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AMD: Grafikkarten belasten Quartalszahlen

Meldung von doelf, Samstag der 04.05.2019, 23:59:26 Uhr

AMD präsentierte zum Jahresauftakt eine "signifikante Expansion der Bruttomarge", denn der mit Ryzen- und EPYC-Prozessoren generierte Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Gleiches gilt für professionelle GPUs, die in den Bereichen Deep Learning, Cloud Computing und Rendering zum Einsatz kommen. Im Endkundenmarkt sind AMDs Grafiklösungen aber kaum noch gefragt.

Stärken und Schwächen
Spieler greifen schon seit Jahren lieber zu Grafikkarten auf NVIDIA-Basis, auch wenn sie dafür mehr investieren müssen. AMD konnte dies einige Zeit dank des Kryptowährungs-Booms kompensieren, doch das Schürfen von Ethereum und Co ist aufgrund dramatisch eingebrochener Kurse nicht mehr attraktiv. Dies hat den Absatz von AMDs Gaming-GPUs massiv einbrechen lassen, so dass der Umsatz der Sparte "Computing and Graphics" trotz einer hohen Nachfrage für CPUs einen Umsatzeinbruch um 25,47 Prozent auf 831 Millionen US-Dollar verkraften musste. Der operative Gewinn lag nur noch bei 16 Millionen US-Dollar nach 138 Millionen im ersten Quartal 2018. Auch die Sparte "Enterprise, Embedded and Semi-Custom" verzeichnete einen Umsatzrückgang von 17,11 Prozent auf 441 Millionen US-Dollar, da AMD weniger Chips für Spielkonsolen verkauft hatte. Aufgrund der regen Nachfrage für Server-Chips (CPUs und GPUs) ist hier der operative Gewinn allerdings von 14 Millionen auf 68 Millionen US-Dollar angewachsen.

Die Quartalszahlen
In der Summe ist AMDs Quartalsumsatz im Jahresvergleich um 22,77 Prozent auf 1,272 Milliarden US-Dollar gefallen. Da AMD in Bereichen mit höheren Stückpreisen gewachsen ist, konnten die Texaner allerdings ihre Bruttomarge um fünf Punkte auf 41 Prozent verbessern. AMD schreibt zwar weiter schwarze Zahlen, doch der operative Gewinn ist um 68,33 Prozent auf 38 Millionen US-Dollar eingebrochen und beim Nettogewinn gab es sogar einen Rückgang um 80,25 Prozent auf 16 Millionen US-Dollar. Da gibt es dann auch nur einen mageren Cent je Aktie, vor einem Jahr waren es noch acht gewesen.

Ausblick und Aktienkurs
Für das zweite Quartal 2019 erwartet AMD einen Umsatzanstieg auf ca. 1,52 Milliarden US-Dollar. Das wären zwar 19 Prozent mehr als im ersten Vierteljahr, läge aber noch immer um 13 Prozent unter der Vorgabe von 2018 - abermals werden die Gaming-GPUs das Ergebnis negativ beeinflussen. Auf AMDs Aktienkurs hatte die Bekanntgabe der Geschäftszahlen keinen großen Einfluss. Am Folgetag gab das Wertpapier zwar leicht nach, stieg dann aber wieder leicht an. Ins Wochenende ging AMDs Aktie mit einem Schlusskurs von 28,22 US-Dollar.

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