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VIA KT600 Premiere mit MSI KT6 Delta und EPoX 8KRA2+ - 1/20
10.08.2003 by holger
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Bislang kam man beim Kauf einer AMD-Plattform kaum um VIA herum, zu sehr dominierte der taiwanesische Hersteller die Konkurrenz aus dem Hause Acer Labs, SiS und Co. Doch dann trat nVidia mit dem nForce auf das Chipsatz-Parkett, konnte jedoch mit dem ersten Chipsatz lediglich einen Achtungserfolg erzielen – zu spät und zu teuer kam dieser auf den Markt. So wunderte es kaum, dass nur relativ weniger Hersteller nVidia-basierende Mainboards ins Programm aufnahmen. Mit dem nForce2 sollte alles besser, schneller und vor allem planmäßiger werden. Tatsächlich dominiert nVidia mit dem nForce2 momentan die High-Performance-Liga im Sockel-A-Bereich. VIA wusste mit dem KT400 nicht recht zu überzeugen, der asynchrone DDR400-Betrieb brachte aufgrund des Freigabeentzugs mehr Probleme als Vorteile: Hohe Latenzen und die Nutzung von nur einem Speichermodul im DDR400-Betrieb, den jeder Mainboard-Hersteller selbst validieren musste, taten ihr Übriges. Der KT400A erblickte nur auf ganz wenigen Platinen das Licht der Welt, kein Wunder, denn für den FSB200-Betrieb war dieser ebenfalls nicht freigegeben. Der sehr späte KT600 soll es nun, da der Sockel-A bald Geschichte sein wird, richten.


Die finale Revision CD aus der Produktionswoche 25

Ob der Neuling gegen den nForce2 bestehen kann, klären wir in diesem Review und nehmen stellvertretend das MSI KT6 Delta sowie das EPoX 8KRA2+ unter die Lupe.

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Der Chipsatz
Viel hat sich nicht verändert: Alleine der Support des FSB200 führt zu einer synchronen Bandbreitenverteilung von jeweils 3.2 GB/s – vorausgesetzt, es kommt ein FSB200 Prozessor sowie DDR400-Speicher zum Einsatz. Den Speichercontroller bezeichnet VIA jetzt als FastStream64-Memory-Controller, der über eine verbesserte Sprungvorhersage verfügt sowie niedrigere Latenzen aufweisen soll.

Im Bereich der Southbridge hat sich indessen einiges getan. Statt der alten VT8235 kommt die neue VT8237 zum Einsatz, die neben 8 USB2.0-Ports einen Raid-fähigen-SATA-Controller (Raid 0 und 1) mit 2 Ports beherbergt – ein 10/100-Lan-Interface, 6-Kanal-Audio und 6 vollwertige PCI-Slots werden weiterhin geboten. Mittels SATAlite, einem zusätzlichen Hardware-Baustein, können sogar 4 SATA-Ports und somit Raid 0+1 realisiert werden. Werden jedoch mehr als zwei SATA-Kanäle aktiviert, werden entsprechend viele PATA-Anschlüsse deaktiviert.

Im Bereich der INT-Leitung bleibt alles beim Alten: 4 INTs stehen für APG/PCI-Slot(s), vier weitere für die Southbridge-internen Devices (10/100 Lan, Audio, SATA-Raid-Controller, USB2.0 und Modem) zur Verfügung.

Die V-Link-Geschwindigkeit bleibt weiterhin bei 533 MB/s, erst bei kommenden Northbridges kann die Geschwindigkeit mittels Ultra-V-Link-Protokoll verdoppelt werden.

Zwischenstand:
Auf dem Blatt Papier stellt der KT600 selbst für aktuelle FSB200-CPUs bei Verwendung von DDR400-Speicher genügend Bandbreite zur Verfügung (3.2 GB/s) – ein Dual-Channel-Interface a la nForce2 scheint hier überflüssig; der Springdale/Canterwood stellt nicht mehr und nicht weniger an Bandbreite zur Verfügung, über die auch der Pentium4C verfügt.

Die VT8237 erinnert von ihrer Funktionalität her stark an die ICH5R, die ebenfalls RAID 0 und 1 beherrscht. Alleine zu Intels CSA-Feature (direkte Gigabit-Lan-Anbindung zur MCH) stellt VIA kein Pendant dar. Das ist jedoch kein Wunder, schließlich wird ein KT600-Board kaum im Entry-Level-Workstation-Bereich eingesetzt werden – der Canterwood mit Gigabit-Lan per CSA ist hierfür jedoch vorgesehen.

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Das EPoX 8KRA2+ im Detail

  EPoX 8KRA2+
DDR-RAM 3 (3GB: PC1600, PC2100, PC2700,PC3200)
AGP-Pro, PCI, ISA, ACR 1 (4x, 8x), 6, 0, 0
COM, LPT, USB 1, 1, 4
USB 2.0 8 (4 über Back-Panel ausgeführt)
IEEE1394 2, per Bracket zugänglich
NIC 10/100 MBit 1 x per SB über VIA VT6103
ATA133/PATA/SATA-Raid 2 / 2 (Highpoint HPT372) / 2
Sound Ja, per SB über Realtek ALC655
Hardwaremonitor Ja
Lüfteranschluss 3

Unsere Platinenbesichtigung der Mass-Production Revision 1.0 beginnt wie immer im Uhrzeigersinn am Back-Panel, über das EPoX lediglich 4 der 8 USB2.0-Ports ausführt – zusätzliche Brackets legt der Hersteller nicht in den Karton. Neben den USB-Ports befinden sich die drei Audio-Anschlüsse, zusätzliche digitale Ein- und Ausgänge sind jedoch nicht vorhanden, ein SPDIF-Bracket muss erneut optional erworben werden. Dafür legt EPoX ein Game-Port-Bracket in den Karton – dessen Abwesenheit würde jedoch kaum jemand vermissen! Ebenfalls über das Back-Panel wird ein LPT- sowie zwei COM-Port(s) herausgeführt.

Die dreiphasige Stromversorgung stammt – wie so häufig bei EPoX – von International Rectifier, die sich diesmal von der hitzigen Seite zeigte: Die MOSFETs erreichten Temperaturen von 60 °C während des Stresstests. Leider konnten wird die maximal zulässige Temperatur nicht ermitteln, da uns die entsprechenden Papers nicht zugänglich waren. Bei der Stromversorgung des MSI hatten wir mehr Glück, doch dazu später mehr. Somit verwundert uns die Verortung des ATX-Anschlusses kaum, der in unmittelbarer Nähe zur Stromversorgung platziert ist.

Diesmal hat man jedoch den Stecker horizontal ausgerichtet, sodass das Stromkabel problemlos unterhalb des CPU-Sockels geführt werden kann; das Verlegen über den CPU-Sockel hinweg würde die Wärmeabfuhr über die hinteren Gehäuse- sowie den oberen Netzteillüfter blockieren.

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Ausladende Kühlerungetüme können, obwohl das Keepout-Area am linken Rand verletzt wird, problemlos verbaut werden. Auf die sog. Mounting Holes hat EPoX jedoch verzichtet – da AMD diese aus den Spezifikationen gestrichen hat, können wir dies nicht beanstanden. Das Monitoring der CPU-Temperatur erfolgt per Messfühler – offensichtlich verspricht sich EPoX bessere Messergebnisse als solche mittels Heißleiter -, da der Überwachungs-IC Attansic ATTP1 kein Auslesen per Software-Tool erlaubt.

Recht eng liegen die Speicherbänke in Relation zum AGP-Steckplatz. Bereits auf dem 8RDA+ rückte eine überlange GeForce4 den Speicher-Verschlüssen sehr nahe auf die Pelle – jedoch mit der Begründung, dass man andernfalls nicht sechs PCI-Steckplätze unterbekommen hätte. Auch diesmal verbaut EPoX sechs PCI-Steckplätze, aufrüstwillige User wird dies sicherlich freuen, zudem müssen wir zugeben, dass man relativ selten die Speicherriegel tauscht.

Neben den Speicherbänken wurde der bekannte Attansic-Chip ATXP1 verlötet, der für die vorzüglichen Overclocking-Optionen, auf die wir weiter unten eingehen, verantwortlich ist.

Glücklicherweise zeigt sich EPoX bei der Verwendung einer passiven Northbridge-Kühlung von der konservativen Seite und verzichtet auf eine aktive Kühlung. Fairerweise muss man diesmal jedoch einwenden, dass VIA eine aktive Kühlung empfiehlt. Bei sommerlichen Temperaturen und aktivem Stresstest ermittelten wir auf dem goldfarbenen Schönling eine Oberflächentemperatur von immerhin 46 °C. Trotzdem konnten wir keinerlei Instabilitäten aufgrund des Temperaturniveaus feststellen, offensichtlich ist die wuchtige Kühlerkonstruktion ausreichend.

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Vorbildlich fällt die Lage sämtlicher PATA-/SATA-Anschlüsse sowie des Floppy-Konnektors aus.

Die beiden SATA-Ports der VT8237 lassen sich – wie dies VIA vorsieht – auch als Raid 0 oder 1 nutzen. Dem User bleibt es sogar überlassen, eine bestehende Installation auf einer einzelnen Festplatte durch späteres (!) Hinzufügen eines zweiten Laufwerks in ein Raid-Array umzuwandeln. Ähnlich Intels Raid Application Accelerator wird dieser Vorgang mittels VIAs „RAID Tool“ im Windows-Betrieb möglich.

Liebhaber der alten PATA-Platten finden im Highpoint HTP372 einen entsprechenden Zweikanal-Controller. Neben diesem ist der VIA VT6307 Firewire-Controller zu verorten; mittels Bracket wurden jedoch nur zwei der drei Anschlüsse zugänglich gemacht.

In Höhe des sechsten PCI-Slots befindet sich das gesockelte Bios, darüber findet man den Winbond W83697HF, der für Monitoring und IDE-/Floppy-Anschluss/Anschlüsse zuständig ist. Neben dem zweiten PCI-Steckplatz ist der ALC655 AC97-Chip von Realtek zu finden, dessen audiophile Fähigkeiten beleuchten wir weiter unten.

Zwischenstand: Bis auf die nicht beigelegten Brackets für Sound und USB2.0 haben wir im Bereich Layout nichts zu bemängeln. Der Stromanschluss lässt sich aufgrund der horizontalen Ausrichtung und der Nähe zu der eigentlichen Stromversorgung rechtfertigen – offensichtlich wird diese entsprechend strapaziert, ansonsten würden die MOSFETs nicht derart heiß laufen. Die Lage der RAM-Bänke zum AGP-Slot lässt sich hingegen aufgrund der sechs PCI-Steckplätze nicht vermeiden.

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Das MSI KT6 Delta im Detail

  MSI KT6 Delta
DDR-RAM 3 (3GB: PC1600, PC2100, PC2700,PC3200)
AGP-Pro, PCI, ISA, ACR 1 (4x, 8x), 5, 0, 0
COM, LPT, USB 1, 1, 6
USB 2.0 8 (6 über Back-Panel ausgeführt)
IEEE1394 3, per Bracket zugänglich
NIC 10/100 MBit 1 x Broadcom 5788
ATA133/PATA/SATA-Raid 2 / 1 (Promise PDC20378) / 2
Sound Ja, per SB über C-Media CMI9739A
Hardwaremonitor Ja
Lüfteranschluss 3

Auch das MSI KT600-Board, das uns in der Revision 2 vorlag, zeigt sich hervorragend ausgestattet, über das Back-Panel führt man sogar 6 USB2.0-Ports aus, zwei weitere können intern abgegriffen werden – ein zusätzliches Bracket fehlt jedoch im Lieferumfang. Über Port 5 und 6 befindet sich der Gigabit-Lan-Anschluss des Broadcom-Chips, den Game-Port hat man dahingegen eingespart – diesem trauert wohl kaum jemand nach -, wohingegen so mancher Anwender die zwei vorhandenen COM-Ports (momentan noch) zu schätzen wissen dürfte.

Ebenfalls über das Back-Panel führt MSI die üblichen drei Sound-Anschlüsse aus, ein zusätzliches Sound-Bracket fehlte zwar in unserem Karton, MSI versicherte uns jedoch, dass ein solches in der Retail-Verpackung enthalten sei. Mittels S-Bracket wird ein koaxialer sowie optischer SPDIF-Out bereitgestellt – auf digitale Eingänge muss der User also verzichten. Vorteilhaft erscheint die Möglichkeit, Center/Subwoofer sowie die Rear-Channels an das Bracket anzuschließen, ohne am Back-Panel des Mainboards herumhantieren zu müssen.

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Die Stromversorgung besteht aus dem Main Controller HIP6302, dem zugehörigen Dual Driver HIP6602, den vier MOSFETs IPB15N03L sowie zwei weiteren IPD07N03L.

Laut Datenblatt können die verwendeten MOSFETs Temperaturen bis 175°C trotzdem, von daher erscheinen die erreichen Temperaturen von 58 °C zwar nicht gerade niedrig, aber durchaus vertretbar zu sein – über den Sinn oder Unsinn von passiven MOSFET-Kühlern wäre jedoch folgerichtig im Umkehrschluss zu diskutieren! Ein zusätzlicher 12V-Stecker flankiert die Stromversorgung in ihrer Tätigkeit – ein Betrieb ohne den entsprechenden Stecker machte sich bei uns nicht negativ bemerkbar. Neben diesem findet man den auch auf dem EPoX verbauten Winbond HF W83697HF.

Der CPU-Sockel steht alleine auf weiter Flur, kein Kondensator stört wuchtige Kühler; leider können auch diesmal zu verschraubende Kühler nicht montiert werden – es fehlen die Bohrungen.

Auch auf dem MSI versieht der ATTP1 seine Schutzdienste, demnach erfolgt das Auslesen der Temperatur ebenfalls extern – diesmal per Heißleiter.

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Die drei Speicherbänke hat MSI grün abgesetzt, offensichtlich hat den Designern die bunte Farbgebung infolge der Mehrkanal-Speichercontroller-Einführung (nForce1/2, Springdale/Canterwood und Granite Bay) derart gut gefallen, dass man jetzt generell zum Farbtopf greift – der KT600 verfügt ja weiterhin über einen einzigen Speichercontroller! Aufgrund von „nur“ fünf verbauten PCI-Slots können die Speicherbänke auf dem MSI bei eingesteckter Grafikkarte bequem bestückt werden.

MSI hält sich bei der Kühlung der Northbridge an VIAs Empfehlungen und montiert eine aktive Kühlung. Diese konnte im Test weitgehend versöhnen, da der Propeller recht leise und nicht blinkend zu Werke ging! Trotzdem hätten wir uns über eine passive Kühlung gefreut, dass es ohne Propeller geht, zeigt der Mitstreiter aus dem Hause EPoX. Punktabzug können wir diesmal nicht vornehmen, schließlich hält sich der Hersteller an die Spezifikationen des Chipsatzlieferanten.

Der ATX-Anschluss befindet sich mit mitsamt den restlichen Konnektoren auf der rechten Platinenseite, sodass ein einfaches und problemloses Verlegen der entsprechenden Kabel problemlos möglich ist.

Ebenfalls am rechten Platinenrand, auf Höhe des roten, arretierbaren AGP-Slots, verbaut MSI den Core-Cell-Chip, den wir bereits auf den MSI-Canterwood/Springdale-Boards angetroffen haben. Glücklicherweise hat man auf dem KT6 Delta vom der Dynamic Overclocking-Feature Abstand genommen – das hat uns auf dem Springdale-Board weniger begeistert.

Um möglichst kurze Leitungswege zu realisieren, wurden die SATA-Anschlüsse in unmittelbarer Nähe zur VT8237 verbaut.

Darunter findet man den PATA-Anschluss des Promise PDC20378 sowie dessen SATA-Konnektoren.

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Am unteren Platinenrand sind die drei Firewire-Anschlüsse des VIA VT6306 zu lokalisieren.

Auf der Höhe des vierten PCI-Slots wurde der C-Media AC97-Codec, neben dem AGP-Slot der Broadcom Gigabit-Chip sowie der verlötete Bios-Chip verbaut – das Board muss bei einem missglückten Flashvorgang also eingeschickt werden.

Zwischenstand: Bis auf den verlöteten Bios-Baustein und das fehlende Bracket für USB-Port 7 und 8, finden wir das Design des MSI KT6 Delta sowie dessen Lieferumfang rundum gelungen!

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Overclocking
In der nachfolgenden Tabelle findet ihr sämtliche Overclocking- sowie Speichereinstellungen der beiden Testkandidaten:

  EPoX 8KRA2+ MSI KT6 Delta
CPU External Frequency 100 bis 250 MHz 100 bis 280 MHz
CPU Ratio Falls CPU unlocked Falls CPU unlocked
CPU Timing Normal, Fast keine Optionen
ROMSIP Table Normal, Fast, Ultra keine Optionen
AGP/PCI Frequency (MHz) keine Optionen keine Optionen
VCore 1.400-2.000 V
in 0.025 V-Schritten
1.350-2.300 V
in 0.025 V-Schritten
DDR Reference Voltage 2.50-3.20 V
in 0.05 V-Schritten
2.55-3.30 V
in 0.05 V-Schritten
AGP VDDQ Voltage keine Optionen 1.55-2.1 V
in 0.05 V-Schritten
V-Link Voltage (V) keine Optionen 2.60/ 2.70/ 2.80/ Auto

Speichereinstellungen

  EPoX 8KRA2+ MSI KT6 Delta
Systemperformance Standard, Fast, Fastest,
Turbo, Ultra, Expert
Fast, Turbo, Ultra
DRAM-Timing Manual, SPD, Turbo, Ultra keine Optionen
Speichertakt By SPD, 266/333/400 Auto, 266/333/400
CAS 1.5/ 2.0/ 2.5/ 3.0 2.0/ 2.5/ 3.0
tRAS 6-9 5-8
tRP 2/ 3/ 4 /5 2/ 3/ 4 /5
tRCD 2/ 3/ 4 / 5 2/ 3/ 4 / 5
Write Recovery Cycle 2T/ 3T 1T/ 2T/ Auto
Burst Length 4/ 8 4/ 8
Bank Interleave 2-Way, 4-Way, Disabled 2-Way, 4-Way, Disabled, Auto
1T Command-Rate Enabled/ Disabled Enabled/ Disabled
tWTR for DDR400 only* 1T/ 2T keine Optionen
Fast Command keine Optionen Normal/ Fast/ Ultra
Fast R-2-R Turnaround keine Optionen Enabled/ Disabled
* Write Data In to Read Delay

Das EPoX bietet nahezu jede erdenkliche Option, aber auch solche, die man nur schwer einzuordnen weiß und kaum dokumentiert sind, wie z.B. ROMSIP Table (hierbei handelt es sich um eine Kommunikations-Latenz zwischen Speicher und Prozessor) – eine Erklärung liefert EPoX weder im Bios noch im Handbuch. Weniger gut hat uns die Art der Auswahl der DRAM-Command-Rate (1T Command-Rate) gefallen. Diese kann über die Systemperformance-Profile gesteuert werden (1T/2T), erst wenn das Profil „Expert“ ausgewählt wird, kann die Command-Rate manuell eingestellt werden. Schöner würden wir es finden, wenn man diese Option unmittelbar zu den Speichereinstellungen gepackt hätte. Warum die DRAM-Command-Rate eine solch gewichtige Rolle spielt, erfahrt ihr weiter unten im Kapitel „Stabilitätstest“.

Das Bios des MSI implementiert zwar nicht die schiere Quantität an auswählbaren Optionen, dafür können innerhalb des jeweiligen Features höhere Werte einstellt werden. Gerade dieser Umstand richtet sich wohl an die Mega-Hardcore-Overclocker, denen selbst 3.2 V auf dem Speicher zu wenig sind. Dafür gibt es von uns keinerlei Pluspunkte; alleine die Tatsache, dass sämtliche Optionen da zu finden sind, wo sie hingehören und somit dem User das Feintuning besonders leicht gemacht wird, weiß zu überzeugen. Interessant fanden wir die Option, die V-Link-Voltage zu erhöhen, wir konnten jedoch keinen signifikanten Mehrwert bei unseren Tests in diesem Punkt finden.

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EPoX 8KRA2+: CPUZ und IDE-Performance
EPoX hat den Systemtakt bei Verwendung einer FSB400-CPU auf 200.5 MHz im Rahmen der Spezifikationen eingestellt hat, daraus resultiert ein CPU-Takt von 2205.0 MHz.

An der brandneuen VT8237 zeigt die WD800JB bei einer CPU-Auslastung von 10.1% einen Read-Burst von 88 MB/s. Auffällig sind jedoch die zahlreichen Zucker der Messkurve, die wir am MSI KT6 Delta nicht beobachten konnten.

Die Seagate zeigte am SATA-Port der VT8237 die üblichen, anfänglichen „Seagate-Zucker“, ansonsten kann der Read-Burst von 85.2 MB/s bei einer CPU-Auslastung von 11.4% überzeugen.

Am Highpoint HPT372 war die Welt in Verbindung mit unserer WD800JB wieder in Ordnung: Ein Read-Burst von 88.5 MB/s bei einer Prozessor-Auslastung von nur 9.7% und einer kontinuierlich abfallenden Messkurve, weiß zu gefallen.

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Die Ressourcen-Verteilung des EPoX 8KRA2+

 EPoX 8KRA2+ Int A Int B Int C Int D Int E Int F Int G Int H
PCI 1 Shared - - - - - - -
PCI 2 - Shared - - - - - -
PCI 3 - - Shared - - - - -
PCI 4 - - - Shared - - - -
PCI 5 - - Shared - - - - -
PCI 6 - - - Shared - - - -
AGP Shared - - - - - - -
LAN
VIA VT6103
- - - - - - - used
Audio
Realtek ALC655
- - - - - - used -
USB 2.0 - - - - - Shared
(E-Host
Controller)
- -
SATA Raid
VIA
- -  used - - -
P-ATA RAID
HPT372
 -  Shared - - - - - -
Firewire
VIA VT6306
 - Shared - - - - -

Die INT-IRQ-Zuordnung gefällt auf dem EPoX ausgesprochen gut, aufgrund der Tatsache, dass EPoX sämtliche SB-internen Geräte nutzt, werden auch sämtliche INT-Leitungen adressiert. Auf den INT A-D geht es – wie immer auf Sockel-A-Platinen – entsprechend eng zu, schließlich setzt EPoX zwei weitere PCI-Geräte ein (HPT372 sowie VT6306).

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MSI KT6 Delta: CPUZ und IDE-Performance
Ein Blick auf den CPU-Z-Screenshot zeigt, dass auch MSI den Systemtakt bei Verwendung einer FSB400-CPU auf 200.5 MHz im Rahmen der Spezifikationen eingestellt hat, daraus resultiert wie beim EPoX ein CPU-Takt von 2205.0 MHz.

An der VT8237 des MSI KT6 Delta zeigte unsere WD800JB bei einer CPU-Auslastung von 19.7 % einen Read-Burst von 83.4 MB/s.

Die SATA-Seagate 120 GB/7200U/min lieferte in Verbindung mit der VT8237 bei einer CPU-Auslastung von 11.4 % einen Read-Burst von 86.8 MB/s; dabei weist die Messkurve die üblichen „Seagate-Zucker“ auf.

Am Promise PDC20378 lieferte die WD800JB bei einer CPU-Auslastung von 9.7% einen Read-Burst von 88.5 MB/s; die Messkurve verläuft dagegen mustergültig.

Am Promise SATA-Port zeigte die Seagate mit einem Read-Burst von 1734.3 MB/s eine unglaubliche Performance bei einer CPU-Auslastung von 9.8%. Dass wir diesen Read-Burst nicht abnehmen, dürfte klar sein – diese Anzeigefehler konnten bereits allzu oft bei „jungen“ Promise-Bios-Versionen beobachten.

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Die Ressourcen-Verteilung des MSI KT6 Delta

 MSI KT6 Delta Int A Int B Int C Int D Int E Int F Int G Int H
PCI 1 Shared - - - - - - -
PCI 2 - Shared - - - - - -
PCI 3 - - - Shared - - - -
PCI 4 - - Shared
- - - -
PCI 5 - Shared - - - - - -
AGP Shared - - - - - - -
LAN
Broadcom 5788
- - Shared - - - - -
Audio
C-Media 9739A
- - - - - - used -
USB 2.0 - - - - - Shared
(E-Host
Controller)
- -
S-ATA RAID
VIA
 - - - -  used -  - -
P-ATA/S-ATA RAID
Promise PDC20378
 - - -  Shared - - - -
Firewire
VIA VT6306
 -  Shared - - - - - -

Da MSI einen Gigabit-Lan einsetzt, der per PCI-Bus angebunden wird, geht es auf den INT A-D ein wenig enger zu, die INT H muss aufgrund des nicht ausgeführten 10/100-Lan natürlich ungenutzt bleiben – dem Mainboard-Designer wird es ja gerade verwehrt, PCI-INTs auf die erweiterten INT E-H zu legen.

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Die USB2.0 Performance

SiSoft Sandra 8.59 Punktzahl Sequential Read Sequential Write
MSI KT6 Delta 19594 28 MB/s 26 MB/s
EPoX 8KRA2+ 19567 28 MB/s 26 MB/s
MSI E7505 Master-LS2 19099 28 MB/s 25 MB/s
Intel D865GBF 17741 25 MB/s 25 MB/s
Intel D875PBZ 15414 21 MB/s 25 MB/s
Asus A7N8X Deluxe 15226 20 MB/s 27 MB/s
SOYO SY-KT400 10799 16 MB/s 16 MB/s
ASUS A7V8X 9216 13 MB/s 14 MB/s
MSI KT3 Ultra2 8007 11 MB/s 18 MB/s
Asus P4C800 6159 3,2 MB/s 25 MB/s

Erst zum MSI E7505 Master LS2-Review meinten wir, dass das betreffende Mainboard die Bezeichnung „Master“ voll und ganz verdient. Tja, wer hätte das gedacht, der frisch gebackene KT600 schlägt die Intel-Vertreter deutlich – unsere Hochachtung!

RightMark Audio Analyzer

RightMarkt 5.0 Asus P4C800 Intel D865GBF MSI E7505 Master-LS2 EPoX 8KRA2+ MSI KT6 Delta
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringere Abweichungen sind besser)
+0.15;-0.84 +0.20;-0.90 +0.11;-0.19 +0.21;-1.37 +0.09;-1.14
Noise level, Eigen-Rauschpegel, dBA
(niedrigere Werte sind besser)
-78.7 -77.9 -86.8 -75.6 -75.0
Dynamic range, Dynamik-Bereich, dBA
(größere Werte sind besser)
78.4 77.1 86.4 +74.8 +71.0
Total Harmonic Distortion (Klirrfaktor) %
(niedrigere Werte besser)
0.015 0.017 0.0033 0.018 0.111
Intermodulation distortion, %
(kleinere Werte sind besser)
0.067 0.070 0.053 0.628 1.960
Stereo crosstalk (Übersprechen), dB
(niedrigere Werte besser)
-77.3 -77.3 -16.4 -77.5 -73.1

Der onboard-Sound des EPoX ist einen Tick besser geraten, mehr aber nicht. Die Werte taugen zur Hintergrundberieselung, jedoch keineswegs für ambitioniertere Anwendungen. Insbesondere die Intermodulations-Verzerrungen auf dem MSI gefallen uns weniger gut, die des EPoX sind zwar einen Tick niedriger, kommen über eine schlechte Beurteilung jedoch nicht hinaus.

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Stabilität
Beide Testkandidaten wurden im DDR400-Mode mit JEDEC-konformen Timings von 2.5-3-3-8 getestet (aufgrund eines kleinen Bios-Bugs konnten die Benchmarks jedoch ausschließlich mit 2.5-3-3-6 durchgeführt werden), der APIC-Modus war aktiviert.

Diesmal bereitete der Volllast Stresstest dem EPoX-Vertreter einige Probleme – siehe ausführliche Erklärung weiter oben. Wir gehen jedoch davon aus, dass die besprochenen Probleme durch Bios-Updates gefixt werden können – schließlich befindet sich das Board noch am Anfang des Produktlebenszykluses. Das MSI verhielt sich dahingegen weitgehend problemlos, selbst mit drei Speicherriegeln konnte die DRAM-Command-Rate aktiviert werden.

Einen kleinen Bug fanden wir bei beiden Boards im Bereich der Latenz tRAS, diese wollte sich nicht auf „8“ Zyklen einstellen lassen, sondern blieb stur bei „6“. Instabilitäten konnten wir jedoch mit keinem unserer Speichermodule ausmachen. Die Benchmarks laufen auf den KT600-Boards daher einen winzigen Tick (2.5-3-3-6 1T statt 2.5-3-3-8 1T) schneller, als sie es eigentlich tun würden.

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Das Testsetup

  EPoX 8KRA2+ MSI KT6 Delta
CPU XP 3200+ XP 3200+
Bios 14.07. 5.1
Grafikkarte Asus Ti4600 Asus Ti4600
Speicher 2 x Corsair 256 MB DDR400 2 x Corsair 256 MB DDR400
Soundkarte Soundblaster Live5.1 Soundblaster Live5.1
Festplatte WD800JB WD800JB
Betriebssystem Windows XP SP1 Windows XP SP1
Treiber Hyperion 4.48
Detonator 43.45
Hyperion 4.48
Detonator 43.45

Die Benchmarks

  MAGIX mp3 maker platinum (Patch 3.03d)
MSI KT6 Delta
Athlon XP 3200+
30,23
EPoX 8KRA2+
Athlon XP 3200+
30,15
Asus A7N8X
Athlon XP 3200+
32,25
(Nur in Verbindung mit dem Patch 3.03d ist das Programm benchmarkfähig!)

In diesem real-life-Benchmark, der äußerst speicherlastig ausgelegt ist, verlieren die KT600-Vertreter gegenüber dem Referenzboard auf nForce2-Basis von ASUS.

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VIA KT600 Premiere mit MSI KT6 Delta und EPoX 8KRA2+ - 18/20
10.08.2003 by holger
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Sandra
2002.1.8.59
Dhrystone Whetstone INT/SSE FPU/SSE Mem/INT Mem/FPU
MSI KT6 Delta
Athlon XP 3200+
6092 3057 12130 14096 3054 2823
EPoX 8KRA2+
Athlon XP 3200+
6090 3055 12117 14054 3048 2815
Asus A7N8X
Athlon XP 3200+
6060 3035 12046 14004 2868 2692

SiSandra zeichnet dahingegen ein völlig konträres Bild und attestiert dem VIA-Chipsatz eine höhere Memory-Performance. Dies können wir zwar schwer glauben, wir müssen auf der einen Seite bedenken, dass der XP3200+ eine Bandbreite von 3.2 GB/s und das Speicherinterface des KT600 eine ebensolche mit 3.2 GB/s bereitstellt. Auf der anderen Seite soll gerade die Sprungvorhersage des KT600 enorme Verbesserungen erfahren haben – dies könnte sich insbesondere in synthetischen Benchmarks bemerkbar machen.

FutureMark PCMark2002/CPU PCMark2002/MEM 3DMark2001SE
MSI KT6 Delta
Athlon XP 3200+
6695 5286 13725
EPoX 8KRA2+
Athlon XP 3200+
6703 5248 13932
Asus A7N8X
Athlon XP 3200+
6763 5918 14158

Aha, der KT600 verliert im PCMark-Memory-Kapitel deutlich gegenüber dem nForce2: Synthetische Benchmarks sind also nicht immer als reliable und valide Berurteilungsmethode geeignet. Das gleiche Bild zeichnet 3DMark2001SE, der recht deutlich auf die Memory-Performance reagiert, auch hier hat der KT600 knapp das Nachsehen.

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VIA KT600 Premiere mit MSI KT6 Delta und EPoX 8KRA2+ - 19/20
10.08.2003 by holger
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OpenGL & DirectX Vulpine GL
1024x768x32
Quake III
Timedemo 1
Codecreatures
1024x768x32
Cinebench
Shading
Cinebench
Raytrace
Single CPU
Cinebench
Raytrace
Multi CPU
MSI KT6 Delta
Athlon XP 3200+
100,1 279,5 fps 32,3 fps
11,5 Mio
21,67 30,85 -
EPoX 8KRA2+
Athlon XP 3200+
100,1 278,4 fps 32,3 fps
11,5 Mio
22,10 30,85 -
Asus A7N8X
Athlon XP 3200+
100,4 258,4 fps 32,1 fps
11,5 Mio
24,19 30,67 -

Quake III attestiert dem KT600 ein sehr gutes Leistungsniveau, deutliche Unterschiede gegenüber dem nForce2 ergeben sich im Cinebench Shading-Kapitel – hier unterliegt der KT600 recht deutlich.

Video TMPEG
MSI KT6 Delta
Athlon XP 3200+
39.89 fps
EPoX 8KRA2+
Athlon XP 3200+
39.89 fps
Asus A7N8X
Athlon XP 3200+
40.32 fps

Der Speicherfresser TMPEG stellt dem KT600 ein minimal schlechteres Performance-Zeugnis aus – hier profitiert der nForce2 eindeutig von seinem effizienten Speicherinterface.

  Mainconcept 1.3.1 AVI-to-MPEG Converter
MSI KT6 Delta
Athlon XP 3200+
1903 Sekunden
EPoX 8KRA2+
Athlon XP 3200+
1919 Sekunden
Asus A7N8X
Athlon XP 3200+
1906 Sekunden

Auf dem MSI fällt die Mainconcept-Disziplin völlig aus dem Rahmen: Bisher wurden die Ergebnisse von TMPEG immer bestätigt. Diesmal kann sich das MSI KT600-Board knapp vor den nForce-Vertreter aus dem Hause ASUS setzen.

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VIA KT600 Premiere mit MSI KT6 Delta und EPoX 8KRA2+ - 20/20
10.08.2003 by holger
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Fazit und Empfehlung




Der VIA KT600 Chipsatz
Der KT600 kann insgesamt als echte Alternative zum nForce2 gesehen werden, die Serienmainboards zeigen sich zu einem solch frühen Testzeitpunkt überraschend ausgereift – das konnte man z.B. beim Launch von so manchem Canterwood-Board nicht behaupten. Dass unser verschärfter Volllast-Tresstest nicht reibungslos durchlief, lag an einen Schönheitsfehler, wobei sich die Window-Prioritäten zweier Programme ins Gehege kamen. Die Ursache hierfür ist zwar noch nicht geklärt, dennoch hat sie nichts mit der Stabilität des Systems zu tun. Daß die Latenz „tRAS“ nicht auf „8“ zu erhöhen war, sollte durch Biosupdates in den Griff zu bekommen sein. Das EPoX stand mit der DRAM-Command-Rate beim Einsatz von mehr als einem Speichermodul auf dem Kriegsfuß (auch dieses Phänomen kennen wir von anderen VIA-Vertretern) und produzierte Rechenfehler. Tatsächlich testeten wir beide Boards mit First-Release-Biosversionen, sodass wir hier lediglich eine augenblickliche Bestandsaufnahme abliefern können. Auch in Hinsicht auf die Performance könnten durchaus noch Steigerungen möglich sein, doch derzeit sind das reine Spekulationen. Der VIA KT600 erwies sich als performant und stabil, dabei arbeitete er problemlos und zuverlässig. Dies belohnen wir mit einem "Sehr Gut":




Das MSI KT6 Delta
Das MSI KT6 Delta weiß aufgrund seiner hervorragenden Performance zu gefallen, auch die Ausstattung inklusive Gigabit-Lan, Firewire, SATA-Raid 0/1 sowie einem weiteren vollwertigen Raidcontroller von Promise (PDC20378 mit Raid 0, 1 und 0+1) bietet alles, was das Herz begehrt! Schade, dass man ein USB-Bracket (es können immerhin 6 der 8 Ports genutzt werden) für die Ports 7 und 8 nicht beigelegt hat, auch der verlötete Bios-Chip gefällt uns weniger gut. In der Retail-Verpackung wird der User das nützliche S-Bracket vorfinden – unserem Sample war das Bracket nicht beigelegt -, das digitale Ausgänge sowie Center/Subwoofer und die Rear-Channels bereitstellt, sodass der User nicht mehr am Back-Panel des Mainboard herumhantieren muss.

Kurzum: Mit diesem Board wird der User sehr zufrieden sein, in Anbetracht des bescheidenen Preises von 140 Euro vergeben wir ebenfalls ein "Sehr gut":




Das EPoX 8KRA2+
Das EPoX 8KRA2+ zeigt ebenfalls sehr gute Performance und läuft bei deaktivierter DRAM-Command-Rate stabil und zuverlässig. Auch diesmal müssen wir EPoX vorhalten, dass ein Sound- sowie ein USB-Bracket (es können lediglich 4 der 8 Ports genutzt werden) im Karton fehlt – im Gegenzug verzichten wir gerne auf das Game-Port-Bracket. Die übrige Ausstattung fällt gegenüber dem MSI-Vertreter unwesentlich schlechter aus: Lediglich auf Gigabit-Lan sowie einen zweiten SATA-Raid-Controller muss man verzichten; dafür erhält der User einen vollwertigen PATA-Controller von Highpoint! Ansonsten zeigt sich EPoX bei der Verwendung einer massiven, passiven Northbridge-Kühler sowie einem gesockelten Bios erfreulich konservativ, ob man sechs PCI-Slots in Anbetracht der Serienausstattung wirklich braucht, muss jeder selbst entscheiden – leider geht es dadurch zwischen AGP und RAM-Bänken recht eng zu.

Gönnen wir dieser jungen Platine ein bisschen mehr Reifezeit in Form von Bios-Updates und werten wir die heute zu vergebende Empfehlung auf – das mit 110 Euro sehr günstige EPoX 8KRA2+ hätte es verdient: "Gut"




Wir bedanken uns bei:

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