Full Steam Ahead

Auch Flash-Speicher wird etwas billiger

Meldung von doelf, Donnerstag der 05.09.2019, 15:07:20 Uhr

Während der Handelskonflikt zwischen Japan und Südkorea die Kurse für Arbeitsspeicher im Juli in die Höhe schießen ließ, blieben die Auswirkungen auf die Flash-Chips moderat. Und jetzt, da die DRAM-Preise wieder rutschen, fällt auch die Kurskorrektur für Flash-Chips weit geringer aus.

Flash-Kurse

Für NAND-Chips des Typs 64Gb 8Gx8 MLC musste man gestern durchschnittlich 2,429 US-Dollar auf den Tisch legen. Dies bedeutet einen Rückgang um 1,66 Prozent, nachdem der Kurs Anfang August um 5,33 Prozent gestiegen war. In den Monaten davor hatten wir mit Ausnahme des Mai (+8,10%) einen fortschreitenden Preisverfall gesehen. Daher liegt der heutige Durchschnittskurs um 20,83 Prozent unter der Vorgabe von Anfang September 2018.

Die halbe Größe, also 32Gb 4Gx8 MLC, erzielte zuletzt einen Kurs von 2,420 US-Dollar, was einem Aufschlag von 0,46 Prozent entspricht. Letzten Monat war dieser Kurs um 15,37 gestiegen, doch auch für April und Mai 2019 hatten wir bereits Aufschläge von 1,54 und 28,21 Prozent notiert, da diese Chips so langsam aus der Produktion laufen. Sie sind preislich unattraktiv und übertreffen das Kursniveau von September 2018 (2,161 US-Dollar) um deutliche 11,99 Prozent.

Wer statt MLC die Variante TLC (Triple-Level Cell, 3 Bit pro Zelle) für seine Produkte einkauft, bekommt 256 Gb schon für 2,917 US-Dollar (-0,92%). Der Kurs der TLC-Chips ist schon seit Monaten sehr konstant (August: -0,30%; Juli: -0,71%; Juni: -0,03%; Mai: +2,06%; April: -0,34%). TLC-Chips sind bei Schreibzugriffen langsamer als MLC (2 Bit pro Zelle) oder SLC (1 Bit pro Zelle), da immer drei Bit gelöscht und dann neu geschrieben werden müssen. Wir beobachten die Preisentwicklung dieser Chips erst seit März 2019.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Flash-Speicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1034 US-Dollar wert und notierte damit um 0,7 Prozent schwächer als Anfang August. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar 4,73 Prozent eingebüßt. Da in den meisten Produkten TLC-Chips zum Einsatz kommen, sind die Preise nach wie vor sehr günstig. Man kann bei SSDs, Speicherkarten und USB-Sticks folglich bedenkenlos zugreifen, wobei die Preise auf lange Sicht weiter fallen werden.

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