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Google Chrome schießt macOS in Bootschleife

Meldung von doelf, Mittwoch der 25.09.2019, 11:15:40 Uhr

Googles Webbrowser Chrome beschädigt das Dateisystem von Mac-Computern, auf denen keine "System Integrity Protection" (SIP) läuft. Betroffen sind Systeme mit macOS 10.10 und älter sowie Macs, auf denen SIP deaktiviert wurde, um bestimmte Software oder Hardware nutzen zu können.

Der Fehler steckt in der Komponente "Google Software Update", welche symbolische Verknüpfungen (symlinks) aus dem Ordner "var" löscht und macOS damit in eine Bootschleife versetzt. Google hat die Auslieferung seiner fehlerhaften Update-Routine inzwischen gestoppt und eine Anleitung zur Reparatur über den Wiederherstellungsmodus von macOS veröffentlicht. Hierzu muss der Benutzer eine Reihe von Befehlen im Terminal ausführen. Warum Googles Software derart tief in Apples Betriebssystem eingreift, bleibt derweil unklar und dürfte auch in Cupertino genau geprüft werden.

Ist die zusammen mit macOS 10.11 (El Capitan) eingeführte SIP-Funktion aktiv, wird der fatale Zugriff verwehrt und das System bleibt intakt. Googles Fehlermeldung erweckt den Eindruck, dass auch macOS 10.9 und 10.10 über SIP verfügen, doch das ist nicht der Fall. Dies erklärt auch, warum die meisten Meldungen von Benutzern dieser Betriebssystemversionen stammen. Eine weitere Häufung gibt es bei Nutzern der Video-Software von Avid, denn SIP sperrt die Treiber für bestimmte Video-Hardware aus. Wer solche Karten nutzen möchte, muss somit auf SIP verzichten und kann Opfer des Google-Fehlers werden.

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