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Z-Cyber Yippee 5.1 Channel Speaker System - 1/4
03.07.2003 by holger
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Erneut tritt ein Produkt aus dem Hause Z-Cyber, für die APROMATEC den Vertrieb in Deutschland übernommen hat, bei Au-Ja! zum Test an. Insbesondere der überaus günstige Preis, gepaart mit überzeugender Qualität der Produkte, enttarnt die Erzeugnisse des Mitbewerbs allzu oft als überzogene monetäre Offerten. Im Vergleich zum bereits von uns getesteten Einsteiger-Set Hurricane ergibt sich ein moderater Mehrpreis von gerade einmal fünf Euro. In diesem Test wollen gerade wegen des anvisierten Preises auf Parallelen mit dem Hurricane eingehen.

Der Lieferumfang

Auf den ersten Blick erinnern die Satelliten des Yippee an die des kleineren Hurricane-Systems: Die Gehäuse sind aus Kunststoff gefertigt und die Anschlusskabel ohne jegliche Anschlussklemmen herausgeführt. Sollten die Kabel der Frontlautsprecher mit einer Länge von jeweils 2.40 Metern nicht ausreichen, muss der User zum Lötkolben greifen – eine unschöne Lösung. Nach Rücksprache mit APROMATEC wurde uns Besserung versprochen: Die Anschlusskabel der vorderen Lautsprecher sollen auf die Länge der hinteren (4.80 Meter) verlängert werden. Auf die Montage von Anschlussbuchsen wollte man sich bei Z-Cyber, dem Hersteller des Systems, nicht einlassen – aus Kostengründen.

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Z-Cyber Yippee 5.1 Channel Speaker System - 2/4
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Der Musikleistung hat Z-Cyber gegenüber den Hurricane-Satelliten auf die Sprünge geholfen und diese auf 10 Watt verdoppelt, bei fünf angeschlossenen Satelliten ergibt sich somit eine Mehrleistung von 25 Watt. Da sämtliche Mini-Gehäuse gekapselt sind, können wir keine Auskünfte über die verwendeten Chassis geben. Positiv finden wir das deutlich konservativere Design, wodurch sich die Winzlinge wesentlich einfacher ins heimische Wohnzimmer integrieren lassen. Die schon beim Hurricane bemängelten Satellitenständer für die hinteren Boxenzwerge kommen erneut zum Einsatz. Der User muss die drei Gummifüßchen gegen die drei Kunststoffstangen ersetzen: Das sieht nicht gerade toll aus, auch unter funktionellen Gesichtspunkten verfehlen die Stangen ihr Ziel. Stolpert man beispielsweise über das Lautsprecherkabel, brechen die Aufnahmebuchsen der Ständerchen schnell entzwei. Glücklicherweise sind diese lediglich mit den Satelliten verschraubt, sodass ein Austausch ohne Probleme möglich sein sollte.

Der Subwoofer
Der Subwoofer kann unzweifelhaft als Sahnestück des Komplettsets bezeichnet werden. Das Gehäuse wurde aus massivem MDF (Mitteldichte Faser) gefertigt, sodass schädliche Resonanzschwingungen wesentlich einfacher im Zaum gehalten werden können, als bei der Verwendung von Kunststoff. In dem kleinen Gehäuse arbeiten zwei Chassis parallel zu einander und werden durch eine Bassreflexöffnung in ihrer Arbeit unterstützt. Das Innere des Subwoofers ist aufgrund des Bassreflexprinzips nicht bedämmt, sodass ein möglichst trockener Bass die Folge sein sollte. Eine zusätzliche Bedämmung des Gehäuses hätte zwar für die beiden Chassis ein nominell größeres Volumen zur Folge gehabt, der Wiedergabepräzision wäre diese Maßnahme jedoch keinesfalls zuträglich gewesen. Im Inneren des Subwoofers befindet sich die gesamte Vorstufen- sowie Endstufenelektronik. In dieser Preisklasse ist die Verwendung von Hybridendstufen wohl unumgänglich, die entsprechenden Endstufentransistoren wurden mit einem Kühlkörper verschraubt. Warum man die Kunststoffrückwand nicht gegen eine aus Metall ersetzt und dafür die innen liegenden Kühlrippen einspart, verstehen wir indessen nicht – so heizt sich der Subwoofer im Inneren unnötig auf. Ansonsten macht die Bauteilequalität einen erstaunlich guten Eindruck, beim Design der Platine war wohl ein Liebhaber der sternförmigen Masseführung am Werk – Naim-Audio-Technik für Sparbrötchen?!

Über die Fernbedienung können die Presets „Rock, Jazz, Pop, Classic sowie Flat“ abgerufen werden. Gut hat uns gefallen, dass man eigene Einstellungen für Höhen, Mitten sowie Bässe vornehmen kann. Front (left), Center, Front (right), Rear (left) und Rear (right) können getrennte ausgepegelt werden, nur so können die individuellen Wohnraumcharakteristika berücksichtigt werden.

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Alltagsbetrieb und Klang
Das komplette Set soll laut Hersteller einen Frequenzbereich von 40 Hz bis 18 KHz abdecken, wobei die Satelliten den Bereich von 150 Hz bis 18 KHz übernehmen, der Subwoofer den von 40 bis 250 Hz. Ganz können wir die Angaben nicht glauben, den winzigen Breitbändern trauen wir nicht zu, dass sie in die Region von 250 Hz hinabsteigen, dann hätte Z-Cyber ganz andere Kallieber einsetzen müssen. Der Frequenzverlauf des Subwoofers erscheint ebenfalls ein wenig optimistisch abgeschätzt worden zu sein, 40 Hz kann man mit solch kleinen Chassis wohl kaum wiedergeben; zur Erzeugung solch langwelliger Frequenzen reicht die Membranfläche der Chassis physikalisch nicht aus.
Dennoch kann man mit der gebotenen Leistung überaus zufrieden sein. Bei Spielen macht das Set am meisten Spaß: Geschosse zischen quer durch den Raum, und Gegner können aus den Tiefen des Raums heraus geortet werden.

Wird das Profil „Classic“ ausgewählt, kommt mit der dargebotenen Wiedergabequalität sogar Heimkinoerlebnis auf. Lediglich in den höchsten Lagen geht dem Breitbänder die Puste aus, sodass zersplitterndes Glas mehr stumpf zerbricht, als in tausend Teilchen zu zerspringen. Die Stimmwiedergabe verdient gute Noten, insbesondere wenn man die Mittenlagen über die Fernbedienung angehoben hat. In Buena Vista Social Club merkt man dem alten Ibrahim Ferrer die Lebensfreude an, wenn er mit Rubén Gonzáles und den anderen Tattergreisen über vergangene Tage philosophiert – herrlich.

Augrund des Frequenzverlaufs sollte der Subwoofer im direkten Hörfeld positioniert werden, da dieser doch eine gehörige Portion an direkt ortbaren Frequenzen überträgt. Um mit der Fernbedienung hantieren zu können, kommt man ohnehin nicht um eine sichtbare Aufstellung herum.

Hat man das System mühevoll individuell konfiguriert, schaltet das System brav über eine schaltbare Steckerleiste aus, um die ganzen Standby-Stromschleudern vom Netz zu trennen und will am nächsten Abend einen Kinoabend zu Hause verbringen, wird es lange Gesichter geben: Der Subwoofer vergisst bei vollständiger Trennung vom Netz sämtliche Einstellungen, die man manuell vorgenommen hat. Wir konnten uns mit dem Preset-Profil „Classic“ sehr gut anfreunden – auch die anderen Profile decken die meisten Ansprüche wohl ab -, sodass uns dieses Manko kaum störte. Wer jedoch andere Einstellungen vornehmen will, da es die Wohnraumcharakteristik nicht anders zulässt oder die Presets nicht gefallen, muss das Sound-System wohl oder übel an einer separaten Steckdose betreiben – schade.

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Fazit und Empfehlung
Mit einem Preis von gerade einmal 85 Euro bekommt der User von Z-Cyber ein ansprechendes Paket geschnürt. Das niedrige Preisniveau zwingt den Hersteller sparsam zu haushalten, dadurch lässt sich auch die oben bemängelte, fehlende Pufferschaltung bei vollständiger Stromtrennung sowie die fehlenden Anschlussklemmen an den Satelliten erklären. Die klanglichen Fähigkeiten sind für diese Preisklasse mehr als beachtlich, da können selbst wesentlich kostspieligere Boxen-Sets des Mitbewerbers nicht mithalten. Wer mit den kleinen Schwächen leben kann, der bekommt ein überaus günstiges Lautsprecherset, das jede Menge Spaß macht!

Nochmals herzlichen Dank an APROMATEC, wo man das Z-Cyber Yippee 5.1 Channel Speaker System für 85 Euro erwerben kann!

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