AMD Ryzen 3000: UEFI-Update verzögert sich
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AMD Ryzen 3000: UEFI-Update verzögert sich

Meldung von doelf, Montag der 22.07.2019, 13:04:14 Uhr

AMDs neue Prozessoren mit Zen-2-Kern (Ryzen 3000) haben von Intel derzeit wenig zu befürchten, leiden aber an einem Problem beim Erzeugen von Zufallszahlen. Die seitens AMD in Aussicht gestellte schnelle Abhilfe per UEFI-Update lässt derweil noch auf sich warten, da diese ein neues Problem verursacht.

PCIe-Durchsatz geviertelt
AMD hatte den Fehler im Microcode-Update AGESA 1.0.0.3 ABA behoben und dieses den Mainboard-Herstellern zur Integration in ihre UEFI-Updates zur Verfügung gestellt. Doch dann wurde die korrigierte Version nach Angaben eines Moderators im ROG-Kundenforum von ASUS wieder zurückgezogen, weil sich ein Leistungsproblem mit der PCI-Express-Anbindung gezeigt hatte. Offenbar wird PCI-Express 4.0 auf die Generation 2.0 zurückgesetzt, was den Datendurchsatz je Lane von 1.969 auf 500 MB/s viertelt. Einer über 16 Lanes angebundenen Grafikkarte stehen demnach nur 8,0 statt 31,51 GB/s zur Verfügung.

Das Problem mit den Zufallszahlen
Im Mai 2019 hatten wir berichtet, dass AMDs im Jahr 2014 vorgestellte Beema-Baureihe beim Erzeugen von Zufallszahlen patzt und nach dem Aufwachen aus dem Ruhezustand den Wert -1 liefert. Die neuen Prozessoren mit Zen-2-Kern (Ryzen 3000) haben dies perfektioniert und liefern immer die -1. In beiden Fällen wurde die Instruktion RdRand fehlerhaft implementiert, was sich insbesondere bei neueren Linux-Distributionen, die systemd als Init-Prozess verwenden, zeigt, da diese nicht mehr starten. Auch das Spiel "Destiny 2" scheitert am Erzeugen von Zufallszahlen und verfängt sich beim Aufruf in einer Endlosschleife.

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