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Arbeitsspeicher: 8Gb-Chips erreichen Preisniveau von Juli

Meldung von doelf, Sonntag der 06.10.2019, 20:15:13 Uhr

Im Juli hatte Japan Beschränkungen für die Ausfuhr elektronischer Bauteile wie Speicherchips gegen sein Nachbarland Südkorea verhängt. In der Folge waren insbesondere die Kurse für DRAM-Speicher sprunghaft angestiegen. Nun, da die Exportbeschränkungen wieder gelockert wurden, normalisiert sich die Lage. Zumindest die 8Gb-Chips kosten nun wieder soviel wie vor der Krise.

Als Grund für die Ausfuhrbeschränkungen hatte Japan Sicherheitsbedenken gegenüber südkoreanischen Technologiefirmen angeführt. Diese habe man zwischenzeitlich ausräumen können. Tatsächlich war Japan jedoch über Entschädigungsforderungen der Südkoreaner für Zwangsarbeiter während der japanischen Besatzung zwischen 1910 und 1945 erbost. Dieser Konflikt schwelt schon seit Jahrzehnten und belastet die beiden Länder immer wieder. Doch trotz aller Spannungen scheint man es derzeit nicht auf einen ausufernden Handelskrieg anzulegen, schließlich hat man mit den USA und China ein abschreckendes Beispiel vor Augen. Doch kommen wir zum Arbeitsspeicher:

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2133/2400 8Gb 1Gx8 musste man am Freitag im Schnitt 3,093 US-Dollar auf den Tisch legen, was in etwa dem Kurs von Juli (3,066 US-Dollar) entspricht. Anfang September waren es 3,327 (-7,03%) und einen Monat davor 3,633 US-Dollar (-8,42%) gewesen. Bei den 8Gb-Chips kann man somit von einer Normalisierung des Preisniveaus sprechen. Blicken wir ein ganzes Jahr zurück, ist der Preis dieser Chips um 56,74 Prozent gefallen.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 1,877 US-Dollar. Zu Beginn des Vormonats waren es 1,897 US-Dollar (-1,05%) gewesen und für Anfang August haben wir 2,083 US-Dollar (-9,89%) notiert. Der aktuelle Preis liegt aber weiterhin um 8,43 Prozent über dem von Anfang Juli (1,731 US-Dollar), hier gibt es also noch einen deutlichen Spielraum nach unten. Ziehen wir den Vorjahreszeitraum heran, sind die 4Gb-DDR4-Chips um 45,75 Prozent billiger geworden.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,587 US-Dollar gezahlt. Auch dieser Kurs ist seit September (1,613 US-Dollar) nur um 1,61 Prozent gefallen und zeigt im Vergleich zum Juli einen Aufschlag von 10,67 Prozent. Zugleich liegt er um 4,97 Prozent unter dem Preis von Anfang August (1,670 US-Dollar) sowie um 46,20 Prozent unter der Vorgabe von Oktober 2018. Die meisten Gb pro US-Dollar bekommt man inzwischen bei DDR4-2133/2400 8Gb 1Gx8.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Am Freitag war ein Euro zum Handelsschluss 1,0979 US-Dollar wert und notierte damit um 0,5 Prozent schwächer als Anfang September. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar 4,65 Prozent eingebüßt. Für die kommenden Wochen erwarten wir einen weiteren Preisverfall bei den 4Gb-Chips. Wie viel Spielraum es bei den 8Gb-Chips noch gibt, bleibt indes abzuwarten.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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