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Sony: Bei Spielen top, bei Smartphones ein Flop

Meldung von doelf, Freitag der 03.05.2019, 13:02:52 Uhr

Für Sony endete das Geschäftsjahr 2018 am 31. März 2019, weshalb das japanische Unternehmen neben den Quartalszahlen auch seine Jahresbilanz präsentieren konnte. Diese Zahlen belegen eine positive Entwicklung, insbesondere was den Gewinn betrifft. Doch während Sony bei Spielen kräftig zulegen konnte, endete der Traum vom Aufstieg zu einem führenden Smartphone-Anbieter mit einem bösen Erwachen.

Das Geschäftsjahr
Sonys Jahresumsatz ist nur um magere 1,42 Prozent auf 8,6657 Billionen Yen (ca. 69,4123 Milliarden Euro) gewachsen, dafür sprang der operative Gewinn um 21,68 Prozent auf 894,2 Milliarden Yen (ca. 7,1625 Milliarden Euro). Dank eines Gewinns aus Aktienwerten, dessen Höhe sich auf 118,677 Milliarden Yen beläuft, ist Sonys Nettogewinn sogar noch etwas höher ausgefallen: 966,550 Milliarden Yen (ca. 7,7421 Milliarden Euro) entsprechen einem Plus von 76,61 Prozent. Den Gewinn je Aktie (verwässert) beziffert das Unternehmen auf 707,74 Yen (5,67 Euro). Zieht man die 379,75 Yen des Vorjahres zum Vergleich heran, ergibt sich ein Sprung von 86,37%.

Das 4. Quartal
Betrachten wir das Abschlussquartal, also die Monate Januar bis März 2019, ist der Umsatz um 9,05 Prozent auf 2,1275 Billionen Yen (ca. 17,0413 Milliarden Euro) gestiegen. Der operative Gewinn schoss von 22,2 Milliarden auf 82,7 Milliarden Yen (ca. 662,427 Millionen Euro; +272,52%) und 38,740 Milliarden Yen Gewinn aus Aktienwerten schieben den Nettogewinn auf 101,303 Milliarden Yen (ca. 811,437 Millionen Euro). Für den Vorjahreszeitraum hatte Sony noch einen Fehlbetrag in Höhe von 4,818 Milliarden Yen (ca. -38,592 Millionen Euro) ausweisen müssen. Je Anteil bedeutet dies 68,23 Yen (ca. 0,55 Euro) Gewinn (Q4/2017: -13,30 Yen).

Die Spielesparte ist der Gewinner
Die Spielesparte (Game & Network Services) konnte ihren Jahresumsatz um 19 Prozent auf 2,3109 Billionen Yen ausbauen - gestiegene Mitgliedszahlen für "PlayStation Plus" und eine positive Entwicklung bei den Verkaufszahlen für Spiele machten dies möglich. Der operative Gewinn ist um 75,27 Prozent auf 311,1 Milliarden Yen geschossen. Für das kommende Jahr erwartet Sony eine stabile Entwicklung, da die PlayStation 4 in die Jahre gekommen ist und ihre Verkaufszahlen sinken dürften. Der kürzlich angekündigte Nachfolger dürfte erst im zweiten Halbjahr 2020 in den Handel kommen.

Das Smartphone-Geschäft geht baden
Der große Verlierer war das Smartphone-Geschäft (Mobile Communications), dessen Umsatz um 31 Prozent auf 498,0 Milliarden Yen eingebrochen ist. Zugleich haben sich die operativen Verluste in diesem Segment beinahe vervierfacht und belaufen sich nun auf 97,1 Milliarden Yen. Als Reaktion plant Sony eine massive Umstrukturierung sowie die Zusammenlegung mit dem Bereich Unterhaltungselektronik (Home Entertainment & Sound). Auch dieser muss rückläufige Umsätze verkraften, 1,1554 Billionen Yen bedeuten allerdings nur ein Minus von rund sechs Prozent.

Der Rest
Die Umsätze der übrigen Geschäftsfelder sind im einstelligen Bereich gewachsen, zu nennen wären hier "Imaging Products & Solutions" (670,5 Milliarden Yen; +2%), die Halbleiter-Sparte (879,3 Milliarden Yen; +3%) und die Finanzdienstleistungen (1,2825 Billionen Yen; +4%). Das Streaming-Geschäft und die Übernahme der restlichen EMI-Anteile sorgten bei der Musik (807,5 Milliarden Yen; +1%) für ein leichtes Plus, welches im neuen Geschäftsjahr weiter anwachsen soll. Den Umsatzrückgang im Filmgeschäft (986,9 Milliarden Yen; -2%) sollen diverse Blockbuster, die in den kommenden Monaten in den Kinos anlaufen werden, drehen.

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