RTX - Beeindruckend real

AMD Radeon Software Adrenalin 2019 Edition 19.7.3 erhältlich

Meldung von doelf, Donnerstag der 25.07.2019, 19:48:02 Uhr

AMD hat seinen Grafiktreiber Radeon Software Adrenalin 2019 Edition auf die optionale Version 19.7.3 aktualisiert, welche die Leistung in "Wolfenstein: Youngblood" um bis zu 13 Prozent steigern soll. Der "Radeon GPU Profiler" unterstützt nun auch die Navi-GPUs (Radeon RX 5700), die man ab sofort auch mit Microsoft PIX verwenden kann.

Neu bei Vulkan
Der neue Treiber umfasst darüber hinaus sechs Erweiterungen für den OpenGL-Nachfolger Vulkan:

  • VK_EXT_display_surface_counter: Diese Erweiterung definiert einen Anzeigeoberflächen zugeordneten Zähler für die vertikale Austastperiode. Sie stellt einen Mechanismus zur Verfügung, mit dem sich die Unterstützung für einen solchen Zähler aus einem VkSurfaceKHR-Objekt abfragen lässt.
  • VK_AMD_pipeline_compiler_control: Über diese Erweiterung lassen sich Compiler-Optionen einzelnen Pipelines zuweisen, beispielsweise um Rundungsregeln bei der Arbeit mit Gleitkommazahlen unterschiedlicher Genauigkeit zu lockern.
  • VK_AMD_shader_core_properties2: Diese Erweiterung macht zusätzliche, AMD-spezifische Shader-Core-Eigenschaften für ein physisches Gerät verfügbar.
  • VK_EXT_subgroup_size_control: Diese Erweiterung bringt zusätzliche Kontrolle über Untergruppengrößen, beispielsweise um Anwendungen bei Geräten, welche mehr als eine Größe unterstützen, die Auswahl zu ermöglichen.
  • VK_KHR_imageless_framebuffer: Diese Erweiterung ermöglicht das Erstellen von Framebuffern, ohne die Notwendigkeit zunächst Bilder zu generieren. Hierdurch wird ihre Nutzung flexibler und man muss weniger Kompatibilitätsanforderungen beachten.
  • VK_KHR_variable_pointers: Mit Hilfe dieser Erweiterung können Implementierungen angeben, inwieweit sie die SPV_KHR_variable_pointers der SPIR-V-Erweiterung unterstützen. Über diese Erweiterung können Shader-Module privat aufgerufene Zeiger auf Uniform- und/oder Speicherpuffer zu nutzen, wobei die Zeigerwerte dynamisch und ungleichmäßig sein können. In dieser Version wurde die Unterstützung für VariablePointers hinzugefügt

Behobene Fehler
Das Spiel "League of Legends" startet zuverlässiger auf Systemen mit Windows 7 und einer Grafiklösung der Baureihe Radeon RX 5700, zudem soll es bei diesen Karten nach einem Express-Update der Radeon-Software nicht mehr zu Abstürzen und Hängern von DirectX-9-Anwendungen kommen. Die Verwendung des "Radeon Image Sharpening" verhindert auf Navi-GPUs nicht mehr den Aufruf von Windows Mixed Reality und "Fortnite" startet auf den neuen Karten nicht mehr mit kleinen Hängern während der ersten Spielminuten.

Bei "Radeon ReLive VR" konnte AMD die Synchronität von Bild und Ton reparieren und der Treiber des Log-Werkzeugs lässt sich jetzt unter Windows 7 installieren. Besitzer der Radeon VII bekommen endlich keine Geisterwerte mehr zu sehen, "Radeon Anti-Lag" soll Spiele nicht mehr ausbremsen und "Radeon Overlay" nicht mehr flackern, wenn Vulkan-basierte Spiele mit "Radeon Image Sharpening" kombiniert werden. Weiterhin wurden die Bildfehler während der Leistungstests von Adobe Premier Pro 2019 beseitigt.

Ungelöste Probleme
Unter Windows 7 sollten die Besitzer einer Radeon RX 5700 eine sichere Deinstallation durchführen, da es ansonsten zu einem schwarzen Bildschirm kommen kann. Ebenfalls unter Windows 7 können mit Navi-GPUs angefertigte "Radeon ReLive"-Aufnahmen leere Videos erzeugen. Generell sollten Navi-Besitzer die Option "Enhanced Sync" meiden, da diese zum Absturz von Windows und Programmen führen kann. Auch FreeSync-Displays mit einer Bildwiederholrate von 240 Hz bereiten der Baureihe Radeon RX 5700 noch Probleme, die sich in Form von Bildhaklern offenbaren.

Einige Systeme zeigen grünliche Farbfehler, wenn die Radeon Software auf Windows 10 Version 1903 trifft. Von den "Radeon Performance Metrics" werden zuweilen falsche Werte für die VRAM-Nutzung gemeldet und manchmal lässt sich das "Radeon Overlay" aus Spielen heraus nicht zuschalten. Es kann vorkommen, dass "Radeon ReLive" eine fehlerhafte oder stark gestörte Tonspur aufzeichnet. Bleiben noch die erhöhten Speichertaktraten, welche die Radeon VII zuweilen im Leerlauf bzw. bei der Anzeige des Desktops anlegt.

Unterstützte Betriebssysteme und Grafiklösungen
Die Radeon Software Adrenalin 2019 Edition 19.7.3 gibt es für die 64-Bit-Ausgaben von Windows 10 und 7. Sie unterstützt diskrete Grafiklösungen ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Notebook), dazu kommen die integrierten Grafikeinheiten zahlreicher APUs sowie die Ryzen-Prozessoren mit Vega-Grafik (Desktop und Notebook). Wer einen 32-Bit-Treiber benötigt, muss sich mit der Radeon Software Adrenalin Edition 18.9.3 vom 5. November 2018 begnügen. Für moderne Grafikprozessoren werden allerdings gar keine 32-Bit-Treiber geboten.

Download: AMD Radeon Software Adrenalin 2019 Edition 19.7.3 (optional)

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