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Facebook: Rechtsstreitigkeiten lassen Kosten explodieren

Meldung von doelf, Freitag der 26.04.2019, 17:11:32 Uhr

Die Gelddruckmaschine namens Facebook, zu der auch Instagram und WhatsApp gehören, läuft weiter auf Hochtouren: Im ersten Quartal 2019 erzielte das Internetunternehmen einen Umsatz von 15,077 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung um 26,00 Prozent im Vergleich zum Auftaktquartal 2018 entspricht. Noch viel stärker, nämlich um 80,45 Prozent, sind allerdings die Ausgaben gestiegen.

Bis zu 5 Milliarden US-Dollar Strafe
Schuld an diesem Sprung von 6,517 Milliarden auf 11,760 Milliarden US-Dollar sind diverse Wettbewerbs- und Datenschutzverstöße, welche kostspielige Rechtsstreitigkeiten nach sich ziehen. So hat Facebook stolze 3,00 Milliarden US-Dollar für drohende Strafzahlungen in Zusammenhang mit andauernden Ermittlungen der US-Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) beiseite gelegt, rechnet laut eigener Aussage aber mit Kosten von bis zu 5,00 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommt, dass Facebook solche Strafen nicht von der Steuer absetzen kann.

Rücklagen lassen Gewinn einbrechen
Facebook kann sich solche Ausgaben zwar locker leisten, doch sie drücken den Gewinn: Im operativen Geschäft ist dieser um 39,13 Prozent auf 3,317 Milliarden US-Dollar geschrumpft und der Nettogewinn ist aufgrund der Steuerproblematik sogar um 51,30 Prozent auf 2,429 Milliarden US-Dollar eingebrochen. Ähnlich deutlich, nämlich um 49,70 Prozent, ist der Gewinn je Anteil gefallen, er liegt nur noch bei 0,85 US-Dollar. Ohne die anstehenden Strafzahlungen wären 1,89 US-Dollar auf jede Aktie (verwässert) gekommen.

Nutzerzahlen weiter angewachsen
Erfreulicher, zumindest für Facebook, gestaltet sich die Entwicklung der Nutzerzahlen: Im März 2019 waren tagtäglich 1,56 Milliarden Nutzer auf der Plattform aktiv, das sind acht Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auch die Zahl der monatlich aktiven Nutzer ist um acht Prozent auf 2,38 Milliarden angewachsen - allen Skandalen zum Trotz scheint der Zustrom neuer Nutzer ungebremst. Und fast alle kommen per Smartphone, so dass 93 Prozent der im ersten Quartal 2019 generierten Werbeumsätze auf Mobilgeräte entfallen.

Die Anleger glauben weiter an Facebook
Die Anleger werten die hohen Rücklagen für die aktuellen Rechtsstreitigkeiten offenbar als Einmaleffekt, während das Wachstum bei Umsatz und Nutzerzahlen eine gewisse Nachhaltigkeit ausstrahlt. Im vergangenen Jahr hatte Facebook mehrfach vor einem möglichen Abebben des Umsatzwachstums gewarnt, doch eingetreten ist dieses Szenario nicht. Und so kletterte Facebooks Aktie am Folgetag der Quartalsmeldung auf bis zu 198,48 US-Dollar (+8,71%) und beschloss den Handelstag mit 193,26 US-Dollar (+5,85%). Inzwischen ist das Papier allerdings auf 190,76 US-Dollar gefallen.

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