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Mainboards unter 40 Euro - 1/8
01.07.2003 by doelf
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Neulich im Computerladen:
Kunde #1: "Isch han dat Epox Forszwei Meinbord...""Hmm", dachte ich, "39 Euro für ein Mainboard. Kann das was sein? Mal testen."
Kunde #2: "Ne, is' mir zu teuer. Dat Syntax kost nit mal die Hälfte!"
Kunde #1: "Wie? En Fuffy?"
Kunde #2: "Ne, 39 Euro..."
Kunde #1: "WAS?!? Dat kann doch nix sein!"
Heute beginnen wir mit der "Unter 40 Euro"-Klasse, in Kürze werden wir Mainboards unter 70 Euro hinzufügen. Angetreten sind das ECS/Elitegroup K7S5A Pro V5.0 mit dem unsterblichen SiS 735 Chipsatz sowie das Syntax SV-266A mit VIAs KT266A Chipsatz. Newcomer Syntax gehört - wie man am Handbuch erkennen kann - ebenso wie ECS zur PC-Chips Gruppe und wurde gegen die Billig-Marke Asrock, die mit Asus liiert ist, positioniert. Ob es nun klug ist, gleich zwei Marken im unteren Preisbereich zu positionieren, wollen wir hier nicht bewerten. Dem Kunden bringt es jedenfalls mehr Auswahl.
Obwohl beide Mainboards auf recht alten Chipsätzen basieren, muß dies nicht gerade schlecht sein, denn ausgereifte Technik verspricht hohe Stabilität und unkomplizierte Handhabung. Leider bieten beide Kandidaten weder APIC noch Suspend-To-RAM (S3), das Elitegroup K7S5A Pro V5.0 beherrscht immerhin das Einschalten per Tastatur. Auch bei der Speicherunterstützung muß man Abstriche machen, beide Platinen können lediglich mit PC2100/DDR266 aufwarten. Auch bei der CPU-Auswahl muß man auf FSB166 sowie FSB200 Modelle verzichten, lediglich FSB100 und 133 Prozessoren wurden von den Mainboards unterstützt. ECS bietet zwar im BIOS zumindest FSB166 an, das Ergebnis war jedoch ein schwarzer Bildschirm sowie der Griff zum Clear-CMOS Jumper. Ein weiteres Minus sind die Overclocking-Optionen, die sehr spärlich ausfallen.
Natürlich sollte trotz dieser Einschränkungen ein flotter Betrieb möglich sein, schließlich kann man auch noch einen AMD Athlon XP 2400+ einsetzen. Wir haben im Test jedoch einen AMD Athlon XP 1700+ verwendet, der sich beim Overclocking von 1466 auf 2250 MHz hochschrauben ließ. Zusammen mit zwei DDR433 Modulen von GeIL werden CPU und Speicher in diesem Test nicht zu den limitierenden Faktoren beim Overclocking gehören ;-)
Zum Vergleich mit der Performance aktueller Chipsätze wurde ein Asus A7V8X-X herangezogen, welches wir in der "Unter 70 Euro"-Klasse näher vorstellen werden. Dieses Mainboard verwendet VIAs KT400 Chipsatz.
Mainboards unter 40 Euro - 2/8
01.07.2003 by doelf
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Die Ausstattung des Elitegroup K7S5A Pro V5.0
... fällt preisbedingt mager aus:
Das Layout des Elitegroup K7S5A Pro V5.0
Das Elitegroup K7S5A Pro V5.0 ist ein alter Bekannter, wir hatten bereits das ECS K7S5A 1.0 für die Premiere des SiS 735 Chipsatzes getestet und beim Launch des SiS 745 das ECS K7S5A 3.1 zum Vergleich herangezogen. Waren die beiden Vorgänger noch schwarz, so setzt Elitegroup diesmal auf eine lila-farbene Platine. Und auch sonst hat sich Einiges getan: ECS hat das komplette Layout überarbeitet und konnte das Mainboard etwas schmaler gestalten als den Vorgänger.
Auch weiterhin bietet das K7S5A fünf PCI-Steckplätze, einen AGP 4x-Steckplatz (jetzt mit Karten-Arretierung), einen AMR-Steckplatz, zwei DDR-SDRAM DIMMs sowie zwei SDR-SDRAM DIMMs - es kann also auch alter PC100 bzw. PC133 Speicher weitergenutzt werden. Allerdings muß sich der Anwender zwischen DDR und SDR Speicher entscheiden, ein gleichzeitiger Betrieb beider Speichertypen ist nicht möglich! Maximal kann der Hauptspeicher auf 1 GB ausgebaut werden (2x 512 MB). Die Laufwerksanschlüsse sind ein wenig nach unten gewandert und kommen sich mit großen Grafikkarten nicht mehr in die Quere. Dafür hat man den gewaltigen BIOS-Chip gedreht und die BIOS Batterie nach oben - neben den AGP-Slot - verlagert. Hier findet sich auch der Clear-CMOS Jumper. Der ATX-Stromanschluß sitzt - wie auch zuvor - links oberhalb der CPU.
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01.07.2003 by doelf
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Die wichtigsten Änderungen sind jedoch der USB 2.0-Chip - ein VIA VT6202 - links neben dem vierten PCI-Steckplatz sowie der 4-Kanal onboard Sound, ein C-Media CMI9738, den wir links vom ersten PCI-Slot finden. Auch weiterhin bietet das K7S5A onboard 10/100-MBit LAN (SIS900 via Chipsatz), welches Elitegroup mit einem Realtek RTL8201BL ausführt.
Aber zurück zum USB: Abgesehen von den vier USB 2.0-Anschlüssen im ATX-Panel können auch noch die sechs USB 1.1-Anschlüsse des SiS 735-Chipsatzes genutzt werden, allerdings legt Elitegroup hierfür keine Slotbleche bei. Laut Elitegroup darf man den ersten PCI-Steckplatz nicht benutzen, wenn der USB 2.0-Controller im BIOS aktiviert wurde. Wir bestückten diesen mit einer Realtek Netzwerkkarte und beides funktionierte parallel. Allerdings mag es auch Karten geben, die hier Probleme machen.
Noch ein paar Worte zum BIOS sowie Overclocking:
Im offiziellen BIOS (Version 021220) gibt es keine Möglichkeit, den Multiplikator zu verstellen oder den Frontsidebus zu manipulieren. Lediglich die folgenden Optionen sind vorhanden (FSB/MEM):
Stabilität
Das Elitegroup K7S5A Pro V5.0 wurde - wie alle anderen Mainboards - ausführlich auf seine Stabilität geprüft. Wir bestückten das Mainboard mit zwei DDR433-Riegeln von GeIL und stellten den Speicher auf Fast/2-6-3, damit bestand es den Stabilitätstest problemlos. Auch die USB-, LPT- und IDE-Tests boten keinen Grund zur Beanstandung, außerdem die Bestückung mit 5 PCI-Karten funktionierte einwandfrei.
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Die Ausstattung des Syntax SV-266A
... fällt auch hier mager aus:
Das Layout des Syntax SV-266A
Die Farbe des ECS K7S5A Pro V5.0 ist - für meinen Geschmack - gewöhnungsbedürftig. Das orange-rosa des Syntax SV-266A kann das K7S5A jedoch mit Leichtigkeit toppen - dieses Board ist nichts für Fenster-PCs! Wenn man über die Farbe hinweggekommen ist, so zeigt das Syntax SV-266A ein recht ordentliches Layout. Im Gegensatz zur Ein-Chip-Lösung des SiS 735, besteht der VIA KT266A aus North- und Southbridge. Syntax kombiniert die betagte VIA VT8366A Northbridge mit der modernen VIA VT8235 Southbridge, die bereits USB 2.0 Funktionalität integriert - so spart man sich die Kosten für einen zusätzlichen USB 2.0-Chip. Rechts des dritten PCI-Steckplatzes findet sich ein Anschluß für USB 5+6, dieser kann z.B. für Front-USB in entsprechenden Gehäusen genutzt werden.
Mainboards unter 40 Euro - 5/8
01.07.2003 by doelf
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Die ATA100 IDE-Anschlüsse hat Syntax hinter die DIMMs gelegt, somit sind sie aus dem Weg und laufen nicht Gefahr, lange PCI-Karten zu behindern (wie auf dem K7S5A). Der Floppy-Anschluß befindet sich unten rechts, besser wäre es gewesen, ihn ebenfalls hinter die DIMMs zu setzen. Um ein Kabel-Chaos zu verhindern empfiehlt es sich, das Floppy-Kabel hinter dem Mainboard entlangzuführen.
Wie auf dem ECS K7S5A Pro V5.0, so finden wir auch auf dem Syntax SV-266A eine passive Northbridge-Kühlung. Die BIOS Batterie wie auch der Clear-CMOS Jumper liegen rechts von der Southbridge und sind gut zu erreichen. Auch auf dem SV-266A gibt es fünf PCI-Steckplätze, einen AGP-Slot (mit Karten-Arretierung) sowie einen AMR-Steckplatz.
Auch Syntax bietet vier DIMMs - sowohl DDR SDRAM (PC2100/PC1600) sowie SDR SDRAM (PC133/100) können eingesetzt werden. Das Mischen der Speicherarten ist auch hier nicht möglich. Maximal kann der Arbeitsseicher auf 2 GB ausgebaut werden. Um zwischen DDR und SDR Speicher zu wechseln, muß eine gewaltige Jumperbank gesetzt bzw. entfernt werden, die sich zwischen den DIMMs und den IDE-Anschlüssen befindet. Fabrikseitig ist das Board für DDR-Speicher konfiguriert. Zwischen 100 und 133 MHz CPUs wird per Jumper umgeschaltet, den Speichertakt stellt man im BIOS ein.
Die Lage des ATX-Stromanschlusses links von der Northbridge kann nicht überzeugen, da das unhandliche Stromkabel über- bzw. um den CPU-Steckplatz herumgeführt werden muß. Syntax nutzt - wie das K7S5A - einen C-Media CMI 9738 für die 4-Kanal Soundausgabe, 10/100-MBit LAN werden mit einem VIA VT6103 realisiert und der BIOS-Baustein ist gesockelt. Löblich: Das Mainboard wurde gut beschriftet.
Noch ein paar Worte zum BIOS sowie Overclocking:
Auch das Syntax SV-266A erlaubt keine Manipulation des Multiplikators, der Frontsidebus darf jedoch verstellt werden. Folgende Werte sind möglich:
Stabilität
Das Syntax SV-266A hatte einen Bluescreen bei der Windows 2000 Installation (Netzwerk-Erkennung), und das Diskettenlaufwerk funktionierte nicht. Hinzu kommen die Ungereimtheiten bei der Speichertaktung. Abgesehen davon lief das Board im Stresstest stabil, die USB-, LPT- und IDE-Tests liefen fehlerfrei. Eine Glanzleistung ist dies jedoch nicht - auch wenn das Board mit 5 PCI-Karten zurecht kommt.
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01.07.2003 by doelf
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Das Testsetup:
RightMark Audio Analyzer
Was kann man vom onboard Sound eines Billig-Mainboards erwarten? Sicher nicht viel, aber wir lassen uns gerne überraschen. Zum Vergleich wird das Albatron PX865PE Pro II angeführt, welches über eine hervorragende Soundqualität verfügt.
| RightMarkt 5.0 | Albatron PX865PE Pro II | Syntax SV-266A | ECS K7S5A Pro 5.0 |
| Frequency response, dB Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz (geringere Abweichungen sind besser) |
+0.09;-0.65 | +0.56;-4.96 | +0.49;-4.49 |
| Noise level, Eigen-Rauschpegel, dBA (niedrigere Werte sind besser) |
-88.6 | -65,1 | -66,8 |
| Dynamic range, Dynamik-Bereich, dBA (größere Werte sind besser) |
88.2 | 64.9 | 66.5 |
| Total Harmonic Distortion (Klirrfaktor) % (niedrigere Werte besser) |
0.026 | 0.621 | 0.636 |
| Intermodulation distortion, % (kleinere Werte sind besser) |
0.042 | 9.60 | 9.87 |
| Stereo crosstalk (Übersprechen), dB (niedrigere Werte besser) |
-69.9 | -60.5 | -62.9 |
Auch wenn der Eigenrauschpegel, der Dynamik-Bereich sowie das Übersprechen tragbar sind, die anderen Werte sind mangelhaft! Einen Klirrfaktor von über 0.5% Prozent zu erreichen, darf schon als "Kunst" bezeichnet werden, die Intermodulation ist jedoch das wahre Meisterwerk, denn einen derart schlechten Wert habe ich bisher noch nicht gemessen. Auf der anderen Seite klingt das, was aus den Lautsprechern kommt, entfernt nach dem, was man abspielt. Bewerten wir das Gebotene mit etwas Wohlwollen als "Ausreichend".
USB 2.0 Performance
Betrachten wir nun die USB 2.0 Performance, auch hier soll das Albatron PX865PE Pro II wieder als Vergleichswert dienen. Es wurde wieder das Advance 2,5"-Case mit einer IBM 40 GB Notebook-Festplatte benutzt:
| SiSoft Sandra 8.59 | Punktzahl | Sequential Read | Sequential Write |
| Albatron PX865PE Pro II | 13041 | 19 MB/s | 18 MB/s |
| Syntax SV-266A | 11027 | 15 MB/s | 18 MB/s |
| ECS K7S5A Pro 5.0 | 10766 | 15 MB/s | 15 MB/s |
Die Billig-Truppe kann zwar mit dem Springdale-Boliden nicht mithalten, schlägt sich jedoch wacker, das Ergebnis ist befriedigend.
Mainboards unter 40 Euro - 7/8
01.07.2003 by doelf
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Die Benchmarks
| Sandra 2002.1.8.59 |
Dhrystone | Whetstone | INT/SSE | FPU/SSE | Mem/INT | Mem/FPU |
| Syntax SV-266A AMD Athlon XP1700+ DDR266 2,0-5-2-2* |
3967 | 2003 | 7942 | 9180 | 1469 | 1366 |
| ECS K7S5A Pro 5.0 AMD Athlon XP1700+ DDR266 2,0-6-3 Fast |
3970 | 2011 | 7977 | 9221 | 1796 | 1681 |
| Asus A7V8X-X AMD Athlon XP1700+ DDR333 2,0-6-2-2 2T*2 |
4000 | 2006 | 7954 | 9193 | 1899 | 1771 |
Während das Syntax SV-266A einen mäßigen Speicherdurchsatz an den Tag legt, schiebt sich das ECS K7S5A Pro 5.0 sogar oft an die Spitze. Allerdings kann das Asus A7V8X-X dank DDR333-Unterstützung eben so oft punkten wie das K7S5A Pro 5.0.
| FutureMark | PCMark2002/CPU | PCMark2002/MEM | 3DMark2000 | 3DMark2001SE |
| Syntax SV-266A AMD Athlon XP1700+ DDR266 2,0-5-2-2* |
4212 | 2638 | 9343 | 8876 |
| ECS K7S5A Pro 5.0 AMD Athlon XP1700+ DDR266 2,0-6-3 Fast |
4374 | 3022 | 10302 | 9685 |
| Asus A7V8X-X AMD Athlon XP1700+ DDR333 2,0-6-2-2 2T*2 |
4371 | 3260 | 10497 | 9929 |
Wenn die letzten Plätze zu vergeben sind, ist das Syntax SV-266A immer die erste Wahl. Das ECS K7S5A Pro 5.0 hat den SiS 735 optimal im Griff und liefert respektable Ergebnisse, das Asus A7V8X-X kann sich dank DDR333 diesmal jedoch an die Spitze setzen.
| OpenGL, DirectX, Video | Vulpine GL 1024x768x32 |
Codecreatures 1024x768x32 |
TMPEG | nBench |
| Syntax SV-266A AMD Athlon XP1700+ DDR266 2,0-5-2-2* |
73,8 | 25,9 fps 9,1 Mio |
3:56 min | 1791 |
| ECS K7S5A Pro 5.0 AMD Athlon XP1700+ DDR266 2,0-6-3 Fast |
78,6 | 26,3 fps 9,2 Mio |
3:51 min | 1907 |
| Asus A7V8X-X AMD Athlon XP1700+ DDR333 2,0-6-2-2 2T*2 |
79,2 | 26,0 fps 9,1 Mio |
3:52 min | 1946 |
Auch beim dritten Benchmark-Block hat das Syntax SV-266A seinen festen Platz: hinten. ECS K7S5A Pro 5.0 und Asus A7V8X-X liefern sich hingegen einen erbitterten Kampf um die ersten Plätze: Bei Vulpine GL kann sich die Asus Platine mit VIAs KT400 einen knappen Vorsprung sichern, bei CodeCreatures punktet das Elitegroup. Auch beim Video-Encoden mit TMPEG ist das K7S5A Pro 5.0 eine Sekunde schneller, gibt dann aber nBench knapp an das Asus A7V8X-X ab.
Mainboards unter 40 Euro - 8/8
01.07.2003 by doelf
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Fazit
Wer weniger als 40 Euro in ein Mainboard investiert, verzichtet nicht nur auf Beigaben wie Serial-ATA, RAID und Firewire, auch APIC und Suspend-To-RAM bleiben - zumindest bei unseren Testboards - auf der Strecke. Zudem wird aktuelle Hardware nicht immer unterstützt. So laufen auch die schnellsten Speichermodule auf dem Syntax SV-266A wie auf dem ECS K7S5A Pro 5.0 maximal im DDR266-Modus, CPUs mit FSB166 oder 200 würden maximal mit FSB133 betrieben und AGP 8x-Grafikkarten lediglich im AGP 4x-Modus laufen - wobei Letzteres der geringste Verlust wäre. Auch Overclocking wurde bei den preiswerten Mainboards beinahe gänzlich ausgespart. Und hierbei kann die Rechnung schnell nach hinten los gehen, denn unser XP 1700+ stieß auf dem Asus A7V8X-X in XP 3200+ Leistungsbereiche vor! Investiert man ein wenig mehr Geld in das Mainboard und verzichtet man auf die Garantie der CPU, so läßt sich viel Geld sparen und Leistung gewinnen!
Doch nun zu den Kandidaten:
Syntax SV-266A
Das Syntax SV-266A bietet ein ordentliches Layout und einen recht stabilen Betrieb. Einzig der Bluescreen bei der Netzwerkerkennung während der Windows 2000 Installation läßt sich hier als Minus-Punkt anführen. Allerdings ist es keine Kunst, ein stabiles Mainboard zu bauen, wenn der Speicher auf DDR200 ausgebremst wird - dies rächt sich bei den Benchmarks: Das Syntax SV-266A liegt abgeschlagen hinten! Ebenfalls zu denken geben uns die Probleme mit dem Diskettenlaufwerk - selbst ein BIOS Update wird so zum Problem. Zwar bietet das Mainboard FSB-Übertaktung, viel kann man hier jedoch nicht herausholen, da AGP- und PCI-Karten schnell zum Problem werden.
Kurzum, wir hatten uns mehr erhofft! Das Syntax SV-266A hat zwar Potential, es fehlt aber noch an Feinschliff.
ECS K7S5A Pro 5.0
Elitegroup ist es mit dem ECS K7S5A gelungen, ein Produkt lange zu pflegen und stetig zu verbessern. Stabilität und Leistung wurden immer weiter erhöht und der SiS 735 Chipsatz entpuppt sich als immer noch konkurrenzfähig. Unserem Asus A7V8X-X gelingt es nur knapp, das ECS K7S5A Pro 5.0 zu bezwingen. Die Ultra-Einstellung für die Speicher-Performance funktionierte bisher auf keinem K7S5A stabil, Elitegroup sollte sie ebenso entfernen wie die 166 MHz-Einstellung für CPUs. Wenn man diese beiden Punkte beiseite stellt, bleibt ein Mainboard mit hoher Stabilität und guter Performance zum sehr, sehr guten Preis. Allen denen, die wenig Geld ausgeben wollen und keine Übertaktungs-Ambitionen haben, sei das ECS K7S5A Pro 5.0 ans Herz gelegt, und wir vergeben hiermit den "Preis-Tipp":
Nochmals herzlichen Dank an HiQ Computer, wo man beide Mainboards für 39,- Euro erwerben kann!
Und bald geht es preiswert weiter...
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