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XFactor REX-750AS - Unfassbar gute Netzteile?
Autor: doelf - Veröffentlicht am 20.01.2010
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Seit gestern kennen die Leser von Au-Ja die Marke XFactor und den Hersteller PowerEx und wissen, dass wir weder von amerikanischen Mystery-Serien noch von britischen Casting-Shows reden. Nachdem das 500 Watt starke Modell REX-500AS bereits einen guten Eindruck machte, misst sich das mit "80Plus Bronze" zertifizierte XFactor REX-750AS diesmal mit hochwertigen Netzteilen von be quiet! und Cougar.

XFactor bietet Netzteile zwischen 400 und 1000 Watt an, wobei die Modelle mit 400, 500 und 600 Watt Leistung eine normale 80Plus-Zertifizierung vorweisen können und die Geräte mit 750, 850 und 1000 Watt darüber hinaus die Vorgaben von 80Plus Bronze bestanden haben.

Offizielle 80 Plus Resultate
Betrachten wir nun die unabhängigen Messergebnisse von 80 Plus, die XFactor-Modelle finden sich übrigens unter dem Hersteller PowerEx:

Wirkungsgard laut 80 Plus:
Modell 20% 50% 100% Ø
be quiet! E7-CM-680W 85,84 86,86 83,05 85,25
be quiet! P7-Pro-750W 82,80 85,59 82,68 83,69
Cougar 700 CM 86,13 86,64 82,70 85,16
XFactor REX-750AS 82,04 85,30 83,01 83,45
Xigmatek NRP-PC702 84,66 87,18 84,81 85,55

Die Wertung "80Plus Bronze" bedeutet, dass die Netzteile bei 20- und 100-prozentiger Auslastung zumindest 82 Prozent und bei Halblast sogar 85 Prozent Effizienz erreichen. Für die normale 80Plus-Zertifizierung reicht bereits ein Wirkungsgrad von mindestens 80 Prozent über die drei genannten Laststufen.

Wichtig: Die Messungen von 80 Plus werden mit 115 Volt vorgenommen, unsere Testsysteme werden aber mit 230 Volt betrieben. Daher kann es vorkommen, dass sich einzelne Netzteile abweichend verhalten. Zudem sind Qualitätsschwankungen in der Produktion möglich.

Leistungsfaktorkorrekturfilter (PFC)
Das Thema "Power Factor Correction" müssen wir an dieser Stelle ansprechen, denn das Modell Combat Power CP-750W, welches uns ebenfalls Vergleichswerte liefert, verwendet nur eine passive Lösung. Der PFC, egal ob passiv oder aktiv, soll unerwünschte Oberschwingungen minimieren und eine sinusförmige Spannungskurve sicherstellen. Diese Abweichungen von der Sinuskurve werden durch nichtlineare Verbraucher wie Schaltnetzteile verursacht, die den Strom in Form von kurzen, hohen Stromimpulsen ziehen. Die höherfrequenten Abweichungen sind in zweierlei Hinsicht problematisch: Einerseits können sie zu Störungen bei anderen elektrischen Geräten führen, andererseits verursachen die Blindströme Verluste im Leitungsnetz und in den Transformatoren des Stromversorgers. Daher gilt in Europa seit dem 1. Januar 2001 die Norm DIN EN 61000-3-2, welche für alle Netzteile, die mehr als 75 Watt aus dem Stromnetz ziehen, einen Leistungsfaktorkorrekturfilter vorschreibt. Erstrebenswert ist ein Leistungsfaktor (Verhältnis zwischen Wirk- und Scheinleistung) von 1,0. Mit Schaltnetzteilen ohne PFC kann man jedoch maximal einen Wert von 0,6 erreichen.

Passive Filter bestehen aus Reihen einfacher Drosselspulen. Diese Lösung ist zwar einfach und preiswert, doch mit steigender Leistung werden auch die Spulen immer größer und das Netzteil schwerer. Zudem erzeugen die Spulen Verlustwärme und verschlechtern damit den Wirkungsgrad des Netzteils. Sinnvoll ist eine passive Lösung bis ca. 200 Watt, aus Kostengründen kommen aber auch bei stärkeren Netzteilen passive Filter zum Einsatz. Maximal erreicht man mit passiver PFC einen Leistungsfaktor von 0,8.

Aktive Filter sind aufwändiger und die hierfür notwendigen Bauteile teurer. Sie arbeiten mit Pulsbreitenmodulation, doch die Transistoren der aktiven PFC erzeugen dabei selbst höherfrequente Störungen. Somit kommt zusätzlich ein passiver Filter zum Einsatz, dessen Spulen jedoch deutlich geringer dimensioniert sind. Netzteile mit aktiver PFC arbeiten kühler, sind kleiner und leichter und erreichen üblicherweise einen Leistungsfaktor von 0,99.

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Inhalt:
  1. 80 Plus und PFC
  2. Detaillierte Vergleichtabellen
  3. XFactor REX-750AS #1
  4. XFactor REX-750AS #2
  5. Die Testsysteme
  6. Spannung/Leistungsaufnahme: Idle
  7. Spannung/Leistungsaufnahme: CPU-Last
  8. Spannung/Leistungsaufnahme: GPU-Last
  9. Spannung/Leistungsaufnahme: CPU+GPU-Last
  10. Stromverbrauch im Standby, Schallpegel
  11. Fazit
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