AMD enttäuscht trotz schwarzer Zahlen
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AMD enttäuscht trotz schwarzer Zahlen

Meldung von doelf, Mittwoch der 31.07.2019, 10:30:36 Uhr

Bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2019 gab sich AMD-Chefin Dr. Lisa Su zufrieden: Ihr Unternehmen ist mit seinen Produkten gut aufgestellt und schreibt weiterhin schwarze Zahlen. Auf der anderen Seite fällt der Gewinn bescheiden aus und AMDs Schwäche bei den Grafikkarten überschattete auch die Monate April bis Juni. Dafür fällt der Ausblick auf den Rest des Jahres recht positiv aus.

AMDs Prozessoren können Umsatzrückgang nicht verhindern
Mit 1,531 Milliarden US-Dollar blieb AMDs Umsatz um 12,81 Prozent unter dem Ergebnis des zweiten Quartals 2018 und dieser Umsatzrückgang verteilt sich recht gleichmäßig auf die beiden Sparten "Computing and Graphics" (940 Millionen US-Dollar; -13,44%) und "Enterprise, Embedded and Semi-Custom" (591 Millionen US-Dollar; -11,79%). Während AMDs Prozessoren (PC und Server) sowie Spezial-GPUs für Rechenzentren stark gefragt waren, belasten die veränderten Schürfstrategien bei Kryptowährungen wie Ether auch weiterhin den Absatz von Grafiklösungen für Spieler. Im Vergleich zum Auftaktquartal ist die Nachfrage allerdings schon etwas angezogen und die neuen Modelle der 7-nm-Baureihe Radeon RX 5700 (Navi) dürften im laufenden Quartal für weiteren Schub sorgen. Anders sieht es bei den Spezialchips für Spielkonsolen aus, hier war der Absatz rückläufig und das dürfte auch erst einmal so bleiben.

Schwarze Zahlen, aber kleine Brötchen
AMDs operativer Gewinn ist um 61,44 Prozent auf 59 Millionen US-Dollar eingebrochen, was man ebenfalls den Grafikkarten zuschreiben muss. Denn trotz der starken Prozessoren ist der Gewinn im Bereich "Computing and Graphics" von 117 Millionen auf 22 Millionen US-Dollar (-81,2%) abgestürzt. Derweil profitiert die Sparte "Enterprise, Embedded and Semi-Custom" von AMDs Wiederauferstehung im Server-Markt, wo die Texaner lange Zeit ein Zombie-Dasein gefristet hatten. Während die Server-Gewinne bei Intel um ein Drittel (-34,23%) eingebrochen sind, konnte AMD in dieser Disziplin um 28,99 Prozent zulegen. Doch der Vergleich der Prozentangaben hinkt, denn mit einem Gewinn von gerade einmal 89 Millionen US-Dollar backt AMD nach wie vor sehr viel kleinere Brötchen als Marktführer Intel, dessen Server-Sparte im zweiten Quartal 1,800 Milliarden US-Dollar einfahren konnte.

Unterm Strich und Ausblick
Auch AMDs Nettogewinn fällt mit 35 Millionen US-Dollar bzw. 0,03 US-Dollar je Anteil (verwässert) ziemlich bescheiden aus. Dabei ist der Nettogewinn im Jahresvergleich auf weniger als ein Drittel (-69,83%) eingebrochen und der Gewinn je Aktie sogar um 72,73 Prozent geschrumpft. Was positiv stimmt, sind die im Jahresverlauf um 4 Punkte auf 41 Prozent gestiegene Bruttomarge und der Ausblick auf die zweite Jahreshälfte. Für das dritte Quartal erwarten die Texaner einem Umsatz von rund 1,8 Milliarden US-Dollar (+9%) und auch der Jahresumsatz soll den von 2018 im mittleren einstelligen Bereich übertreffen. Die Börse zeigte sich dennoch enttäuscht und ließ AMDs Aktie nachbörslich um 4,1 Prozent auf 32,48 US-Dollar einbrechen. Aktuell wird das Papier für 32,75 US-Dollar (-3,31%) gehandelt.

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