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Windows 10 Version 1809 bereitet weiterhin Probleme

Meldung von doelf, Freitag der 23.11.2018, 23:13:57 Uhr

Auch das überarbeitete Windows 10 Version 1809 läuft auf vielen Systemen noch nicht rund, wobei die Fehler nicht immer bei Microsoft zu suchen sind. Einen besonders großen Bock hat schon wieder Intel geschossen, denn nach dem falschen Audio-Treiber wurden nun fehlerhafte Grafiktreiber ausgeliefert. Weitere Baustellen sind Apples iCloud, VPN-Tunnel, Netzlaufwerke, Programme von Trend Micro und alte Grafikchips von AMD.

Intel schießt mal wieder die Audioausgabe
Zur ersten Veröffentlichung von Windows 10 Version 1809 hatte Intel den falschen Audio-Treiber (Version 09.21.00.3755) für die "Intel Smart Sound Technology" geliefert und damit die Audioausgabe zerschossen. Die zweite Ausgabe stolpert nun über fehlerhafte Grafiktreiber (Versionen 24.20.100.6344 und 24.20.100.6345), welche Funktionen unterstützen, die in Windows 10 gar nicht existieren. Intel hatte diese Treiber im September 2018 veröffentlicht und auch an die Hersteller von Mainboards und PCs verteilt. Wird Windows 10 Version 1809 auf einem System, das einen der betroffenen Treiber verwendet, installiert, fällt abermals der Ton aus, diesmal ist allerdings die Audiowiedergabe über HDMI, DisplayPort und USB-C betroffen. Microsoft wartet derzeit auf neue Treiber von Intel und liefert Windows 10 Version 1809 erst einmal nicht an PCs mit Intel-HD-Grafik aus.

Stress mit der iCloud
Apples iCloud für Windows ist in der Version 7.7.0.27 nicht kompatibel mit Windows 10 Version 1809. Wer diese Version verwendet und dann das Update auf Windows 10 Version 1809 durchführt, bekommt Probleme beim Aktualisieren und Synchronisieren geteilter Alben. Versucht ein Nutzer, iCloud 7.7.0.27 auf Windows 10 Version 1809 zu installieren, meldet das Programm, dass diese Version des Betriebssystems nicht unterstützt wird. Microsoft hat die Auslieferung an Rechner, auf denen die betroffene Version von iCloud läuft, blockiert und arbeitet mit Apple an einer Lösung.

Probleme neben dem VPN-Tunnel
Wird ein VPN-Client von F5 Networks eingesetzt, funktioniert nur noch der Netzwerkverkehr durch den Tunnel. Alle Anfragen, die außerhalb des Tunnels erfolgen, schlagen fehl. Laut F5 handelt es sich um eine Regression, die Microsoft verschuldet hat. Die Redmonder arbeiten daran, doch bis es eine Lösung gibt, sollten betroffene Kunden jegliche Daten durch den VPN-Tunnel schicken.

Netzlaufwerke verbinden sich nicht
Nach der Anmeldung bei Windows 10 Version 1809 wird einigen Nutzern das rote X neben den Netzlaufwerken aufgefallen sein. Die Netzlaufwerke verbinden sich nämlich nicht mehr und werden als nicht verfügbar gemeldet, wenn man sie in der Konsole über "net use" verbinden möchte. Als Zwischenlösung hat Microsoft PowerShell-Skripte bereitgestellt, eine endgültige Reparatur soll bis Ende November erfolgen.

Trend Micros Sicherheitssoftware streikt
Die Programme "OfficeScan" und "Worry-Free Business Security" von Trend Micro sind nicht kompatibel und verursachen beim Update auf Windows 10 Version 1809 erhebliche Probleme. Trend Micro spricht von kritischen Updates, die man erst noch bereitstellen muss. Bis dahin wird die Installation von Windows 10 Version 1809 auf allen PCs, welche die problematischen Programme verwenden, seitens Microsoft unterbunden.

AMD Radeon HD 2000 und HD 4000
AMDs Grafiklösungen der Baureihen Radeon HD 2000 und HD 4000 kamen vor gut zehn Jahren auf den Markt und werden schon lange nicht mehr mit Treibern versorgt. Unter Windows 10 hat man daher die Wahl, einen funktional stark reduzierten Standardtreiber oder eine alte Treiberversion für Windows 7 manuell zu installieren. Nach dem Update auf Windows 10 Version 1809 lahmt mit diesen alten Grafikchips der Sperrbildschirm und in Edge bleiben Tabs mit der Fehlermeldung "INVALID_POINTER_READ_c0000005_atidxx64.dll" stehen. Microsoft untersucht diese Probleme, kann aber noch keine Lösung anbieten.

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