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Sparkle GeForce 6600 GT im Test - 1/5
15.12.2004 by doelf
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Bevor wir wieder zu Grafikkarten mit Grafikchip von ATi kommen, möchten wir euch heute die Sparkle GeForce 6600GT für den AGP-Steckplatz vorstellen. Wer auf einen aktuellen Grafikchip setzen wollte, mußte bisher sehr tief in die Tasche greifen. Eine Karte mit NVIDIA GeForce 6800 Ultra wie die MSI NX6800Ultra findet man erst weit jenseits der 500 Euro Marke, die GeForce 6800 GTs - z.B. Ponit Of View GeForce 6800 GT und Asus V9999 GT 256 MB - und die Modelle mit ATi Radeon X800Pro (ASUS AX800 Pro/TD) liegen um die 450 Euro. Abgespeckte 6800 GTs wie die Asus V9999 GT 128 MB und aufgemotzte 6800er wie die Asus V9999 GE 256 MB füllen die Klasse zwischen 300 und 400 Euro. Dagegen erscheinen die Modelle mit GeForce 6800 LE geradezu wie ein echtes Schnäppchen! Für die MSI NX6800LE oder die Gainward GeForce 6800LE zahl man "gerade einmal" um die 250 Euro! Allerdings mußte die GeForce 6800LE auch etliche Pipelines und hohe Taktraten zurücklassen, um so "billig" zu werden. Unsere heutige Testkarte, die Sparkle GeForce 6600 GT, nutzt NVIDIAs GeForce 6600 GT und wird für 239,90 Euro gehandelt. Wir versuchen in diesem Test zu klären, ob nun eine 6600 GT oder eine 6800 LE die bessere Wahl für den heimischen Spiele-PC ist.


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Lieferumfang und technische Daten
Die GeForce 6600 GT GPU arbeitet mit 500 MHz, der Speicher der AGP-Version wird mit 450 MHz (DDR900) angesteuert. Im Zusammenspiel mit der 128 Bit breiten Speicheranbindung ergeben sich 14.4 GB/s Speicherbandbreite. Hier liegt der Vorteil der GeForce 6800 LE: Diese GPU arbeitet zwar nur mit 300 MHz (selbst eine GeForce 6800 Ultra kommt nur auf 400 MHz!) und auch der Speicher ist mit 350 MHz (DDR700) satte 100 MHz langsamer als bei der 6600 GT, doch die 256 Bit breite Speicheranbindung sorgt für einen maximalen Durchsatz von satten 22,4 GB/s. Beide Grafikchips besitzen 8 Pixel-Pipelines, der 6600 GT verfügt jedoch nur über 3 Vertex-Pipelines während der 6800 LE derer 4 bieten kann.

Betrachten wir nun den Lieferumfang der Karte:

Wer viele Extras erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein: Sparkle beschränkt sich auf das Nötigste.


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Testsystem
Die Sparkle GeForce 6600 GT wurde auf folgendem Setup getestet:

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Layout und Kühlerdesign
Unsere Sparkle GeForce 6600 GT verwendet ein blaues PCB, bietet einen VGA-, einen DVI- sowie einen S-Video-Ausgang und benötigt zusätzlichen Strom, der über einen Molex-Anschluß am Platinenrand eingespeist wird. Da die Karte etwas kürzer ist als unsere GeForce 6800-Probanten, sollte sie in fast allen Gehäusen problemlos verbaut werden können.


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Der Kühler unserer Sparkle wird von 2 Pushpins gehalten, und obwohl er recht fest sitzt, ist die Kühlleistung nur mäßig. Ein recht lauter Lüfter ist hörbar bemüht, die Temperatur niedrig zu halten. Der Speicher wird auf dieser Karte nicht gekühlt, allerdings finden wir einen recht voluminösen Kühlkörper auf dem Bridge-Chip, der den Einsatz des 6600 GT auf einem AGP-Design ermöglicht.


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Der von Sparkle eingesetzte Speicher wird mit 450 MHz getaktet, bei PCI-Express Karten mit GeForce 6600 GT wird hingegen ein Takt von 500 MHz verwendet. Erfreulich finden wir daher Sparkles Entscheidung, sich zwar an die Taktungsvorgaben des Referenzdesigns zu halten, aber dennoch Speicher zu verwenden, welcher bis 500 MHz spezifiziert ist (Samsung K4J55323QF-GC20). Ob die Beschränkung des Speichertaktes auf 450 MHz in Limitierungen des Bridgechips begründet ist oder lediglich eine marktpolitische Entscheidung seitens NVIDIA darstellt, können wir nicht beurteilen. Auf der Sparkle kann zumindest jeder ausprobieren, ob 500 MHz Speichertakt möglich sind (bei unserem Testmuster waren sie es). Wir hatten bei der 6600er-Familie auf eine leisere Kühlung gehofft, werden aber leider enttäuscht. Schade.

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Overclocking
Leider hatten wir die Karte nur sehr kurzfristig zur Verfügung und konnten keine aussagefähigen Übertaktungstests fahren. Folgende Ergebnisse wollen wir jedoch mit euch teilen:


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In Hinblick auf die Übertaktung sehen wir zwei Vorteile für die GeForce 6800 LE:

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Alltagsbetrieb
Es ist erfreulich, daß seit der GeForce 4Ti-Generation fast alle Grafikkarten mit NVIDIA-Chips ein gutes Bild liefern. Auch die Sparkle GeForce 6600 GT macht hier keine Ausnahme und sorgt auch bei 1600 x 1200 Bildpunkten an einem Röhrenmonitor für ein befriedigendes Bild. Die Auflösung 1280x1024 im Zusammenspiel mit einem TFT lieferte an beiden Ausgängen ein gutes Bild.

Benchmarks
54 Benchmarks der Sparkle GeForce 6600 GT im Vergleich mit 20 weiteren Grafikkarten finden sich in unserem 3D-Performance-Guide Q4/2004:

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Fazit
Für 239,90 Euro bekommt man mit der Sparkle GeForce 6600 GT eine leistungsfäige und vergleichsweise kompakte Grafikkarte mit einem mäßigen Lieferumfang und einem lauten Lüfter. Wenn nicht die Beigaben und das Betriebsgeräusch für die Karte sprechen, muß es die Performance tun.

Betrachten wir unsere Benchmarks, so steht es im Duell 6800 LE vs 6600 GT nach Runde 1 (ohne Filterung) 11 zu 10, also ein knapper Sieg für die GeForce 6800 LE. Das ist erstaunlich, denn während der Test Gunmetal 2 auf der 6600 GT ohne Probleme läuft, stürzt er auf allen 6800ern ab und alleine hier verliert die GeForce 6800 LE bereits 2 Punkte! Auffällig ist, daß die 6600 GT gerade die anspruchsvollen DirectX 9 Testläufe wie 3DMark03 und 05, Aquamark 03 und Shadermark 2 für sich entscheiden kann!
Die Rückrunde mit vierfachem Anti-Aliasing und achtfacher anisotropher Filterung geht mit 11 zu 9 an die GeForce 6600 GT. Auch mit aktivierter Filterung ist die GeForce 6800 LE bei Aquamark 03, 3DMark05 und Shadermark 2 unterlegen. Gunmetal 2 ist für die 6800 LE wieder einmal eine Nullnummer.
Die Sparkle GeForce 6600 GT kann uns vor allem bei anspruchsvollen Tests und beim Einsatz der Filter überzeugen. Die Performance von 6800 LE und 6600 GT liegt eng zusammen, der Käufer sollte sich somit genau überlegen, welche Spiele er mit welchen Einstallungen benutzen möchte. Aktuelle Spiele und die Nutzung von Filtern sprechen für die 6600 GT, ältere Spiele und kein Einsatz von Filtern für die 6800 LE.

Im Gegensatz zur GeForce 6600 GT kann man beim Kauf einer 6800 LE mit dem RivaTuner und etwas Glück zusätzliche Pipelines freischalten und in den Performancebereich einer vollwertigen GeForce 6800 vorstoßen. Das wird bei einer 6600 GT schwerer fallen, denn hier kann man keine Pipelines freischalten und die Taktraten für GPU und Speicher sind schon recht hoch. Auf der ATi-Front fehlt noch immer der Bridge-Chip für die X700er-Familie, aus diesem Grund gibt es in dieser Klasse derzeit keine Herausforderer ATi-GPU für den AGP-Steckplatz.

Unser wichtigster Kritikpunkt an der Karte bleibt jedoch der Lüfter, der schlicht und einfach für diese Leistungsklasse zu laut arbeitet. Obwohl die Sparkle GeForce 6600 GT eine hohe Leistung erzielt und sich für aktuelle Spiele wärmstens empfiehlt, vergeben wir nur ein "Gut" und hoffen auf leisere Lösungen.


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