Winning PC 6919, der CS601 Herausforderer - 2/2
24.07.2002 by doelf
Im Inneren ähnelt der Winning PC 6919 wiederum dem CS601 erheblich. So sitzt das Netzteil auf den aussteifenden Horizontalstreben auf, die 3,5 Zoll Käfige sind herausnehmbar und durch einen Hebelmechanismus zu lösen und die 5 1/4 Zoll Laufwerke werden auf Kunststoffschienen in das Gehäuse geschoben, die sich auf einer Sammelhalterung am Gehäuseboden befinden. Allerdings gibt es auch hier wieder feine Unterschiede: um die 5 1/4 Zoll Laufwerke ein- oder ausbauen zu können, muß zuvor die Gehäusefront abgenommen werden und hierfür wird zunächst das linke Seitenteil entfernt. Auf der linken Seite halten Plastiknasen die Front, hat man diese gelöst, so kann man die Gehäusefront nach rechts hin wegdrücken. Auf der rechten Seiten greifen Kunststoffnasen in entsprechende Aussparungen, um die Front zu halten. Diese Konstruktion macht einen etwas empfindlichen Eindruck, wer die Front beim Ausbau zu stark anwinkelt, riskiert die Haltenasen abzubrechen. Und wenn erst einmal ein paar Laufwerke eingebaut worden sind, passiert so etwas schnell!
Das Netzteil sitzt im Winning PC 6919 etwas höher als im CS601, dafür bekommt man ein paar Zentimeter mehr Platz im Bereich des Mainboards, was die Montage der Hauptplatine erleichtert. Überhaupt haben Mainboards in diesem Gehäuse viel Platz. Die einzige Engstelle, die uns auffiel, betrifft auch die Mitbewerber am Markt: wird eine GeForce 4 Ti 4600 oder 4400 eingesetzt, so wird es sehr eng, wenn sich davor im internen 3,5-Zollkäfig eine Festplatte befindet.

links: durchdachter Innenraum im CS601 Format; rechts: zwischen Festplatte und GeForce 4 Ti4600 wird's eng!
Wie bereits erwähnt, verfügen die 3,5-Zoll Käfige im Winning PC 6919 über einen Hebelmechanismuß, mit dem man sie leicht lösen und herausziehen kann. Dieser ist mit einer Feder ausgestattet, das Ausbauen wird somit kinderleicht und nach dem Einschieben rastet die Feder den Hebel von selbst wieder ein. Beim CS601 zieht sich der Hebel nicht von selbst zu, man könnte also die Verriegelung vergessen, wodurch die Käfige nicht gesichert wären und beim Transport herausrutschen können. Eine weitere Verbesserung findet sich in Form von Gummipuffern mit dazugehörigen Schrauben, welche die Festplatten entkoppeln sollen. Die beiden Käfige bieten Platz für 2 externe und 5 interne 3,5 Zoll Laufwerke, die 5 internen Laufwerke (also Festplatten) kommen in den Genuß der entkoppelten Aufhängung. Diese Idee ist einfach aber effektiv, da alle Schwingungen der Festplatte über das Gummi abgepuffert werden.
Unterhalb der 3,5 Zoll Käfige finden wir die Platine mit den Frontanschlüssen und der passenden Universalverkabelung für interne USB und Audio Anschlüsse auf dem Mainboard.

links: Lüfterparade am CPU Sockel; rechts: auch der unterste 5 1/4 Zoll Einschub kann in voller Länge genutzt werden!
Das fanden wir schlecht:

Die Festplatten werden mit einem 12 cm Lüfter gekühlt, die Befestigung über Gummipuffer schluckt Schwingungen der Laufwerke; rechts unten: die Platine der Frontanschlüsse.
Das fanden wir gut:
Fazit
Der Winning PC 6919 ist ein gutes Gehäuse das sich mehr als eine Idee beim CS601 abgeguckt hat. Hierbei wurde die Umsetzung der 5 1/4 Zoll Einschübe unnötig verkompliziert, ansonsten bietet es jedoch neue Ideen, die uns zum Teil auch sehr gut gefallen haben. Dennoch: mit der perfekten Verarbeitung des CS601 kann der Winning PC 6919 nicht ganz mithalten und so bleibt am Ende Bronze für den Herausvorderer. Denn der Preis von 79 € ohne Netzteil ist ja auch nicht gerade ein Schnäppchen und sogar noch einen € teurer als der CS601.


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