Im Test: Asus K8V Deluxe vs MSI K8T Neo - 6/15
31.12.2003 by holger
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Bios, Overclocking und Alltagsbetrieb
| Asus K8V Deluxe | MSI K8T Neo | |
| CPU Referenztakt |
200 bis 300 in 1 MHz-Schritten |
190 bis 280 in 1 MHz-Schritten |
| CPU-Takt | 800-2000 MHz in 100 MHz-Schritten |
Keine Option |
| CPU-Ratio | Keine Option | Keine Option |
| AGP/PCI-Takt | Keine Option | Keine Option |
| VCore | 0.800-1.750
V Shutdown |
1.50/1.52/1.55/1.57/1.60/1.61/1.67 Auto |
| DDR Reference Voltage | 2.60-2.80V in
0.1V-Schritten Auto |
2.50-2.85V in
0.05V-Schritten Auto |
| AGP VDDQ Voltage | 1.5/1.7V | 1.55-1.85V in
0.05V-Schritten Auto |
| V-Link Voltage | 2.5/2.6V | - |
| Besonderheiten | - | Dynamic Overclocking Technology Disabled: Referenztakt 200 MHz Private: 202 MHz Sergant: 206 MHz Captain: 210 MHz Colonel: 215 MHz General: 220 MHz |
Bei der quantitativen Fülle an Overclocking-Optionen geben sich beide Kontrahenten wenig. Alleine MSI bietet mit D.O.T. eine dynamische Übertaktungstechnologie, die die CPU lediglich bei 100%iger Auslastung in Abhängig des ausgewählten Profils übertaktet. Dabei wird jedoch nicht an den Spannungseinstellungen von CPU und Speicher gedreht; erfahrene Overclocker werden somit per individueller Feineinstellung höhere Taktniveaus erreichen als per D.O.T.-Profil. Wäre da nicht ein kleiner Bios-Bug: Die ausgewählte VCore-Erhöhung wird einfach nicht umgesetzt!
Weniger gut gefiel uns, dass MSI per Default „Captain“ eingestellt hat, sodass der Referenztakt bereits bei beachtlichen 210 MHz liegt: Streng genommen verliert der User beim Erreichen einer CPU-Auslastung von 100 % die Garantie (D.O.T./Captain: 100% = 210 MHz!) – falls man nicht zuvor auf „Disabled“ umgestellt hat. Beim Asus sollte man ein Biosupdate ohne jegliche Eingabeoptionen flashen – auf dem P4C800 oder SK8N empfehlen sich die entsprechenden Optionen hingegen, um nicht nur Teile des Bios’ upzudaten. Beim K8V dürfen besagte Parameter eben nicht verwendet werden, ansonsten fehlen etliche Tunig-Parameter im Bios!
Überaus begüssenswert finden wir die Tatsache, dass sich dem User beim Asus sogar die Möglichkeit bietet, die VCore nach unten zu verstellen – Undervoltaging lautet die Devise, sodass der Prozessor um einige °C kühler laufen sollte. Seltsam finden wir jedoch die Option „Shutdown“ unter den Voltage-Einstellungen - was mag sich wohl dahinter verbergen: Richtig, der Rechner wird nach dem Reboot heruntergefahren – genial sinnlos! Wer seine CPU von vorneherein – aus welchen Gründen auch immer – mit weniger als der spezifizierten Taktrate ins Rennen schicken will, kann den Teiler im Bios von vorneherein begrenzen; Cool&Quiet finden wir dahingegen sinnvoller, hier wird die CPU über drei Powerstates hinweg getaktet. Grundvoraussetzung ist jedoch, dass das Bios ACPI 2.0 unterstützt, und eben jene Option ist per Default im Bios deaktiviert: So wird sich so mancher User wundern, warum Cool&Quiet nicht funktionieren will.
Beim Overclocking taten sich aufgrund des auf dem MSI festgestellten VCore-Bios-Bugs Unterschiede auf: Mit unserer CPU erreichten wir mit default-Voltage 220 MHz, auf dem Asus schafften wir mit einem Spannungsaufschlag von 0.2 Volt 5 MHz mehr – nicht gerade eine berauschende Mehrausbeute: Die CPU war demnach schlicht am Limit, da hilft keine Spannungserhöhung weiter.
Speichereinstellungen
| Asus K8V Deluxe | MSI K8T Neo | |
| Systemperformance | Auto / Standard / Turbo | Fast / Turbo |
| Speichertakt | DDR200/266/300/333/400 Auto |
DDR266/333/400 Auto |
| CAS | 2.0/2.5/3.0 | 2.0/2.5/3.0 |
| tRAS | 5-15 | 5-15 |
| tRP | 2-6 | 2-6 |
| tRCD | 2-6 | 2-6 |
| tRC | 7-13 | - |
| tRFC | 9-15 | - |
| tWR | 2/3 | - |
| tRWT | 1-6 | - |
| DDR Clock Delay | 1-6 | - |
| Burst Length | 4/8 | 4/8 |
| Bank Interleaving | Auto / Disabled | Auto / Disabled |
Rätselraten ist beim Feintuning der Speichereinstellungen beim K8V angesagt: Was meint der Hersteller etwa mit tRWT? Etwa die bekannte Option „Fast Read Write Turn Around“? Weiterhin muss sich Asus fragen lassen, warum man die vier wichtigsten Optionen (tCL-tRP-tRCD-tRAS; z.B. 2.5-3-3-8) zwischen die übrigen kryptischen Kürzel verstreut.
Wird die Festplatte am primären Anschluss des K8V angeschlossen, wird diese nach dem Scannen sämtlicher angeschlossenen Laufwerke kurz abgeschaltet und sogleich wieder gestartet. Wird die Platte dahingegen am sekundären IDE angeschlossen, bleibt das Klacken aus – Bios-Bug…
Nach der Installation von Windows taucht im Gerätemanager der Hinweis auf, dass der Treiber des VIA-Raid-Controllers nicht installiert sei. Das ist auch normal, jedenfalls dann, wenn die Option im Bios aktiviert gewesen wäre – war sie aber nicht. Störend wirkt sich dieser Mini-Fehler nicht aus: Windows fragte nicht nach dem Treiber, außerdem werden keine zusätzlichen Ressourcen beansprucht, da ja kein Treiber geladen werden konnte.
Weiter: 7. IRQ-Routing und Taktung
1. Einleitung und Übersicht
2. Asus K8V Deluxe vs MSI K8T Neo: Layout #1
3. Asus K8V Deluxe vs MSI K8T Neo: Layout #2
4. Asus K8V Deluxe vs MSI K8T Neo: Layout #3
5. Asus K8V Deluxe vs MSI K8T Neo: Layout #4
6. Bios, Overclocking und Alltagsbetrieb
7. IRQ-Routing und Taktung
8. IDE-Performance und Stabilität
9. Setup, USB-Performance und RightMark Audio Analyzer
10. Die Benchmarks: BAPCO
11. Die Benchmarks: SiSoft Sandra
12. Die Benchmarks: Futuremark
13. Die Benchmarks: Vulpine GL, Quake III, Codecreatures, UT2003, Cinebench
14. Die Benchmarks: MAGIX mp3 maker platinum, TMPEG und Mainconcept
15. Fazit und Empfehlungen
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