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Arbeitsspeicher: Der Preisanstieg schwächt sich deutlich ab

Meldung von doelf, Sonntag der 06.02.2022, 11:55:02 Uhr

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Nachdem die Kurse für Arbeitsspeicher am Spot-Markt in Taiwan zuletzt kräftig gestiegen waren, hat sich die Lage im Laufe des Januar wieder beruhigt. Die durchschnittlichen Aufschläge für die von uns beobachteten Speichersorten liegen unter 1,8 Prozent, denn das Erdbeben vom 3. Januar 2022 hatte Taiwans DRAM-Fertigung genauso wenig beeinträchtigt wie neue Corona-Ausbrüche in China die dortige Produktion.

DRAM-Kurse

Seit August 2021 befindet sich der Speichertyp DDR4-2666 16Gb 2Gx8, der am Freitag für durchschnittlich 7,619 US-Dollar gehandelt wurde, auf unserer Beobachtungsliste. Diese Variante ist im Monatsverlauf um 1,99 Prozent teurer geworden, nachdem wir im Dezember und Januar Aufschläge von 0,38 und 2,26 Prozent gesehen hatten. Zwischen September und November 2021 war der Kurs stetig gefallen (-5,13%; -1,51%; -7,90%). Zwei gleich schnelle 8Gb-Chips sind mit 7,524 US-Dollar kaum günstiger. Als eTT-Variante (funktionsgetestet, aber ohne konkrete Taktangabe) sind 16Gb-Chips (2Gx8) schon für 5,515 US-Dollar (+6,00%) zu haben.

Die Variante DDR4-2666 8Gb 1Gx8 hatte im Sommer ihren DDR4-2400-Vorgänger beerbt, sie notierte am Freitag mit 3,762 US-Dollar und damit um 1,32 Prozent über dem Kurs von Anfang Januar. Im ersten Quartal 2021 waren die Kurse Monat für Monat kräftig angestiegen (+19,72%; +7,95%; +19,81%), bis Juli folgte dann ein Auf und Ab (-3,35%; +7,10%; -3,93%; +3,03%) und von August bis November sahen wir eine klare Abwärtsbewegung (-3,14%; -15,42%, -3,19%; -10,04%), bevor es im Dezember und Januar dann wieder zu Anstiegen um 1,68 bzw. 11,64 Prozent kam. Die aktuellen Preise liegen um 0,72 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

Als Auslaufmodell beobachten wir die 4Gb-Chips nur noch in der Variante DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, hier ist der Kurs im Monatsvergleich um 2,05 Prozent auf 2,792 US-Dollar geklettert. Die Preise der DDR3-Chips waren von Januar bis Mai gestiegen (+12,38%; +41,98%; +11,11%; +12,88%; +1,32%), dann ging es uneinheitlich weiter (-4,06%; +0,34%; -5,57%; -12,10%; -4,41%; +0,81%; -0,58%, +5,92%). Der Blick auf den Vorjahreskurs zeigt nur noch einen Aufschlag von 5,16 Prozent, da sich diese Speichersorte vor einem Jahr um knapp 42 Prozent verteuert hatte.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Am Freitag war ein Euro zum Handelsschluss 1,1449 US-Dollar wert und notierte damit um 0,77 Prozent stärker als Anfang Januar. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro allerdings 4,30 Prozent eingebüßt. Für den weiteren Verlauf des Februar erwarten wir stagnierende Kurse, im weiteren Verlauf des Jahres dürften die DRAM-Preise eher wieder fallen.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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