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Mac für Profis: Viele Steckplätze und ein prächtiger Ständer

Meldung von doelf, Donnerstag der 06.06.2019, 13:40:23 Uhr

Acht PCIe-Slots und ein Dutzend DIMM-Steckplätze, die allesamt für den Benutzer zugänglich sind. Eine Rack-Variante für Server-Schränke. Ein 6K-Bildschirm, der man wahlweise an einen prächtigen Ständer oder per VESA-Adapter an markenfremde Befestigungen montieren kann. Nachdem Apple die Profis über Jahre ignoriert hatte, besinnt sich das Unternehmen nun wieder auf seine Wurzeln. Das Ergebnis überzeugt, ist aber nicht gerade billig.

Apple Mac Pro 2019

Der Mac Pro ist wieder ein Profi-Werkzeug
Gut, Profigeräte sind nie billig, aber wer sich beim Erstellen seiner Wunschkonfiguration nicht im Griff hat, kann in einen einzelnen Mac Pro kleinere Vermögen versenken. Für die Grundausstattung mit einem 8-Kern-Prozessor (Intel Xeon), 32 GiB RAM, einer Radeon Pro 580X und einem SSD mit mageren 256 GB Speicherplatz veranschlagt Apple zwar nur 5.999 US-Dollar, doch mit 28 Rechenkernen (56 Threads, bis zu 4,4 GHz, 66,5 MiB Cache), 1,5 TiB Arbeitsspeicher (12 x 128 GiB DDR4-2933 ECC, 6 Kanäle, Bandbreite bis zu 140 GB/s), zwei AMDs Radeon Pro Vega II Duo (zusammen: 4 x AMD Vega II, 4 x 32 GiB HBM2-Speicher, 56,8 Tera-FLOPS) und 4 TB Festspeicher (2 x 2 TB SSD) dürfte man in den Bereich eines Mittelklassekombis vorstoßen. Andererseits zeigt die Ausstattungsliste, dass der neue Mac Pro extrem viel Leistung bieten und dem Anspruch einer professionellen Workstation der Spitzenklasse gerecht wird.

Apple Pro Display XDR Stand

Die Sache mit dem Ständer
Ärgerlicher erscheint da Apples Preispolitik, die einen neuen absurden Höhepunkt erreicht hat: Den neuen 6K-Bildschirm "Pro Display XDR" liefert Apple wie schnödes Tablet. Wer den Monitor tatsächlich auf seinem Schreibtisch aufstellen möchte, muss zusätzlich 999 US-Dollar in den prächtigen Ständer investieren, der das Display "wie schwerelos" schweben lässt. Zumindest die Pivot-Funktion ist dann im Preis inbegriffen. Und da die typischen Schraublöcher für genormte VESA-Halterungen optisch nicht überzeugen können, hat Apple sie einfach weggelassen. Es gibt aber einen Adapter für bescheidene 199 US-Dollar. Das lässt sich in etwa mit einem PKW vergleichen, der vom Hersteller ohne Räder geliefert wird und bei dem zur Montage normaler Felgen spezielle Adapter benötigt werden. Das "Pro Display XDR" selbst kostet 4.999 US-Dollar mit normaler Glasfront sowie 5.999 US-Dollar mit Nano-Texturen in der Glasoberfläche.

Apple Pro Display XDR Aufbau

Details zum Pro Display XDR
Die Eckdaten des Bildschirms sind beeindruckend: Das "Pro Display XDR" misst 32 Zoll in der Diagonalen, nutzt das Seitenverhältnis 16 zu 9 und kann 6.016 x 3.384 Pixel mit 218 PPI darstellen. Dauerhaft ist eine Helligkeit von 1.000 Nits möglich, in der Spitze werden sogar. 1.600 Nits geboten. Um dies zu ermöglichen, nutzt Apple die aufwändige Lochstruktur - diese prägt auch das Design des neuen Mac Pro - der aus Aluminium gefertigten Rückseite zur Wärmeableitung. Zusammen mit einem Kontrastverhältnis von einer Million zu 1 sowie 10 Bit Farbtiefe für mehr als eine Milliarde Farbtöne spricht Apple nicht mehr von HDR (High Dynamic Range) sondern von XDR (Extreme Dynamic Range). Der Blickwinkel fällt mit 89 Grad in alle Richtungen extrem weit aus und die optionalen Nano-Texturen in der Glasoberfläche sollen eine spiegelfreie Darstellung ohne die üblichen Nachteile in puncto Kontrast ermöglichen.

Apple Mac Pro 2019 Radeon Pro Vega II Duo

Zurück zum Mac Pro: Das MPX Module
Nun gibt es auch andere Workstations mit leistungsstarken Xeon-Prozessoren, doch der neue Mac Pro hat ein Alleinstellungsmerkmal: Das "MPX Module". Apple hat einen handelsüblichen PCIe-x16-Steckplatz der dritten Generation um einen zweiten Steckplatz namens "MPX Connector" erweitert. Dieser verwendet Thunderbolt 3, um den MPX Modulen weitere PCIe-Lanes und zusätzliche 475 Watt zur Verfügung zu stellen - der PCIe-Steckplatz liefert lediglich 75 Watt. Als erste MPX-Module präsentiert Apple eine Reihe Grafikkarten, deren Flaggschiff zwei Grafikprozessoren des Typs AMD Vega II nebst 64 GiB HBM2-Speicher beherbergt. Gleich zwei dieser Monster lassen sich im neuen Mac Pro verbauen. Das Modul selbst setzt dabei auf passive Kühlung, denn um die Zuführung der Frischluft kümmert sich der Mac. MPX-Module eignen sich aber nicht nur für Grafikkarten, sondern auch zum Nachrüsten von Festspeicher. Bereits angekündigt wurde das Promise Pegasus R4i mit vier Festplatten und bis zu 32 TB Speicherkapazität.

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