSA) wird ebenso unterstützt wie die ICH5/-R Southbridge, allerdings kann man auch die ältere ICH4 anbinden (was Intel nicht empfiehlt, man will ja das neue Modell verkaufen). Welche Southbridge verwendet wird, ist eine Frage des anvisierten Verkaufspreises. Kommen wir zu den wichtigsten Eckpunkten des Chipsatzes:

Die größte Einschränkung dürfte der maximale Speicherausbau von 2 GB sowie die Limitierung der DIMM-Slots auf zwei sein. Doch auch damit kann wohl fast jeder leben!
Weitere Details zum i848P finden wir auf Intels Homepage.

Das Albatron PX848PV/Pro bietet brave Hausmannskost und ein I/O-Shield streng nach ATX-Spezifikation:

Im Gegensatz zum Asus P4P800 Deluxe finden wir einen Gameport sowie eine zweite serielle Schnittstelle. Zwei weitere USB 2.0-Schnittstellen stellt Albatron mit einem Slotblech zur Verfügung, ein weiterer Header bleibt dem Front-USB des Computergehäuses vorbehalten. Das Albatron PX848PV/Pro soll ein solides Einsteiger-Mainboard sein, Deluxe wird nicht versprochen. Angesichts eines anvisierten Verkaufspreises von 76 Euro geht das Gebotene in Ordnung.

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19.12.2003 by doelf
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Ebenso wie Asus verzichtet auch Albatron auf den ersten PCI-Slot und läßt dessen Platz brach liegen. Schade, sechs PCI-Slots hätten das Mainboard aufwerten können. Zudem gibt es auch nur zwei DIMM-Slots, die allerdings beliebig mit DDR266, DDR333 oder DDR400 Riegeln bestückt werden können. Der Abstand zum AGP-Steckplatz ist recht gering, lange Grafikkarten müssen vor dem Aus- oder Einbau des Speichers entfernt werden.

Auf der Northbridge finden wir einen massiven Kühlkörper, der ein hohes Übertaktungspotential suggeriert. Der Kühler wurde parallel zum AGP-Slot ausgerichtet und sollte auch beidseitig gekühlten Grafikkarten nicht im Wege sein.

Während der ATX-Stromanschluß gleich hinter den Speicherbänken zu finden ist, hat Albatron die IDE-Anschlüsse (S-ATA bietet das Albatron PX848PV/Pro nicht) knapp unterhalb des AGP-Steckplatzes in einem 90 Grad Winkel zu den PCI-Steckplätzen angeordnet. Ausladende Kühlerkonstruktionen auf der Grafikkarte machen einen IDE-Kabelwechsel zu einer fummeligen Angelegenheit. Erfreulich: Lange PCI-Karten finden in den PCI-Slots 3 bis 5 dann doch noch ihren Platz.

Den Floppy-Anschluß legt Albatron unter den fünften PCI-Steckplatz, was auf den ersten Blick überaus unsinnig erscheint. Im OEM-Sektor ist es jedoch nicht unüblich, die Flachkabel der Diskettenlaufwerke hinter dem Mainboard zu verlegen. Wer derart vorgeht, erspart sich Kabelgewirr und verbessert den Luftfluß im PC. Gleich rechts neben dem Floppy-Anschluß finden wir zwei USB-Header, die dort gut erreichbar liegen. Ein Slotblech für einen der Header ist im Lieferumfang enthalten.

Unter den IDE-Anschlüssen des Albatron PX848PV/Pro finden wir die BIOS-Batterie und den CLEAR-CMOS-Jumper. Links daneben liegt die ICH4, Intels Southbridge der 84x-Generation ohne Serial-ATA.

Der BIOS-Chip befindet sich links des vierten PCI-Steckplatzes, er wurde leider verlötet ausgeführt. Links vom zweiten PCI-Slot ist ein 3Com 910 LAN-Chip zu verorten, ein kleines Stück darüber finden wir den Realtek ALC655 AC97 Chip, der die Audio-Funktionalität des Chipsatzes herausführt.

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19.12.2003 by doelf
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Resourcen
AGP und PCI #1 teilen sich einen INT A, das ist sinnvoll, denn zumeist bleibt PCI #1 bei der Verwendung von AGP-Grafikkarten ungenutzt. PCI #3 und #4 müssen sich die Resourcen nicht teilen, PCI #2 und #5 sharen mit dem USB-Controller bzw. Hub, was im Allgemeinen unproblematisch ist. Audio und LAN erhalten einen eigenen IRQ. Die Resourcenverteilung des Albatron PX848PV Pro ist gut gelungen.

  INT A INT B INT C INT D INT E INT F INT G INT H
AGP X - - - - - - -
PCI#1 X - - - - - - -
PCI#2 - - - X - - - -
PCI#3 - - - - - X - -
PCI#4 - - - - - - X -
PCI#5 - - - - - - - X
USB 2.0 H1 X - - - - - - -
USB 2.0 H2 - - X - - - - -
USB 2.0 H3 - - - X - - - -
USB 2.0 - - - - - - - X
LAN - - - - X - - -
Audio - X - - - - - -

Stabilität
Wie jedes Mainboard, das wir testen, so mußte auch das Albatron PX848PV/Pro einen dreistufigen Stabilitätstest über sich ergehen lassen.

  1. Zunächst wurde Windows 2000 installiert und mit SP4 sowie DX9 versehen: keine Probleme
  2. Im zweiten Schritt folgten die Benchmarks bei FSB800 mit zwei DDR400 Riegeln: keine Probleme
  3. Zuletzt sorgten 3DMark2001SE, SiSoft Sandra und Prime95 für einen Tag Dauerlast: keine Probleme
Hierbei wurde der DDR400 Speicher mit 2,5-8-3-3 Timings betrieben. Hinsichtlich der Kompatibilität zum Arbeitsspeicher gibt es Folgendes zu berichten: Das Albatron PX848PV/Pro ist völlig unproblematisch, es zeigt keinerlei Instabilitäten und besteht unseren Stabilitätstest ohne Ausrutscher.

BIOS und Overclocking
Im BIOS 1.01 bietet Albatron folgende Optionen zum System-Tuning und Overclocking:

Das Mainboard bietet alle nötigen Optionen zum Speicher-Tuning, der AGP/PCI-Takt läßt sich feststellen und der Umfang von bis zu 550 MHz für den externen Takt der CPU, aus dem auch der FSB resultiert, ist sehr großzügig bemessen. Alleine der Mangel an Voltage-Optionen bremst die Übertaktungsfreude! In der Praxis kommt das Mainbard problemlos auf 4 x 250 MHz und erreicht somit einen FSB von einem glatten Gigahertz. Bis 256 MHz können wir noch gehen, dann bekommen wir Stabilitätsprobleme. Dennoch: Dieses Ergebnis ist hervorragend, besonders wenn man bedenkt, daß wir beim Asus P4P800 Deluxe gerade einmal 240 MHz erreichen konnten.
Mit der Option "ClockRatio: 8x" läßt sich der Multiplikator jedes Pentium 4 auf 8x zwingen, allerdings bringen 8x 250 MHz lediglich 2 GHz, weshalb diese Option wohl nur mit Celerons oder alten FSB400 Northwoods einen Versuch wert wäre.

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Im Test: 4 Mainboards und 4 Chipsätze für Intels Pentium 4 mit DDR400/FSB800 - 9/24
19.12.2003 by doelf
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Seit VIA die notwendigen Lizenzen für die Herstellung und den Vertrieb von Pentium 4 Chipsätzen hat, scheinen mehr und mehr Mainboard-Hersteller wieder Vertrauen in den taiwanesischen Chiphersteller zu setzen. Dies mag auch an der Schwächephase liegen, die SiS Mitte 2003 an den Tag gelegt hat. Der PT800 wird von VIA gegen Intels i848P positioniert und bietet wie dieser ein einkanaliges DDR400-Speicherinterface. Hier die wichtigsten Punkte:

Gerade die VT8237 Southbridge hebt durch ihre Serial-ATA/RAID Funktionalität den VIA PT800 Chipsatz aus der Masse hervor. Die Southbridge selber unterstüzt die RAID Modi 0 und 1 sowie zwei S-ATA Ports, durch einen Zusatzchip läßt sich die Funktionalität auf RAID 0+1 sowie 4 Ports erweitern. Zwar wäre auch die Kombination von Intels i848P mit der ICH5-R denkbar, die meisten Hersteller setzen jedoch nur die ICH5 (Serial-ATA ohne RAID) oder ICH4 (kein Serial-ATA) auf ihren preiswerten Platinen ein. Hier können Mainboards mit VIA-Chipsatz einen Ausstattungsvorteil vorbuchen und Punkte sammeln.
Weitere Details zum PT800-Chipsatz bietet VIA an.

Wie Asus, so integriert auch MSI beim PT8 Neo etliche Anschlüsse in das I/O-Panel:

Wir vermissen den Gameport, COM 2 sowie weitere USB 2.0- und Audio-Anschlüsse. In Anbetracht eines Verkaufspreises von unter 80 Euro können wir uns allerdings kaum beklagen!

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Im Test: 4 Mainboards und 4 Chipsätze für Intels Pentium 4 mit DDR400/FSB800 - 10/24
19.12.2003 by doelf
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Wie beim Asus P4P800 Deluxe und dem Albatron PX848PV/Pro hat auch MSI beim PT8 Neo den ersten PCI-Steckplatz freigelassen. Und wie das Albatron PX848PV/Pro bietet auch das MSI PT8 Neo lediglich zwei DIMM-Slots, die sich für DDR266, DDR333 oder DDR400 Speicher eignen. Auch auf diesem Mainboard sitzen die Speicherbänke sehr dicht am AGP-Steckplatz, so daß lange AGP-Grafikkarten im Falle eines Speicher Ein- oder Ausbaus entfernt werden müssen. ATX-Stromanschluß und Floppy-Buchse finden wir idealer Weise hinter den Speicherslots.

Die Northbridge wird passiv gekühlt und wurde um 45° gedreht, um die Leiterbahnen kurz zu halten. Der verwendete Kühlkörper ist recht niedrig, wird aber nicht allzu heiß und reicht völlig aus.

Die IDE-Anschlüsse gruppieren sich um die VIA VT8237 Southbridge, die neben ATA133 auch S-ATA/RAID beherrscht. Die Ausführung der ATA133-Anschlüsse parallel zu den PCI-Steckplätzen blockiert den obersten PCI-Slot für längere PCI-Karten, der Abstand zu AGP-Grafikkarten ist jedoch groß und somit unproblematisch. Die Serial-ATA Anschlüsse finden wir rechts darunter, links daneben liegt die Southbridge.

Weiterhin befinden sich zwei Realtek-Chips auf der Platine: Unten links ist der ALC655 PC97-Audio-Codec zu lokalisieren, links oberhalb des AGP-Steckplatzes sitzt ein RTL8201BL, der die LAN-Funktionalität verwirklicht. Das BIOS, welches wir links neben dem dritten PCI-Steckplatz finden, wurde leider verlötet.

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Resourcen
Der VIA PT800 stellt 4 INTs für PCI-Karten zur Verfügung, MSI gibt PCI #2, #3 und #4 einen eigenen IRQ, PCI #1 und #5 teilen sich INT A mit dem AGP-Steckplatz. Vier weitere INTs stehen den Geräten zur Verfügung, die über die Southbridge realisiert werden. Dies sind S-ATA, USB 2.0, LAN und Audio, die jeweils einen eigenen INT bekommen. Die Resourcenvergabe des MSI PT8 Neo ist gut gelungen.

  INT A INT B INT C INT D INT E INT F INT G INT H
AGP X - - - - - - -
PCI#1 X - - - - - - -
PCI#2 - X - - - - - -
PCI#3 - - X - - - - -
PCI#4 - - - X - - - -
PCI#5 X - - - - - - -
USB 2.0 - - - - - X - -
LAN - - - - - - - X
Audio - - - - - - X -
S-ATA - - - - X - - -

Stabilität
Wie jedes Mainboard, das wir testen, so mußte auch das MSI PT8 Neo einen dreistufigen Stabilitätstest über sich ergehen lassen.

  1. Zunächst wurde Windows 2000 installiert und mit SP4 sowie DX9 versehen: hierbei kam es zu Datenverlusten.
    Wir hatten Rundkabel von EPoX am MSI PT8 Neo angeschlossen, und dies nahm uns das Mainboard übel. Da die Kabel zuvor fehlerfrei funktionierten, schlossen wir Rundkabel von Akasa an, und auch hier kam es zu Instabilitäten. Änderten wir die Speicher-Timings im BIOS, so war mit Rundkabeln nicht einmal der Windowsstart möglich. Voodoo? Betroffen war nur der Primary-IDE-Anschluß, an dem unsere Festplatte hing. Zudem wurde die Stabilität besser, wenn wir das Rundkabel weiter von der Stromversorgung unserer GeForce FX5900 Ultra entfernt verlegten. Ein Wechsel auf Flachkabel oder die von MSI mitgelieferten Faltkabel brachte Abhilfe - der Spuk war vorbei! Wer das MSI PT8 Neo einsetzen will, sollte bei der Verwendung von Rundkabeln also Vorsicht walten lassen. Da diese Kabel nicht den IDE-Spezifikationen entsprechen, wollen wir nicht zu sehr auf der Problematik herumreiten, zumal MSI gute Faltkabel beilegt.
  2. Im zweiten Schritt folgten die Benchmarks bei FSB800 mit zwei DDR400 Riegeln: keine Probleme
  3. Zuletzt sorgten 3DMark2001SE, SiSoft Sandra und Prime95 für einen Tag Dauerlast: keine Probleme
Hierbei wurde der DDR400 Speicher mit den SPD Timings betrieben. Hinsichtlich der Kompatibilität zum Arbeitsspeicher gibt es Folgendes zu berichten: Was zunächst wie ein klassischer Fehlstart begann, läßt wenig Grund zur Klage: Das MSI PT8 Neo arbeitet stabil und zuverlässig, einzig von der Verwendung fremder Rundkabel möchten wir abraten und die von MSI mitgelieferten Faltkabel empfehlen.

BIOS und Overclocking
Im BIOS 1.1.0 bietet MSI folgende Optionen zum System-Tuning und Overclocking:

Die Bandbreite der gebotenen Optionen ist geradezu erschreckend! 3,30 V für den Speicher? 2,20 V für die AGP 4x-Grafikkarte? Das ist - vorsichtig formuliert - etwas zuviel des Guten. Immerhin macht MSI im BIOS kenntlich, welche Werte gewüscht, okay, überhöht und absolut jenseits von Gut und Böse sind. Dabei hätte man sich letztere Kategorie unserer Meinung nach auch sparen können!
Hinzu kommen die Dynamic-Overclocking Optionen:

Von Hause aus ist Dynamic-Overclocking abgeschaltet, sollte der Benutzer jedoch die "High-Performance" statt der "Optimized" Werte im BIOS laden, so lag bei CPUZ im Zusammenspiel mit unserer 3 GHz CPU der Takt gleich um 70 Mhz höher! Wenn man die Beschreibung des CoreCell-Chips und der Dynamic-Overclocking-Funktionen liest, so könnte der Eindruck entstehen, die Lebenserwartung des PC würde durch diese Technik verlängert. Dem ist nicht so! Wie immer beim Übertakten, wird die Lebenserwartung verringert. Im Vergleich zum herkömmlichen Übertakten hat die dynamische Variante jedoch den Vorteil, nur dann einen höheren CPU-Takt bieten zu müssen, wenn auch Last anliegt. Idled der Prozessor, kann der Takt auf normales Niveau gesenkt werden. Da die CPU im Idle-Modus jedoch sowieso auf Sparflamme läuft, sollte dies kaum einen Unterschied in der Lebenserwartung ausmachen!

Doch kommen wir nun zu den Overclocking-Resultaten des bis an die Zähne bewaffneten MSI PT8 Neo: Wie die anderen Testkandidaten, so wurde auch das MSI PT8 Neo zunächst mit 4 x 250 MHz = 1 GHz FSB konfrontiert. Unser Pentium 4 3 GHz ist zwischen 2,4 und 3,0 GHz unlocked, weshalb wir ihn bei diesem FSB mit 12 x 250 MHz = 3 GHz innerhalb seiner Spezifikationen betreiben können. Der Speicher wurde mit 416 MHz angesprochen, weshalb für diesen Test DDR500 Speicher zum Einsatz kam (der Speicher sollte schließlich nicht der limitierende Faktor sein!). Leider lief das System nicht stabil, es kam zu Freezes und Reboots. Diese begannen schon oberhalb von 240 MHz, wodurch wir dem Mainboard einen maximalen FSB von 4 x 240 MHz = 960 MHz zugestehen können. Auch die Erhöhung der Voltages für North- und Southbridge brachten keine Besserung. Schade, etwas mehr hätten wir von diesem Mainboard schon erwartet!

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Im Test: 4 Mainboards und 4 Chipsätze für Intels Pentium 4 mit DDR400/FSB800 - 12/24
19.12.2003 by doelf
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ALis M1683 Northbridge wird per HyperTransport - genau wie beim Athlon 64 Chipsatz des taiwanesischen Herstellers - an die M1563 Southbridge angebunden. Während die M1683 alle Merkmale einer modernen Northbridge aufweist und ein Single-Channel-DDR400-Speicherinterface bietet (ALi gibt es gar für DDR500 frei), ist die Ausstattung der M1563 Southbridge doch recht mager: Serial-ATA- oder RAID-Funktionen suchen wir vergebens.

Lange Zeit hatten wir von ALi nichts mehr gesehen, dieser Chipsatz wird nun von Asrock, ECS und Albatron verbaut. Damit könnte der Hersteller zumindest im preiswerten Marktsegment wieder Fuss fassen - wir sind gespannt.
Weitere Daten zum Chipsatz finden sich auf der Homepage von ALi/ULi.

Wie beim Albatron PX848PV/Pro, so finden wir auch beim Albatron PX848 Like Pro ein I/O-Shield streng nach ATX-Spezifikation:

Für zwei weitere USB 2.0-Anschlüsse legt Albatron ein Slotblech bei, was in Anbetracht eines anvisierten Verkaufspreises von 64 Euro auch völlig ausreichend ist.

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Im Test: 4 Mainboards und 4 Chipsätze für Intels Pentium 4 mit DDR400/FSB800 - 13/24
19.12.2003 by doelf
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Auch das Albatron PX848 Like Pro bietet nur fünf PCI-Steckplätze, hier rückt jedoch der AGP-Steckplatz herunter und gibt den Raum zu den ATA133-Anschlüssen und den Speicherbänken frei. Beim Albatron PX848 Like Pro kann man somit Speicher wechseln oder IDE-Kabel tauschen, ohne zuvor die Grafikkarte entfernen zu müssen!

Links neben der ALi M1563 Southbridge finden wir zwei USB 2.0-Header, einer kann - wie gesagt - mit einem mitgelieferten Slotblech nach außen geführt werden. Rechts von der Southbridge finden wir die BIOS-Batterie sowie den CLEAR-CMOS-Jumper. Der Floppy-Anschluß sitzt nicht ganz am unteren Rand der Platine, somit wird es schwer, das Flachkabel des Diskettenlaufwerkes hinter dem Mainboard zu verlegen.

Links vom AGP-Steckplatz finden wir den Realtek ALC655, den wir auch auf dem Albatron PX848PV/Pro sowie dem MSI PT8 Neo angetroffen hatten. Etwas tiefer, in Höhe des zweiten und dritten PCI-Steckplatzes, hat Albatron einen 3Com Marvell 920-MV00 verbaut, welcher die LAN Funktionalität bietet.

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Im Test: 4 Mainboards und 4 Chipsätze für Intels Pentium 4 mit DDR400/FSB800 - 14/24
19.12.2003 by doelf
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Resourcen
ALis M1683/M1563 erlaubt die freie Vergabe von 8 INTs. Albatron gibt jeder Karte - von AGP bis PCI #5 - einen eigenen INT: Perfekt! Die beiden verbleibenden INTs werden vom USB 2.0 Controller und dem onboard LAN belegt. Der onboard Audio-Codec liegt mit PCI #5 zusammen, der USB 2.0-Hub mit PCI #2. Die Resourcen-Vergabe des Albatron PX848 Like Pro ist vorbildlich!

  INT A INT B INT C INT D INT E INT F INT G INT H
AGP X - - - - - - -
PCI#1 - X - - - - - -
PCI#2 - - X - - - - -
PCI#3 - - - X - - - -
PCI#4 - - - - X - - -
PCI#5 - - - - - X - -
USB 2.0 Hub - - X - - - - -
USB 2.0 - - - - - - - X
LAN - - - - - - X -
Audio - - - - - X - -

Stabilität
Wie jedes Mainboard, das wir testen, mußte auch das Albatron PX848 Like Pro einen dreistufigen Stabilitätstest über sich ergehen lassen.

  1. Zunächst wurde Windows 2000 installiert und mit SP4 sowie DX9 versehen: keine Probleme
  2. Im zweiten Schritt folgten die Benchmarks bei FSB800 mit zwei DDR400 Riegeln: die Werte wiesen große Schwankungen auf!
    Einmal zeigte das Albatron PX848 Like Pro eine gute Performance, dann wiederum brach es extrem ein. Konnten wir in einem Durchlauf von AIDA32 einen Lesewert von 2950 MB/s feststellen, so brachte ein späterer Durchlauf lediglich 871 MB/s. Wir informierten Albatron, doch dort konnte man zunächst kein Problem feststellen. Ein langes Wochenende später konnten wir einen Zusammenhang mit dem verwendeten "AGP Aperture Size" im BIOS sowie DirectX Software feststellen. Der Fehler trat deutlicher auf, wenn man ein "AGP Aperture Size" von 128 MB oder weniger einstellte, immer sorgte der Feher jedoch für einen dramatischen Einbruch der Speicherperformance nach dem Aufruf von DirectX Anwendungen. Mit diesen Angaben war es Albatron möglich, innerhalb von 12 Stunden ein neues BIOS zu schicken - 1.06B - das als Grundlage für diesen Testbericht dient. Mit diesem BIOS gar es keinerlei Probleme mehr.
  3. Zuletzt sorgten 3DMark2001SE, SiSoft Sandra und Prime95 für einen Tag Dauerlast: keine Probleme
Hierbei wurde der DDR400 Speicher mit SPD Timings betrieben. Hinsichtlich der Kompatibilität zum Arbeitsspeicher gibt es Folgendes zu berichten: Das Albatron PX848 Like Pro hatte von Anfang an keine Stabilitäts-, sehr wohl aber Performance-Probleme. Mit dem BIOS 1.06B wurden diese behoben und somit haben wir keinen Grund zur Klage mehr.

BIOS und Overclocking
Im BIOS 1.06B bietet Albatron folgende Optionen zum System-Tuning und Overclocking:

Der AGP/PCI-Takt kann bei diesem Mainboard nicht fest eingestellt werden, dafür stehen drei Teiler zur Auswahl. Beispiel:

Dies ist natürlich nicht optimal, es müssen Kompromisse eingegangen werden und entweder laufen die Erweiterungskarten zu langsam oder werden übertaktet. Lediglich bei 233,33 und 266,66 MHz betreibt man den AGP- und PCI-Bus genau innerhalb seiner Spezifikation.
Positiv finden wir die Voltage-Optionen, die wir beim Albatron PX848PV/Pro vermißt haben.

In der Praxis kommt das Albatron PX848 Like Pro problemlos mit 4 x 250 MHz = 1 GHz FSB zurecht, wobei der Arbeitsspeicher mit 414 MHz und der AGP/PCI-Bus mit 62/31 MHz getaktet wurde. Der winzige Northbridgekühler bleibt überraschend kühl. Selbst bei 4 x 266 MHz = 1,066 GHz FSB lief das preiswerte Mainboard noch stabil! Weitere Anhebungen quittierte es dann jedoch mit Freezes und Reboots. Dennoch: Mit 4 x 266 MHz setzt ausgerechnet der Lowcost-Chipsatz auf unserer preiswertesten Platine eine neue Bestmarke! Schade, daß man hier den AGP/PCI-Takt nicht feststellen kann!

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19.12.2003 by doelf
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Das Testsetup:
Wir haben unser Testsystem um diverse Speichermodule erweitert und verwenden nun eine Asus V9950 Grafikkarte mit GeForce FX5900 Ultra GPU, dem wir auch mit neuen Spielebenchmarks Rechung tragen werden.

Eine Anmerkung zum Testsetup: Hyper Threading funktioniert unter Windows 2000 SP4 fehlerfrei. Alle Benchmarks wurden mit dem Intel Pentium 4C 3,0 GHz durchgeführt, Hyper Threading war immer aktiviert.

USB 2.0 und Firewire Performance
Wir sind nun komplett auf SiSoft Sandra 2004 umgestiegen, welches wir auch für die Messung der USB 2.0-Performance verwenden. In einem externen Firewire-/USB 2.0 Case (Avance iFire2) befindet sich eine 2,5" Notebookfestplatte mit 40 GB und 4200 U/Min von IBM (IC25N040AT), wir schließen diese via Firewire bzw. USB 2.0 an die Testkandidaten an und messen die Performance:

SiSoft Sandra 2004
Asus P4P800
USB 2.0
i865PE
13145
19 MB/sec
18 MB/sec


Asus P4P800
Firewire
i865PE
13121
19 MB/sec
18 MB/sec


Albatron PX848PV
USB 2.0
i848P
13151
19 MB/sec
18 MB/sec


MSI PT8 Neo
USB 2.0
VIA PT800
13152
19 MB/sec
18 MB/sec


Albatron PX848Like
USB 2.0
ALi M1683
13324
18 MB/sec
14 MB/sec


EPoX 4PCA3+
USB 2.0
i875P
13059
19 MB/sec
18 MB/sec


Alle Mainboards lieferten über den USB-Anschluß ausreichend viel Strom, um unsere 40 GB IBM IC25N040AT zu versorgen. Die USB 2.0-Performace liegt bei allen Kandidaten Kopf-an-Kopf, nur das Albatron PX848 Like Pro mit der ALi M1563 Southbridge erreicht beim Lesen und Schreiben zwar eine geringere Übertragungsrate, bekommt von SiSoft Sandra 2004 aber dennoch die höchste Punktzahl - hierbei werden jedoch auch Zugriffszeiten sowie Burstraten berücksichtigt.

RightMarkt 5.0 Asus
P4P800
Albatron
PX848PV
MSI
PT8 Neo
Albatron
PX848Like
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringere=besser)
+9.33;-13.38 +0.30;-0.41 +0.32;-0.45 +0.31;-0.41
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-86.7 -86.0 -87.5 -82.1
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
86.0 78.4 80.0 76.6
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0.0054 0.043 0.043 0.081
Intermodulation
distortion, %
(kleiner=besser)
0.780 0.078 0.081 0.094
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-87.8 -80.4 -80.8 -73.0

Das Asus P4P800 Deluxe versagt hinsichtlich der wichtigen "Frequency response" voll und ganz, die gebotenen Werte sind bescheiden. Leider haben wir diese Ausrutscher beim AD1980 von Analog Device schon öfters sehen müssen, zuletzt zeigte QDIs Canterwood-Platine ähnlich schlechte Werte. Auch in Hinsicht auf die "Intermodulation distortion" kann das Asus P4P800 Deluxe nicht überzeugen, alle anderen Werte sind sehr gut. Dennoch: Mehr als "Ausreichend" wollen wir dem Kandidaten nicht geben, zu sehr kann man die Schwächen heraushören!
Das Albatron PX848PV Pro setzt auf Realteks ALC655 und erlaubt sich keinen Ausrutscher und erreicht gute bis sehr gute Ergebnisse, was wir mit einem "Gut" quittieren.
Auch MSIs PT8 Neo setzt den Realtek ALC655 ein, die Ergebnisse gleichen denen des Albatron PX848PV wie ein Ei dem anderen: "Gut".
Das Albatron PX848 Like Pro wurde ebenfalls mit einem Realtek ALC655 bestückt, allerdings arbeitet dieser nicht ganz so sauber wie auf den beiden anderen Mainboards. Es gibt auf der anderen Seite jedoch auch keine groben Ausrutscher, weshalb wir dem Mainboard ein gutes "Befriedigend" bescheinigen können.

IDE/PCI-Performance
Alle Mainboards zeigten eine gute IDE und PCI Performance. Am onboard ATA100-Controller erreichten die Mainboards mit Intel Chipsätzen (Asus P4P800 Deluxe, Albatron PX848PV Pro und EPoX 4PCA3+) 86 MB/s Burstrate mit einer 40 GB Maxtor Diamondmax Plus 8 bei Verwendung von HDTach 2.61. Steckten wir einen ZCyber SpeedWay 133+RAID in einen PCI-Steckplatz, so waren 110 MB/s zu verzeichnen, da dieser Controller im Gegensatz zur Intels Southbridges vom ATA133-Interface der Festplatte profitieren kann. Am VIA RAID-Controller des Asus P4P800 Deluxe kommen wir sogar auf 111 MB/s, das ist sehr ordentlich.
VIAs PT800 Chipsatz erreichte auf dem MSI PT8 Neo 109 MB/s Burstrate am onboard Controller sowie 108 MB/s am PCI Controller, beide Anschlüsse wurden im ATA133-Modus betrieben und lieferten die zu erwartenden Ergebnisse.
Der ALi M1683/M1563 auf dem Albatron PX848 Like Pro bot am onboard Controller 109 MB/s Burstrate, an unserer ZCyber PCI-Karte erreichte er knapp 97 MB/s, was nicht berauschend aber immerhin noch ausreichend ist.

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19.12.2003 by doelf
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CPU-, Bus- und Speichertakt
Nicht immer treffen die Mainboardhersteller die Taktraten genau, recht häufig verrechnet man sich ein wenig nach oben, wodurch derart "übertaktete Mainboards" in Benchmarks einen Vorteil haben. Wie sieht es bei den Testkandidaten aus?

Taktraten Asus
P4P800
Albatron
PX848PV
MSI
PT8 Neo
Albatron
PX848Like
Frequency response, dB
CPU-Takt
Soll: 3000 MHz
3006.0 3006.9 3013.1 3006.9
Bus-Takt
Soll: 800 MHz
801.8 801.8 803.5 801.9
Speicher-Takt
Soll: 200 MHz (DDR400)
200.5 200.5 200.9 200.5

Alle Mainboards liegen knapp über der Spezifikation, MSI taktet hierbei etwas höher als die anderen Hersteller und kann 6 bis 7 MHz Vorteil beim Prozessortakt erzielen. Bei der Betrachtung der Benchmarks wird dieser Vorteil von 0,2 Prozent aber kaum eine entscheidende Rolle spielen.

CPU-Performance
Sehen wir uns nun die Ergebnisse von SiSoft Sandra 2004 an:

SiSoft Sandra 2004: Dhrystone; Whetstone; Whetstone SSE
Asus P4P800
i865PE PAT
9121
3735
6698


Asus P4P800
i865PE
9198
3738
6768


Albatron PX848PV
i848P
9046
3755
6694


MSI PT8 Neo
VIA PT800
9202
3759
6704


Albatron PX848Like
ALi M1683
9301
3754
6615


EPoX 4PCA3+
i875P
9126
3784
6730


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19.12.2003 by doelf
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SiSoft Sandra 2004: INT/SSE; FPU/SSE
Asus P4P800
i865PE PAT
22945
33263

Asus P4P800
i865PE
22933
33180

Albatron PX848PV
i848P
22995
33270

MSI PT8 Neo
VIA PT800
23028
33194

Albatron PX848Like
ALi M1683
23033
33172

EPoX 4PCA3+
i875P
23156
33566

Bei SiSoft Sandra 2004 liegen alle Kandidaten eng beeinander, PAT bringen dem EPoX 4PCA3+ und dem Asus P4P800 Deluxe keine Vorteile, wenn es um die reine CPU-Performance geht. Die beiden Vertreter mit ALi und VIA Chipsätzen erlauben sich ebenfalls keinen Ausrutscher und schlagen sich sehr gut.
Vergleichen wir diese Ergebnisse mit den Resultaten von Futuremarks PCMark2002:

Futuremark PCMark2002: CPU
Asus P4P800
i865PE PAT
5438
Asus P4P800
i865PE
5488
Albatron PX848PV
i848P
5425
MSI PT8 Neo
VIA PT800
5467
Albatron PX848Like
ALi M1683
5427
EPoX 4PCA3+
i875P
5441

Keine klaren Vorteile, auch bei Futuremarks PCMark2002 liegen die Mainboards hinsichtlich der Prozessor-Power Kopf an Kopf.

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19.12.2003 by doelf
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Speicher-Performance
Nicht nur die reine CPU-Kraft entscheidet über die Leistungsfähigkeit eines Mainboards, auch der Speicherdurchsatz ist von Bedeutung. Hier wollen uns die Hersteller seit einiger Zeit die Vorteile eines zwei-kanaligen Speichercontrollers schmackhaft machen. Das Asus P4P800 Deluxe mit Intels i865PE Springdale-Chipsatz bietet einen solchen, auch unser Referenzmainboard in diesem Test, das EPoX 4PCA3+ mit Intels i875P Canterwood-Chipsatz, ist zweikanalig unterwegs. Während der i875P Intels PAT (Performance Acceleration Technology) von Hause aus beherrscht, zählt diese Option beim i865PE auf dem Asus P4P800 Deluxe zu den Übertaktungsmaßnahmen.
Sehen wir uns zunächst wieder die Ergebnisse von SiSoft Sandra 2004 an:

SiSoft Sandra 2004: Mem/INT; Mem/FPU
Asus P4P800
i865PE PAT
4754
4777

Asus P4P800
i865PE
4290
4284

Albatron PX848PV
i848P
2981
2992

MSI PT8 Neo
VIA PT800
3052
3040

Albatron PX848Like
ALi M1683
2924
2947

EPoX 4PCA3+
i875P
4812
4825

Das Ergebnis in diesem synthetischen Benchmark ist eindeutig: Die Chipsätze mit einkanaligem Speicherinterface liegen deutlich zurück, wobei sich VIAs PT800 vor Intels i848P schieben kann, der seinerseits einen kleinen Vorsprung vor ALis M1683 erzielt. Wurde PAT aktiviert, kann der Springdale auf dem Asus P4P800 Deluxe mit Intels Canterwood-Chipsatz mithalten, ohne PAT fällt der Springdale etwas zurück, liegt aber immer noch deutlich vor den Single-Channel-Herausforderern.
Und wie sehen die Ergebnisse bei Futuremarks PCMark2002 aus?

Futuremark PCMark2002: MEM
Asus P4P800
i865PE PAT
8852
Asus P4P800
i865PE
8092
Albatron PX848PV
i848P
7173
MSI PT8 Neo
VIA PT800
7278
Albatron PX848Like
ALi M1683
6943
EPoX 4PCA3+
i875P
8922

Futuremarks PCMark2002 bestätigt die Ergebnisse von SiSoft Sandra 2004, allerdings fällt hier der Vorteil der zweikanaligen Chipsätze geringer aus. Wieder kann der i865PE auf dem Asus P4P800 Deluxe nur dann mit dem Canterwood mithalten, wenn PAT aktiviert wurde. Ohne PAT ist der Vorsprung vor den einkanaligen Chipsätzen aber immer noch ordentlich. Bei diesen bestätigt sich die zuvor schon festgestellte Reihenfolge: VIA PT800 vor Intel i848P vor ALi 1683. Der Abstand ist allerdings nicht dramatisch.
Zuletzt betrachten wir noch die Ergebnisse von AIDA32:

AIDA32: Lesen; Schreiben
Asus P4P800
i865PE PAT
4668
1405

Asus P4P800
i865PE
3821
1277

Albatron PX848PV
i848P
2914
1108

MSI PT8 Neo
VIA PT800
2935
1009

Albatron PX848Like
ALi M1683
2983
949

EPoX 4PCA3+
i875P
4769
1435

Wie uns AIDA32 zeigt, liegen die Schreibraten aller Chipsätze gar nicht so weit auseinander. Wieder kann das Asus P4P800 Deluxe mit PAT an den Canterwood herankommen, ohne PAT setzt es sich von den Single-Channel-Mainboards ab. Hier zeigt das Albatron PX848 Like Pro mit ALi M1683 eine gute Leserperformance, schwächelt aber etwas beim Schreiben. Das Schreiben ist wiederum die Spezialität des Intel i848P, der VIA PT800 zeigt beim Lesen und Schreiben durchschnittliche Werte.
Allerdings sind diese drei Benchmarks rein synthetisch, ob die Messungen sich auch in der Praxis bestätigen, muß sich noch zeigen!

- Seite 18 -

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19.12.2003 by doelf
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Spiele-Performance
Beginnen wir mit den synthetischen Benchmarks von Futuremark:

Futuremark 3DMark2001SE
Asus P4P800
i865PE PAT
14556
Asus P4P800
i865PE
13540
Albatron PX848PV
i848P
13409
MSI PT8 Neo
VIA PT800
13539
Albatron PX848Like
ALi M1683
13270
EPoX 4PCA3+
i875P
14317

3DMark2001SE (DirectX 8.1) sieht den Canterwood-Chipsatz sowie das Asus P4P800 Deluxe mit PAT an der Spitze, ohne diese Tuning-Option fällt das P4P800 jedoch deutlich zurück und kann sich von den Single-Channel Verfolgern nicht absetzen. Das MSI PT8 Neo ist dem Asus dicht auf den Fersen, doch auch die Albatron Platinen mit Intels i848P sowie ALis M1683 liegen nicht weit zurück.

Futuremark 3DMark2003
Asus P4P800
i865PE PAT
5758
Asus P4P800
i865PE
5701
Albatron PX848PV
i848P
5663
MSI PT8 Neo
VIA PT800
5673
Albatron PX848Like
ALi M1683
5535
EPoX 4PCA3+
i875P
5793

3DMark2003 (DirectX 9) rückt das Feld sogar noch dichter zusammen: Wieder liegt unser Referenzboard von EPoX mit Intels Canterwood-Chipsatz vor dem Asus P4P800 Deluxe mit PAT, ohne PAT bleibt der Intel i865PE nur knapp vor VIAs PT800 sowie Intels i848P, der ALi M1683 fällt in diesem Test etwas zurück.
Betrachten wir nun ein paar echte Spiele:

Aquamark03
Asus P4P800
i865PE PAT
37056
Asus P4P800
i865PE
36424
Albatron PX848PV
i848P
36038
MSI PT8 Neo
VIA PT800
35871
Albatron PX848Like
ALi M1683
35980
EPoX 4PCA3+
i875P
37494

Bei Aquamark03 (DirectX 9) kann sich das Asus P4P800 Deluxe auch ohne PAT ein wenig von seinen Verfolgern absetzen, das MSI PT8 Neo fällt in diesem Test ein wenig zurück, VIA PT800, ALi M1683 und Intel i848P liegen dennoch eng beienander.

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19.12.2003 by doelf
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Unreal Tournament 2003: Flyby; Botmatch
Asus P4P800
i865PE PAT
177.0
61.37

Asus P4P800
i865PE
168.09
58.48

Albatron PX848PV
i848P
165.83
57.53

MSI PT8 Neo
VIA PT800
166.96
58.11

Albatron PX848Like
ALi M1683
166.55
57.68

EPoX 4PCA3+
i875P
179.75
62.39

Unreal Tournament 2003 (OpenGL) sieht ebenfalls das Asus P4P800 Deluxe mit PAT knapp hinter der Canterwood-Platine von EPoX, ohne PAT schrumpft der Vorspung dramatisch. Wieder ist das MSI PT8 Neo mit VIAs PT800 Chipsatz der ärgste Verfolger, aber auch die beiden Albatron-Mainboards liegen nicht weit zurück.

Gunmetal: Benchmark 1; Benchmark 2
Asus P4P800
i865PE PAT
28.41
33.64

Asus P4P800
i865PE
28.02
32.55

Albatron PX848PV
i848P
27.33
32.24

MSI PT8 Neo
VIA PT800
27.28
31.86

Albatron PX848Like
ALi M1683
27.76
31.74

EPoX 4PCA3+
i875P
29.38
34.68

Gunmetal (DirectX 9) ist unser letzter Spieletest und er bestätigt die bisherigen Ergebnisse:

- Seite 20 -

Im Test: 4 Mainboards und 4 Chipsätze für Intels Pentium 4 mit DDR400/FSB800 - 21/24
19.12.2003 by doelf
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Professionelle 3D- und Rendering-Performance
Genug gespielt, nun wollen wir sehen, was die Kandidaten bei der Arbeit leisten!

Cinebench 2003: Raytracing 1 CPU; 2 CPU
Asus P4P800
i865PE PAT
281
351

Asus P4P800
i865PE
283
349

Albatron PX848PV
i848P
288
347

MSI PT8 Neo
VIA PT800
288
351

Albatron PX848Like
ALi M1683
285
344

EPoX 4PCA3+
i875P
289
355

Das Raytracing fordert CPU-Power, hierbei kann sich das Asus P4P800 Deluxe auch nicht mit PAT absetzten. Die Canterwood-Platine von EPoX liegt vorne, der ALi M1683 auf dem Albatron PX848 Like Pro fällt zurück, die anderen Kandidaten drängen sich im Mittelfeld.

Specviewperf 7.1: 3dsmax02
Asus P4P800
i865PE PAT
11.41
Asus P4P800
i865PE
11.25
Albatron PX848PV
i848P
10.54
MSI PT8 Neo
VIA PT800
10.52
Albatron PX848Like
ALi M1683
10.18
EPoX 4PCA3+
i875P
11.74

Diesem Test der Specviewperf 7.1 Suite liegt die 3D-Software "3ds max" zu Grunde. 3ds max profitiert vom Dual-Channel-Speicherinterface des Springdale und des Canterwood Chipsatzes, auch ohne PAT distanziert das Asus P4P800 Deluxe seine Verfolger. Während das MSI PT8 Neo mit VIAs PT800 Kopf an Kopf mit dem Intel i848P auf Albatrons PX848PV Pro liegt, fällt das Albatron PX848 Like Pro ein weiteres Mal zurück. Der ALi M1683 hat noch Probleme mit anspruchsvoller Software oder aber das BIOS bedarf noch weiterer Optimierung.

SpecViewPerf 7.1: drv09
Asus P4P800
i865PE PAT
36.30
Asus P4P800
i865PE
36.30
Albatron PX848PV
i848P
36.30
MSI PT8 Neo
VIA PT800
36.30
Albatron PX848Like
ALi M1683
36.29
EPoX 4PCA3+
i875P
36.30

Die Software "DesignReview" aus der Specviewperf 7.1 Suite liefert keine neuen Erkenntnisse - abgesehen davon, daß der ALi M1683 wieder marginal zurückfällt.

- Seite 21 -

Im Test: 4 Mainboards und 4 Chipsätze für Intels Pentium 4 mit DDR400/FSB800 - 22/24
19.12.2003 by doelf
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SpecViewPerf 7.1: dx-08
Asus P4P800
i865PE PAT
26.63
Asus P4P800
i865PE
26.62
Albatron PX848PV
i848P
29.21
MSI PT8 Neo
VIA PT800
26.62
Albatron PX848Like
ALi M1683
22.52
EPoX 4PCA3+
i875P
29.21

Ebenfalls in Specviewperf 7.1 Suite finden wir die Software "Data Explorer": Die Ergebnisse sind ein wenig eigentülich, waren aber reproduzierbar. Ob mit oder ohne PAT, das Asus P4P800 Deluxe liegt mit dem MSI PT8 Neo auf einem Niveau, deklassiert werden beide vom EPoX 4PCA3+ (vom Canterwood erwarten wir ja eine hohe Leistung) und Albatrons PX848PV Pro (der Single-Channel-Chipsatz vermag uns hier jedoch zu überraschen!). ALis M1683 fällt wiederholt durch mäßige Performance auf.

SpecViewPerf 7.1: light-06
Asus P4P800
i865PE PAT
8.677
Asus P4P800
i865PE
8.406
Albatron PX848PV
i848P
8.280
MSI PT8 Neo
VIA PT800
8.280
Albatron PX848Like
ALi M1683
8.277
EPoX 4PCA3+
i875P
9.124

Lightscape ist die nächste Profi-Software aus der Specviewperf 7.1 Suite. Wieder einmal liegt die Canterwood-Platine vor dem Asus P4P800 Deluxe mit PAT, auch ohne PAT gelingt es dem Dual-Channel-Mainboard, die Verfolger auf Abstand zu halten. Der ALi M1683 liegt diesmal nicht allzu weit zurück.

SpecViewPerf 7.1: proe02
Asus P4P800
i865PE PAT
13.43
Asus P4P800
i865PE
12.82
Albatron PX848PV
i848P
12.26
MSI PT8 Neo
VIA PT800
12.07
Albatron PX848Like
ALi M1683
11.95
EPoX 4PCA3+
i875P
13.50

Beim Pro/ENGINEER schließt das Asus P4P800 Deluxe mit PAT wieder zum EPoX 4PCA3+ auf, ohne PAT liegt es vor dem i848P, der den VIA PT800 in Schach halten kann. ALis M1683 liegt wieder etwas zurück.

SpecViewPerf 7.1: ugs-03
Asus P4P800
i865PE PAT
8.259
Asus P4P800
i865PE
7.987
Albatron PX848PV
i848P
7.826
MSI PT8 Neo
VIA PT800
7.850
Albatron PX848Like
ALi M1683
7.828
EPoX 4PCA3+
i875P
8.284

Zum Abschluß betrachten wir Unigraphics: Das Asus P4P800 Deluxe ist mit PAT dem Canterwood dicht auf den Fersen, ohne PAT schrumpft der Vorsprung zu den Single-Channel-Chipsätzen deutlich. In diesem Test liegt VIAs PT800 vor ALis M1683 und Intels i848P, die Abstände sind jedoch gering.

- Seite 22 -

Im Test: 4 Mainboards und 4 Chipsätze für Intels Pentium 4 mit DDR400/FSB800 - 23/24
19.12.2003 by doelf
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Encoding-Performance
Die letzte Testreihe betrachtet die Performance beim Encoden von Video-Daten.

TMPEG 2.512.52.161: VCD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser)
Asus P4P800
i865PE PAT
178 Sek.
Asus P4P800
i865PE
179 Sek.
Albatron PX848PV
i848P
179 Sek.
MSI PT8 Neo
VIA PT800
180 Sek.
Albatron PX848Like
ALi M1683
188 Sek.
EPoX 4PCA3+
i875P
177 Sek.

Wir encoden unser Testvideo mit TMPEG und stoppen die benötigte Zeit. Das EPoX 4PCA3+ mit i875P Chipsatz liegt abermals in Führung, gefolgt vom Asus P4P800 Deluxe mit PAT. Ohne PAT liegen i865PE und i848P auf dem selben Niveau! Auch das MSI PT8 Neo hat nur eine Sekunde Rückstand auf diese beiden, eine schwache Leistung bietet das Albatron PX848 Like Pro, der Abstand ist deutlich!

Windows Media Encoder 9: 5384 kbit/s (niedrigere Werte sind besser)
Asus P4P800
i865PE PAT
1417 Sek.
Asus P4P800
i865PE
1439 Sek.
Albatron PX848PV
i848P
1442 Sek.
MSI PT8 Neo
VIA PT800
1433 Sek.
Albatron PX848Like
ALi M1683
1486 Sek.
EPoX 4PCA3+
i875P
1411 Sek.

Mit dem Windows Media Encoder 9 erstellen wir ein hochwertiges Video, auch hier geht unsere Referenzplatine mit Canterwood-Chipsatz in Führung, das Asus P4P800 Deluxe mit PAT liegt ein wenig dahinter. Ohne PAT kann das Asus Mainboard nur knapp gegen das Alabtron PX848PV Pro mit Intels i848P bestehen, das MSI PT8 Neo mit VIA PT800 Chipsatz zieht sogar an der Springdale-Platine vorbei! Schlußlicht: Das Albatron PX848 Like Pro mit ALi M1683.

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Im Test: 4 Mainboards und 4 Chipsätze für Intels Pentium 4 mit DDR400/FSB800 - 24/24
19.12.2003 by doelf
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Fazit




Asus P4P800 Deluxe
In den letzten Jahren hatte uns Asus mit umfangreichen Beigaben verwöhnt, es gab zwei oder drei Firewire-Ports, digitale Audio-Anschlüsse, alle USB-Schnittstellen wurden ausgeführt - das war wirklicher Luxus. Auch das Asus P4P800 Deluxe bietet eine ordentliche Ausstattung, Deluxe ist das aber nicht. Ein Gigabit-LAN Controller mit CSA-Anbindung, richtig guter onboard Sound und die Herausführung aller vorhandener Schnittstellen: das wäre wirklich deluxe! Positiv fällt die Verwendung der ICH5-R Southbridge sowie das recht gute Layout auf.
Die Stabilität des Asus P4P800 Deluxe ist gut und gibt keinen Anlaß zur Kritik, die Resourcenverteilung ist jedoch weniger gut gelungen.
In Sachen Performance liegt das Mainboard auf dem üblichen Niveau für Intel i865PE-Platinen. Asus bietet mit seinem "Memory Acceleration Mode" das PAT-Feature des Canterwood auch für seine Springdale-Mainboards an, die Performance des P4P800 Deluxe mit PAT liegt jedoch meist knapp hinter dem EPoX 4PCA3+ mit i875P. Dennoch, die Steigerung durch diese Tuning-Maßnahme ist überdeutlich, ohne PAT kann sich der i865PE nur mühsam von seinen Mitbewerbern mit einkanaligem Speicherinterface absetzen.
In Sachen Overclocking bietet Asus alles, was das Herz begehrt. Unser Testmuster enttäuschte allerdings und erreichte lediglich 4 x 240 MHz = 960 MHz FSB. Einen Pentium 4C mit 2400 MHz bringt man so immerhin auf 2880 MHz.
Der Preis von 130 Euro ist befriedigend, doch die heute getesteten Mitbewerber liegen zwischen 64 und 79 Euro - kosten also etwa die Hälfte und kommen in Bezug auf die Performance sehr nahe an das Asus P4P800 Deluxe heran. Und für 150 Euro bekommt man bereits das EPoX 4PCA3+, das als i875P basierendes Mainboard PAT von Hause aus beherrscht.
Das Asus P4P800 Deluxe ist ein gutes Mainboard, ein Überflieger ist es jedoch nicht. Die Wertung lautet folglich: "Gut".




Albatron PX848PV Pro
Die Ausstattung des Albatron PX848PV Pro ist spartanisch, dies liegt vor allem an der ICH4 Southbridge, welche Albatron auf dem Mainboard einsetzt. Es gibt aber ein Schwesterboard, welches über die ICH5 verfügt und somit auch Serial-ATA bietet. Positiv fiel der gute onboard Sound auf, das Layout könnte besser gelungen sein.
In Sachen Stabilität verhält sich das Albatron PX848PV Pro mustergültig und problemlos.
Die Performance des i848P Chipsatzes von Intel liegt nur knapp hinter dem i865PE, allerdings muß man sich auf dem Albatron PX848PV Pro mit maximal 2 GB Arbeitsspeicher sowie nur zwei DIMM-Slots begügen.
Overclocking ist möglich, die fehlenden Voltage-Tweaks lassen jedoch wenig erhoffen. In der Praxis erreichen wir überraschede 4 x 250 MHz = 1000 MHz FSB, einen Intel Pentium 4C 2,4 GHz kann man also auf 3 GHz beschleunigen - das ist ordentlich!.
Für 76,- Euro (Endkundenpreis laut Hersteller) bekommt man stabile und unproblematische Intel-Technik, guten Sound und 10/100 MBit LAN, wer kann da schon "Nein" sagen?
Wir nicht - unsere Wertung lautet daher: "Sehr Gut".




MSI PT8 Neo
Mit der VIA VT8237 Southbridge bringt der taiwanesische Hersteller Serial ATA/RAID ins Budget-Segment. Dies, der gute Sound und der digitale Audio-Ausgang werten die Platine auf. Das Layout ist leider nicht ganz optimal.
Die Stabilität erwies sich nach der Eskapade mit den IDE-Rundkabeln als gut, wir raten daher vom Einsatz fremder Rundkabel mit diesem Mainboard ab. Die beigelegten Faltkabel funktionierten fehlerfrei.
Die Performance des MSI PT8 Neo ist sehr gut und zeigt, daß es nicht unbedingt ein zweikanaliges Speicherinterface sein muß.
In Sachen Overclocking will MSI den Vorreiter spielen, "Dynamic Overclocking" ist meiner Meinung nach jedoch nur eine überflüssige und undurchsichtige Spielerei. Die Optionen, die MSI im BIOS bietet sind umfangreich und reichen von sinnvoll bis völlig absurd. Zwar wird im BIOS vor der Verwendung kritischer Werte, die rot gekennzeichnet wurden, gewarnt, sinnvoller wäre es jedoch, diese erst gar nicht anzubieten. Sei's drum, man muß sie ja nicht verwenden. In der Praxis kommen wir auf 4 x 240 MHz = 960 MHz FSB. Wie beim Asus P4P800 kann auch auf dem MSI PT8 Neo ein Pentium 4C 2,4 GHz auf 2880 MHz gebracht werden.
Der empfohlene Preis liegt mit nur 79,- Euro sehr niedrig, in Anbetracht der gebotenen Leistung, die oft genug an den Intel i865PE heranreicht, gibt es dafür den "Editor's Choice".




Albatron PX848 Like Pro
Die Kombination ALi M1683/M1563 bietet auf dem Albatron PX848 Like Pro vorbildliche Resourcen-Verteilung sowie ein gutes Layout (von der Platzierung des Floppy-Anschlusses einmal abgesehen). Der onboard Sound ist ordentlich und LAN wird ebenfalls geboten. Wie beim Albatron PX848PV Pro müssen wir auf Serial-ATA leider verzichten.
Die Stabilität war auf diesem Mainboard nie ein Problem, man sollte lediglich darauf achten, den ALi AGP-Treiber immer vor dem Grafik-Treiber zu installieren. Aufgrund der Performance-Einbrüche bewerten wir das Mainboard im Zusammenspiel mit dem BIOS 1.06B.
Die Performance des ALi M1683/M1563 liegt nicht weit hinter den Mainboards mit Intel i848P oder VIA PT800, ein wenig mehr dürften die BIOS-Ingenieure aber schon noch herauskitzeln. Immerhin: Bereits heute ist der ALi-Chipsatz konkurrenzfähig.
Die Overclocking-Optionen sind ausreichend, auch Voltage-Tuning ist möglich. Allerdings vermissen wir einen fixen AGP/PCI-Takt. In der Praxis erreichten wir 4 x 266 MHz = 1064 MHz FSB: Das ist eine neue Bestleistung! Einen Pentium 4C 2,4 GHz könnte man auf diese Weise bis 3192 MHz drücken. Nett ;-)
Für 64, Euro (Endkundenpreis laut Hersteller) bekommt man ein solides Mainboard, das noch etwas reifen muß. In Verbindung mit dem BIOS 1.06B hatten wir kaum Grund zur Klage, dies ist allerdings beim Hersteller auch nach 4 Wochen noch immer nicht verfügbar. Somit gibt es von uns vorerst keine Wertung, dafür aber das BIOS:
Download: 683106b.ZIP

Update 30.10.2004:




Unser Dank gilt:




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