Preisbrecher von AMD: Ryzen 5 1600 löst Ryzen 5 1600 ab

Meldung von doelf, Sonntag der 05.01.2020, 11:26:01 Uhr

AMDs aktuelles 6-Kern-Modell ist der Mitte 2019 eingeführte Ryzen 5 3600 (Matisse), dessen Straßenpreise allerdings erst bei 192 Euro beginnen. Wesentlich günstiger sind der 2018 eingeführte Ryzen 5 2600 (Pinnacle Ridge, ab 117 Euro) und der Ryzen 5 1600 (Summit Ridge, ab 99 Euro) aus dem Jahr 2017. Die Fertigung der letztgenannten CPU hat AMD nun eingestellt - und liefert einen neuen Ryzen 5 1600 auf Basis von Pinnacle Ridge als Ersatz. Und der kostet sogar weniger.

Der alte Summit Ridge trägt die Kennung YD1600BBAEBOX, wird mit Strukturgrößen von 14 nm gefertigt und taktet mit 3,2 (Basis) bis 3,6 GHz (Turbo). Jeder der sechs Kerne verfügt über 512 KiB L2-Cache (zusammen 3 MiB), dazu kommen 16 MiB L3-Cache. Pro Kern kann der Prozessor zwei Threads parallel bearbeiten. Zur Anbindung von Grafikkarten und anderen Geräten gibt es 24 PCIe-Lanes der dritten Generation und beim Arbeitsspeicher werden bis zu 64 GiB DDR4-2666 (PC4-21300U) im Zweikanalbetrieb unterstützt.

Der neue Pinnacle Ridge wird unter der Kennung YD1600BBAFBOX geliefert und abgesehen vom 12-nm-Fertigungsprozess scheinen die Spezifikationen identisch zu sein. Da Pinnacle Ridge zur Steuerung der Taktrate Precision Boost 2.0 beherrscht, kann die Neuauflage den Turbotakt länger halten und erreicht 3,6 GHz auch bei Last auf allen Kernen. Dazu kommen architektonische Verbesserungen, welche die Latenzen beim Zugriff auf Cache und Arbeitsspeicher reduzieren. Die TDP beider Varianten beläuft sich auf 65 Watt.

Im Vergleich zum Ryzen 5 2600 (YD2600BBAFBOX) fehlen der Neuauflage des Ryzen 5 1600 immerhin 200 MHz beim Basis- sowie 300 MHz beim Turbotakt. Auch DDR4-2933 (PC4-23466U) gibt es offiziell nur, wenn die Produktnummer des Prozessors mit einer 2 beginnt. Hierdurch steigt die maximal erreichbare Speicherbandbreite von 42,7 auf 46,9 GB/​s. Ein großes Problem stellt dies aber nicht dar, denn auch der alte Summit Ridge verkraftet bereits DDR4-3200, was dann allerdings in den Bereich "Übertakten" fällt.

Mit Straßenpreisen, die schon unter 97 Euro beginnen, ist der neue Ryzen 5 1600 ein echter Preisbrecher und unterbietet den Ryzen 5 2600 um 20 Euro. Als Beilage findet sich der CPU-Kühler Wraith Stealth in der Box, welchen AMD auch zum Ryzen 5 2600 packt. Der leistungsstärkere Wraith Spire, welcher mit der ersten 1600er-Generation geliefert wurde, ist 17 mm höher und besitzt einen Kupferkern zur effizienteren Abführung der entstehenden Wärme. Der beigepackte CPU-Kühler sollte hier aber nicht kaufentscheidend sein.

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