Apple: Stark bei Diensten, schwach beim iPhone
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Apple: Stark bei Diensten, schwach beim iPhone

Meldung von doelf, Freitag der 03.05.2019, 15:58:33 Uhr

Für Apple endete das zweite Quartal des fiskalischen Jahres 2019 am 30. März mit durchwachsenen Ergebnissen. Dienste, Uhren und Zubehör liefen zwischen Januar und März gut, zudem konnte das iPad wiederbelebt werden. Dafür schwächelten der Mac und Apples Zugpferd, das iPhone. Rekordzahlen waren dementsprechend Mangelware.

Weniger Umsatz
Apples Quartalsumsatz ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,11 Prozent auf 58,015 Milliarden US-Dollar geschrumpft, da die Geräte mit dem Apfel am Markt schwächelten. Sie trugen diesmal 46,565 Milliarden US-Dollar zum Umsatz bei, was einem Rückgang um 9,21 Prozent entspricht. Da half auch kein beachtliches Umsatzplus von 16,24 Prozent bei den Diensten, deren Anteil auf 11,450 Milliarden US-Dollar angewachsen ist. Das Problemkind ist ausgerechnet das iPhone, dessen Umsatz bei nur 31,05 Milliarden US-Dollar lag. Das sind zwar Zweidrittel des Geräteumsatzes sowie über die Hälfte des Gesamtumsatzes, doch der Blick auf den Vorjahreszeitraum zeigt einen Rückgang um 17,33 Prozent. Und das ist ein großes Problem für Apples Zukunft, denn wie sollen die Dienste weiter wachsen, wenn die Zahl der dafür genutzten Geräte fällt?

Apples Hardware-Basis schrumpft
Leider weigert sich Apple seit Anfang 2019, die Absatzzahlen seiner Geräte zu veröffentlichen. Eine Schätzung anhand des Umsatzes ist recht ungenau, da aber die durchschnittlichen Preise der neuesten iPhone-Generation weiter angestiegen sind, vermuten wir einen Rückgang der Stückzahlen von wenigstens zwanzig Prozent. Die positive Entwicklung bei den iPads, deren Umsatz um 21,56 Prozent auf 4,872 Milliarden US-Dollar angewachsen ist, vermag dies nicht ansatzweise zu kompensieren. Zudem ist auch der mit den Macs generierte Umsatz trotz Preisaufschlägen um 4,55 Prozent auf 5,513 Milliarden US-Dollar zurückgegangen. Die übrigen Geräte wie Uhren und Lautsprecher, welche Apple unter "Wearables, Home and Accessories" zusammenfasst, verbuchten ein sattes Umsatzplus von 30,05 Prozent auf 5,129 Milliarden US-Dollar, doch diese können die Dienste nur bedingt voranbringen.

Apples Gewinne fallen...
Die Auswirkungen auf Apples Gewinne sind zwar deutlich, halten sich aber noch in Grenzen. Operativ ist das Ergebnis um 15,6 Prozent auf 13,415 Milliarden US-Dollar gefallen und der Nettogewinn um 16,36 Prozent auf 11,561 Milliarden US-Dollar abgerutscht. Beim Gewinn je Aktie, den Apple auf 2,46 US-Dollar beziffert, beläuft sich das Minus nur auf 9,89 Prozent, da das Unternehmen die Zahl seiner ausgegebenen Aktien durch Rückkäufe binnen zwölf Monaten um 7,26 Prozent reduziert hat. Hierfür hatte Apple 27 Milliarden US-Dollar aufgewendet.

...doch Geschenke lassen die Aktie wieder steigen
Und das Unternehmen verspricht weitere Geschenke: Für zukünftige Aktienrückkäufe wurden weitere 75 Milliarden US-Dollar freigegeben und die Dividende nochmals erhöht - auf nunmehr 0,77 US-Dollar (Stichtag: 13. Mai 2019). Obwohl Apple derzeit in China (-21,54%) und Europa (-5,72%) Probleme hat, nahmen die Anleger diese Geschenke an: Am Tag nach Bekanntgabe der Quartalszahlen kletterte der Kurs der Apple-Aktie um bis zu 7,30 Prozent auf 215,31 US-Dollar, den Handelstag beschloss das Papier mit 210,52 US-Dollar (+4,91%). Zur Stunde beläuft sich der Kurs auf 210,91 US-Dollar.

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