UltraViolet wird am 31. Juli 2019 eingestellt
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UltraViolet wird am 31. Juli 2019 eingestellt

Meldung von doelf, Dienstag der 30.07.2019, 13:52:59 Uhr

Die Idee der US-amerikanischen Filmbranche klang verlockend: Eine Blu-Ray oder DVD kaufen und damit zugleich auch die Rechte zur Nutzung des dazugehörigen Videostreams erwerben, so dass man den Film oder die Serie auch auf einem Tablet oder Smartphone schauen kann. Dazu eine zentrale Lizenzverwaltung namens UltraViolet, damit der Nutzer nicht bei jedem Studio ein eigenes Kundenkonto benötigt. Doch UltraViolet wird morgen abgeschaltet und die Übertragung der Lizenzen entwickelt sich immer mehr zu einer peinlichen Lachnummer.

Wayne und wer sich sonst noch für die Rettung seiner Bibliothek interessiert, muss sich in den nächsten Stunden bei UltraViolet anmelden und unter "Einzelhandelsdienstleistungen" prüfen, ob seine Inhalte bereits mit einem teilnehmenden Einzelhändler verknüpft sind. Ist dies nicht der Fall, muss der Kunde dort einen oder mehrere Einzelhändler verknüpfen. Das wird im Zweifelsfall aber nicht für alle Inhalte gelingen, denn auch am Tag vor dem finalen Zapfenstreich besteht immer noch keine 100-prozentige Abdeckung:

"Ihre Filme und Fernsehsendungen bleiben mehrheitlich bei zuvor verlinkten Einzelhändlern zugänglich"

Sollten die eigenen Inhalte bei einem Einzelhändler fehlen, kann man nur die Verknüpfung mit weiteren Händlern versuchen. Das ist kein großer Aufwand, denn es gibt tatsächlich nur zwei: Flixster und Videociety. Der Sony Pictures Store, ursprünglich als weitere Alternative für Nutzer aus Deutschland aufgeführt, ist bei UltraViolet verschwunden. Sony Pictures selbst rät aber weiterhin zum Erstellen einer Verknüpfung, was wohl nicht nur wir hochgradig verwirrend finden.

Und es kommt noch dicker: Flixster hat seine Kunden per E-Mail informiert, dass auch dieser Dienst am 1. Oktober 2019 seine Pforten schließen wird. Die bei Flixster hinterlegten Lizenzen soll man in Kürze irgendwie auf Google Play übertragen können, doch nichts Genaues weiß man nicht. Wer nicht gleich zweimal umziehen möchte, muss somit auf Videociety setzen und darauf vertrauen, dass dieser Dienst noch lange existieren wird. Dem genervten Kunden wird derweil einmal mehr die Vergänglichkeit alles Virtuellen im wundersamen Cyberland Digitalien vor Augen geführt.

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